Manfred Rehor - Diamanten aus Afrika
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„Um zu erfahren, warum die Weißen so brutal sind, bin ich nach Lüderitz geschlichen und habe sie belauscht. Ihren ganzen Plan habe ich gehört. Sie wollen das Land, auf dem sie die Diamantmine vermuten, kaufen, meinen Stamm versklaven und die Diamanten ausgraben lassen. Wir wollen aber keine Sklaven werden.“
„Ich glaube nicht, dass unsere Regierung Sklavenhaltung erlauben würde. Das ist doch rückständig.“
„Wenn sie es erfährt, unternimmt sie sicherlich etwas dagegen. Aber wenn es ihr niemand sagt ...“
„Verstehe. Du bist also hier, um Bismarck auf den Plan dieser Gauner hinzuweisen, in der Hoffnung, dass er euch hilft. Deshalb hast du dir mit dem Geld für die Diamanten ein Schiffsticket nach Hamburg gekauft. Weil du mir nicht traust, hast du mich vorhin angeschwindelt und behauptet, jemand habe dir das Geld geschenkt.“
„Nein, es war anders. Ich wusste, dass ich von Lüderitz aus nicht nach Deutschland fahren kann. Die Verbrecher hätten mich abgefangen. Ein afrikanischer Junge, der alleine nach Hamburg will, das wäre nie gutgegangen. Deshalb bin ich weit in den Süden gereist, in englisches Gebiet. Vom Hafen in Port Nolloth aus bin ich als Helfer mit einem Erzfrachter nach England gefahren.“
„Hast du überhaupt einen Pass?“, fragte Rolli dazwischen.
„Nein. Ich habe mich als Sohn eines reichen Afrikaners ausgegeben, der in England zur Schule gehen soll. Engländer erlauben so etwas.“
„Woher kannst du überhaupt Deutsch?“, wollte Rolli wissen.
„Ein Missionar hat es mir beigebracht. Deutsch und Englisch. Er hat mir auch viel erzählt über die Europäer und das Leben in ihren Ländern.“
„Ein Missionar? Ein Jesuit, wahrscheinlich. Die treiben sich in allen Weltgegenden herum. Du bist also nach London gelangt. Weiter?“
„In London blieb ich drei Wochen. Es war die erste europäische Stadt, die ich kennengelernt habe. Ich glaube, ich habe mich ziemlich dumm angestellt. Man hat mir innerhalb von ein paar Tagen mein ganzes Geld geklaut. Deshalb musste ich mich als blinder Passagier auf den Dampfer nach Deutschland schmuggeln.“ Saban machte eine resignierte Geste. „Und jetzt bin ich hier.“
„Jetzt bist du in Hamburg. Aber wieso schleichst du wie ein Verbrecher durch die dunklen Ecken des Hafens?“
„Vorhin waren Männer am Kai, die ich schon in Lüderitz gesehen habe. Es sind welche von diesen Verbrechern und einer, der vielleicht ihr Anführer ist. Ich muss mich vor ihnen verstecken.“
„Verstehe.“ Rolli sog energisch an dem winzigen Stummel der Zigarre, den er noch zwischen seinen Lippen hatte, und dachte einige Minuten nach.
„Du hast also drei Probleme: Erstens, du willst nach Berlin, ohne dass die Gauner es merken. Zweitens, wie schaffst du es, dort mit Bismarck oder einem anderen einflussreichen Politiker zu reden? Und drittens, falls du das schaffst, wie erreichst du, dass man deinem Stamm hilft?“
„So ist es.“
Wieder schwieg Rolli eine Weile, bevor er sagte: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Geschichte glauben soll. Aber da es mich nichts kostet, kann ich dir zumindest einen Tipp geben, was die Reise nach Berlin angeht. Es gibt wenige Afrikaner in Deutschland. Wenn du also in einen Zug steigst, wirst du sofort auffallen. Du musst auf eine Art reisen, bei der man sich nicht über einen Afrikaner wundert.“
„Was kann ich tun?“, fragte Saban gespannt.
„In Hamburg-Bergedorf gastiert im Moment ein Rummel. Die bauen bald ihre Schaugeschäfte ab, weil sie nach Berlin weiterreisen wollen. Auf dem Rummel sieht man öfter Bewohner anderer Kontinente in den Kuriositätenschauen. Du könntest die Leutchen mal fragen, ob sie einen wie dich brauchen können. Dann hättest du die Reise umsonst, es wäre eine prima Tarnung und du verdienst noch Geld dabei.“
Saban überlegte. Hatte der dunkelhäutige Junge vorhin nicht auch erzählt, er habe auf dem Rummel gearbeitet? Dann war das vielleicht gar keine so abwegige Idee. „Wie finde ich den Rummelplatz?“, fragte er.
