Manfred Rehor - Diamanten aus Afrika

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Benjamin und sein Freund Saban kämpfen im Berlin des Jahres 1888 gegen Kriminelle, die Rohdiamanten aus der Kolonie Deutsch-Südwestafrika für politische Zwecke missbrauchen wollen.

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„Rühr dich nicht, sonst passiert was!“, befahl eine raue Männerstimme.

Saban spürte, wie der Angreifer seine Position so änderte, dass er ihn mit den Knien am Boden hielt. Die linke Hand umfasste Sabans Nacken, mit der Rechten tastete er Sabans Kleidung ab. Er fand das Messer und die Geldscheine, die Saban erst vor einer Viertelstunde von Benjamin bekommen hatte.

„Geld?“, fragte die Männerstimme verblüfft. „Wieso treibt sich jemand, der Geld hat, nachts hier herum? Mit dir stimmt etwas nicht, Junge.“

Das Messer erwähnte der Mann nicht, er schien es für normal zu halten, bewaffnet zu sein. „Wie heißt du?“, fragte er.

„Saban.“

„Blöder Name. Woher?“

„Mit dem Schiff aus London.“

„Lüg mich nicht an. Niemand fährt mit einem Bündel Geld von London nach Hamburg und läuft dann direkt ins schlimmste Hafenviertel.“

„Ich bin als blinder Passagier mitgefahren, weil ich das Geld noch nicht hatte. Die Scheine hat mir vorhin jemand geschenkt.“

Der Mann lachte laut auf und ließ Saban los. „So einer bist du also. Ja, das kenne ich! Immer mal wieder ‚schenken‘ auch mir Leute ihr Geld. Manche freiwillig, wenn ich in der Innenstadt bettle, manche nicht so freiwillig, wenn ich mich selbst bediene. Was ich nur tue, wenn die Not groß ist, versteht sich. Man ist ja ein anständiger Mensch, nicht wahr?“

Saban stand auf und drehte sich um. Der Mann, der ihn angefallen hatte, ging in den Bretterverschlag und entzündete eine Kerze. Er sah schlimmer aus als die Obdachlosen, die Saban in London angetroffen hatte. Wild wucherndes, weißes Haar bedeckte Kopf und Gesicht. Eine krumme Nase hing weit über den grinsenden Mund, in dem von Zigarrenrauch gelb gefärbte Zähne zu sehen waren. Der Mann trug abgerissene Kleidung und einen schief aufgesetzten Hut mit einer Vogelfeder im Hutband.

So aufmerksam, wie Saban den Mann musterte, wurde er seinerseits betrachtet. „Schau an, ein Afrikaner“, sagte der Mann. „Einer, der Deutsch spricht. Südwestafrika, vermute ich mal, aus der Kolonie. Was verschlägt denn einen wie dich hierher?“ Und dann fügte er ein paar kaum verständliche Worte in Sabans Muttersprache hinzu: eine Begrüßungsformel und ein wüstes Schimpfwort.

Überrascht antwortete Saban in derselben Sprache, aber der Mann verstand ihn nicht.

„Ist lange her, dass ich dort unten war, Kleiner. Trockene Gegend, war nichts für mich. Lieber hier ein Penner sein, als dort unten Soldat spielen. Aber ihr seid anständige Leute, ihr Schwarzen. Hier, nimm deinen Kram zurück.“ Er hielt Saban das Messer und das Geld entgegen. „Ich heiße Roland. Du kannst mich Rolli nennen, das tun alle. Wegen meines Vornamens und weil ich mal so dick war, dass man mich hätte rollen können. Ist lange her, lange her.“

Der Mann war alt, Saban schätzte ihn auf sechzig Jahre, und hager. Die hellblauen Augen wiesen einen Stich ins Gelbe auf, wahrscheinlich hatte Rolli in seinem Leben zu viel Alkohol getrunken – oder sich in Afrika eine der Krankheiten eingefangen, die die Leber angriffen. Weiße waren da besonders anfällig, hatte Saban gehört.

„Setz dich“, forderte Rolli und zeigte auf eine Kiste. Er selbst setzte sich ebenfalls. Eine dritte Kiste diente ihm als Tisch, auf dem er sein Abendessen ausbreitete: einen Kanten Brot, einen geräucherten Fisch, ein Stück stinkenden Käse und eine Literflasche Bier. „Du bist eingeladen, Kleiner.“

Saban, der mindestens einen Kopf größer war als Rolli, lehnte lächelnd ab. „Ich habe auf dem Schiff gegessen. Die Heizer haben mir etwas gegeben, weil ich ihnen geholfen habe.“

„Umso besser, bleibt mehr für mich.“ Rolli begann zu essen. „Jetzt erzähl, was du in Hamburg treibst. Noch dazu ausgerechnet hier, bei den alten Lagerhallen.“

„Ich will nach Berlin. Mit dem Kanzler sprechen, Fürst Bismarck“, erklärte Saban, der zunehmend Vertrauen zu dem alten Mann fasste.

