Nina Jolie - Feuer und Siegelfluch
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„Ein guter Freund von mir vermutet, dass eine Familie hier gewohnt hat. Man sieht den Vater manchmal an Fenster stehen und die Mutter geht zur Wiege ihres Kindes.“ Dabei klang seine Stimme merkwürdig hohl, während sein Blick einen unwichtigen Punkt, zu meinen Schuhen, auf dem zerfransten Teppich, fixierte. Bei dieser Vorstellung umschlang ich mich fester. Unwillkürlich betrachtete ich die abgeblätterten Fenster, von denen ich sofort abrückte.
Doch er sah es und hob die Brauen. „Schiss?“
„Was bist du jetzt wieder für ein Ekelpaket?“
Plötzlich hob er den schwarzen Schopf. Seine beängstigende Maske geriet ins Wanken. Nur kurz funkelte eine andere Regung in dem Blick, die so kurz andauerte, dass ich sie mir sicherlich einbildete. Denn seine Miene gefror sofort zu Eis. Allerdings ballten sich seine Fäuste auf den Oberschenkeln.
„Vielleicht bist du einfach nur zu zimperlich.“
„Oder du zu egomanisch.“
Ein tiefes Seufzen entfloh seiner Brust.
„Ich brauche wohl doch noch mehr Gin.“
„Du willst jetzt ernsthaft trinken?“ Trotzig verschränkte ich die Arme.
„Siehst du doch“, sagte er und griff nach der Flasche. Es ist mir so peinlich, dass ich rote Wangen bekam, aber so, wie er nachlässig den Alkohol an seine vollen Lippen setzte, mit der Lederjacke und dem Piercing im Ohr, erinnerte er mich an einen verruchten Rockstar.
„An was denkst du ?“, fragte er geheimnisvoll. Während er das Getränk in der einen Hand hielt, schlich er, wie ein Tiger, auf mich zu.
„Wieso haben sie dich Feuerteufel genannt?“
„In der Mythologie ist Luzifer der Herr der Hölle. Der gefallene Engel, der nicht hören will, der in Ungnade fällt und das Feuer regiert. Er wurde zu einem Spitznamen, den mir die Jisarfen in meiner Anfangszeit gaben.“ Luciens harte Augen taxierten mich. Ich verbot mir, vor ihm zurückzuweichen. Hartnäckig reckte ich ihm das Kinn entgegen. Er gab es zu.
„Wer sind die Jisarfen?“
So nah spürte ich seine Wärme, die in Zorneswellen von ihm weg schwappte. Zusammen mit dem Rauch an seiner Kleidung, gemischt mit dem herben Parfum und dem scharfen Alkohol, aus seinem Atem. Das bildete einen berauschenden Cocktail.
„Sie sind Schönheitstäuscher“, flüsterte er rau. Sein Daumen strich nur ganz kurz über meine Wange. „Sie verzaubern Wesen mit ihrem aussehen.“
Ein sarkastisches Schnauben verkniff ich mir nicht. Mit dem Daumen glättete er mir wieder die Stirn, bevor er mich mit schräg gelegtem Kopf musterte.
„Was bist du nur für ein komisches Mädchen.“ Dabei spürte ich seinen Atem auf der Haut.
„Und du für ein komischer Junge.“
„Ich bin kein Junge mehr.“
Dabei haftete seiner Stimme eine unheimliche Schwere an, die ewig in der Stille verklangen. Beide sahen wir uns an. Meine Stimme war nur ein Flüstern.
„Und was bist du dann?“
Zögerlich hob Lucien seinen Zeigefinger an die Lippen. Zuerst schnappte ich genervt nach Luft, doch dann vernahm ich das tiefe Knarzen. Die aufgeregten Schritte fegten unordentlich über uns hinweg, als würde die Person im Kreis rennen. Mein Magen zog sich zusammen, im gleichen Augenblick, wie wir beide verstanden. Die harschen Schritte schlichen nun zum Untergeschoss. Da, wo wir beide uns für die Nacht deponiert hatten.
„Krabbel nach da!“, wisperte er. Doch es war zu spät. Mit einem ohrenbetäubenden Krachen flog die Tür gegen die Wand. Jemand schrie gellend auf. Ein Tisch fegte an die Wand, nur ein paar Zentimeter an meinem Kopf vorbei. Plötzlich packte mich Lucien heftig an den Armen und schubste mich zu Boden. Die Luft drückte sich aus meiner Lunge, während das Adrenalin den Schmerz des Sturzes vergessen machte. Über mir wird Luciens Schatten immer größer. Wieder krachte es so laut, dass ich mir die Hände an die Ohren presste. Vorsichtig rappelte ich mich auf. Da spürte ich die besitzergreifende Hitze auf meinen Armen und als ich mich dem heißen Sog entgegen drehte, erkannte ich Lucien mit erhobenen Armen. An ihnen züngelte blaues, funkelndes Feuer empor. Es passte zu ihm. Zu dieser düsteren Aura, so wie das Licht sein Gesicht in Schatten hüllte, als wären sie Blutsbrüder. Zum ersten Mal entdeckte ich unter seinen leeren Augen fahle Ringe, ein Anzeichen von Menschlichkeit.
