Ludwig Witzani - Karibisches Reisetagebuch

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Ludwig Witzani ist als Individualtourist durch die ganze Welt gereist, hat aber noch niemals an der Kreuzfahrt teilgenommen. Aber einmal erwischt es jeden, und nun ist es soweit. Er ist älter und ruhiger geworden und bucht auf der «AIDAdiva» und der «Mein Schiff 6» je eine Reise in die östliche und die westliche Karibik. Wie der Frosch auf dem Rücken eines Wals erkundet er auf Ausflügen und selbst organisierten Exkursionen die Kleinen Antillen, die Küsten Jamaikas, Mexikos, Belizes, Honduras´, Costa Ricas, Panamas, Kolumbiens und der Dominikanischen Republik. Als Passagier eines Luxus-Kreuzfahrtschiffes erlebt er sich aber zugleich auch als Objekt eines umfassenden Betreuungszusammenhangs, der die Illusion eines so genannten «Traumurlaubs» erzeugt, im Detail aber doch zahlreiche Anpassungsleistungen erfordert. Mit Sympathie und Humor wird diese doppelte Reise in dem vorliegenden Buch aus der Perspektive eines absoluten Kreuzfahrtnovizen beschrieben. Die ideale Einführung für Karibikliebhaber und Kreuzfahrteinsteiger, aber auch für Personen, die Kreuzfahrten weder verachten noch verherrlichen und nur wissen wollen, was es damit auf sich hat.

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Die erste ABC Insel, die wir nach dem Seetag anliefen, war Aruba. Aruba war 184 qkm groß, hatte etwa 10.000 Einwohner und verfügte über zahlreiche Kakteen, jede Menge krummer Divi-Divi-Bäume, malerische Ayos (Felsen), eine Windmühle, eine eingestürzte Naturbrücke und eine Serie herausragender, flacher Puderzuckerstrände. Was man allerdings ebenso wie auf Bonaire oder Curacao nicht erwarten sollte, war Postkartenkaribik, denn im Unterschied zu den üppigen, regenreichen nördlichen Antillen lagen die ABC Inseln im Wind- und Regenschatten und waren knochentrocken.

Wie ein schwerfälliger Wal legte die AIDAdiva an einer langen Betonmole im Hafenbecken von Oranjestad auf Aruba an. Auf den ersten Blick dachte ich: ein typisches Holland, genauso flach, genauso geschäftig, genauso multikulturell, allerdings fast völlig ohne Regen. Dafür landeten in der Hochsaison jede Woche doppelt so viele Menschen als Kreuzfahrer auf Aruba, wie die Insel Einwohner hatte. Auf der einzigen Durchgangsstraße von Oranjestad staute sich der Verkehr wie in einer mitteleuropäischen Rush-Hour. In den Strandbars war es brechend voll, und die Fortbewegung des gewöhnlichen Fußgängers war nur als ein slalomartiges Bürgersteig-Geschlängel möglich. Ein wenig Ruhe fanden wir erst im Wilhelmine-Park direkt am Meer, dessen zentrale Skulptur die niederländische Königin Wilhelmine zeigte, als sie noch halb so umfangreich war wie später.

Als wir den Park verließen, hielt eine Taxifahrerin neben uns und bot uns für einen Komplettpreis von 50 Dollar eine dreistündige Inselerkundung an. Die Taxifahrerin machte einen vertrauenserweckenden Eindruck, sie war eine junge Karibin mit Kraushaarfrisur, großen runden Augen und exzellentem Englisch. Ohne große Umstände stiegen noch zwei andere Kreuzfahrttouristen in das Taxi ein, was den Preis pro Person weiter minimierte. So einfach war das also?

Unsere Taxifahrerin hieß Anita, war gerade zwanzig Jahre alt, bereits Mutter von zwei Kindern und alleinerziehend, weil sich der Gatte in die Vereinigten Staaten abgesetzt hatte. Sie erzählte, dass 1000 Dollar das Durchschnittseinkommen der Inselbewohner wären und dass der Wind auf Aruba immer von Nordosten käme, so dass die Divi Divi Bäume wie Soldaten alle in die gleiche Richtung schauten. Tatsächlich boten die Divi Divi Bäume auf Aruba einen trostlosen Anblick. Es waren unansehnliche knorpelige Gewächse unter dem Diktat des Windes, der sie seit Jahrmillionen zauste. Bemerkenswert sei der hohe Taningehalt ihrer Rinde und Blätter, erzählte Anita, so dass man sie zur Farbgewinnung gebrauchen konnte.

Divi Divi Baum auf den Niederländischen Antillen So wurden wir über unsere - фото 18

Divi Divi Baum auf den Niederländischen Antillen>

So wurden wir über unsere erste Karibikinsel kutschiert, und um die Wahrheit zu sagen: eine Offenbarung war diese Reise nicht. Am besten gefielen mir noch die Ayo-Felsen nordöstlich von Oranjestad, die wie metergroße Riesenmurmeln in der Landschaft herumlagen. Bemerkenswert an ihnen war ihre runde, abgeschmirgelte Form, die versprochenen uralten indianischen Ritzzeichnungen der Indianer waren nirgendwo zu sehen. Drei Meter hohe Kakteen umgaben das Felsenensemble, auf dem den ganzen Tag die Touristen herauf- und herunterkletterten, um sich in allen Stadien ihres Auf- und Abstiegs gegenseitig zu fotografieren.

