Elisa Scheer - Detailarbeit

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Lina ärgert sich, dass ihre Kollegin immerzu kichernde Andeutungen über ihren Superlover macht: Existiert der Kerl eigentlich überhaupt? Aber dann wird Trixi tot aufgefunden und die Suche nach dem rätselhaften Liebhaber geht richtig los. Lina kann es nicht lassen, sich in die Ermittlungen einzumischen, und gerät immer wieder mit dem schlecht gelaunten Kripobeamten Weiß aneinander. Mit der Suche nach Trixis Mörder, dem Weihnachtsgeschäft in der traditionsreichen Buchhandlung Gothing, dem niedlichen «stillen Kunden», ihren merkwürdigen Schwestern und dem Dauerkampf mit Weiß ist Lina hinreichend beschäftigt. Dass sie sich dabei selbst in Gefahr begibt, merkt sie erst, als es beinahe zu spät ist…

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„Wann vorhin?“, fragte sie zurück.

„So gegen zehn, hier war die Hölle los und du warst nicht da!“ Ich war wirklich sauer. „Auf dem Klo. Bloß auf dem Klo, das wird man ja wohl noch dürfen, oder?“ Trixi funkelte mich an. „Um dich aufzubrezeln, was?“, vermutete ich mürrisch. „Und ich hab kaum Zeit, pinkeln zu gehen! Kümmere du dich mal um die Leute, ich mach jetzt Pause.“

Damit verschwand ich, in der Hoffnung, dass Trixi jetzt ein schlechtes Gewissen hatte und ohne Protest alleine für die paar Kunden sorgte. Sonja saß im Büro und rauchte nachdenklich, die bestrumpften Füße auf ihrem Schreibtisch.

„Tot“, verkündete sie, sobald sie mich sah. „Völlig tot. Ich komme nachher bestimmt nicht mehr hoch. Und morgen noch mal bis um acht, ich sterbe!“

„Ich auch“, murrte ich. „Und wenn wir dann mal zweieinhalb Tage frei haben, müssen wir sie uns mit so was Bescheuertem wie Weihnachten verderben. Hast du schon irgendwelche Geschenke?“

„Wann denn?“, fragte Sonja gereizt zurück und drückte ihre Zigarette fahrig aus. „Wie immer werde ich in der Mittagspause am Dreiundzwanzigsten irgendwas kaufen und es zehn Minuten vor der Bescherung hastig in irgendwelche Reste Osterpapier wickeln. Ich bin berüchtigt für meine Geschenke. Was brauchst du alles?“

„Eltern, zwei Schwestern, Freundin, Freund“, zählte ich auf. „Und ich kann doch nicht immer mit Büchern daher kommen!“

„Eben“ seufzte Sonja. „Das Kamasutra hab ich Olli schon letztes Jahr geschenkt.“

„Dann ist jetzt Reizwäsche fällig“, antwortete ich und suchte nach meiner Schinkensemmel.

„Haha. Ach so – du meinst, für ihn?“

„Klar doch. Ein Leostring oder so was.“

„Dann macht er Schluss. Letztes Jahr hat er schon ein bisschen blöd geschaut und gefragt, ob ich mit ihm unzufrieden bin. Lieber nicht.“

„Ein schönes Hemd oder Sweatshirt“, schlug ich vor.

„Schenk das doch deinem Freund“, brummte Sonja und zündete sich die nächste Zigarette an.

„Hardy? Der ist bloß ein Kumpel, dem schenke ich nichts zum Anziehen.“

„Was dann?“

„Keine Ahnung“, gab ich zu und kaute. Ferdi schaute herein. „Ach, da seid ihr! Sonja, rauch doch nicht so viel hier drin, du weißt doch, dass man hier nicht gescheit lüften kann.“

„Sag mir ein paar gute Weihnachtsgeschenke, dann mach ich die Kippe aus“, bot sie ihm an.

Ferdi seufzte. „CDs? DVDs? Bücher? After Shave? Krawatten? Kugelschreiber?“

„Echt mal was anderes“, höhnte ich. „Aber After Shave... Parfum? Vielleicht gar nicht so blöde...“

„Ich bin geschmeichelt“, schnappte Ferdi. „Und wann gedenkt ihr weiter zu arbeiten?“

„Zehn Minuten“, gab ich friedlich Auskunft. „Dann hab ich eh bloß die halbe Pause gemacht. Du Sklaventreiber solltest dringend mal eine Hilfskraft einstellen.“

„Bei den Margen? Spinnst du? Dann stoßen die da oben uns bloß ab. Wollt ihr das?“

Nö, eher nicht. Nachher endeten wir noch in einer Kette - bloß noch Beststeller und Sonderangebote? Aber diesen Wortwechsel hatten wir nahezu täglich. Manchmal träumte ich doch von einem Job mit einem netten Schreibtisch. Verflixt, ich hatte schließlich einen Magister in Germanistik, wieso stand ich mir bei Gothing&Cie. täglich so lange die Füße platt?

Weil der Buchhandel eigentlich Spaß machte. Bloß nicht vor Weihnachten!

Sobald ich die Semmel aufgegessen hatte, schleppte ich mich wieder nach draußen, wo Trixi herumwirbelte. Der Laden hatte sich schon wieder gefüllt, und ich reihte mich nahtlos wieder ins Verkaufsgeschäft ein. Bildbände, Spiele, alberne Nikolauskarten, DVDs und ab und zu mal etwas für die Uni. Eigentlich waren wir ja eine Akademische Buchhandlung, wie es sich direkt gegenüber der Uni auch gehörte, aber kurz vor Weihnachten merkte man nichts davon.

