Ludwig Witzani - Karibisches Reisetagebuch

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Ludwig Witzani ist als Individualtourist durch die ganze Welt gereist, hat aber noch niemals an der Kreuzfahrt teilgenommen. Aber einmal erwischt es jeden, und nun ist es soweit. Er ist älter und ruhiger geworden und bucht auf der «AIDAdiva» und der «Mein Schiff 6» je eine Reise in die östliche und die westliche Karibik. Wie der Frosch auf dem Rücken eines Wals erkundet er auf Ausflügen und selbst organisierten Exkursionen die Kleinen Antillen, die Küsten Jamaikas, Mexikos, Belizes, Honduras´, Costa Ricas, Panamas, Kolumbiens und der Dominikanischen Republik. Als Passagier eines Luxus-Kreuzfahrtschiffes erlebt er sich aber zugleich auch als Objekt eines umfassenden Betreuungszusammenhangs, der die Illusion eines so genannten «Traumurlaubs» erzeugt, im Detail aber doch zahlreiche Anpassungsleistungen erfordert. Mit Sympathie und Humor wird diese doppelte Reise in dem vorliegenden Buch aus der Perspektive eines absoluten Kreuzfahrtnovizen beschrieben. Die ideale Einführung für Karibikliebhaber und Kreuzfahrteinsteiger, aber auch für Personen, die Kreuzfahrten weder verachten noch verherrlichen und nur wissen wollen, was es damit auf sich hat.

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Wer während eines Seetages auf dem Pooldeck keine Liege erhielt, konnte sich immerhin mit dem Essen trösten. Essen und Trinken konnte man praktisch den ganzen Tag, angefangen um 6:00 Uhr in der Pizzeria May beim „Kaffeetrinken für Frühaufsteher“ dann wurde zwischen 7-11 Uhr in mehreren Restaurants das Frühstück serviert. Eine der beiden essensfreien Perioden am Tag war die Zeit zwischen 11 Uhr, wenn das Frühstück endete und 12:30 Uhr, dem Beginn des Mittagessens. Am frühen Nachmittag überschnitten sich das Ende des Mittagessens und der Beginn der Kaffee- und Kuchenzeit. Zwischen dem Ende der Kaffeezeit um 17:00 Uhr bis zum Beginn des Abendessens um 18:00 Uhr war wieder essensfrei, was man dazu nutzen konnte, ausgiebig auf die Toilette zu gehen. Warme Speisen inklusive Wein in Karaffen gab es bis 21:30 Uhr, dann blieb noch die Pizzeria, die bis Mitternacht geöffnet hatte. Danach waren 6 Stunden Schlaf angesagt, ehe es um 6:00 Uhr mit dem „Kaffee für Frühaufsteher“ wieder losging.

Immerhin war es bemerkenswert, wie sich der Dresscode bei den Essterminen schon nach kurzer Zeit auf einen Mittelwert zwischen „noch nicht ganz schlampig“ und „fast zu fein“ einpendelte. Ich selbst befand mich mit meinen langärmligen Hemden fast schon im oberen Segment. Mein mitgenommenes Dinner-Jackett aber würde ganz bestimmt nicht zum Einsatz kommen.

Das abendliche Programm war erstklassig, professionell und gekonnt, aber für die Künstler unbefriedigend. Denn die Zuschauer im „Theatro“ waren zwar interessiert und gutmütig, aber über alle Maßen mit der Verdauung beschäftigt.

Eine wesentliche Einnahmequelle von Kreuzfahrtschiffen bestand im Angebot von sogenannten „Tagesausflügen“. Man erreichte eine Insel, wurde als kompakte Gruppe in einen Bus verfrachtet und nahm an einem Halb- oder Ganztagesausflug ins Hinterland, zu Kulturattraktionen, Wasserfällen oder Stränden teil. Diese Touren kosteten in der Regel zwischen 50 und 120 Dollar und gingen ganz schön ins Geld. Erfahrene Kreuzfahrt-Profis begegneten diesen Preisen durch Webseiten wie „Auf eigene Faust“ oder Ähnlichem, auf denen man bereits vor der Reise Mitstreiter suchen konnte, um mit Hilfe von einheimischen Anbietern die Inseln preiswert zu erkunden. Die Taxifahrer, die vor Ort auf solche Kreuzfahrt-Touristen warten, waren bereits kreuzfahrtadaptiert und wussten, dass sich die Kreuzfahrtteilnehmer untereinander auf Internetseiten austauschten und dass man deswegen nicht folgenlos die Sau rauslassen konnte. Wir als Kreuzfahrtneulinge mussten erst nach und nach in diesem Geschäft heimisch werden. So vollzog sich unsere Reise als eine Mischung aus selbstorganisierten Touren und gebuchten Ausflügen.

Die Geschichte Eine Reise durch die Karibik ist ein merkwürdiges Ding Man - фото 13 Die Geschichte Eine Reise durch die Karibik ist ein merkwürdiges Ding Man - фото 14

Die Geschichte

Eine Reise durch die Karibik ist ein merkwürdiges Ding. Man bereist Räume, in den nichts, aber auch gar nichts mehr an die schrecklichen Verwüstungen erinnert, die die karibische Geschichte prägten. Bridgetown auf Barbados war einer der größten Sklavenumschlagplätze der Welt, heute erinnert daran nichts mehr als die kümmerliche Skulptur eines rebellischen Sklaven am Stadtrand. Fast völlig verschwunden sind die Indianer, sowohl auf den Kleinen wie auf den Großen Antillen, und die Weißen, die heute nur noch als Minderheit etwa auf den Kleinen Antillen leben, haben nichts mehr gemein mit den brutalen Menschenschindern früherer Jahrhunderte. Geblieben sind nur das Meer, die Palmen und die Sonne, der zauberhafte Schauplatz einer blutigen Geschichte, die für die Welt weit wichtiger war, als man gemeinhin annimmt. Dazu einige kursorische, einführende Bemerkungen. Auf weiterführende Literatur wird im Anhang verwiesen.

