Manfred Rehor - Diamanten aus Afrika

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Diamanten aus Afrika: краткое содержание, описание и аннотация

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Benjamin und sein Freund Saban kämpfen im Berlin des Jahres 1888 gegen Kriminelle, die Rohdiamanten aus der Kolonie Deutsch-Südwestafrika für politische Zwecke missbrauchen wollen.

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Leider wusste Saban nicht, wo in Berlin sich die Haltestelle der Dampfstraßenbahn nach Teltow befand und ob die Bahn auch nachts fuhr. Die wenigen Passanten, die ihm auf den Straßen begegneten, wollte er nicht danach fragen. Ein Berliner, der nachts unerwartet einem Afrikaner gegenüberstand, könnte nach der Polizei rufen. Das wollte Saban vermeiden. Er hatte Mühe genug, den Streife gehenden Wachtmeistern auszuweichen. So wanderte er also durch die Straßen, die er aus den letzten Tagen kannte, auf der Suche nach einem Versteck, in dem er schlafen konnte. Er fand es im Hinterhof eines Hauses. Es war warm genug, um ohne Decke schlafen zu können, und zum Glück regnete es nicht, deshalb genügte Saban eine weiche Unterlage aus alten Säcken in dem dunklen Winkel.

Morgens machte er sich wieder auf den Weg. Diesmal wagte er es nicht nur, jemanden anzusprechen, sondern er ging direkt auf eine Polizeistreife zu und fragte, wo die Bahn nach Teltow abfuhr. Zur Erklärung fügte er gleich hinzu, er sei von dem Rummel, der in dieser Gegend gastiere, und wolle sich die neue Sensation ansehen. Er wurde zwar von dem älteren der beiden Polizisten angeschnauzt, er solle verschwinden, Schausteller seien alle nur Diebe und Betrüger. Doch dessen jüngerer Kollege war besser aufgelegt und erklärte Saban, wie er zu der Endhaltestelle gelangen konnte.

Zwei Stunden später war Saban in Teltow. Er erregte in dem kleinen Ort weniger Aufsehen als befürchtet, weil es Sonntag war und eine Unmenge Berliner sich auf den Weg ins Grüne gemacht hatten. Saban sah sich Teltow und die Umgebung an. Es gefiel ihm hier. Aber eines war ihm schon nach der ersten halben Stunde klar: Hier konnte er nicht bleiben. Ein Afrikaner in dieser kleinen Gemeinde mit nur wenigen Tausend Einwohnern, das würde sich herumsprechen, bis nach Berlin hinein. So schön es hier war, seine Verfolger konnten ihn sicherlich binnen Tagen ausfindig machen – schneller noch als auf einem Rummelplatz.

Da er seit dem Vorabend nichts mehr gegessen hatte, kaufte sich Saban an einem Imbissstand zwei belegte Schrippen, setzte sich im Schatten eines Baumes ans Wasser und sah Menschen in Ruderbooten zu, während er aß. Nach einer Weile schlief er ein.

Kindergeschrei weckte ihn. Als er die Augen öffnete, fand er sich von einem Kreis von Jungen und Mädchen umstanden, die ihn anstarrten und darüber stritten, ob er ein böser schwarzer Mann sei oder nicht. Saban lächelte, um den Kindern die Furcht zu nehmen, und erreichte gerade das Gegenteil: Sie rannten kreischend vor ihm davon. Nur ein etwas Älterer, der schon über zehn war, blieb nach ein paar Schritten wieder stehen und drehte sich neugierig um. Als er sah, dass Saban ihn nicht verfolgte, kam er langsam näher.

„Bist du ein Neger?“, fragte er vorwitzig.

„Ein Afrikaner“, antwortete Saban. „Hast du noch nie einen wie mich gesehen?“

Stumm schüttelte der Junge den Kopf.

„Ich heiße Saban. Und du?“ Saban stand auf und reckte sich.

Das war auch für diesen Jungen zu viel. Er rannte davon.

Lachend nahm Saban sein Bündel und wanderte umher. Dass er von den Wochenendausflüglern angestarrt wurde, machte ihm nichts aus. Er starrte zurück und wunderte sich, wie steif und hochgeschlossen die Berliner an einem so warmen Tag gekleidet waren. Die Damen trugen mit Rüschen verzierte Kleider, viele hielten einen lächerlich kleinen, weißen Schirm in der Hand, um sich gegen die Sonne zu schützen. Die Herren stolzierten in schwarzen Anzügen mit Westen einher und trugen alle einen Hut. Die meisten benutzten Spazierstöcke – aber keine, auf die man sich stützen konnte, sondern dünne, elegante. Sie rauchten Zigarren, wie um sich gegen die frische Luft zu schützen, die sie als Berliner kaum gewöhnt waren.

Nun kamen ein paar junge Kerle auf Saban zugerannt, die etwa in seinem Alter waren. Sie blieben vor ihm stehen und zogen Grimassen. Saban sah zunächst zu, dann fragte er: „Was soll das?“

„Hey, der kann reden!“, rief einer der Jungen.

