Nina Jolie - Feuer und Siegelfluch

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Die 16 jährige Avelina entkommt nur knapp einem Brandanschlag, aus dem sie der gutaussehende Hexer Lucien befreit. Der geheimnisvolle Hexer offenbart ihr eine Welt, in der sich die verschiedenen Hexenclans hassen und Avelina eine von ihnen zu sein scheint. Doch im Londoner Untergrund gibt es noch weitaus gefährlichere Schatten, die Jagd auf Hexen machen…

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„Wieso nennst du ihn denn jetzt Meister ?“, murmelte ich in die Schatten. In der Hoffnung, dass ich niemand gehört hatte, wisperte Lucien: „Eifersüchtig?“ Im Gehen steuerten wir die morsche Eingangstür eines großen Herrenhauses. Durch die Kälte platzte die braune Farbe ab und die riesigen Risse in der Hauswand erinnerten an feine Spinnennetze. Von der verwahrlosten Villa ging eine Düsternis aus, die selbst noch die des Sakral übertraf, mit den schiefhängenden Rollläden über den zerbrochenen Fenstern und den Schatten, die der hereinbringende Abend über das zerstörte Bauwerk warf.

„Ich nenne ihn so, weil ich keine Namen wissen darf. Weil ich mir kein Gesicht einprägen darf“, mischte sich die Lilafarbene ein. „Die Geister werden dich unterbewusst rufen.“

„Die gibt es auch ?“, rief ich überrascht aus und sah mich hektisch um.

„Du musst nur an die richtigen Orte gehen, und du wirst alles auf der Welt finden, Kratzbürste. Sie werden uns nichts tun. Höchstens den Nerv rauben“, brummte Lucien. „Bis zum Morgengrauen. Dann werden wir verschwinden. Sie können nicht ins Sonnenlicht.“

Meine Stimme klang kühl und monoton, aber ich konnte es nicht ändern. Ich bereute die Frage im gleichen Augenblick, als mein Mund sie aussprach. „Was hast du ihnen angetan?“ Statt zu antworten, erkannte ich an seinem Rücken, wie er einen tiefen Atemzug machte. Langsam drehte er sich zu mir um, mit einem Gesichtsausdruck, den ich nicht einschätzte. Während wir uns ansahen, flackerte grauen Augen, als hätte man den Schein einer Kerze bedroht. Dann riss er an dem maroden Eingang, der mit einem ächzenden Geräusch einen eingebrochenen, durchnässten Dielenboden zeigte. Wie ein Teppich hatte sich das grüne Moos niedergelassen. Aus dem Raum drang ein furchtbarer Geruch von Modder und süßlicher Verwesung, der mir in der Nase brannte. Spöttisch hob Lucien die Hand, um mich hereinzuwinken, wie ein Kellner in einem vornehmen Restaurant. Mit arroganter Lässigkeit zeigte er ins zwielichtige Innere. „Warst du schon mal in einem Geisterhaus?“

„Natürlich.“ Das war wieder gelogen. Wenn ich tatsächlich bei meinen Eltern gewesen bin, spielten wir im Haus Karten oder verbrachten die Zeit im Garten. Weder habe ich je einen Rummelplatz besucht, noch erzählte man mir Märchen.

„Hier“, sagte Lucien, und reichte den matten Stein an das verrückt grinsende Dämonenmädchen. Vielleicht dachten die Leute, auf der Straße sie sei ein Junkie, mit ihren eingefallenen Wangen und dem viel zu hellem Teint. Aber sie war mehr als nur eine auf der Straße wohnende Seele. Das Mädchen war ein Dämon. „Turteltäubchen jetzt alleine lassen. Gerettet vor Flucht für einen Imbulus!“, quiekte sie freudig. Dann schlüpfte sie aus der Tür, so schnell, dass bloß ihre polternden Füße über den Dielenboden zu hören waren.

Stille kehrte ein, in der ich mich eingeschüchtert in dem Spukhaus umsah und in der dunklen Ecke etwas schimmerte. Vorsichtig trat ich näher. Um im nächsten Augenblick in die matten Augen einer Porzellanpuppe zu sehen. Vor Schreck griff ich nach Luciens Unterarm, um mich wie eine Katze an ihm festzukrallen, während die starren Augen der Puppe weiterhin durch die verstaubten Spinnennetze hämisch in unsere Richtung schielten. Luciens raues Gekicher trieb mich zur Weißglut. „Geisterbahnen sind wahrscheinlich auch nicht so dein Ding?“

„Halt die Klappe!“, fauchte ich ihn an, bevor ich mich hastig von ihm löste. Gefasster als zuvor glitt ich ein Stück in den Raum hinein, wobei ich die zerstörte Einrichtung so gut es ging ausblendete. Ein zerfranstes Sofa stand in der Mitte des Raumes, dessen verdreckte Polster von den Motten zerfressen waren. Die donnernden Stiefel von Lucien folgten mir, bis er die ramponierten Schranktüren aufriss und mit einer diebischen Selbstverständlichkeit krachend die Sachen durchsuchte.

