Ulrich Magin - Der Tatzelwurm

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LEGENDE ODER WIRKLICHKEIT?
Heute kaum mehr als eine folkloristische Reminiszenz, war der Tatzelwurm früher eine echte Gefahr: Das Reptil stürzte sich auf Menschen und spie sie mit seinem giftigen Atem an.
Für dieses Buch hat der Autor über 430 Augenzeugenberichte gesammelt und analysiert. Das Ergebnis ist eine aufregende zoologische Schnitzeljagd und zugleich eine spannende Traditionsgeschichte des gesamten Alpenraums. Bei der Lektüre der Berichte wird klar, dass der Tatzelwurm ein wandelbares Geschöpf ist – mal hat er den Kopf einer Schlange, mal den einer Katze, mal zwei, dann mehr Füße, mal hat er Flügel, mal keine, mal ist die Haut glatt, dann wieder schuppig. Er kann scheu oder aggressiv und giftig sein; manche empfehlen sogar seinen Genuss. Kryptozoologen, die sich mit unentdeckten Tieren befassen, sehen in ihm einen sogenannten Kryptiden, ein wissenschaftlich noch nicht erfasstes und bestimmtes, aber reales Tier.
" Spannend, amüsant und lehrreich
" Deckt den gesamten Alpenraum ab
" Mit zahlreichen Abbildungen

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Wo möglich, versucht Scheuchzer, sich selbst ein Bild zu machen. Bekannt ist der Schweizer Naturforscher vor allem für seine paläontologischen Arbeiten. So veröffentlichte er mehrere Bücher mit lithografischen Abbildungen von Tier- und Pflanzenfossilien auf der Grundlage seiner umfangreichen Sammlung von Versteinerungen und Mineralien. In der Deutung war er ein Kind seiner Zeit, sah diese als Überreste der Sintflut und deutete so auch das Skelett eines ausgestorbenen Riesensalamanders fälschlicherweise als das eines in der Sintflut ertrunkenen Menschen. Es verwundert daher nicht, dass Scheuchzer als Belege für Drachen Funde von riesigen Gerippen in den Alpenhöhlen anführte. Eines sei nach Athanasius Kircher „auf dem Berg Staffelwand in einer tieffen Höle, in dem Jahr 1602. gefunden worden, nachdem der Drach durch einen von einem Erdbeben erregten Bergfall umgekommen“ 67, ein weiteres „Beingerüst ist an dem Pilatus-Berg, an der Unterwalder-Seite, aus einem Loch hervorgegraben worden, wie der Dr. Jacob von Sarnen, der es selbst gesehen, an Wagnern berichtet hat“ 68.

Besagter Johann Jakob Wagner meldete eine Reihe weiterer Drachenreste:

„In dem Jahr 1689. den 9. Julii, wurden mir einige ausgegrabene Drachen-Gebeine zugebracht, welche folgendergestalt beschaffen waren: 1) Der halbe Kiefer des Drachen mit einem sehr grossen Vorder-Zahn, seine Länge war 1 ½. viertel Ellen und einen halben Zoll, das Gewicht 7 ½. Unze. 2) Ein Vorder-Zahn besonders, […] seine Länge ist 1 ½. viertel Ellen, die Dicke ½. Viertel, das Gewicht 2. Unzen, 3. Drachmen; sie waren weiß und glänzend, wie die Pferde-Zähne. 3) und 4) Zwey Stock-Zähne, […] die Wurzel dieser Zähne ist gelb, die Crone aber weiß. 5) und 6) Zwey Klauen von den Füssen, welche stumpf und aschfarben waren, ein jeder wog 1. rachm. 7) Das Schenkel-Bein, gelblichter Farbe, seine Länge war 1 ½. Viertel einer Elle, es hatte aber die beyden End-Knochen nicht mehr, sein Gewicht war 2. Unzen, 3. Drachm.“

Scheuchzer übernimmt Wagners Bericht, glaubte selbst aber, „daß diese Ueberbleibsel nicht von einem Drachen, sondern von einem Bären seyen“ 69. Ebenso berichtet er „vom dem 1728ten Jahr, in welchem in einer Höle eines sehr hohen Bergs, die Ober-Urner-Schwendi genannt, einige Knochen gefunden, und vor Ueberbleibsel eines Drachen ausgegeben worden, welche aber meines Urtheils nichts anders sind, als die Ueberbleibsel eines Bären“ 70.

