Manfred Rehor - Diamanten aus Afrika
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Benjamin folgte ihm. Doch kaum war er drinnen, blieb er stehen. Es war finster hier. Nur eine Ahnung von Licht kam durch ein paar kaputte Fensterscheiben herein.
„Wo bist du?“, rief Benjamin. „Ich tu dir nichts, ich will dir helfen!“
Keine Antwort. Benjamin hielt einen Moment die Luft an, um nicht durch sein eigenes hektisches Atmen abgelenkt zu werden. Doch der Lärm, der vom Kai herüber drang, machte es unmöglich, leise Geräusche zu hören, wie sie ein Mensch verursachte, der durchs Dunkel schlich.
Noch einmal rief Benjamin, dann ging er vorsichtig daran, das Innere der Halle zu erkunden. Seine Augen gewöhnten sich an das schwache Licht, er erkannte Kisten, Gerümpel, eine alte Kutsche mit gebrochenem Hinterrad. Hinter der Kutsche bewegte sich etwas. Benjamin ging darauf zu. Seine Hände tasteten nach Halt, während er über den Schutt stieg, der im Weg lag. Er griff in Dreck und Spinnweben, als er das brüchige Leder des Kutschenaufbaus anfasste.
„Ich will dir nichts tun“, wiederholte er halblaut. „Ich heiße Benjamin und stamme aus Afrika. Du auch?“
Er umrundete die Kutsche und hoffte, den Jungen nun vor sich zu sehen, aber da war niemand. Enttäuscht setzte er sich auf einen Stapel Säcke, die irgendein grobkörniges Material enthielten, vielleicht verdorbene Kaffeebohnen, die herausrieselten. Plötzlich spürte er jemanden hinter sich. Bevor er sich umdrehen konnte, drückte sich kühles Metall an seine Kehle. „Ich habe ein Messer“, sagte eine Stimme auf Deutsch, aber mit einem deutlichen Akzent. „Was willst du?“
Benjamin saß regungslos und bewegte nur die Lippen, als er antwortete: „Ich bin halber Afrikaner. Ich kenne sonst keine Afrikaner in Deutschland. Deshalb will ich mit dir reden. Wer bist du und wo kommst du her?“
„Ich heiße Saban. Wo ich herkomme, spielt keine Rolle. Ich muss nach Berlin. Deshalb habe ich mich an Bord des Schiffes geschmuggelt. Die Heizer haben mir geholfen, weil ich mitgearbeitet habe. Aber die anderen Matrosen mögen keine blinden Passagiere.“
„Mein Vater und ich fahren nach Süddeutschland, Urlaub machen, aber danach auch nach Berlin. Wir könnten uns in Berlin treffen. Wenn du kein Geld für die Fahrt hast, leihe ich dir welches.“
Benjamin fühlte, wie das Messer von seiner Kehle weggenommen wurde. Er wollte sich umdrehen, doch Saban befahl: „Rühr dich nicht! Warum bist du ein halber Afrikaner?“
„Meine Mutter kommt von dort. Mein Vater ist Deutscher. Er wartet auf dem Schiff.“
„Ich habe von ihm gehört, und von dir. Die Heizer sagen, er sei ein Politiker. Sie halten nicht viel von Politikern. Bist du in Deutschland aufgewachsen?“
„Ja, auf dem Rummel. Ich war Darsteller in einer Kuriositätenschau, aber mein Vater wusste nichts ...“ Benjamin unterbrach sich, weil Saban an ihm vorbei sprang und nun vor ihm stand.
„Gib mir Geld“, forderte Saban und streckte die Hand aus. „Schnell!“
Anstatt das zu tun, starrte Benjamin das Messer an, das Saban immer noch in der Hand hielt.
Saban bemerkte es und steckte das Messer weg. „Man muss immer bereit sein, sich zu wehren“, erklärte er.
Benjamin zog das Bündel deutscher Geldscheine heraus, das ihm sein Vater als Taschengeld für den Urlaub und den Aufenthalt in Berlin gegeben hatte.
Saban schnappt das Geld aus Benjamins Hand und stopfte es sich in die Hosentasche. „Danke. Ich gebe es dir irgendwann zurück. Wie heißt du und wo wohnst du in Berlin?“
„Benjamin Liersch. Frag im Hotel Zentral am Gendarmenmarkt nach Legationsrat Liersch. Wir werden allerdings erst in einigen Wochen in Berlin sein.“
„Jemand kommt“, sagte Saban. Er warf sich herum und rannte davon.
„Warte!“, rief Benjamin ihm nach. Er wollte Saban folgen, doch vom Eingang her kamen zwei Männer auf ihn zu. Benjamin erkannte vor dem Hintergrund der Lichter des Hafens, dass es der Matrose mit dem Seilende und sein Kumpan waren. „Haben wir dich endlich du schwarzer Affe!“, schrien sie. „Jetzt bekommst du, was du verdienst.“
Benjamin sah ihnen furchtlos entgegen. „Saban ist weg“, erklärte er, als sie ihn erreichten.
