Hans Müller-Jüngst - Kategorie - Glück

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Es geht in meinem Werk nicht hauptsächlich um den Glücksbegriff ,sondern vorrangig um die Frage, wie man zum Glück gelangen kann. Dazu begebe ich mich in verschiedenste Glücksfelder, innerhalb derer jeder Glück erfahren kann, weil es sich bei diesen Glücksfeldern um Erlebenssphären handelt, die jedem in seinem Leben begegnen, wenn er nur will, Ich zeige auf, dass es nur der Aktivität des Einzelnen bedarf, um innerhalb dieser Glücksfelder sein Glück zu finden. Dabei grenze ich Glück von Zufriedenheit ab und erhalte am Ende gleichsam als Substrat fünf Glückssäulen, wie ich sie nenne:
Bildung Gesundheit, gutes Aussehen, Selbstbeherrschung und positive Freiheit. Auf diese fünf Glückssäulen konzentriert sich schließlich das, was letztlich das Glück ausmachen kann, es liegt beinahe ausschließlich in der Hand eines jeden, was er aus seiner Glückssuche macht. Es fällt auf, dass der Faktor materielles Wohlergehen gar nicht erscheint, das liegt daran, dass Reichtum zwar eine Rolle für die Glückserlangung spielen kann, er schafft es aber immer nur für eine kurze Dauer, den Betreffenden glücklich zu stimmen, nachhaltiges Glück vermittelt sich immer nur innerhalb der von mir ausgeweisenen Glückssäulen.

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Aber der Sinn für das gute Aussehen wird auf diese Weise bei den Kindern geweckt, und sie beginnen sehr früh, auf ihr Äußeres zu achten. Die Fernseh- und Printwerbung quillt über mit Produkten, die das Bedürfnis nach einem gepflegten Äußeren zu erfüllen versprechen, und die Figuren, die in den Werbebotschaften auftreten, sind exakt das Spiegelbild des gerade angesagten Schönheitsideals. Man muss nur die Werbung betrachten und sich selbst mit dem dort vorgeführten Ideal vergleichen, schon weiß man, ob man hinterherhinkt oder nicht. Da die Menschen von Natur aus unterschiedlich schön sind, hat es der eine leichter als der andere, sich in Szene zu setzen und sich dabei zu gefallen. Die anderen müssen allerlei Verrenkungen unternehmen, um dahin zu gelangen. Aber da wird ihnen ein ganzes Spektrum von Möglichkeiten angeboten, es gibt einen Katalog von schönheitschirurgischen Eingriffen, mit denen das Gesicht geliftet, Speckfalten wegoperiert und die zu lange Nase zurechtgestutzt werden kann. Frauen lassen sich ihren Busen vergrößern oder verkleinern, ganz nach Belieben, es gibt bei diesen Operationen keine Grenzen, nur der Geldbeutel bestimmt, wie weit der Operateur gehen darf. Die Hemmschwelle ist in der heutigen Zeit bei den operativen Eingriffen in die natürliche Ausstattung des Körpers immer weiter herabgesunken. Man findet in Illustrierten mit einem Mal aktuelle Fotos von Persönlichkeiten, die sich ganz offensichtlich unters Messer gelegt haben und so entstellt aussehen, dass man sie kaum wiedererkennt.

Nun spricht nach meiner Ansicht nichts dagegen, operativ nachzuhelfen, wenn man von der Natur aus nicht so sehr mit Schönheit ausgestattet ist. Warum soll man sich nicht die Nase operieren lassen, wenn der Träger mit seiner schiefen Nase permanent unglücklich ist? Wenn eine Frau einen überdurchschnittlich kleinen Busen hat, warum soll sie ihn nicht auf künstlichem Wege vergrößern lassen? Wenn der Mann einen zu voluminösen Bauch hat, weil er nur aus Fettpolstern besteht, warum soll er sich das Fett nicht wegoperieren lassen, wenn das Ergebnis ein glatter Bauch und der Mann zufrieden ist? Es erheben sich dagegen doch nur die Stimmen derjenigen, die solche Operationstechniken von früher her nicht kennen und ihnen aus Unkenntnis Nachteile für die Patienten andichten. Die Zeit, in der diese Ablehnungsfront groß geworden ist, kannte solche Operationen nicht, weil sie verpönt waren. Die operative Veränderung des menschlichen Körpers bedeutet einen Eingriff in Gottes Schöpfung und gilt beinahe als Blasphemie. In diesem Bewusstsein handeln heute diejenigen nicht, die sich einer Schönheitsoperation unterziehen, den meisten von ihnen sind solche religiösen Erwägungen wohl egal. Das einzige, das man meiner Meinung nach gegen solche Schönheitsoperationen ins Feld führen kann, ist, dass die Menschen dem Irrglauben erliegen, sie könnten sich zum Glück operieren lassen.

Sie sind Opfer des Konsumrausches geworden, nach dem man sich alles an Wünschen und Bedürfnissen erfüllen können muss, man muss es nur bezahlen können. Dabei übersehen sie, dass man immaterielle Güter, zu denen auch das Glück gehört, im Regelfall nicht kaufen kann, man kann auf diese Weise bestenfalls einige Korrekturen vornehmen, die einem den Weg zum Glück ein Stück erleichtern. Gutes Aussehen gehört ganz sicher zu den Faktoren, die zum Glück führen, aber gutes Aussehen ist eben nicht alles. Die superscharfe Blondine, die jeden Schönheitswettbewerb gewinnen kann, ansonsten aber ein Dummchen ist, kann einfach nicht glücklich werden, weil es ihr an anderen Glücksfaktoren mangelt. Beinahe jede Frau fällt auf die Versprechungen aller möglicher Schönheitsprodukte herein und kauft sogar wider besseres Wissen teurere Produkte, mit denen angeblich die Falten der Haut weggezaubert werden können. Oder Männer nehmen ebenfalls wider besseres Wissen Produkte gegen Haarausfall, sie verlieren so unter Umständen viel Geld, ohne einen Erfolg zu erzielen. Aber das Glücksstreben ist dem menschlichen Wesen immanent, nur so sind die zum Teil irrationalen Verhaltensweisen zu erklären, und deshalb unternehmen Frauen und Männer alles Mögliche, um an ihrem Aussehen zu feilen. Gutes Aussehen erleichtert auch den sozialen Aufstieg, man ist als Schöner einfach geachteter als als Hässlicher, den man meidet, und mit dem man sich nicht so gern unterhält.

