Hans Müller-Jüngst - Kategorie - Glück

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Es geht in meinem Werk nicht hauptsächlich um den Glücksbegriff ,sondern vorrangig um die Frage, wie man zum Glück gelangen kann. Dazu begebe ich mich in verschiedenste Glücksfelder, innerhalb derer jeder Glück erfahren kann, weil es sich bei diesen Glücksfeldern um Erlebenssphären handelt, die jedem in seinem Leben begegnen, wenn er nur will, Ich zeige auf, dass es nur der Aktivität des Einzelnen bedarf, um innerhalb dieser Glücksfelder sein Glück zu finden. Dabei grenze ich Glück von Zufriedenheit ab und erhalte am Ende gleichsam als Substrat fünf Glückssäulen, wie ich sie nenne:
Bildung Gesundheit, gutes Aussehen, Selbstbeherrschung und positive Freiheit. Auf diese fünf Glückssäulen konzentriert sich schließlich das, was letztlich das Glück ausmachen kann, es liegt beinahe ausschließlich in der Hand eines jeden, was er aus seiner Glückssuche macht. Es fällt auf, dass der Faktor materielles Wohlergehen gar nicht erscheint, das liegt daran, dass Reichtum zwar eine Rolle für die Glückserlangung spielen kann, er schafft es aber immer nur für eine kurze Dauer, den Betreffenden glücklich zu stimmen, nachhaltiges Glück vermittelt sich immer nur innerhalb der von mir ausgeweisenen Glückssäulen.

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Sie taten Paulo im Sportunterricht immer leid, wenn sie vor der Reckstange standen und nicht wussten, wie sie einen Felgaufschwung hinbekommen sollten, und dabei vom Sportlehrer auch noch lächerlich gemacht wurden. Dicke waren damals unglücklich, erstens, weil ihr Dicksein nicht gesund war und zweitens, weil sie in ihrem Aussehen keine gesellschaftliche Achtung erfuhren. Dass man Gesundheit im Wesentlichen über körperliche Betätigung, aber auch über die Nahrung herstellte, war den meisten schon klar, sie vergegenwärtigten sich das nur nicht immer. Wenn Paulo nach Hause kam, setzte er sich mit seiner Mutter an den Tisch und aß zu Mittag, unabhängig davon, was seine Mutter gekocht hatte, und er aß immer, was das Zeug hielt, weil er nach der langen Schulzeit Hunger hatte. Niemand achtete doch darauf, wie das, was er aß, zusammengesetzt war, und welche Nährstoffe es enthielt. Die Eltern hatten zumeist die Kriegszeit durchlebt und Hunger gelitten, sie waren froh, dass jetzt von allem reichlich gegessen werden konnte, sie interessierte kaum, was das Essen an Schädlichem oder Gesundem enthielt. Allerdings hatten in der damaligen Zeit Produkte keine Bedeutung, die man neben den Hauptmahlzeiten zu sich nahm und die es heute bei allen gab wie Chips, Süßigkeiten, Nüsse und Schokolade in allen nur erdenklichen Variationen. Dass man mit dem Genuss solcher Nebenprodukte zu viel Zucker zu sich nahm, wurde von kaum jemandem gesehen.

„Zucker gibt Kraft!“ war so ein Spruch, der sich erhalten hatte, und manchmal gab Paulos Mutter ihrem Jungen einen Teelöffel voll Zucker, den er zu sich nehmen sollte, als gäbe es mit dem Zucker Glückshormone. Die Endokrinologie steckte noch in den Kinderschuhen und die Kenntnisse der einzelnen Hormone und deren Bedeutung für den menschlichen Körper waren noch unterentwickelt. Allmählich wurde bekannt, welche Funktion Dopamin, Serotonin, Endorphin und andere Botenstoffe hatten, und sofort erhoben sich die Stimmen all derer, die sich diese Stoffe quasi als Rezept verschreiben lassen wollten. Ihre Wirkung kam der Wirkung von Drogen gleich, nur dass sie eben kein Rauschgift waren, sondern ein pharmazeutisches Produkt. Aber die Vorstellung, Glück gleichsam essen zu können, trog, denn alle Rauschmittel verschafften zwar kurzfristig Glücksgefühle, sie bauten aber wie die Liebe eine große Fallhöhe auf. Der schreckliche Absturz erfolgte unausweichlich, und man war bestrebt, ihm durch weitere Einnahme von Glückshormonen zu entgehen, und genau in diesem Mechanismus lag die Rauschgiftabhängigkeit begründet. Paulo sah den Zusammenhang zwischen Dicksein und ungesunder Lebensweise und nahm sich vor, für sich darauf zu achten, nicht zu viel und vor allem, nach Möglichkeit nur gesund zu essen. Allerdings hatte sich dieses Vorhaben erst am Ende seiner Jugendzeit entwickelt.