Ich löste Sonja hinter der Kasse ab und tippte wie wild – Bücher, Karten, Papier, Anhänger, Bücher, CDs, ein versprengtes Vorlesungsverzeichnis, ein einsames Reclamheftchen, eine Nietzsche-Gesamtausgabe (schwere Kost - der arme Empfänger!), Weihnachtsgeschichten aus aller Welt, das Gleiche noch mal, Reiseführer, Bildbände, zehn Nikolauskarten, die bestimmt nicht mehr rechtzeitig ankommen würden.... allmählich tat mir das Handgelenk weh, es war aber immer noch erst halb drei. Trixi löste mich ab.

„Bist du noch sauer?“, fragte sie, während sie sich neben mich in den Verschlag schob und ihren Code in die Kasse tippte. „Ach wo“, antwortete ich. „Das war bloß so momentan.“

„Prima. Dann könnten wir doch heute Abend mal wieder weggehen?“

„Heute hab ich schon was vor“, wandte ich ein, „aber morgen kann ich.“

„Auch gut. Ich wollte immer schon mal ins Belle Époque, da sollen die Cocktails so toll sein.“ Mir sollte es Recht sein – wenn sie Zeit hatte?

„Hat dein Superman denn keine Zeit?“ Sie kicherte. „Immer hab ich auch nicht Zeit für ihn, das tut ihm ganz gut. Ach, Lina – er sieht ja so toll aus!“

Die Leier schon wieder! Ich wusste, dass er der Schönste, Beste, Tollste überhaupt war, Trixi hämmerte es mir ja täglich ein. Nur hatte bisher niemand diesen Wunderknaben gesehen – sie würde ihn doch nicht erfunden haben?

„Warum kommt er eigentlich nicht mal hier vorbei und lässt sich anschauen? Sonjas Olli holt sie doch auch ab und zu hier ab. Ist sich dein – wie heißt er gleich? – dafür zu fein?“

Trixi warf mir einen schlauen Blick zu und schob mir einen Stapel Bücher zu, die ich mechanisch in einer blau und pink gestreiften Tüte versenkte. Quittung dazu, vielen Dank, auf Wiedersehen.

„Wenn du glaubst, so kriegst du raus, wie er heißt, hast du dich geschnitten. So schlau wie du bin ich schon lange. Aber ich verrate dir was – er hat seine Initialen auf dem Autokennzeichen. Superwagen, übrigens.“

„Wie es sich für einen Superman gehört“, murmelte ich.

„Nur kein Neid“, flüsterte Trixi und schob mir den nächsten Einkauf zu. Ihre großen blauen Augen, effektvoll mit mindestens drei verschiedenen Lidschattentönen umrahmt, funkelten triumphierend. „Zur Hochzeit lade ich euch ganz bestimmt ein.“

„Ach – ist es schon an dem?“, murmelte ich ungläubig. Hochzeit? So plötzlich? Ich wusste ja, dass Trixi scharf aufs Heiraten war – aber wie lange kannte sie den Typen jetzt? „Ganz schön hastig, was? Bist du schwanger?“, flüsterte ich aufgeregt. Die Kundinnen horchten nun endgültig auf, und Trixi warf mir einen ärgerlichen Blick zu. „Später!“

Ich tütete resigniert ein, bis wir die Schlange an der Kasse abgebaut hatten und eine alleine mit dem Restandrang zurechtkam, dann verließ ich den Verschlag und versuchte weiterhin, unentschlossene Kunden zu beraten. Die meisten wollten ein Geschenk, das unter zehn Euro kostete, das Dreifache hermachte und einen märchenhaft harmonischen Heiligen Abend garantierte, Mein schönstes Geschenk sozusagen. Zaubern konnte ich aber auch nicht.

Wenigstens waren meine Füße mittlerweile so taub, dass sie nicht mehr wehtaten, und dass meine Hilfsangebote allmählich etwas mechanisch wirkten, fiel den Kunden hoffentlich nicht weiter auf. Noch fast zwei Stunden, und morgen wieder so lang! Wieso hatte ich dumme Nuss mich für den Vierundzwanzigsten vormittags freiwillig gemeldet? Bloß weil ich keine Gans braten musste? Sicher, Sonja hatte mit ihrem Olli bestimmt ordentlich vorzubereiten, aber Trixi hätte genauso gut arbeiten können. Die schmückte ihrem Superman doch keinen Baum! Oder waren sie wirklich schon so weit? Zweikaräter unterm Tannenbaum? Hochzeit im Mai? Sie träumte bestimmt davon, aber in den sechs Jahren, in denen wir jetzt zusammen arbeiteten, hatte sie schon mindestens zehn verschiedene Bräutigame – Bräutigams? – ins Auge gefasst, von all den Heerscharen, die heimlich in sie verschossen waren, so heimlich, dass es sonst keiner merkte, mal ganz zu schweigen. Trixi lagen nämlich immer alle Männer zu Füßen, und beziehungsreich auf den vielen freien Platz zu ihren Füßen zu starren, galt als taktlos und unfein. Oder als Zeichen des Neides, bei mir wenigstens.

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