Adrian Ambrer - Ende einer Ehe

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An einem der schönsten Frühlingstage, die er im Bergischen Land jemals erlebt hatte, wurde Ralf Sani aus Overath von seiner Frau Sabrina verlassen. Plötzlich und ohne Vorwarnung floh Sabrina Sani aus dem ehelichen Haus, um bei einem anderen Mann einzuziehen. Vor aller Augen brachen eine ganze Existenz, ein Freundeskreis, ein Nachbarschaftsumfeld auseinander, bis die eheliche Krise in einer Katastrophe endete.
Zwei Jahre nach den Ereignissen macht sich ein Freund auf, der Geschichte von Ralf und Sabrina Sani nachzuspüren. In einer mitreißenden Mischung aus Rückblenden und Handlungszuspitzungen erzählt Adrian Ambrer von Vertrauen und Treulosigkeit, Selbstlosigkeit und Egoismus mit einem überraschenden Ende…

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„Was passiert ist, war die gerechte Strafe für dein saumäßiges Verhalten im letzten Jahr unserer Ehe. Das hast du verdient! Ja, wenn ich ehrlich bin: ich habe ich dir diesen Schmerz gegönnt, denn du hast während unserer Ehe auch nicht nach meinem Schmerz gefragt.“

„Ich kann mich nicht daran erinnern, dich betrogen zu haben.“

„Betrogen vielleicht nicht - vielleicht sage ich, denn wer weiß das schon? Aber meine Verlassenheit war dir nicht einmal ein Achselzucken wert. Es war die Hölle für mich. Ich lief monatelang weinend mit dem Hund durch den Wald, weil ich nicht weiter wusste vor Verzweiflung, und du hast nichts gemerkt.“

Ralf schob den Teller von sich, er bekam keinen Bissen mehr herunter. „Ich habe durchaus bemerkt, dass etwas nicht stimmte. Aber das war nicht alleine meine Schuld, und außerdem hatten wir vereinbart, im Urlaub über alles zu reden. Weißt du das nicht mehr? Zwei Tage vor dem Urlaub bist du ohne Warnung abgehauen.“

„Zu Recht bin ich abgehauen. Aber Manuel verlasse ich jetzt zu unrecht. Dass er nun leidet, ist ungerecht. Das hat er nicht verdient.“

Pause. Ralf schloss die Augen.

„Es war so schön, jemanden zu haben, der mir zuhörte und mit dem ich reden konnte“, sagte sie, während sie den Teller an den Rand des Tisches schob. „Das ist auch etwas, was mit dir unmöglich war. Dein hochgestochenes Geschwafel war am Ende kaum noch zu ertragen. Dr. Sani vorne, Dr. Sani hinten, und alles nur heiße Luft, kein Quäntchen Gefühl, du furztrockener Kopfmensch.“

Ralf schwieg, griff in die Jackentasche und zahlte.

Als sie nach dem Essen heimfuhren, rechnete er damit, dass sie noch am gleichen Abend nach Wipperfürth zurückkehren würde. Tatsächlich stieg sie sofort in ihr Auto, kramte ihr Handy aus der Tasche und rief in Wipperfürth an.

Ralf ging ihr nach, öffnete ihre Wagentüre, weil er den Augenblick seiner Niederlage sehen und hören wollte. Er hatte die Empfindung, dass hier etwas geschah, das er sein Leben lang nicht vergessen würde.

„Mein Gott, mein Gott“, wiederholte sie immer wieder, während ihr Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung ununterbrochen sprach.

„Nein!“ rief sie. „Nein, tu das nicht. Wenn du das tust, siehst du mich nicht wieder!“

Ende des Gespräches.

„Was ist passiert?“ fragte er.

„Manuel ist dabei, seine ganze Wohnung kurz und klein zu schlagen. Er ist vollkommen betrunken und außer sich.“ Sabrina war fassungslos, aber auch alarmiert. Sie war in ihrem Leben von betrunkenen Männern schon zu oft geschlagen worden, um nicht über solche Exzesse zu erschrecken.

Sie überlegte einen Augenblick und schüttelte den Kopf. „Er ist ein Chaot, es geht nicht anders.“ Sie griff zu ihren Taschen, die noch immer auf dem Rücksitz lagen, und folgte ihm ins Haus.

In der Nacht lag Ralf wie ein Aussätziger neben ihr, während sie sich sofort verkrampfte, sobald er sie auch nur zufällig berührte. Mal weinte sie über den Liebeskummer, den der verlassene Manuel nun ertragen musste, mal klagte sie über heftige Schmerzen im Unterleib, gerade so, als sei ihre Krankheit noch immer der sicherste Schutzwall gegen jede Zudringlichkeit von seiner Seite.

Immerhin versprach sie ihm beim Frühstück, sich übermorgen zum Hochzeitstag ins Romantikhotel einladen zu lassen. Und als Ralf das Haus verließ und in die Schule fuhr, rief sie ihm hinterher: „Fahr vorsichtig!“

Zwei Tage später fuhren Ralf und Sabrina in strömendem Regen zur Feier ihres Hochzeitstages zum Romantikhotel „Haus Platte“ ins Sauerland. So eisern sie auf körperlichen Abstand achtete, so unverkennbar hatten sich ihre Umgangsformen gemäßigt: in den letzten beiden Tagen hatte sie sich weder ungeduldig noch reizbar gezeigt, sie hatte höflich geantwortet, und wenn sie etwas nicht verstanden hatte, fragte sie nach, was sonst nicht ihre Art war. Zweimal hatte sie ihn sogar angelacht, so dass in ihm die Hoffnung keimte, die Übernachtung im Romantikhotel würde die Wende bringen.

