Adrian Ambrer - Ende einer Ehe

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An einem der schönsten Frühlingstage, die er im Bergischen Land jemals erlebt hatte, wurde Ralf Sani aus Overath von seiner Frau Sabrina verlassen. Plötzlich und ohne Vorwarnung floh Sabrina Sani aus dem ehelichen Haus, um bei einem anderen Mann einzuziehen. Vor aller Augen brachen eine ganze Existenz, ein Freundeskreis, ein Nachbarschaftsumfeld auseinander, bis die eheliche Krise in einer Katastrophe endete.
Zwei Jahre nach den Ereignissen macht sich ein Freund auf, der Geschichte von Ralf und Sabrina Sani nachzuspüren. In einer mitreißenden Mischung aus Rückblenden und Handlungszuspitzungen erzählt Adrian Ambrer von Vertrauen und Treulosigkeit, Selbstlosigkeit und Egoismus mit einem überraschenden Ende…

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„Bitte, lass doch den Unsinn mit der Freundin.“ Ralfs Stimme zitterte. „Welche Freundin soll das denn sein? Du bist bei einem anderen Mann. Gib es zu!“

Schweigen in der Leitung. Dann: „Ja, es stimmt, aber es ist nicht das, was du denkst.“

„Was glaubst du denn, was ich denke? Was soll ich denn denken, wenn meine Frau nachts bei einem anderen Mann ist?“

Sabrinas Stimme war sehr leise, als sie sagte: „Du hast mich aus dem Haus getrieben, Ralf. Das ist die Wahrheit, so wie ich sie sehe. Du hast dafür gesorgt, dass ich es in deiner Gegenwart nicht mehr aushalten konnte. Denk was du willst, auf diese Weise konnte es auf keinen Fall mehr weitergehen. Nun müssen sich die Dinge klären. Sie werden sich verändern, oder sie werden beendet. Ich brauche nun Zeit, um mir klar zu werden, was ich will, und du solltest sie auch nutzen.“

Ralf schwieg. Das klang bitter, aber nicht endgültig.

„Ich wollte dir nur sagen, dass ich in Sicherheit bin“, fuhr Sabrina fort. „Ich wollte dir sagen, dass es mir gut geht und dass du ohne Sorgen in die Türkei fahren kannst.“

„Ich fahre ohne dich nicht in die Türkei. Ich werde dich suchen und finden, wo immer du auch sein magst“, schrie Ralf.

„Du wirst mich nicht finden, es ist zwecklos. Und ich sage dir auch nicht, wo ich bin. Das sind die Fakten. Denk nach und lass uns nach deiner Rückkehr aus dem Urlaub nächste Woche reden. Wann kommst du wieder?“

Ralf schwirrte der Schädel. Er war er schon glücklich, dass sie ihm nicht sofort den Laufpass gab sondern wenigstens nach der Türkeireise eine Aussprache in Aussicht stellte. Dann war nichts verloren, vielleicht besann sie sich wieder.

„Ich komme am Montagmorgen übernächste Woche wieder, und werde gegen Mittag im Haus sein“, antwortete er mit belegter Stimme.

„Gut, ich werde auch da sein, dann können wir reden.“

„Sabrina, kannst du dir vorstellen, wie hart das für mich ist, allein ohne dich in die Türkei zu fahren?“ setzte Ralf nach. „Willst du es dir nicht doch noch einmal überlegen? Es ist noch nicht zu spät.“

„Nein“, entgegnete sie sofort. „Es bleibt dabei. Bis Montag.“

„Halt, leg nicht auf. Bitte versprich mir noch eines.“

„Was denn?“

„Schaff´ bis Montag keine vollendeten Tatsachen! Bitte versprich´ mir das, dann kann ich fahren.“

„Ich verspreche es“,sagte sie und legte auf.

Am nächsten Morgen fuhr Ralf alleine eine Woche in die Türkei.

Das Hotel in der Türkei lag in einer halbfertigen Touristenzone. Große Pfützen auf aufgerissenen Straßen versperrten die Hotelzufahrt, und anstelle des Strandes existierten nur glitschige Steinkais, an denen sich jeder die Knochen brach, der es riskieren wollte, im Meer zu baden. In langen schaurigen Schwaden hingen weißgraue Wolkenfetzen am Himmel, und die Berghänge des Taurus verschwanden hinter einem nassen Regenschleier. Das Zimmer war klein wie eine Gefängniszelle, die Wände waren so dünn, dass er den Satellitenempfang im Nachbarzimmer mithören konnte, und die Hotelangestellten agierten mit jener Mischung aus Zutraulichkeit und Unverschämtheit, die mehr als deutlich zeigte, was sie von ihren Gästen hielten. Unablässig krachten die Frühjahrsstürme gegen die Küste, während Ralf Sani entweder im strömenden Regen die Strandstraßen entlang joggte, sich betrank oder allein in seinem Zimmer heulte. Unfähig irgendeinen Kontakt aufzunehmen, schlich er wie ein Todgeweihter durch die Hotelhallen, konnte weder essen noch schlafen und wurde schließlich so hinfällig, so dass ihn sogar die dreisten Kellner mit Mitgefühl behandelten.

