Adrian Ambrer - Ende einer Ehe

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An einem der schönsten Frühlingstage, die er im Bergischen Land jemals erlebt hatte, wurde Ralf Sani aus Overath von seiner Frau Sabrina verlassen. Plötzlich und ohne Vorwarnung floh Sabrina Sani aus dem ehelichen Haus, um bei einem anderen Mann einzuziehen. Vor aller Augen brachen eine ganze Existenz, ein Freundeskreis, ein Nachbarschaftsumfeld auseinander, bis die eheliche Krise in einer Katastrophe endete.
Zwei Jahre nach den Ereignissen macht sich ein Freund auf, der Geschichte von Ralf und Sabrina Sani nachzuspüren. In einer mitreißenden Mischung aus Rückblenden und Handlungszuspitzungen erzählt Adrian Ambrer von Vertrauen und Treulosigkeit, Selbstlosigkeit und Egoismus mit einem überraschenden Ende…

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Ich schüttelte den Kopf. „Nein, ich muss zurück. Nur noch eine Frage: Du warst die ganze Zeit über ihre Vertraute?“

„Nur bis zu dem Wochenende an dem sie verschwunden ist. Als ich das Elend mit Ralf sah, habe ich ihm gesagt, dass ein anderer Mann im Spiel ist. Das war dann auch das Ende meiner Freundschaft mit Sabrina. Das hat sie mir nicht verziehen.“

Klaus-Peter kam und brachte die Leinen. Wir gingen zusammen auf die Straße und verabschiedeten uns.

Als ich heimkam, öffnete ich eine Flasche Wein und griff mir die zweite Kladde. Ich hatte begonnen, hinter die Bühnenvorhänge zu schauen und wollte nun Ralfs Version seiner Geschichte weiter folgen.

Die zweite Kladde

Pünktlich landete die Chartermaschine aus Antalya auf dem Düsseldorfer Flughafen. Insgeheim hatte Ralf zwar gehofft, Sabrina würde ihn schon am Flughafen abholen, doch dass sie das nicht getan hatte, musste nichts bedeuten. Sabrina hasste Autobahnfahrten, und schließlich hatten sie auch vereinbart, sich im Haus zu treffen.

Er hätte schreien können vor Freude, als er vor dem Haus hielt und durch die Gardinen sah, dass jemand im Wohnzimmer war. Aber als die Haustüre geöffnet wurde, stand Birgit, die Nachbarin, mit einem betroffenen Gesicht im Türrahmen und hielt eines der vier Kätzchen im Arm.

„Wo ist Sabrina?“ fragte Ralf statt einer Begrüßung.

„Sabrina kommt nicht. Sie war vor einigen Tagen hier, um sich weitere Sachen abzuholen.“

Ralf wurde leichenblass. .

„Es tut mir leid für dich“, fuhr Birgit fort. „Aber ich glaube, du musst dich damit abfinden, dass sie nicht zurückkommt.“

Ralf blickte sie an. In seinen Augen stand das nackte Entsetzen. „Aber sie hat mir versprochen, mit mir heute zu reden. Sie hat versprochen, keine endgültigen Entscheidungen zu treffen.“

Birgit hob die Arme. „Ich weiß nicht, was sie dir versprochen hat. Aber mir hat sie am Telefon gesagt, dass es ihr so gut geht wie schon seit Jahren nicht mehr. Ihre Beschwerden und Schmerzen sind verschwunden, sie kann wieder essen und trinken, was sie möchte. So hart es klingt, ich sage es dir, wie sie es mir gesagt hat: indem sie dich und dieses Haus verlassen hat, ist sie gesund geworden.“

Ralf wandte sich ab, weil er fürchtete, in Tränen auszubrechen. Sein Mund war pelzig und trocken. Er schluckte.

„Geht es dir gut?“ fragte Birgit. „Kann ich etwas für dich tun?“

„Bitte bring´ mir ein Glas Wasser“, bat Ralf, während er sich hinsetzte.

Aber auch das Wasser nützte ihm nichts, denn die schlimmste aller denkbaren Varianten war eingetroffen. Sie hatte ihn endgültig verlassen, die Faktenlage war klar, eine Aussprache war nicht mehr erforderlich.

„Bitte, lass mich allein, Birgit.“

Birgit stand auf und blickte ihn an. „Kann ich wirklich jetzt gehen? Oder soll ich nicht doch lieber Klaus-Peter rufen?“

Klaus-Peter war ihr Lebenspartner, auch einer der Freunde, die Ralf und Sabrina im Dorf gefunden hatten und die nun zu Zeugen seiner Vernichtung wurden. „Nein, es geht schon. Ich muss jetzt nur alleine sein.“

„Wir sind immer für dich da, wenn du jemanden zum Reden brauchst“, sagte Birgit. „Du kannst auch abends jederzeit zu einem Glas Wein oder einem Schnaps vorbeikommen. Das ist ehrlich gemeint, hörst du?“

„Danke Birgit, ich fürchte, ich werde darauf zurückkommen.“

Nachdem Birgit gegangen war, blieb Ralf sitzen und weinte. Diesmal waren die Tränen keine Erleichterung sondern die Begleiterscheinungen eines Schmerzes, von dem er schon jetzt spürte, dass er lange dauern würde. Alle Kraft war aus seinem Körper gewichen, und ohne dass er es merkte, rutschte er vom Stuhl und blieb zusammengekrümmt auf dem Teppich liegen.