„Denkst du nicht, dass das ziemlich unhöflich ist?“

Es war mir egal, dass ich gerade wie ein Lehrer klang, aber Lucien zuckte nur desinteressiert mit den Schultern, als er erneut hineingriff. Sein langes Shirt verfing sich an einem hervorstehendem Nagel und das Shirt hing am Rost fest. Etwas Silbernes blitzte auf. Fluchend zog er den zerfransten Stoff nach unten und ich rieb mir einmal über die Augen, bis ich wieder klar sah. Das Knacken des Holzschrankes schreckte mich auf, im gleichen Moment wie ich seine weiß anlaufenden Finger von ihm betrachtete.

Plötzlich hörte ich ein Heulen. Augenblicklich dachte ich an die Geister und rutschte an die kalte Wand, damit wenigstens niemand hinter mir auf mich lauerte. Tief ausatmend legte ich den Kopf gegen die verbliebene Tapete und beobachtete Lucien dabei, wie er mit missbillig verzogenem Mund, leere Alkoholflaschen aus dem Schrank kramte.

„Gin“, stellte er mit Blick auf die erbleichte Etikette fest und furchte die Stirn zu einer dicken Falte.

„Natürlich haben sie nur noch den. Ich hasse Gin.“

„Dann trink ihn doch nicht.“

Sofort lugte sein Kopf zu mir herum.

„Anstatt, dass ich meine Familie warne, dass uns irgendwelche kranken Arschlöcher jeglichen Scheiß anhängen, sitze ich mit dir in diesem Haus fest“, knurrte er. „Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich den dringend brauchen werde.“

„Du hast den Pub angezündet“, warf ich ihm dann vor. Die Anschuldigung traf ihn wie ein Schlag ins Gesicht, in dem sich seine Augen überrascht weiteten. Dass er es nicht abstreitet, reichte mir. „Wieso machst du so etwas?“ Ich hoffte, dass er die Verachtung heraushörte, denn er verdiente sie.

„Du hast Unschuldige umgebracht! Hast du Oliver und Sophie auch verbrannt?“ Seufzend fasste er sich an die Nasenwurzel, ehe er zu mir hinübersah mit so einem kalten Ausdruck, in den eingefrorenen grauen Seen, dass ich mich enger an die golden Blümchentapete drückte.

„Stehst du auf ihn?“ Die Frage traf mich so unvorbereitet, dass ich beinahe ein Lachen ausstieß. „Nein!“ Lucien fiel gegen das Regal und glitt ebenfalls zu Boden, sodass wir uns gegenüber sitzend betrachteten. „Ich habe dir gesagt, dass das eine Tradition ist. Wir nennen es Siegelfluch.“ Ich rieb mir über die Arme, um die Starre loszuwerden. Innerlich fragte ich mich, wie man so blutrünstig sein konnte und ob die beiden noch lebten. Von der anderen Seite des Zimmers hallten ein paar träge Worte durch das Rauschen in meinen Ohren zu mir hinüber. „Ist dir kalt?“

Überrascht zuckte mein Kopf zu ihm. Ich verstand diesen Hexer nicht. „Nein.“

„Sieht aber so aus.“

„Dann schau nächstes Mal einfach besser hin.“

Selbst von da hinten im unbeleuchteten Dunkeln sah ich, wie sich seine vollen Lippen zu einem trägen, ironischem Grinsen verzogen. „Hab ich´s dir nicht gesagt? Wir sind eben verkorkst. Tut jemand etwas nicht so Angenehmes, dann verpassen wir diesem Clan einen Siegelfluch, von unserem eigenem Clan. Vielleicht hast du es in der Bar ja sogar gesehen.“ Dabei öffnete er mit geübten Fingern den dünnen Schraubverschluss und feuerte ihn nachlässig in eine verdreckte, mottenzerfressene Gardine.

„Der Rabe,“ murmelte ich. Deswegen hatte die Frau nicht gewollt, dass ich es abzeichnete. Lucien nickte zustimmend.

„Egal wo sie sich dann auch verstecken mögen, das Feuer findet sie alle.“ Der Vorhang musste einmal ein schönes, warmes Orange gewesen sein, der durch den Zahn der Zeit zu einem leblosen Grau alterte. Man stellte sich kaum vor, dass diese Baracke ein schönes Zuhause gewesen sein muss.

„Wieso spukt es hier drin?“ Unwohl beäugte ich die schiefen und kaputten Bilderrahmen auf den Kommoden. Jetzt, wo es so ruhig war, bildete ich mir ein, dass über uns ein Geräusch war. Absätze einer Frau. Leise Stimmen. Schaudernd wollte ich die Stille beenden, als Lucien die Flasche, in seiner Hand, schwenkte.

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