„Kann gar nicht sein, das hat ihm einer andressiert“, antwortete ein anderer. Er trat vor und gab Saban einen Knuff. Dann fuhr er ihm mit dem Finger durchs Gesicht. „Der ist echt. Ich dachte, der tut nur so.“

Saban wollte sich diese Behandlung verbieten, aber da mischte sich schon ein junger Erwachsener ein: „Verschwindet, aber schnell!“

Sein befehlender Tonfall ließ die Jungs erst herumfahren, dann trollten sie sich, als sie sahen, dass der Mann zwar klein war, aber einen sehr athletischen Körperbau hatte.

„Freche Bande. Mach dir nichts daraus, die meinen es nicht böse. Wer bist du?“

„Saban.“

„Ich heiße Dirk. Dirk Müller aus Berlin. Du kommst aus Afrika?“

„Ja, aus der Kolonie Südwestafrika.“

„Das ist interessant. Ich habe mich immer für Afrika interessiert, sozusagen von Berufs wegen.“ Der Mann lachte kurz, ohne dass Saban gewusst hätte, warum. Dann fuhr er fort: „Komm mit rüber in das Gartencafé. Ich lade dich ein. Ist es bei euch in Afrika auch so heiß wie heute hier?“

Sie gingen in das Café. Saban bestellte sich ein Selterwasser, Dirk Müller Kaffee und für beide je ein Stück Kuchen.

Dirks Neugierde auf alles, was mit Afrika zu tun hatte, war so enorm, dass Saban fast eine Stunde seine Fragen beantwortete, ohne selbst dazu zu kommen, eine Frage zu stellen. Vorsichtshalber sagte Saban natürlich nichts über den Grund seiner Reise nach Europa, und auch über die Zustände in Afrika sprach er sehr allgemein, ohne auf seinen Stamm und die deutsche Siedlung in Lüderitz genauer einzugehen. Aber das waren sowieso Themen, die Dirk weniger interessierten. Er wollte etwas über Wüsten und Savannen hören, über wilde Tiere und exotische Pflanzen.

Allmählich wurde es leerer um sie herum, die Berliner kehrten in die Stadt zurück. Der schöne Sonntagnachmittag ging zu Ende.

Dirk winkte dem Kellner und bezahlte die Rechnung. „Ich könnte dir noch stundenlang zuhören“, sagte er. „Aber morgen früh ruft die Arbeit, ich muss nach Hause. Sag mir, wo du in Berlin wohnst, ich komme dich besuchen.“

„Ich war bis gestern auf einem Rummelplatz und hatte einen Wohnwagen. Leider musste ich dort aufhören. Ich muss mir in Berlin erst eine passende Bleibe suchen.“

„Verstehe ich das richtig, du hast keine Wohnung und auch keine Arbeit?“ Dirk schien sich darüber zu freuen.

„Stimmt“, gab Saban zu.

„Dann komm mit mir mit“, schlug Dirk vor. „Ich suche schon länger einen kräftigen Helfer. Ich nehme an, du bist schwindelfrei? Dachte ich mir. Zu meiner kleinen Werkstatt im Hinterhof gehört ein möbliertes Zimmer, das für einen Gesellen gedacht ist. Da kannst du wohnen. Meine Frau freut sich bestimmt auch über die Abwechslung. Ich lerne dich als Helfer an, so verdienst du Geld und kannst mir noch mehr über Afrika erzählen. Irgendwann fahre ich mal dorthin, das ist mein Traum, seit ich ein Kind war. Wahrscheinlich bin ich deshalb Schornsteinfeger geworden.“

Saban folgte dem gutgelaunten Dirk zur Haltestelle der Dampfstraßenbahn. Nun wusste Saban endlich, warum sich Dirk so für ihn interessierte: wegen Afrika und weil Dirk als Schornsteinfeger normalerweise auch ganz schwarz durch die Gegend lief!

Am folgenden Morgen begleitete Saban bereits Dirk auf dessen Tour zu den Häusern, deren Schornsteine gefegt werden mussten. Saban zog den kleinen Wagen, auf dem Dirks Handwerkszeug und die Klappleiter lagen. Von Dirk hatte er einen schwarzen Anzug aus dickem Stoff und einen schwarzen Hut bekommen. Gegen Mittag waren beide so voller Ruß, dass man nur noch an der breiten Nase hätte erkennen können, welcher von beiden aus Afrika stammte. Es war die perfekte Tarnung!

Benjamin in Berlin

Berlin begrüßte Benjamin und seinen Vater, den Legationsrat Liersch, mit einem Wolkenbruch. Sie rannten aus dem Bahnhof heraus durch den Platzregen zu einer freien Droschke. Es war eine Droschke Erster Klasse, teurer als die normalen, aber mit einem besseren Pferd und vor allem mit einem Verdeck, das dicht war. Die beiden Kofferträger, die sie sich im Bahnhof gesucht hatten, rannten laut fluchend mit dem schweren Gepäck hinter ihnen her. Sie bekamen ein Extratrinkgeld, schimpften aber trotzdem, während sie zum Bahnhof zurücktrotteten. Da sie nun schon nass waren, hielten sie es wohl nicht für nötig, sich zu beeilen.

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