Ablenkung um jeden Preis - das war die Maxime, mit der Ralf versuchte, die nächsten Tage zu überstehen. Joggen, Krafttraining, Flanieren, Cabriofahren, Einkaufen, Imkaffeehaussitzen, Reden, Schimpfen, durch die Parks laufen oder sich sinnlos in irgendwelchen Schlangen anstellen - jede Aktivität war willkommen, wenn sie sich nur in der Öffentlichkeit abspielte und dazu beitrug, dem Schmerz zu entgehen. Sein Leben nahm die Gestalt einer einzigen Fluchtbewegung an, deren Logik darin bestand, keine Sekunde zur Ruhe oder zum Denken zu kommen.

Doch es nutzte nichts.

Je hektischer er sich gebärdete, desto intensiver nistete sich der Schmerz bei ihm ein. Er war immer bei ihm, er war der Herrscher seiner Zeit, der sich austobte, wann er wollte - am Morgen eher als am Nachmittag, in der Gesellschaft von Menschen ebenso wie alleine. Der Schmerz durchdrang und überwölbte alles, er war die Membrane seiner Welt, und in den schwärzesten Minuten war es ihm, als erspürte er hinter seinem Schmerz die Gestade des Wahnsinns.

Ralf verfügte keinerlei Erfahrung im Umgang mit Angst und Verlust, denn sein Leben hatte sich bislang als überwiegend schmerzfreie Zone dargestellt, als ein Raum der Hobbies und Passionen, in der die spärlichen Zeiten des Liebeskummers wie ein Sommergewitter schnell und folgenlos vorüberzogen. Immerhin erinnerte er sich, dass es in Perioden des moderaten Kummers, die es auch in seinem Leben gegeben hatte, vor allem auf Selbstbeherrschung angekommen war, auf Fasson und Disziplin, was die täglichen Routinen anbelangte, auf die Eingewöhnung in neue Korsette für Alltag und Zeit, auf Gleichförmigkeiten und Refugien der Entspanntheit, in denen das seelische Neufett wachsen konnte, dass seinen Kummer überwuchern würde. Das hatte in der Vergangenheit gereicht, aber Ralf wusste, dass es diesmal viel schwerer werden würde, in die Normalität zurückzufinden. Er würde zum Herrn seiner Gedanken werden müssen, zum Regisseur seiner Assoziationen, die schweifen sollten, wohin sie wollten, nur nicht zurück in die glücklichen Jahre seiner Ehe. Die erste Regel, die er sich auferlegte, lautete deswegen: niemals eine angenehme Erinnerung an Sabrina an die Oberfläche des Bewusstseins treten lassen, und sofort an etwas anderes denken, sobald Anwandlungen dieser Art auch nur von Ferne erkennbar wurden. Regel zwei: wenn er schon an Sabrina denken musste, dann nur in widerwärtigen Kontexten, was ihm aber am Anfang praktisch nicht möglich war, denn ohne dass er es verhindern konnte, überfielen ihm immer neue Erinnerungen an die guten Jahre seiner Ehe: er sah seine Frau als Königin der Tafel im Kreise seiner Freunde, er sah sie mit einem Glas Sekt in der Hand lächelnd am Kamin sitzen, oder - was noch schrecklicher war - es drängten sich Bilder ihrer Zärtlichkeit mit unwiderstehlicher Macht in sein Bewusstsein.

Kaum weniger peinigend als der Kampf um die Herrschaft über seine Gedanken war der tägliche Kampf um den Schlaf. Sobald er lange nach Mitternacht die Müdigkeit in sich spürte und das Licht löschte, um in den Schlaf zu flüchten, brach seine Gedankenkontrolle zusammen, und er wurde mit einem Schlag hellwach. Ralf fürchtete sich jeden Abend vor diesem Wettstreit von Erschöpfung und Schmerz, den mal die eine, mal die andere Seite gewann. Selten gelang es ihm in den Nächten länger als drei oder vier Stunden zu schlafen. Er wurde regelmäßig lange vor Morgengrauen wach, durchlebte einige Sekunden lang eine selige Erinnerungslosigkeit zwischen Tag und Traum, ehe der Schmerz zurückkehrte und er in seine Joggingsachen springen und wie von Furien gehetzt aus dem Haus rennen musste. Er rannte durch den Wald, umrundete den benachbarten See, hörte sein asthmatisches Keuchen, spürte seine Knie und seinen Rücken und wartete darauf, dass das Ausmaß der körperlichen Erschöpfung den Schmerzpegel seines Kummer übertraf.

Wenn er mit dem Wagen zur Schule fuhr, kehrte der Schmerz gewöhnlich zurück, zuerst als eine Hitzewallung, dann als ein Ziehen im Unterleib, schließlich als ein Zusammenpressen und Verknoten seiner Innereien. Ein fräsendes Unbehagen okkupierte jeden Winkel seines Körpers, wurde von Stunde zu Stunde intensiver und quälender, während sein Herzschlag zuerst lauter und dann so unregelmäßig wurde, dass er fürchtete, sein Herz würde einfach stehen bleiben. Manchmal, wenn der Kummer am Mittag über ihn triumphierte, verschwanden Gesichter und Gestalten, Gerüche und Geräusche aus seinem Wahrnehmungsfeld, und er wurde zu einem elenden Leidbündel, zu einer weltlosen Monade und schnappte nach Luft, als drohe er zu ersticken. In solchen Augenblicken setzte er sich einfach auf den Boden oder auf eine Bank, oder, wenn die Kräfte noch reichten, lief er in ein Warenhaus, um irgendetwas einzukaufen, weil ihm der Erwerb einer neuen Hose oder eines neuen Hemdes minutenweise Erleichterung verschaffte. Es dauerte nicht lange, da hat er sich ohne Rücksicht auf seinen Kontostand vollkommen neu eingekleidet, und er hätte mit seinen neuen Schuhen, Hemden, Hosen und Jacketts einem Gigolo geglichen, wäre er nicht mit dem Gesicht eines Verzweifelten durch die Straßen gelaufen

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