Als er sich gerade auf dem Weg machen wollte, kamen zwei Beamte in Zivil vorgefahren. Das war die Kripo aus Hamburg. Einer der beiden öffnete die Kofferraumklappe und holte einen Computer heraus sowie ein Notebook. Der andere stellte derweil einen Fuß auf den Vorderreifen und band sich die Schuhe zu. Ein Beamter begrüßte sie, oben auf der Eingangstreppe stehend:
»Wir haben den Wagen von Andreas Luthe gefunden. Er ist wohl das Tatfahrzeug. Ein kleiner alter Toyota«, rief er freudestrahlend den beiden Beamten entgegen. Dabei kam er dem Hauptkommissar die zwei Stufen entgegen und nahm ihm den Computer ab. »Ist das der Rechner von Friedmann?«
»Ich würde noch lauter schreien, damit es auch alle wissen. Am besten, wir erzählen es bei Edeka an der Fleischtheke«, wurde Berendtsen sauer.
Der neugierige Passant schlenderte über die Straße, denn das war für ihn sehr interessant.
»Ach, das weiß doch hier im Dorf längst jeder, denn die Erna Lauer hat den Wagen gefunden. Das ist die Tratsche hier im Dorf, müssen Sie wissen.«
»Woher weiß diese Frau denn, dass es sich um das Tatfahrzeug handelt?«, staunte Schwertfeger.
»Von dem Tatfahrzeug wusste die ja nichts, aber sie hat das Auto gefunden, dass man dem Andreas geklaut hatte. Es stand im alten Parkhaus, hinten in einer Ecke bei den Abfalltonnen des Centers. Die Reifenabdrücke stimmen mit denen am Tatort überein, der Radstand, alles, was wir am Tatort gefunden haben, passt. Die Kripo hat es auf Spuren untersucht. Keine einzige, nicht am Lenkrad, nicht auf den Sitzen, nirgendwo. Also, was sagt uns das? Irgendeiner, der das Auto zuletzt gefahren hat, hat peinlich dafür gesorgt, dass es keine Spuren gibt. Und…« er hob den Zeigefinger, um seinen Worten Wichtigkeit zu verleihen, »… es gibt keinen einzigen Fingerabdruck, außer denen von Andreas, und die finden sich nur am Handschuhfach, das Lenkrad wurde sorgfältig abgewischt. Eine einzige kleine Spur gibt es: wir haben einige kleine Fasern gefunden, mit der der Täter an einem Nagel hängen geblieben ist, mit dem die Dachpappe auf der Stallung festgemacht war. Davon haben wir auch eine in dem Tatfahrzeug gefunden. Bei der Spurensicherung untersuchen sie gerade, ob die Fasern identisch sind. Der Fahrer oder die Fahrerin muss wohl eine Art Mikrofaser-Anzug angehabt haben. Was sagen Sie jetzt?«
»Jetzt gehen wir erst einmal ins Haus, sonst können wir ebenso gut im Dorfkrug die Sache besprechen. Dann können wir wenigstens auf die Hilfe der Mitbürger und Mitbürgerinnen rechnen.«
»Auf die werden wir nicht verzichten können«, gab Olschewski bekannt, denn das Phantombild von dem Mann ist fertig, der die Hotelfrau nach dem Brief gefragt hat.« Er legte dem Kommissar ganz stolz das Bild vor. »Sieht bald aus wie ein Foto, nicht wahr?«
In diesem Moment wurde der neugierige Passant hellhörig, er drehte sich ab und machte sich auf der anderen Straßenseite davon. Er musste auf jeden Fall ab morgen die Öffentlichkeit so weit wie möglich meiden.
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