Er bemerkte einfach an sich, welche Glücksgefühle es hervorrief, wenn er sich in einem gesunden Körper bewegen konnte, und er merkte auch, zu welchen Höhenflügen sein Geist dann fähig war, wenn sich sein Körper in hervorragender Verfassung befand. Aber diese Erkenntnis war uralt, „mens sana in corpore sano“, wussten die Römer und der Zusammenhang zwischen Psyche und Soma war schon den Griechen bekannt. Paulo begann, sich morgens auf die Waage zu stellen und sein Gewicht zu kontrollieren. Er wollte zwar nicht sklavisch auf jedes Gramm achten, das er zu- oder abnahm, aber er wollte ein Gewicht halten, bei dem er sich wohlfühlte. Es gab zur Ermittlung des idealen Körpergewichtes seit jeher die unterschiedlichsten Ansätze. Sehr lange galt der sogenannte Broca-Index, nach welchem sich ein gutes Körpergewicht bei Körpergröße in Zentimetern minus Hundert in Kilogramm ergab. Als Kritikpunkt an dieser Gewichtsberechnung hatte sich schnell herauskristallisiert, dass sie nur für Personen mit mittlerer Körpergröße halbwegs brauchbar war, für die Kleinen war sie zu niedrig und für die Großen zu hoch, und was war mit Personen, die exakt 1 Meter groß waren? Der Body-Mass-Index versprach da schon etwas genauer vorzugehen und ermittelte einen Indexwert, der sich aus Körpergröße und Gewicht ergab: Gewicht dividiert durch Körpergröße in Metern zum Quadrat. Indices, die unter 20 lagen, verwiesen auf Untergewicht, jenseits von 25 auf Übergewicht und jenseits von 30 auf Adipositas. Paulo lag mit seinem Gewicht bei 23 und konnte damit sehr zufrieden sein, er wog 77 Kilogramm und war 1.83 Meter groß und er hatte sich fest vorgenommen, sein Gewicht zu halten.

Es gab noch weitere, wenig verbreitete Berechnungsmethoden zum idealen Körpergewicht, wie den Ponderal-Index, m(Masse)/l^3(Körpergröße), wobei Werte zwischen 11 und 14 als normal angesehen wurden. Weiter gab es das Taille-Hüft-Verhältnis, den Bauchumfang als Indikator und das Taille-Körpergröße-Verhältnis, wobei besonders das letzte Verfahren eine Menge über die Körperfettverteilung aussagt, die beim BMI völlig unter den Tisch fällt. Dennoch hat sich der BMI durchgesetzt und wird mittlerweile als anerkanntes Berechnungsverfahren bei der Ermittlung des idealen Körpergewichtes angesehen. Das Wichtigste für Paulo war, dass es einen Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Glück gab. Denn dass die nach unten oder oben von der Norm abweichenden Probanden nicht glücklich sein konnten, lag für jeden auf der Hand. Allerdings hatte es in der kanadischen Adipositasforschung in jüngster Zeit ein erstaunliches Ergebnis gegeben: man sprach dort von happy obesity, was soviel bedeutet wie glückliche Fettleibigkeit. Die Forscher hatten etliche adipöse Personen untersucht und ermittelt, dass sie trotz ihrer immensen Körpergewichte keine signifikanten Abweichungen bei den grundlegenden Gesundheitswerten des Körpers aufwiesen und sich sogar glücklich fühlten.

Happy obesity konnte aber ja nur gelten, so lange ein bestimmter Rahmen nicht überschritten wurde und die Betreffenden nicht so fett waren, dass sie in ihrer Bewegung gehemmt wurden. Man hat sich schließlich darauf verständigt, ein Körpergewicht zuzulassen das 10% über dem BMI lag. Paulo hätte also 85 Kilogramm wiegen dürfen, aber das wollte er nicht, denn die 8 Kilogramm mehr hätten sich bei ihm als Fettpölsterchen bemerkbar gemacht, und die fand er unästhetisch. Überhaupt fand er Fettleibigkeit abstoßend, es müsste sich erst ein Paradigmenwechsel in der gesellschaftlichen Bewertung von Fettleibigkeit ergeben, bevor er happy obesity etwas abgewinnen könnte. Paulo achtete in zunehmendem Alter darauf, was er aß und trank, denn das Nahrungsmittelangebot war dermaßen explodiert und die Nahrungsmittel erschwinglich, sodass jeder essen konnte, was und wie er wollte. Da die Verlockung gerade für Kinder sehr groß war, bei den Nahrungsmitteln zuzuschlagen und auch außerhalb der für die Mahlzeiten vorgesehenen Zeiten zu essen und zu trinken und sich dabei kaum zu bewegen, war die Zahl der zu dicken Kinder in die Höhe geschnellt. Überhaupt hatte die Fettleibigkeit in Deutschland drastische Ausmaße angenommen, beinahe 60% der Männer waren übergewichtig. Paulo hatte sich zur Angewohnheit gemacht, an jedem Normaltag das Gleiche zu essen und nicht davon abzuweichen, was, wenn er es herumerzählt hätte, sicher auf Kopfschütteln gestoßen wäre, denn für viele galt das Essen als der Genuss überhaupt, genauso wie das Trinken.

Aber in Paulos Entscheidung spielten zwei Dinge eine Hauptrolle: zum einen wollte er nur Dinge zu sich nehmen, bei denen er wenigstens halbwegs davon ausgehen konnte, dass sie gesund waren, das hieß, dass sie dem Körper die nötigen Nährstoffe lieferten und zum anderen hatten die Ess- und Trinkgewohnheiten in seinem Bekanntenkreis in den letzten Jahren Formen angenommen, die für ihn nicht mehr vertretbar waren. Die Leute übertrafen sich bei der Speisenzubereitung an Exaltiertheit und wussten bald nicht mehr, was sie an Absonderlichem noch auf den Tisch bringen sollten. Und auch bei den Getränken, bei denen das Althergebrachte längst als verpönt ausgesondert worden war, und man nur noch kostbaren Wein und erlesene Schnäpse trank, war das, was auf den Tisch gestellt wurde, an Exklusivität und Preis kaum noch zu überbieten. Da wollte Paulo nicht mehr mitmachen und schied aus dem Kreis der plötzlichen Gourmets aus. Er beschränkte sich bei seinen Speisen auf Obst, Salat, Thunfisch, Käse, Gemüse und Vollkornbrot. Als Getränk nahm er ausschließlich Wasser zu sich, weil das in seinen Augen das reinste Getränk war. Paulo war Antialkoholiker geworden, weil er wusste, dass Alkohol ein Körpergift war, das, auch in kleinsten Mengen genommen, dem Körper Schaden zufügte.

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