Doch die Matrosen hörten nicht auf ihn. Einer packte ihn schmerzhaft an den Armen und zwang ihn in die Knie, der andere holte mit dem Tau aus und schlug zu.
„Ich bin nicht Saban!“, schrie Benjamin, dem nun aufging, dass sie ihn mit dem blinden Passagier verwechselten. Sie erkannten in dem Halbdunkel der Lagerhalle seine dunkle Haut, die breite Nase und die schwarzen Kraushaare. Das genügte den Matrosen offenbar, um sicher zu sein, den Richtigen vor sich zu haben.
Das Tau schlug durch Jacke und Hemd hindurch schmerzhafte Striemen in Benjamins Haut. Er versuchte, sich zu befreien, schaffte es aber nicht. Immer wieder schrie er, er sei der Falsche.
„Wir prügeln dich tot, du Ratte, als Warnung für andere deiner Sorte“, lautete die einzige Entgegnung, die er bekam. Wieder holte der Matrose aus.
Eine scharfe Stimme befahl: „Aufhören!“
Benjamins Vater und der Erste Offizier des Schiffes kamen heran. Der Offizier trug eine Petroleumlampe, mit der er die Szene beleuchtete.
„Ihr geht aufs Schiff!“, wies er die Matrosen an. „Dort steht ihr bis auf weiteres unter Arrest.“ Mit ein paar knappen Worten entschuldigte er sich dann bei Legationsrat Liersch für den Vorfall – nicht jedoch bei Benjamin, was den ziemlich wütend machte. Doch Benjamin war zu sehr damit beschäftigt, gegen den brennenden Schmerz in seinem Rücken anzukämpfen, und gegen die Tränen, die ihm deswegen zu kommen drohten. Deshalb sagte er nichts.
Der Offizier kehrte aufs Schiff zurück, um Maßnahmen zu ergreifen, wie er beim Weggehen sagte.
Benjamin ging mit seinem Vater langsam aus der alten Lagerhalle zu der wartenden Kutsche, die sie zu ihrem Hotel bringen würde. Ihm fiel auf, dass er von den umstehenden Menschen angestarrt wurde, aber das widerfuhr ihm wegen seiner Hautfarbe häufiger. Besonders ein elegant gekleideter Mann mit Backenbart konnte den Blick nicht von ihm wenden. Auffallend war jedoch nicht nur das Interesse dieses Mannes, sondern dass er sich in Begleitung mehrerer Hafenarbeiter befand, die ihrem Aussehen nach auch Raufbolde und Ganoven hätten sein können. Benjamin hatte den Mann während der Überfahrt auf dem Schiff gesehen. Er fragte sich, warum diese merkwürdige Gruppe am Kai stand, aber als die Kutsche losfuhr, vergaß er sie wieder.
Ihr vierwöchiger Urlaub führte Benjamin und seinen Vater in einem Bogen von Hamburg über Hannover und Frankfurt nach Süddeutschland. In der Nähe von München besuchten sie ein Hotel, das zwar nicht den gehobenen Standard bot, den der Legationsrat sonst für sich beanspruchte. Aber die Inhaber waren ein freundliches Ehepaar, das Benjamin aus seiner abenteuerlichen Zeit auf dem Rummel kannte. Man sprach viel über die gemeinsamen Erlebnisse und die schöne Zukunft, die man sich erhoffte. Vater und Sohn wanderten im Bayerischen Wald, sie besuchten Dresden und kamen schließlich nach Berlin. Fast fünf Wochen waren vergangen, seit sie in Hamburg an Land gingen.
Benjamin ahnte nicht, was er in dieser Zeit in der Hauptstadt verpasste.
Sabans Weg nach Berlin
Die Begegnung mit dem dunkelhäutigen Jungen brachte Saban durcheinander. Es lebten also auch Menschen in Deutschland, die aus Afrika stammten – oder bei denen mindestens ein Elternteil Afrikaner war. Das hatte er sich bisher nicht vorstellen können.
Während er sich im Dunkel der Hafenanlagen ein Versteck für die Nacht suchte, ließ ihn der Gedanke nicht los, diese Menschen müssten auch bereit sein, ihn und seine Sache zu unterstützen. Vielleicht gab es in Berlin, dem Ziel seiner Reise, noch mehr von ihnen. Er würde sich umhören, sobald er dort war.
Das Nachdenken macht ihn unaufmerksam. Als er einen passenden Unterschlupf entdeckte, einen windgeschützten Bretterverschlag in einer dunklen Ecke, ging er einfach darauf zu. Er war noch zwei Schritte davon entfernt, als sich jemand von hinten auf ihn warf und ihn zu Boden drückte, so dass er sich nicht mehr bewegen konnte.
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