„Bismarck?“ Rolli lachte. „Warum nicht gleich mit dem Kaiser?“

„Geht denn das?“

„Nein, natürlich nicht. Genauso wenig, wie du mit Bismarck sprechen kannst. Du noch weniger als ich; und ich schon gleich gar nicht. Dazu müsstest du mindestens ein Von-und-zu sein, mit Adelstitel. Oder ganz viel Geld haben. Ein paar Millionen, und alle Türen stehen dir offen. Auch die von Bismarck. Sogar vom Kaiser sagt man, er sei manchmal klamm und empfange deshalb Leute, die bereit sind, ihm Geld zu leihen.“

Verblüfft hakte Saban nach: „Der Kaiser muss sich Geld borgen?“

„Gerüchte, alles nur Gerüchte“, beschwichtige Rolli. „Es geht ja nicht darum, dass er die Palastmiete für den nächsten Monat nicht bezahlen könnte. Aber ein paar Millionen hier und ein paar Millionen da tun seiner Schatulle sicherlich auch gut.“

„Millionen habe ich nicht.“

„War ja nur ein Beispiel. Wegen des Kaisers.“ Rolli nahm einen kräftigen Schluck aus der Bierflasche. „Um Bismarck steht es auch nicht besser. Was willst du denn von ihm?“

Saban druckste herum. „Es gibt da ein Problem bei meinen Leuten in Afrika. Ich glaube, dass er nichts davon weiß. Wenn ich ihm davon erzähle, hilft er uns vielleicht. Schließlich ist Südwestafrika jetzt eine deutsche Kolonie, also ist die deutsche Regierung auch für uns da.“

Rolli schob die Reste seiner Mahlzeit beiseite und legte die Beine auf die Kiste, die ihm als Tisch diente. Aus einer Tasche seines Mantels zog er einen Zigarrenstumpen, den er mit kennerischer Miene musterte, bevor er sich zu Seite beugte, um ihn an der Flamme der Kerze anzuzünden. Atemberaubender Gestank breitete sich in dem Bretterverschlag aus.

„Bismarck hilft dir nur, wenn es ihm mehr nützt als dir. Er soll kein angenehmer Mensch sein, was das angeht. Aber vielleicht kann ich dir helfen, und wenn es nur mit einem guten Ratschlag ist. Ich hab ne Menge gesehen in meinem Leben, das darfst du mir glauben. Also spuck es aus!“ Mit den letzten Worten spuckte Rolli ein paar Krümel Zigarrentabak auf den Boden, die ihm an den Lippen klebten. Dann lehnte er sich zurück und schloss erwartungsvoll die Augen.

Es fiel Saban nicht leicht, über die Angelegenheit zu sprechen, aber er hatte nichts zu verlieren, also vertraute er sich Rolli an. „In Südwestafrika gibt es Diamanten“, begann er.

„Weiß ich“, brummte Rolli, ohne die Augen zu öffnen.

„Vor einigen Monaten sind einige besonders große, reine Rohdiamanten aufgetaucht. Sie gehören zu den wertvollsten, die man je in Afrika gefunden hat. Niemand weiß, wo sie herkamen. Genauer gesagt, kein Weißer weiß es. Die Diamanten hat mein Volk an einen Händler verkauft, um an Geld zu kommen. Wir haben nämlich gelernt, dass man in der Welt der Europäer ohne Geld nichts zählt.“

„Das ist nur zu wahr. Dein Stamm sitzt also auf einer Diamantmine?“ Rolli blinzelte jetzt kurz zu Saban hinüber, wie um zu prüfen, ob der ihn auf den Arm nahm.

„Vielleicht. Mein Vater hat die Diamanten eines Tages mitgebracht. Bei uns darf nur der Häuptling solche Geheimnisse wissen. Ein Deutscher wollte hinter dieses Geheimnis kommen. Er hat einige Männer aus unserem Stamm betrunken gemacht und ausgehorcht.“

„Verdammter Alkohol!“, schimpfte Rolli und nahm einen kräftigen Schluck aus seiner Bierflasche.

„Daraufhin hat dieser Deutsche ein paar Verbrecher angeheuert, die meinem Vater aufgelauert haben. Sie wollten von ihm erfahren, wo die Rohdiamanten herkommen, um dort eine Mine zu errichten. Er hat es ihnen nicht gesagt, obwohl sie ihn fast todgeprügelt haben. Zwei Tage später ist er dann gestorben.“

„Dann bist du jetzt Häuptling?“

„Nein, es wurde ein neuer Häuptling gewählt, der älter ist als ich. Aber mein Vater hatte nicht mehr die Zeit, ihn in die Stammesgeheimnisse einzuweihen.“

„Tragisch, tragisch“, sagte Rolli. „Aber es erklärt immer noch nicht, warum du hier bist.“

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