Nina Jolie - Feuer und Siegelfluch
Здесь есть возможность читать онлайн «Nina Jolie - Feuer und Siegelfluch» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Feuer und Siegelfluch
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Feuer und Siegelfluch: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Feuer und Siegelfluch»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Feuer und Siegelfluch — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Feuer und Siegelfluch», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
„Wo hat er sich die meiste Zeit aufgehalten?“
„Ich geh in sein Arbeitszimmer.“ Dort hatte ich ihn zum ersten Mal gesehen, vor nicht einmal zwei Wochen. Obwohl ich ahnte, dass es komplett sinnlos war, schrie ich in der oberen Etage nach ihm. Aber kein Geräusch versetzte der Luft ein Leben. „Bist du da?“
Langsam wurde mir die Stille unheimlich. Mit bedächtigen Schritten schlich ich auf seinen massiven Schreibtisch zu, auf dem ein Cognacglas funkelte. Das ungute Gefühl in meiner Brust schnitt mir die Luft zu Atmen ab, als ich unter ihm ein dünnes Papier entdecke. Ich schluckte. Mit Klauen und Zähnen riss die böse Vorahnung an meiner mäßig aufrechterhaltenden Fassade, als ich mit weißen Fingern unter das teueraussehende Glas griff. Es wackelte gefährlich in meiner Hand, ehe ich den Umschlag aufriss. Ich wollte das nicht lesen. Meine Bauchschmerzen wurden mit jedem Augenblick schlimmer, bis ich den Brief aus dem Umschlag nahm.
Lina,
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Meine Last ist groß, die Schuld dir gegenüber noch viel größer. Gehe den Weg, den du für richtig hältst, denn wir alle tappen im Dunkeln, vor dem Bösen. Bleib bei Ihnen. Ich weiß, dass es schwer sein wird, doch niemand kann dir besser helfen, als Sie. Wisse, dass deine Eltern freiwillig gegangen und in Sicherheit sind. Ich muss fort. Ich muss wichtige Dinge erledigen – Unser Deal ist leider nicht mehr möglich, aber, Lina, du bist für mehr bestimmt, als Normalität.
Merk dir das.
John Arse
Schnaubend zerknüllte ich die Nachricht. Das edle Glas zersplitterte am Boden. Gleich darauf spürte ich tauben Schmerz in mir, die ersten Schuldgefühle für das kaputte Chaos auf seinem Boden. Er bat um Verzeihung. Aber anstatt mir wirklich zu helfen verschwand er, innerhalb von zwei Tagen. Er ließ mich mit ein paar Zeilen zurück und verbrannte meine Hoffnung, wie das Feuer den Pub. Erste Tränen bildeten sich, die zu meiner Frustration aus ihrem Gefängnis ausbrachen. Da gaben meine Beine nach, sodass ich auf dem teuren Teppich auftrumpfte, als wäre ich ebenfalls nur ein Gegenstand, den John ab und zu benutzte. Allerdings spürte ich nichts. Wieder und wieder schluckte ich die bittere Galle hinunter, während mein Blick apathisch in ein Nichts abdriftete. Der Deal war also geplatzt? War das jetzt offiziell mein Ende in der menschlichen Welt, weil John dachte, mein Leben sei für mehr bestimmt? Ich wusste nicht, wie lange ich so da saß, zu sehr auf das Fixieren eines unscharfen Punktes in der Ferne konzentriert. Die Hoffnung auf ein Leben, mit einem echten Zuhause, mit leckerem Essen wenn man von der Schule kam und dummen Geschichten, die man seinen Eltern erzählte. Die Ruhe in meinem Innern war so unecht, dass man mit einem Fingernagel all die brennend, heißen Gefühle aufgekratzt hätte, wie bei einem Stück Schorf. Aber lieber wollte ich unter dem Deckmantel des falschen Friedens aus dem Fenster blicken und an ein normales Leben in der Zukunft denken und den Sonnenaufgang beobachten. Bis ein Poltern zu hören war. Schritte. Völlig egal was da kam. Nichts war in diesem Augenblick von Bedeutung.
„Avelina?“
Ich reagierte nicht, sondern blieb stumm, wie ein Häufchen Verzweiflung.
„Verdammt Lina, bist du zum Gespenst mutiert?“
„Nein. Zumindest sagt ihr mir ständig, dass ich eine Hexe bin.“
Der Anflug eines zaghaften Lächelns zupfte an seinen vollen Lippen. Allerdings zerfiel es, als er sich auf die Knie und damit direkt in das Meer aus Scherben hockte. Durch die dicken Stiefel brach das Glas erneut und schabte über das Parkett.
„Was ist los?“ Beinahe klang er sanft. Ich zeigte auf das Knäul.
„Er ist weg.“
„Weg ?“, erkundigte sich Lucien beim Aufstehen. Geschmeidig wie ein Panter nahm er sich den Zettel und verbog beim Lesen die Augenbrauen. Seine umwölkten Augen blickten auf mich zurück, dann auf den Zettel.