„Na los!“, schrie er in den Raum hinein und schlich über den rauen Teppichboden.
„Zeig dich!“
Das heizte den Geist an. Die Schränke klapperten und Flaschen zersprangen an den verdreckten Tapeten. Panisch sah ich mich um. Es heulte, als wenn ein Fenster undicht war und einen Wirbelsturm durch jede marode Ritze sauste. Plötzlich fühlte ich eine trostlose Leere in meinem Innern. Ein Loch, das alles in sich aufsaugte und mit ihm jegliche Kraft in meinem Körper, der sich auf einmal merkwürdig taub anfühlte. Wie ein Kartenhaus im Wind gaben meine Beine nach, ehe mein Inneres wie eine Feuerwerksrakete explodierte. „Was zum -“ mit einem Satz packte Lucien mich, bevor ich auf dem Boden aufschlug. Seine Hände fühlten sich noch so warm an, von dem nun erloschenem Feuer. Jetzt war es wieder dunkel. „Das bist du gewesen“, murmelte er dumpf. „Du hast Magie angewandt.“
Schnell nahm der Schwindel ab, doch verkrampfte ich mich, genau wie Lucien, der mich noch immer hielt. Ich ignorierte ihn. Das war eine einfache Schwindelattacke gewesen, denn ich war ein Mensch. Plötzlich roch ich diesen unverwechselbaren Kupfergeruch.
Auf der vergilbten Tapete schimmerte es tiefrot, während es noch nässlich in dem blauen Licht von Lucien glitzerte. Nun tanzte es auf seiner Handfläche. Wie mit einem Instrument schien er mit dem Feuer eine eigene Sprache zu sprechen. Dann sah ich wieder auf die obszönen Symbole, die für mich keinen Sinn ergaben. Lucien neben mir furchte seine Stirn. Plötzlich wurde er ganz blass und spannte sich bis zur Gänze an. „Das ist Latein. In Blut steht geschrieben, für Fehler büßt man bis in alle Ewigkeit.“
„Was will der Geist uns damit sagen ?“, flüsterte ich. Suchend drehte ich mich nach einer Person um. Als ich auf das Chaos blickte, stellten sich meine Nackenhaare auf. „Wenn er uns tatsächlich etwas hätte sagen wollen, dann stünde da jetzt kein verdammtes Rätsel dran“, brummte er missmutig. Im Vergleich zu vorher wirkte es nun gespenstisch ruhig. Das zersplitterte Glas auf dem Boden reflektierte das Blut an der Wand, sodass der ganze Untergrund in einem dunklen Rot, wie auf einem Kriegsfeld, schimmerte. An den kahlen Tapeten erkannte man die seit Jahrzehnte nicht verschobenen, gerußten Umrisse der Schränke. Jetzt lagen sie in Einzelteilen herum. Und die Wandverkleidung, die der blutroten, zähflüssigen Nässe nicht lange standhielt, wellte sich. Geschockt griff ich mir an den Mund.
„Es ist egal, wie es aussieht.“
Es war nicht in Ordnung. Dieses Haus hatte einmal jemandem gehört. „Wieso hat der Geist das gemacht? Wenn das doch sein Haus ist.“
„Ich bin kein Geisterflüsterer, okay? Ich weiß es nicht“, knurrte Lucien und ballte seine Hände.
„Erst du, dann dieser Clan und jetzt das.“
„Ich habe damit nichts zutun!“, wehrte ich mich heftig. Glaubte er tatsächlich, dass mir dieses Leben lieber war? „Wer würde euch denn noch schaden wollen ?“, fragte ich dann in einem besonnenen Tonfall. Plötzlich bebten Luciens Schultern. Erst dachte ich, dass er weinte, sodass ich tief ausatmend auf ihn zu trat. Bis ich merkte, dass das Schütteln einen ganz anderen Grund hatte: Er lachte.
„Was ist daran so komisch?“
„Du hast keine Ahnung.“ Langsam drehte er sich zu mir um und ich erkannte, dass in seinem Blick ein tödlicher Ernst lag, der sich rasant zu funkelndem Spott entwickelte. Arroganz triefte ihm aus jeder Pore, als er sich mit verschränkten Armen vor mir aufrichtete. „Wir kennen kein Erbarmen. Für keinen von uns.“
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