Ernst-Günther Tietze - Leben mit Karin

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45 Jahre durfte durfte ich eine wundervolle Frau in inniger Gemeinschaft lieben und wurde von ihr geliebt, bis ihr früher Tod sie mir nahm. Bis wir zusammen leben konnten, wechselten wir eine große Zahl langer Briefe, von denen hier nur eine kleine Auswahl der schönsten und wertvollsten abgedruckt ist. In dieser Zeit hatte ich einen schweren Unfall und verzweifelte, wurde aber von Karin liebevoll aufgefangen. Die vielen Jahre der Gemeinschaft, in der wir vier Kinder erfolgreich großzogen und Karin mir bei meinen beruflichen Erfolgen den Rücken freihielt, waren die schönsten meines Lebens. Nach Karins Tod habe ich aus einem Teil unserer Briefe und vielen schönen Erinnerungen dieses Buch zusammengestellt, um die Erinnerung an sie zu bewahren und auch an andere weiterzugeben.
Wenn ein Mensch einem anderen in Liebe begegnet, ist Gott in ihm. Nie kommt seine Würde, seine Innigkeit, seine ureigenste Bestimmung schöner zum Ausdruck als in diesem Moment, und das geschieht gleichermaßen im Handeln des Samariters wie in der innigen Begegnung.

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Deine Karin

Hamburg, den 29. 8. 56

Meine liebe Karin, hab recht herzlichen Dank für Deinen lieben Brief. Ich fand ihn eben vor, als ich aus dem Kino kam. „Wenn du weg gehst, wird es Nacht“ hieß der Film. Hauptdarsteller Curd Jürgens. Das Thema: Ein Rechtsanwalt, der sprachgehemmt ist und deswegen regelmäßig Morphium nimmt, wird durch die aufopfernde Liebe seiner Frau geheilt. ... Ich glaube, Du würdest in gleicher Weise für mich kämpfen, wenn es nötig wäre. Ach Mädel, auch diese Zeit des Wartens und der Trennung wird vorbei gehen, und ich versuche mir manchmal vorzustellen, wie herrlich es dann sein wird. Die Schwierigkeiten nehmen wir dann auch gemeinsam.

Zum Theater komme ich ziemlich sicher mit dem Auto und werde Samstag gegen 15:30 in Hannover sein. Drei Karten brauchen wir, weil meine Tante mitkommt. Ich wollte ihr die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mal raus zu kommen und habe sie eingeladen. Sie wird auch im Theater dabei sein und mit nach St. Andreasberg fahren. Ich bitte Dich, für sie ein Hotelzimmer zu besorgen. …

Ein Gedicht bekommst Du heute nicht, weil’s schon zu spät ist. Dafür ist jetzt schon ein Bild fertig. Hoffentlich gefällt es Dir. Sieht ganz brav aus und gar nicht nach „Lausebengel“. Liebes Kind, recht herzlichen Gruß und viele Küsse, in Liebe, Dein Ernst- Günther

St. Andreasberg, den 2. 9. 56 (nach Hamburg)

Lieber Ernst-Günther! Recht herzlichen Dank für Deinen lieben Brief. Über das Bildchen habe ich mich besonders gefreut. Es gefällt mir sehr gut und steht schon eingerahmt auf meinem Nachttisch. … Ich freue mich sehr, auf diese Weise Deine Tante kennen zu lernen. Sie wird genau so gerne bei uns aufgenommen wie Du. Du kannst im Wohnzimmer schlafen oder mit ihr zusammen im Fremdenzimmer. …

Lieber Ernst-Günther, stell Dir vor, ich kann nun doch nach Hessen fahren. Die Firma hat es nach einigem hin und her bewilligt und meine Eltern haben auch nichts mehr dagegen. Montag den 10. werde ich also abreisen. Ich freue mich schon. …Nun werde ich Schluss machen. … Lieber Ernst-Günther, recht herzliche Grüße und Küsse bis zum kommenden Samstag, Deine Karin

Hamburg, den 3. 9. 56

Meine liebe Karin, das Telefonat heute war etwas überraschend und auch nicht lang genug, um alles richtig zu erklären. ... So ist es am einfachsten, dass Du zur Großstadt kommst, wo wir diesmal die Großstadt mit ihrem Theater brauchen. Ich komme schon mal wieder nach St. Andreasberg, ich denke, so gegen Ende Oktober. ...

Die Verbindungen sind äußerst günstig. Du findest sie nachstehend und ich lege Dir die Fahrkarte für hin und zurück bei. ... Steige Hamburg Hbf. aus, ich erwarte Dich auf dem Bahnsteig. Auch für die Fahrt nach Gelnhausen am Sonntagabend besteht eine gute Verbindung. Du brauchst nur in Fulda umzusteigen. – Schlafen wirst Du hier in einer Pension, 5 Minuten von uns entfernt. Für die Tage habe ich schon allerlei Pläne, außer dem Theaterbesuch, versteht sich. ... Ich muss eilen, weil der Brief heute noch zur Post soll. Wir sehen uns dann am Freitag, den 7. 9. gegen 22:31 auf dem Hamburger Hauptbahnhof. Bis dahin herzliche Grüße und eine gute Reise. Dazu viele Küsse (vorerst nur brieflich), Dein Ernst-Günther

Erinnerung: 7. – 9. 9. 56 in Hamburg

Welch eine Freude, dich auf dem Bahnsteig in die Arme zu nehmen und deine Lippen auf den meinen zu spüren! Ich habe kaum Gelegenheit, dir meinen Rosenstrauß zu überreichen. Schließlich reißen wir uns los, fahren mit der Straßenbahn zur Uhlenhorst und lassen deinen Koffer in der Pension. Meine Tante will dich unbedingt sehen, so trinken wir noch ein Glas Wein bei ihr. Ich glaube, die Inspektion ist zu ihrer Zufriedenheit ausgegangen. Spät bringe ich dich zur Pension, wo wir uns wieder nach langen Küssen voneinander los reißen müssen. Ich kann lange nicht einschlafen vor Glück.