Tatsächlich ließ sich auch alles gut an. Das Zimmer im „Haus Platte“ war groß, das Vier-Sterne-Menü ausgezeichnet, doch als Ralf nach dem Essen auf dem Zimmer die Flasche Champagner öffnen wollte, stieß er auf eisige Ablehnung. Sie zuckte zusammen, wie eine gequälte Raupe, als er nach ihr griff.

„Ich kann einfach nicht“, wimmerte sie. „Bitte, versteh das. Es ist unmöglich.“

Inzwischen war es Mitternacht im Romantikhotel geworden. Der Hochzeitstag ging zu ende, draußen hob ein Sturm an, und die Blätter der Bäume vor dem Hotel rauschten wie eine schaurige Begleitmusik zu dem Trauerspiel, das sie in ihrem Zimmer erlebten.

Sabrina wischte sich die Tränen von den Wangen und blickte ihn an. Sie hatte sich wieder beruhigt und schien nun entschlossen, zu sagen was Sache war. „Ich will dir nichts vormachen und ganz offen sein“, begann sie. „Dass mit uns beiden sexuell jemals wieder etwas laufen könnte, halte ich für ausgeschlossen. Wenn du auf irgendeine Frau scharf bist, dann tu dir keinen Zwang an.“

Ihre großen braunen Augen waren mit einer Mischung aus Mitleid und Neugierde auf Ralf gerichtet, als erwarte sie, dass er nach diesen Worten sofort Hotel und Bett verlassen und das unwürdige Hochzeitstagsgewürge beenden würde. Ralf senkte den Kopf und drehte sich um. Dann ging er in seiner Verzweiflung ins Badezimmer und verschaffte sich mit der Hand Erleichterung, so dass er wenigstens in der Nacht einige Stunden schlafen konnte.

Lange vor Morgengrauen wachte Ralf wieder auf und blickte auf Sabrinas abgewandten Körper im Hotelbett. Wieso war diese Frau für ihn den Inbegriff des Glücks und der Erfüllung? Er spürte, dass er von einer Art Wahnsinn ergriffen war, von einer Verhexung durch die Vergangenheit, die ihm die Gegenwart auf lange Zeit vergällen würde. Die glücklichen ersten drei Jahre ihrer Ehe steckten ihm wie ein Messer im Körper, während für sie nichts anderes zählte als die Erinnerung an die letzten achtzehn Monate, die der derzeitigen Krise vorausgegangen waren. Wir unterscheiden uns nicht durch unseren Charakter, sondern durch die Zeit, die in uns steckt, dachte Ralf.

Nach einem quälend langen Tag, an dem nur der reichlich ausgeführte Hund seine Freude hatte, kamen sie am frühen Nachmittag wieder nach Hause. Kaum in Overath angekommen begann sie die finale Aussprache. „Ich gehe zu Manuel zurück. Ich kann nicht anders“, sagte sie, während sie im Schlafzimmer ihre Taschen packte.

Ralf saß auf dem Bett und beobachtete, wie seine Frau ihren endgültigen Auszug vorbereitete. „Du wirfst das Beste weg, was Du in deinem Leben je gehabt hattest“, sagte er bitter. „Wie kannst du nur am Montag anrufen und deine Rückkehr ankündigen, um dann ein paar Tage später schon wieder zu verschwinden? Das bricht mir das Kreuz. Ich weiß nicht, wie ich das überstehen soll.“ Er hätte sich anspucken können für seine Worte, die Stunde des Selbstmitleides war gekommen.

„Ich kann nicht anders“, wiederholte sie und begann zu weinen.

„Du kannst nicht anders, weil du mich körperlich auf Abstand hältst“, widersprach Ralf. „So wie du deine Rückkehr gestaltest, habe ich keine Chance.“

Nach einer kurzen Pause hörte er sich zu seiner Überraschung sagen: „Aber gut. Wenn es denn nicht anders geht – dann geh! Aber schlaf noch einmal mit mir . Dann gebe ich dich frei.“

Sie blickte ihn überrascht an, wobei er nicht sicher war, was sie mehr interessierte – sein Wunsch, der weit über alles hinausging, was er in diesen Tagen von ihr hatte erhalten können, oder die Aussicht, auf diese Weise mit seinem Einverständnis und ohne eine große Szene verschwinden zu können.

Jedenfalls widersprach sie nicht sofort, so dass Ralf nachsetzte: „Ich weiß nicht, wieso ich so empfinde, ich weiß nur, das ich diesen Tag anderes nicht überstehen werde. Lass unsere Ehe nicht einfach so zu Ende gehen, indem du einfach abhaust. Schlaf noch einmal mit mir, das ist das richtige Ende, der würdige Ausklang unserer Ehe.“

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