„Ich bringe dich morgen hin“, versprach Rolli. „Jetzt schlafen wir erst mal. Muss ja schon nach Mitternacht sein.“
Ohne sich weiter um Saban zu kümmern, schlurfte Rolli in eine Ecke des Bretterverschlags, in der zwei Säcke auf dem Boden lagen. Er wickelte seinen Mantel fest um sich, ließ sich auf die Säcke fallen und fing keine Minute später an zu schnarchen.
Saban legte sich in eine andere Ecke, die leider nicht so gut ausgepolstert war. Er konnte lange nicht einschlafen, weil er sich fragte, welche Abenteuer ihm in diesem merkwürdigen Land noch bevorstanden.
Rummelplatz
Sabans Rolle auf dem Rummelplatz in Bergedorf war erniedrigend. Zumindest empfand er es so, obwohl ihn die Schausteller ihn mit offenen Armen aufnahmen. Ihnen waren in den Wochen zuvor einige Attraktionen abhandengekommen – ein Löwe war an Altersschwäche gestorben, der starke Mann litt seit Wochen an einem Bandscheibenvorfall und die junge Wahrsagerin war mit einem Verehrer durchgebrannt; so tuschelte man jedenfalls auf dem Rummel.
In dem kleinen Zelt, in dem Saban seine kurzen Auftritte absolvierte, präsentierte man dem staunenden Publikum menschliche Monstrositäten. Darunter verstand man alles und jeden, der von der gewohnten Norm abwich: eine Frau mit starker Körper- und Gesichtsbehaarung; einen zwei Meter zwanzig großen jungen Mann mit seiner nur ein Meter dreißig großen Ehefrau, mit der er in Wirklichkeit gar nicht verheiratet war; und nun eben auch Saban, der als schwarzer Krieger aus den Dschungeln Afrikas angekündigt wurde.
Sabans Part dauerte nur 15 Minuten, in denen er mit einem nachgemachten Speer herumsprang und unverständliche Schreie ausstieß. Die Zuschauer johlten bei ihm nicht so laut wie bei den anderen Attraktionen, aber immerhin, er bekam Applaus.
Der alte Georg Meyer, der Inhaber der Monstrositätenschau, erklärte sich bereit, ihn nach Berlin mitzunehmen und dort ein komplettes Programm für ihn auszuarbeiten. Saban war einverstanden. Doch als er fragte, was er verdienen würde, überlebte er eine Überraschung.
„Verdienen? Du kommst auf merkwürdige Ideen! Freie Unterkunft und Verpflegung gibt es. In einem Jahr reden wir dann darüber, ob du es wert bist, ein paar Groschen am Tag zu verdienen“, raunzte Meyer ihn an. „Schließlich muss ich erst das wieder reinkriegen, was ich Rolli für dich bezahlt habe.“
„Bezahlt?“, fragte Saban verblüfft.
„Klar! Denkst du, der macht etwas umsonst? Auf seine Art ist Rolli ein knallharter Geschäftsmann. Ihm gehört die Hälfte von allem, was du im ersten Jahr verdienen würdest. Was nicht viel ist.“
„Und die andere Hälfte?“
„Sagte ich doch schon: Kost und Logis. Und jetzt scher dich weg, ich muss meine Abrechnung machen.“
Meyer, das wusste Saban bereits am dritten Tag von den anderen, war ein Geizhals und ein Säufer. Abrechnung machen hieß bei ihm, dass er nachts nach dem Ende des Rummeltages sein Büro abschloss, in die Stadt ging und die Einnahmen des Tages vertrank. Morgens kam er dann aufs Gelände getorkelt, beschimpfte seine Leute und legte sich ins Bett, bis die Abendvorstellung begann. Die Nachmittagsvorstellungen für die Kinder liefen ohne ihn.
Am Abend des fünften Tages gab es eine Abschiedsvorstellung, dann bauten die Schausteller noch in der Nacht alles ab. Am folgenden Vormittag rollten die Pferdewagen zum Bahnhof, wo sie auf einen Güterzug nach Berlin verladen wurden.
„Die Sommerfeste in Berlin sind die beste Einrichtung im ganzen Kaiserreich!“, behauptete der alte Meyer, während er zusah, wie seine Leute das Material in Güterwaggons verluden. „Die Leute haben Geld in den Taschen, das Wetter ist schön – Kaiserwetter, eben! – und die ganze Arbeit ist nur ein Spaß.“
Die Leute vom Rummel leisteten sich keine Sitzplätze in einem Personenzug, sondern reisten in einem Viehwaggon des Güterzugs, auf Stroh liegend eng an eng. Für die paar Stunden bis nach Berlin ging das.
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