„Was war denn das für eine langhaarige Schönheit, die Sie da am Samstag getroffen haben?“, fragt mich am Montag ein grinsender Kollege. Ich antworte kaum, denn ich bin noch voll von Erinnerung an die beiden Tage mit dir: Nachdem du mich bei den HEW abgeholt hast, streifen wir ein wenig durch die Stadt und essen Mittag an den Alsterarkaden, dann fahren wir zum Kaffee zu Tante Friedel. Danach machen wir uns fein für den Theaterbesuch. Als ich meine Schuhe vor der Tür putze, sehe ich durch das offene Badezimmerfenster, wie du dir die Lippen nachziehst. Das ist ein intimer Einblick, der dich mir wieder ein Stück näher bringt. Hand in Hand verlassen wir das Haus. „Wie Hänsel und Gretel“, sagt Tante Friedel später, die uns nachgeschaut hat. – Für mich ist es etwas Großes, mit dir als Dame das Theater zu besuchen, wo wir bisher nur im Räuberzivil durch die Wälder gestreift sind. Anschließend gehen wir ins benachbarte Boccaccio zum Tanzen. Ich genieße den Tanz mit dir sehr und habe das Gefühl, dass es bei dir nicht anders ist.

Wir sind beide so aufgedreht, dass wir den Abend noch nicht beenden wollen. So gehst du gerne auf meinen Vorschlag ein, nach Hause zu laufen. Fast der ganze Weg führt ja am Alsterufer entlang. Es ist ein warmer Abend, ich habe den Arm auf deine Schulter gelegt und du greifst meine linke Hand auf meinem Rücken. Immer wieder bleiben wir stehen oder setzen uns auf eine Bank, um uns zu küssen, während die Alster vor uns plätschert.

Vor dem Mundsburg-Kanal entfernt sich die Straße vom Ufer, wir stehen ziemlich im Dunkeln. Da kann ich mich nicht mehr zurück halten und lege meine Hand in den Ausschnitt deines leichten Sommerkleides. Als du es mir nicht verwehrst, geht meine Hand weiter, bis ich die zarte Haut deiner Brust fühle und streichle. Erstaunt registriere ich, wie die weiche Spitze unter meiner zärtlichen Berührung fest wird. Wie glücklich bin ich, als du mir mit immer heftigeren Küssen zeigst, dass dir diese Liebkosung Freude macht. Das ist der schönste Augenblick meines bisherigen Lebens!

Wenn ich an den folgenden Arbeitstagen am Mönckebergbrunnen die nackte Frauenfigur sehe, habe ich nur Augen für ihren Busen und denke dabei an deine wunderbare weiche Brust.

Nach einem Frühstück bei Tante Friedel fahren wir am Sonntag in die Stadt. Wir besuchen den Gottesdienst in Othmarschen, machen eine Hafenrundfahrt und ich zeige dir Interessantes in der Stadt. – Als ich dich abends in der Straßenbahn zum Bahnhof bringe, gehen uns zwei Gedanken durch den Kopf: Dank für die beiden wundervollen Tage und Trauer über die bevorstehende Trennung. Da fällt mir eine Geschichte ein, die ich dir erzähle:

Ein junger Bauernbursche sagt zu dem Mädchen, das er liebt: „Ach, wenn wir doch nur schon verheiratet wären!“ Schwuppdiwupp sind sie ein Ehepaar. „Ach hätten wir doch schon Kinder!“ Schwuppdiwupp springen drei Kinder durch die Wohnung. „Ach hätten wir doch schon einen eigenen Hof!“ Schwuppdiwupp ziehen sich die Eltern auf das Altenteil zurück. Doch die Kinder machen viel Mühe. „Ach, wenn die Kinder doch schon groß wären!“ Schwuppdiwupp sind die Kinder erwachsen und haben selber Kinder.

Doch als die beiden sich im Spiegel betrachten, haben sie graue Haare und einen krummen Rücken. „Was haben wir eigentlich von unserem Leben gehabt?“, fragt der Mann. „Wir hätten schon etwas davon haben können, wenn du dich mit der Gegenwart zufriedengegeben hättest“, antwortet die Frau traurig. „Doch dein ,Ach wenn doch ...’ hat uns – schwuppdiwupp – die Mühe aber auch die Freude am Leben gekostet. Und nun ist es zu spät dafür.“

Du lachst dein klingendes Lachen, das ich so liebe. Weißt du doch, dass ich viel ungeduldiger bin als du. – Abschiede auf Bahnhöfen sind scheußlich. Noch einmal küssen wir uns innig, dann winke ich dir noch nach, als der Zug schon lange aus dem Bahnhof ist.

Gelnhausen, den 11. 9. 56 (Ansichtskarte nach Hamburg)

Lieber Ernst-Günther! Ich bin gestern bei strömendem Regen völlig zerschlagen hier angekommen. Ich bin mit 12 Mädchen in einer Jugendherberge untergebracht. Wir haben uns gut angefreundet. ...

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