Was gab es weiter zu sehen? Eine alte Kirche in malerischer Lage vor dem Horizont des Meeres, ein wuchtiges Felsengebilde vor der Küste, das früher einmal wie eine Brücke ausgesehen hatte, nun aber eingebrochen war und einen Leuchtturm, um den sich zur Mittagszeit alle Tagesausflügler versammelten, als wäre es der Heilige Gral. Von diesem Leuchtturm aus überblickten wir die gesamte Insel, einen flachen, trockenen Fladen in einem regenlosen Winkel des karibischen Meeres. Hier trafen wir auch Marianne und August wieder. Sie gehörten zu einer offiziellen AIDAdiva-Tour und hatten für den Ausflug pro Person fünfzig Dollar bezahlt. Unsere preiswerte Extratour war natürlich nicht dazu angetan, unseren Kurs bei ihnen zu erhöhen. Schon auf der Rückreise, nördlich von Oranjestad, passierten wir den Palm- und den Eagle-Beach mit ihren Luxushotels, in denen mehrheitlich US Amerikaner abstiegen. Der Palm- und der Eagle-Beach gehörten zu einem über zehn Kilometer langen ununterbrochenen Strip von makellosen Weißsandstränden, die kinderfreundlich und wellenarm ganz sachte ins Meer abfielen. Wenn ich im nächsten Leben Kinder haben sollte, werde ich ihnen hier das Schwimmen beibringen.

Blick auf Willemstad Curacao Willemstad so bunt CURACAO Die Entfernung - фото 19

Blick auf Willemstad/ Curacao

Willemstad, so bunt – CURACAO

Die Entfernung zwischen Aruba und Curacao betrug nur 137 Kilometer, so dass das Schiff, um Liegegebühren zu sparen, in der Nacht die Motoren stoppte und einfach eine Zeitlang in Sichtweite Curacaos ankerte. Erst gegen 7:00 Uhr in der Frühe erschien ein kleines Pilot-Boot und lotste die AIDAdiva in den Hafen von Willemstad. Langsam unterquerte unser gewaltiger Kahn die 57 Meter hohe Königin Juliana-Brücke, die höchste Brücke der Karibik, und legte an einer schlauchartigen Mole mitten in der Stadt an. Hunderte Schaulustige hatten das Anlegemanöver von den Balkonen oder dem Oberdeck aus verfolgt. Ebenso viele saßen bereits beim Frühstück und blickten wie aus einem Hochhaus auf Willemstad herab.

Willemstad machte einen noch wohlhabenderen Eindruck als Oranjestad. Die Stadt lebte nicht nur vom Kreuzfahrttourismus, sondern auch vom Lateinamerikahandel und der Raffinierung des venezuelanischen Erdöls, ein Geschäft, das wegen der katastrophalen Zustände in Venezuela derzeit allerdings nicht florierte.

An diesem Morgen ließen wir es ruhig angehen, frühstückten ausgiebig im Angesicht der wundersamen bunten Stadt und studierten die Informationen, die den Passagieren jeden Morgen als Faltblatt unter die Türe geschoben wurden. So, so die Insel Curacao umfasste also 444 qkm, auf denen insgesamt gut 160.000 Menschen lebten. Sie war die mit Abstand größte und bedeutendste Insel der Niederländischen Antillen und konnte auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Kaum hatten die Holländer die Insel besetzt, waren im Jahre 1655 schon die ersten Juden nach Curacao gekommen. Sie etablierten ein neues Verfahren der Zuckerbleichung, intensivierten den transatlantischen Sklavenhandel und errichteten, fromm wie sie waren, in Willemstad die erste Synagoge der Neuen Welt. Auch Curacao briet jahraus jahrein unter einem regenarmen Himmel, so dass das Trinkwasser über Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen werden musste.

Wieder befand sich die Anlegestelle unseres Schiffes in fußläufiger Entfernung zur Stadt. Rechter Hand erstreckte sich ein kleiner Platz mit der Statue des Befreiers Simon Bolivars. Man pflegte also die lateinamerikanischen Traditionen, hatte aber keine Lust, wirklich unabhängig zu werden, weil dann die fetten niederländischen Subventionen wegfallen würden. Linker Hand führte eine bewegliche Pontonbrücke nach Punda, dem touristischen Zentrum von Willemstad. Punda glich einem karibischen Disneyland mit einer lückenlosen Aneinanderreihung knallbunter Häuser mit Hollandfenstern und Amsterdamer Giebeln, Markengeschäften, Restaurants und Museen. Unmittelbar neben diesem Disneyland hatte im Süden Pundas der sogenannte „schwimmende Markt“ geöffnet. Er wurde von venezuelanischen Fischern betrieben, die fast täglich die Meerenge zwischen Curacao und dem südamerikanischen Festland überquerten, um im Schatten ihrer kleinen Schiffe Meeresfrüchte, Gemüse und Obst anzubieten. Hier waren wild gestikulierende Gesellen am Werk, und es war ein sehenswerter Anblick, die wettergegerbten Latinoamericanos Aug in Aug mit glattschneckenartigen Kreuzfahrttouristen um den Bananenpreis verhandeln zu sehen.

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