Adrian Ambrer - Ende einer Ehe

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An einem der schönsten Frühlingstage, die er im Bergischen Land jemals erlebt hatte, wurde Ralf Sani aus Overath von seiner Frau Sabrina verlassen. Plötzlich und ohne Vorwarnung floh Sabrina Sani aus dem ehelichen Haus, um bei einem anderen Mann einzuziehen. Vor aller Augen brachen eine ganze Existenz, ein Freundeskreis, ein Nachbarschaftsumfeld auseinander, bis die eheliche Krise in einer Katastrophe endete.
Zwei Jahre nach den Ereignissen macht sich ein Freund auf, der Geschichte von Ralf und Sabrina Sani nachzuspüren. In einer mitreißenden Mischung aus Rückblenden und Handlungszuspitzungen erzählt Adrian Ambrer von Vertrauen und Treulosigkeit, Selbstlosigkeit und Egoismus mit einem überraschenden Ende…

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Als er zurückkam, traf er die Nachbarin Frau Droste im Hof. „Ach sie sind noch da?“ fragte sie überrascht über den Zaun hinweg. „Ich habe gestern Abend ihre Frau mit zwei Taschen das Haus verlassen sehen. Wir dachten, sie wären beide schon im Urlaub.“

Ralfs Magen krampfte sich zusammen. „Nein, meine Frau hat ein besonders günstiges Ticket erhalten. Sie ist vorgeflogen. Ich werde hinterher fliegen.“

Frau Droste zog ein langes Gesicht. Wo gab es denn so was? Mann und Frau fliegen getrennt in Urlaub?

Ralf verabschiedete sich und ging so schnell wie möglich ins Haus zurück. Kein Anruf auf dem Beantworter, keine Mail, Sabrina blieb verschwunden. Er öffnete den Kühlschrank und ihm wurde schlecht. Essen konnte er nun schon gar nichts.

Er duschte sich, zog sich an und fuhr nach Köln. Wie glitzernde Spinngewebe bewegten sich die Schatten der Blätter und Zweige über die Straße, als er durch die Täler des Bergischen Landes zur Autobahnauffahrt fuhr. Er sah die Morgenspaziergänger durch die Wälder flanieren, die ersten Heißluftballons waren bereits aufgestiegen, und alles war so unwirklich, dass er es kaum glauben konnte.

Er hatte die Autobahn erreicht und überlegte, wohin er fahren konnte. Seine Freunde waren ordentliche und bodenständige Menschen im Zustand stabiler Ehen, da konnte man zu so früher Stunde nicht wie ein angeschossener Eber aufheulend im Wohnzimmer erscheinen. Immerhin gab es seinen Tennispartner Ulrich, einen 38jährigen Studienabbrecher, der sich mit Jobs und Gelegenheitsrollen in Fernseh-Soaps durchs Leben schlug und den Ralf schon immer wegen seiner ausgeglichenen Gemütsverfassung beneidet hatte. Da musste er hin, da konnte er sich ausjammern und wenigstens einen Kaffee trinken.

Doch niemand öffnete. Er schellte Alarm, doch Ulrich schien nicht zuhause zu sein. Das war das Schlimmste, was ihm jetzt passieren konnte. Panik erfasste ihn, und er empfand eine Sekunde lang den Wunsch, sich auf der Luxemburger Straße vor einen Wagen zu werfen.

Stattdessen rief er Martin an, einen alten Freund, von dem er wusste, dass er nie bei seiner Freundin schlief. Tatsächlich war Martin zuhause und meldete sich mit belegter Stimme.

„Martin“, schrie Ralf ins Telefon, „ich muss sofort zu dir kommen. Es ist dringend. Machst du einen Kaffee?“

„Wie? Kocht dir Sabrina keinen Kaffee mehr? Muss ich das jetzt machen? Wo bist du eigentlich?“

„Ich bin in Köln. Allein. Ich bin in einer Viertelstunde da“, brüllte Ralf in den Hörer.

Martin wohnte in einer muffigen Wohnung in Köln Pulheim, in der es roch, als hätte jemand über die Jahre hinweg jeden Abend kontinuierlich Erbsensuppe hinter das Sofa gekippt. Es war unaufgeräumt und ungemütlich, und Ralf brach, kaum dass er die Wohnung betreten hatte, sofort in Tränen aus. „Sabrina ist verschwunden“, heulte er. „Sie hat mich verlassen, ich bin vollkommen fertig.“

Die Tränen schossen ihm aus den Augen, er hielt sich die Hand vor das Gesicht und schluchzte, bis Martin mit einer heißen Tasse Kaffee kam. „Komm trink“, sagte er. „Das wird dir gut tun.“

Kurz darauf hatte Martin ein Frühstück zubereitet, dass zu Ralfs Verfassung passte: es gab ranzige Butter, verschimmelten Käse und eine Wurstsorte, die schon ein wenig grün geworden war. Ralf lehnte ab, und trank stattdessen eine weitere Tasse Kaffee, nach der ihm schlecht wurde.