Die krankhafte Überbetonung des guten Aussehens kann man als pathologische Erscheinungsform einer überzogenen Selbstliebe mit teilweise abstrusen Konsequenzen für den Betroffenen ansehen. Es gibt diese Krankheit in unterschiedlichen Abstufungen, angefangen von einer leichten, aber schon auffälligen Übersteigerung der Achtung auf das Äußere bis hin zu einer sklavischen Unterordnung unter ein Diktat, das das gute Aussehen festschreibt. Das Sklavische geht dabei so weit, dass der Betreffende seine Umgebung nicht mehr wahrnimmt und manisch nur darauf bedacht ist, zu wirken. Er kümmert sich in diesem Stadium der Krankheit auch nicht um seine lebenserhaltenden Bedürfnisse. Es wäre interessant, festzustellen, woher das jeweils geltende Schönheitsideal stammt und wer es prägt. Da scheint es so zu sein, dass die gesellschaftlich oben Stehenden in dieser Hinsicht den Ton angeben, sie wirken sozusagen stilbildend und setzen die Schönheitsstandards, sie bestimmen, was gutes Aussehen bedeutet. Dieses Phänomen ist in der Geschichte zu beobachten und eine Erklärung liegt schnell auf der Hand: gutes Aussehen war gebunden an gute Kleidung, Perücken, Schuhe, Cremes, Parfums etc., und diese Dinge kosteten immer schon Geld, über das die unteren Schichten nicht verfügten. In der Zeit des Egalitarismus haben aber alle gleichen Zugang zu den Mitteln, mit denen man gutes Aussehen befördern kann, und kaum jemand bleibt davon ausgeschlossen.

Der Trend geht folgerichtig dahin, eine Hierarchisierung innerhalb des Konsums der Pflegeprodukte und Bekleidungslinien zu schaffen, die sich in den Preisen abbildet und suggeriert, dass nur die teuren Produkte wirklich gutes Aussehen herbeiführen können. Immer häufiger durchgeführte Tests solcher teuren Produkte zeigen aber, dass keineswegs nur der Preis darüber entscheidet, ob das Produkt halten kann, was es verspricht, sehr wohl können auch billige Produkte überzeugen, etwa Cremes oder Parfums vom Discounter. In unserem Kulturkreis lässt sich gutes Aussehen auch durch Kleidung und Kosmetika herstellen. In Kulturkreisen, in denen Kleidung kaum eine Bedeutung hat, sind es andere Merkmale, die nach außen wirken wie Körperbemalung oder bestimmter Schmuck. In jedem Fall ist es aber immer ein Zeichen für Außenstehende, denen man etwas signalisieren will, bei dem man weiß, dass es verstanden wird. Gutes Aussehen spielt in unserem Kulturkreis eine wichtige Rolle und soll auch nicht unterdrückt werden, es kann als innerer Drang auch kaum unterdrückt werden, es sei denn, es gäbe eine übergeordnet Instanz wie zum Beispiel den Staat, die den Bürgern verbietet, gut auszusehen, was kaum vorstellbar ist. Man sollte als Eltern bei den Kindern den Gedanken an gutes Aussehen fördern, ohne dabei die Kinder in einen Wettbewerb um die schönste Kleidung, die am besten gestylte Frisur oder das interessanteste Deo zu drängen.

Aber meistens kommen die Kinder ja von sich aus und geben zu erkennen, dass sie in angenehmer Kleidung herumlaufen wollen, das sollte man als Eltern unterstützen und ihnen die Kleidung kaufen. An den Schulen hat es schon häufig Diskussionen darüber gegeben, ob man eine einheitliche Schulkleidung einführen soll, um dem Bekleidungswettbewerb unter den Schülern Einhalt zu gebieten. Einige Schulen sind den Schritt gegangen und haben Schul-T-Shirts, die von den Schülern getragen werden. Andere Schulen haben sich dagegen entschlossen, um ein Einheitsbild unter den Schülern nicht aufkommen zu lassen. Es spricht vieles dafür, den Bekleidungswettbewerb abzuschaffen, bei dem die Schüler aus den weniger begüterten Elternhäusern immer unterlegen waren. Mittlerweile gibt es Bekleidungshäuser wie H&M, die Bekleidung für praktisch jeden Geldbeutel anbieten, wobei die Bekleidung durchaus auch gehobenen Ansprüchen genügen kann. Wie sieht man heutzutage gut aus, kann man diese Frage überhaupt beantworten? Es lässt sich ganz grob ein Bekleidungsstil angeben, den fast alle angenommen haben, dazu gehören Jeans und T-Shirts und im Winter noch Jacken. Alle Kriterien, die das gute Aussehen befördern, unterliegen starken Schwankungen, besonders die Frisuren oder Schuhe. Der verbreitete Egalitarismus ermöglicht es jedem, sich die Mittel für gutes Aussehen zu beschaffen, von daher gibt es eine Demokratisierung bei der Erfüllung der Wünsche nach gutem Aussehen.

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