Etwas Erleichterung verschaffte ihm nur die Hoffnung auf die bevorstehende Aussprache und die damit verbundene Möglichkeit, seine Ehe zu retten. Aber wer hatte denn ihre Ehe in den Sand gesetzt? Ralfs Antwort auf diese Frage veränderte sich mit jedem türkischen Regentag ein wenig mehr zu seinen Ungunsten. Die Geschichte seiner Ehe erfuhr eine Beleuchtung, von der er sich noch vor wenigen Tagen nichts hätte träumen lassen. Wie hatte er seine bildschöne und fleißige Frau nur mit solch unglaublicher Geringschätzung behandeln können? Wie hatte er sie noch vor wenigen Wochen anlässlich eines bedeutungslosen Bedienungsfehlers an der Brotbackmaschine niedergemacht. Dass er immer nur die Klappe gehalten hatte, wenn sie loslegte, war ja wohl ein Märchen. Wie wenig hatte er ihre Krankheiten ernst genommen, ihre körperliche und seelische Not, die sich in den Beschimpfungsorgien von ihrer Seite ja nur austobte, weil ihr ein anderes Ventil versperrt war. Er hatte ihr einen Vogel gezeigt, als sie vorschlug ein neues Schlafzimmer zu kaufen, und es hatte ihn einen feuchten Kehricht gekümmert, dass sie mit einem baufälligen Uraltauto durch die Gegend fahren musste, während er mit einem schicken Cabrio zur Schule fuhr.

Je mehr er sich in diese Sicht der Dinge vertiefte, desto schlechter wurde sein Befinden, denn ihm dämmerte, dass es hinreichend Gründe gab, ihn zu verlassen. Und konnte er ihr wirklich vorwerfen, dass sie den Absprung hinter seinem Rücken eingefädelt hatte? Hätte er für sich selbst die Hand ins Feuer legen können, wenn ihm interessante Frauen ebenso ausdauernd den Hof gemacht hätten wie dies bei Sabrina von Seiten ihrer Verehrer der Fall gewesen war? Dass sie die Ehe wahrscheinlich schon längst gebrochen hatte, war ein herber Tritt in die Eier, aber ein Tritt, der ihn der Realität recht nahe brachte.

Am Ende seines türkischen Purgatoriums war Ralf Sani schließlich so reumütig, zerknirscht und einsichtig, derart reif zur Besserung, dass es sonnenklar war, dass seine Ehe weitergeführt werden konnte - nein: musste! Wozu sollte all der Schmerz gut gewesen sein, wenn nicht als Voraussetzung einer besseren und verständnisvolleren Ehe? Außerdem würde Sabrina niemals ihre ganze Existenz, ihren Freundeskreis, das Haus und die Tiere aufgeben – und das umso weniger, als er entschlossen war, sich bei der Aussprache so selbstkritisch zu präsentieren, wie sie es von ihm noch niemals erlebt hatte.

Andererseits wurde er sich in den wenigen klaren Augenblicken, in denen er keinen türkischen Rotwein sondern Kaffee trank, darüber klar, dass die Entscheidung über die Rettung seiner Ehe nicht mehr in seiner Hand lag. Ein Dritter hatte sich eingeschaltet, von dem er keine Vorstellung besaß, ein Dritter, der es immerhin vermocht hatte, Sabrina zu sich herüberzuziehen und der alles unternehmen würde, sie zu halten. Was wäre, wenn sich dieser Dritte als ein genauso herrlicher weißer Ritter entpuppen würde, wie er selbst vor viereinhalb Jahren? Was wäre, wenn sich Sabrina in diesen neuen weißen Ritter verlieben und ihn selbst, den miserablen Ehemann Ralf Sani, zum Teufel schicken würde? Daran durfte er gar nicht denken. Das wäre sein Ende.

II

Die roten Kladden waren das erste, was ich auf meinem Wohnzimmertisch sah, als ich am nächsten Morgen herunterkam. Ich hatte die Lektüre in der Nacht am Ende der ersten Kladde abgebrochen, weil ich spürte, dass ich Ralfs Aufzeichnungen nicht gerecht wurde, wenn ich sie einfach nur herunter las. Ich hatte das Gefühl, dass ich sie nicht nur lesen, sondern auch zugleich das erfahren sollte, was Ralf zu dem Zeitpunkt, an dem er schrieb, nicht hatte wissen können - auch wenn ich noch keine Vorstellung darüber besaß, wie ich das anstellen sollte. .

Nach dem Frühstück rief ich Andrea an und teilte ihr mit, dass es mir am kommenden Wochenende nicht passen würde. Dringe Terminarbeiten ständen an, so dass wir zu wenig Zeit für uns hätten, wenn sie wirklich außer der Reihe nach Köln kommen würde.

„War ja nur eine Idee“, sagte sie ohne einen enttäuschten Unterton in der Stimme. „Bleibt es denn beim übernächsten Wochenende?“

„Natürlich, ich freue mich.“

Am Nachmittag zog ein Frühjahrsgewitter über Köln hinweg, die Wolken jagten über den Himmel, und ich sah, wie sich die mächtige Tanne vor meinem Fenster im Wind bog. Ich erledigte die Arbeiten, die ich mir vorgenommen hatte, packte meine Tasche und ging in die Sauna. Es handelte sich um ein kleines Familienunternehmen mit einem mittelgroßen Schwimmbecken, zwei finnischen Saunakabinen und einer Dampfsaunaanlage, die in der Woche von einer sehr überschaubaren Zahl von Stammgästen genutzt wurde, lauter nackten Figuren im Zustand der maximalen Transpiration, die ich wahrscheinlich gar nicht wiedererkennen würde, wenn ich ihnen im Supermarkt oder in der Straßenbahn begegnen würde. Trotzdem grüßte man sich mit den Augen oder einem kurzen Kopfnicken und wusste sich geborgen in einer Gemeinschaft der Stummen und Schwitzenden, in der ein jeder nichts weiter wollte als ruhen und denken.

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