1. Die indigenen Völker

Die Besiedlung der karibischen Inseln und vor allem der Kleinen Antillen vollzog sich in drei Schüben. Schon im 2. vorchristlichen Jahrtausend erschienen (1) die sogenannten „Ciboney“ als Jäger und Sammler auf den Inseln. Ihnen folgten um die Zeitenwende (2) die „Arawak“-Indianer, die schon den Feldanbau von Mais, Hirse, Maniok und Bohnen mitbrachten. Auch die in der Überlieferung oft erwähnten „Taino“- Indianer gehörten zu dieser Großgruppe. Ihre Kultur wurde vernichtet durch die (3) sogenannten „Kariben“, kriegerische Stämme aus Venezuela und Guyana, die einige Jahrhunderte vor Kolumbus auf die „karibischen“ Inseln übersetzten. Folgte man der spanischen Überlieferung, handelte es sich bei den Kariben um blutrünstige Eroberer, die die bereits ansässigen Indianer gnadenlos ausrotteten. Ob es sich wirklich so düster mit den Kariben verhielt, sei dahingestellt, dass die Kariben aber Menschenfresser waren, steht fest. Wenn sie keine Taino mehr fanden, die sie massakrieren konnten, bekämpften und verspeisten sie sich auch gegenseitig, bis sie in Gestalt der Europäer auf noch größere Schlächter trafen, als sie es selbst es waren. Soweit die Perspektive einer eurozentrischen Geschichte, die man gerechterweise durch eine karibische Überlieferung ergänzen müsste. Da es die aber nicht gibt, schwankt das Bild der Kariben ganz erheblich in der Geschichte, wenngleich das, was man über ihren Untergang weiß, dazu angetan ist, mindestens Anteilnahme zu erwecken – denken wir nur an die kriegerischen „Black Caribbeans“, die sich nicht unterpflügen ließen und es als „Garifuna“ bis nach Belize und Honduras schafften (vgl. S. 55ff. und S 157ff.). Fest steht auf jeden Fall, dass die Kariben der Kleinen Antillen länger durchhielten als ihre Verwandten auf den Großen Antillen, also auf Kuba, Hispaniola, Puerto Rico oder Jamaika, ganz einfach, weil die Kleinen Antillen kaum Bodenschätze besaßen und deswegen von den Europäern lange Zeit links liegen gelassen wurden. Übrigens leben die letzten halbwegs „unvermischten“ Kariben heute in einem „Reservat“ (!) im Norden Dominicas, das jeder verlassen muss, der exogam heiratet. Ein auf diese Weise schrumpfender Genpool, der unausweichlich Schwachsinn und Missbildungen generiert, markiert das traurige Finale der karibischen Ethnie.

2. Die Europäer

Die Geschichte der europäischen Mächte in der Karibik ist kompliziert, kann aber auf einige vereinfachte Grundmuster zurückgeführt werden. Am Anfang waren die Spanier, die die Großen Antillen unterjochten, die Indianer versklavten oder durch eingeschleppte Seuchen ausrotteten. Ihre Zentren waren und blieben Hispaniola, Kuba und die Festlandskaribik Mittelamerikas. Ihnen ging es nicht in erster Linie um Plantagenwirtschaft sondern um die Ausbeutung von Bodenschätzen und die Sicherung der Karibik als Ausgangspunkt ihrer Silberflotten nach Europa.

Schon ab dem frühen 17. Jhdt. begannen Niederländer, Engländer und Franzosen in die Karibik einzudringen. In einem wechselvollen Auf und Ab setzten sie sich auf verschiedenen Inseln fest und verteidigten jede Eroberung mit Zähnen und Klauen. So behaupteten sich die Niederländer auf Aruba, Curacao und Bonaire, die Franzosen eroberten Martinique, Guadeloupe und eine Reihe benachbarter Inseln, während die Engländer nach der Eroberung Jamaikas auch in den Kleinen Antillen mehr und mehr die Vorherrschaft gewannen.

Die hohe Zeit der karibischen Piraterie, die noch heute das Bild der karibischen Geschichte prägt, währte hingegen nur kurz. Nachdem in der 2. Hälfte des 17. Jhdts. auf der Insel Tortuga nördlich von Hispaniola und in Port Royal auf Jamaika regelrechte Piratenzentren entstanden waren, von denen aus die gesamte Karibik terrorisiert wurde, sorgten die europäischen Seemächte bis zur Jahrhundertwende dafür, dass das einträgliche Plantagengeschäft nicht durch das Piratenunwesen beeinträchtigt wurde. Übrigens besaßen die Kleinen Antillen für die Überfahrt nach Europa eine optimale geographische Position, weil sie sich als „Insel über dem Wind“ in einem Windkanal befanden, in dem die Segelschiffe jener Tage schnell und sicher nach Europa segeln konnten.

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