„Komm. Wir packen deine Tasche.“
Als er mir seine Hand hinstreckte, rappelte ich mich alleine auf und schnaubte. Augenblicklich dachte ich an gestern Abend und seine Abfuhr, als hätte ich ihm wie ein liebeskranker Teenager hinterhergesabbert. Du bist nicht mein Typ. Beschämt drehte ich mich weg, weil diese Situation so peinlich gewesen war. Und wie gestern Abend machte es mich auch jetzt noch fuchsteufelswild. Dachte er etwa, er wäre mein Typ? „Nein, alles bestens.“
„Was willst du denn tun? Hat dir die Verletzung nicht gereicht?“
„Ich werde nicht bei euch schlafen.“
„Wo dann? Du schaffst das alles nicht allein.“
Mein Schweigen brachte ihn zum Grinsen. Ohne ein Wort lief ich zackig in mein Zimmer, in dem noch alles so kahl war, wie bei meinem Einzug. Meine orangene Reisetasche stand noch immer auf meinem ordentlich gemachten Bett und mein Zeichenblock daneben. Erst beim zweiten Mal bemerkte ich die neuen Stifte. John musste sie mir geschenkt haben. Statt sie einzupacken, sammelte ich meine kurzen Stifte zusammen, bevor ich alles andere in die Tasche packte.
Das Schloss rastete hinter mir ein. Luciens Oberkörper lehnte lässig gegen die Häusermauer, während sein Gesicht nachdenklich still den ordentlichen Garten musterte. Er blickte mich an, als er sich aus einer halbleeren Zigarettenpackung einen giftigen Glimmstängel ansteckte. Meinen verachtenden Tonfall änderte ich nicht.
„Du rauchst?“
Er zuckte mit den Achseln, bevor er kurz ins Stocken geriet. Dann klopfte er sich die Taschen ab, bis er ein Feuerzeug fand.
„Manchmal.“
„Das ist aber tödlich.“
„Denkst du nicht auch, dass die Wahrscheinlichkeit, für mein Leben, in einem Brand zu sterben nicht deutlich höher liegt, als Lungenkrebs zu bekommen?“
„Nicht unbedingt.“ Sein Blick strahlte pure Arroganz aus.
„Dann stell doch mal´ne Statistiken auf.“ Der übelriechende Rauch stieß sich wie bei einem Drachen aus seiner Nase, wobei Luciens Augen angriffslustig funkelten. Das Kratzen in der Lunge ignorierte ich und versuchte flach durch den Mund zu atmen. Wie konnte sich eine Gemütslage, in so kurzer Zeit, so drastisch ändern?
„Können wir dann ?“, brummte ich. Nickend ging er voraus. Wir liefen durch die Stadt, wobei ich den ekelhaften Ausdünstungen der Zigarette auswich und jedes Mal, wenn ich mit der Hand vor meinem Gesicht wedelte, freute ihn das. Zu meinem Glück und gleichzeitigem Groll rauchte er die Zigarette schnell auf, sodass wir normal neben einander hergehen konnten. Die spärlich gepackte Reisetasche stieß bei jedem Schritt nervend gegen meine Hüfte, bis Lucien irgendwann eine große Hand ausstreckte und mich abwartend von der Seite taxierte.
„Gib mir deine Tasche“, sagte er, mit einem tiefen Seufzen.
„Nein, geht schon“, antwortete ich knapp angebunden. Lieber hätte ich morgen überall blaue Flecken am Körper.
Sobald die nächste Ampel auf grün wechselte, tauchten wir in einer Masse aus Menschen ein. Beim Gehen beugte er sich zu mir herüber.
„Sie sieht aber schwer aus und bis wir bei uns sind, dauert das noch.“
„Ist sie aber nicht.“ Wieso auch immer, hatte Lucien sich ganz deutlich für den Fußmarsch zu ihm nach Hause ausgesprochen.
„Du bist so stur!“ Achselzuckend blickte ich weiter geradeaus und murrte:„Am Ende denkst du noch, ich sehe das als Einladung mir den Hof zu machen.“ Dachte er tatsächlich, dass ich nichts Besseres zu tun hatte, als mir über seinen Mädchengeschmack Gedanken zu machen? Auf den Ausdruck in seinem Gesicht war ich allerdings nicht vorbereitet. Mein Bauch krampfte sich zusammen, ehe ich meine geöffneten Lippen ruckartig schloss. Erst jetzt bemerkte ich, dass er mir auf den Mund starrte. Nur kurz, dann waren seine Augen wieder in meinen. Aus dieser Entfernung konnte ich die kohlrabenschwarzen Wimpern von ihm zählen. Wenn ich denn wollen würde. Nicht zu lang, aber füllig, sodass sie in dem morgendlichem blau spitzkantige Schatten auf seine hohen Wangenknochen warfen. Das Piercing in seinem oberen Ohr funkelte.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Feuer und Siegelfluch»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Feuer und Siegelfluch» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Feuer und Siegelfluch» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.