Inzwischen hatte sich draußen der Frühlingstag zur vollen Schönheit entfaltet. „Lass uns ein wenig durch die Gegend fahren“, bat Ralf. „Ich muss mich bewegen, sonst werde ich wahnsinnig.“

Sie fuhren kreuz und quer durch Köln, vom Bonner Verteiler bis nach Merkenich, von Dellbrück nach Weiden, die Ringe herauf und herunter, umkreisten dreimal den Neumarkt und den Dom und belästigten unter fadenscheinigen Vorwänden alle möglichen Bekannte und Freunde, ohne wirklich damit herauszurücken, was geschehen war. Sie besuchten Norbert Kürter, den bekennenden Single, der noch in der Unterhose beim Frühstück saß, schellten bei Konrad Rille, der nicht zuhause war und besuchten Tobias und Carla in Rodenkirchen, die sie sofort auf die Veranda baten.

„Wo ist denn Sabrina?“ wollte Carla wissen. „Sie ist heute bei einer Oldtimer-Messe“, stotterte Ralf.

„Ach so“, antwortete Carla, als sei das das Natürlichste von der Welt. „Dann grüß sie schön.“

„Mach ich - wenn ich sie sehe.“

Nachdem Ralf Martin am Nachmittag wieder in Pulheim abgesetzt hatte, fuhr er noch dreimal zwischen Köln und dem Bergischen Land in der Hoffnung hin und her, sie sei inzwischen heimgekommen, habe sich besonnen, könne ihre Abwesenheit in der letzten Nacht auf eine Weise erklären, die er glauben könnte, wäre einfach nur wieder da, kompromissbereit, versöhnlich oder wenigstens mit einem schlechten Gewissen geschlagen.

Doch sie blieb verschwunden, und niemand wusste, wo sie stecken konnte Es gab einen Pharmareferenten, der ihr schon lange den Hof machte, einen vitalen Hundeausführer, der es allerdings durch zu große Aufdringlichkeit mit ihr verdorben hatte, den Inhaber einer Wäschereikette, der sie in ihrem eigenen Laden angebaggert hatte und einen Mechaniker mit einer Vorliebe für alte Autos, von dem sie in letzter Zeit des Öfteren erzählt hatte. Dass sie am Samstag auf einer so genannten Oldtimer-Messe gewesen war, sprach dafür, dass der Mechaniker das Rennen gemacht hatte.

Als sie auch bei Ralfs dritter Heimreise nach Overath noch nicht wieder zuhause war, klingelte Ralf bei Birgit im Nachbarhaus. Birgit und Sabrina hatten sich seit einem Jahr angefreundet, und vielleicht wusste Birgit, wo sich Sabrina aufhielt.

„Sabrina hat vorhin angerufen“, teilte ihm Birgit ohne große Einleitung mit. „Sie befindet sich bei einem Freund, wie sie sagte, und hat mich gebeten, in der nächsten Woche die Katzen zu versorgen.“

Ralf riss die Augen auf. „Aber wo steckt sie? Wir fliegen morgen in die Türkei, was soll denn nun werden? Und um welchen Freund handelt es sich?“ stieß er hervor. Als er Birgits Zögern sah, setzte er nach: „Birgit, nun lass mich nicht hängen, und sag mir, was du weißt.“

Birgit blickte ihn ernst an. Was sie ihm zu sagen hatte, schien ihr keine Freude zu bereiten. „Wo sie sich aufhält, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass sie seit einiger Zeit schon Kontakt zu einem Mechaniker in Wipperfürth hat. Mit diesem Typ war sie auch schon mehrfach zum Abendessen verabredet. Und dass sie nicht mit in die Türkei fahren wollte, hat sie mir schon vor einer Woche erzählt. Mehr kann ich dir nicht sagen.“

Ralf wurden die Knie weich. Er brachte kein Wort heraus, nickte Birgit zu und ging zurück in seinen Garten. Er konnte keinen klaren Gedanken fassen, doch er wusste: wo immer sie nun auch stecken mochte, der Bruch war vollzogen. Alle Verbindungen waren gekappt, das Handy ausgestellt, der Aufenthaltsort unbekannt, und es war, als befände sie sich auf einem anderen Stern.

In der folgenden Nacht war an Schlafen wieder nicht zu denken. Auch nach zwei Flaschen Rotwein saß er wie betäubt im Bett, das Telefon in Griffweite, weil er hoffte, dass sie sich noch melden würde.

Mitten in der Nacht, nur wenige Stunden vor dem Abflug in die Türkei rief sie an.

„Hallo“, sagte sie einfach statt einer Begrüßung. „Ich bin bei einer Freundin und brauche Abstand, ich hoffe, du kannst das verstehen.“

Ralfs Herz schlug bis zum Hals. „Sabrina, was machst Du?“ rief er in den Hörer. „Wo steckst du? Komm nach Hause. Wir wollten doch in der Türkei über alles reden.“

„Ich fliege auf keinen Fall mit in die Türkei, das habe ich dir schon gesagt, aber du hast mir ja nicht zuhören wollen.“

„Sag mir wo du bist. Ich komme dich holen.“

„Ich wohne bei einer Freundin“, antwortete Sabrina. „Fahr allein in die Türkei und denk über alles nach. Ich werde das hier ebenfalls machen, und wenn du zurückkommst, können wir uns zusammensetzen und über alles reden.“

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