Trotz aller Skepsis gegenüber einzelnen Sichtungen und Funden hielt Scheuchzer die Existenz der Drachen für erwiesen. In seinem Buch verwendet er größte Mühe auf den Versuch, die Beinzahl des Drachen herauszufinden: Hat er vier, zwei oder gar keine Beine? Scheuchzer kam zu keinem sicheren Ergebnis und vermutete mehrere Spezies von Riesenreptilien in den Alpen:

„Dessen ungeachtet halte ich davor, daß aus den angebrachten Schweizerischen Drachen-Exempeln und deren Vergleichung mit ausländischen, klar sey, daß es solche Thiere gebe, sie mögen nun eine besondre Art der Thieren ausmachen, oder, wie viele wollen Mißgebuhrten von Schlangen seyn; denn man siehet, daß nicht alle von einerley Art sind; einige sind geflügelt, andre ohne Füsse, welche zu den Schlangen gehören, und noch andre haben Füsse, welche man mit besserm Recht mit den Eidexen vergleicht. Sie sind auch an der Farbe, Schuppen, und der Figur der Theilen verschieden.“ 71

Sie wurden selten gesehen, weil sie sich in Höhlen verbargen: „Ich habe oft bey mir gedacht, ob nicht die füßigen Drachen ohne Flügel vor eine Art von unterirdischen Eidexen könne gehalten werden, welche die meiste Lebenszeit in unterirdischen Grüfften, mit weniger Nahrung und vielleicht von blossem Erden-Saft lebend zubringen.“ 72

Vom Tatzelwurm verfolgt: erste Meldungen aus Österreich

Bislang haben wir vor allem die Ansichten der Gelehrten kennengelernt, nicht die der einfachen Leute, und die Meldungen stammten fast ausschließlich aus der Schweiz. Mitte des 18. Jahrhunderts meldet sich Österreich zu Wort, zunächst mit einer etwas fischigen Geschichte, dann mit einer der berühmtesten Darstellungen des Tatzelwurms. Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem der Eigenname des Tatzelwurms zum ersten Mal auftaucht, denn anders als in der Schweiz gilt die beobachtete Spezies nicht mehr allgemein als „Drache“.

Die erste Begegnung ergab sich bei einem frühen Rekordversuch, der aber gleich international Wellen schlug. So berichtete das britische „Gentleman’s Magazine“, eine damals monatlich in London erscheinende Zeitschrift, darüber. Am 22. Juli 1750 hatte sich nämlich ein Fischer in den Kopf gesetzt, in der Donau bei Linz in Oberösterreich zum tiefsten Punkt zu tauchen:

„Als er nach einiger Zeit nicht wieder hochkam, warfen seine Kameraden ihre Netze nach ihm aus. Nach vielen vergeblichen Versuchen brachten sie letztlich doch seinen Körper nach oben, von dem ein Arm und ein Bein sich in einem verrotteten Baumstamm verfangen hatten. Als sie daran gingen, den Körper aus den Maschen zu lösen, um ihn ins Boot zu legen, erblickten ihre Augen eine Schlange von gewaltigen Ausmaßen, die sich an seine linke Brust geheftet hatte. Sie erschraken darüber so sehr, dass sie aufschrien; da ließ das Ungeheuer von seiner Beute und warf sich, nachdem es sie in furchterregender Weise angezischt hatte, in den Fluss zurück.“ 73

Die zweite oben angesprochene Meldung betrifft die wohl berühmteste Darstellung des Tatzelwurms, nämlich auf einem Bildstock in Unken, einem Ort im Bundesland Salzburg, gleich an der Grenze zu Deutschland. Doch es gibt zwei Überlieferungen davon.

„Im gahen [jähen] Schrecken starb hier von Springwürmern verfolget Hans Fuchs aus Unken 1779.“ So steht es auf einem Marterl, einem Bildstock mit auf Holz gemaltem Bild zur Erinnerung an ein Unglück, das in jenem Jahr dort aufgestellt wurde. Auf dem Marterl sind zwei große Eidechsen mit glatter Haut und vier Beinen mit jeweils vier Zehen abgebildet, die riesigen Salamandern gleichen. Ihre Größe mag etwa zwei Meter betragen, und eines der beiden abgebildeten Exemplare wirkt fett und wohlgenährt. Diese Darstellung hat viele Tatzelwurmforscher veranlasst, sie als erstes wahrheitsgetreues Porträt des Alpendrachen zu betrachten, es verhält sich jedoch weniger eindeutig, als es zunächst scheint.

„Da das Bild die Jahreszahl 1779 trägt, muß es öfters schon erneuert worden sein, denn unmöglich konnte es 150 Jahre allem Wind und Wetter stand halten“, äußert sich der Südtiroler Tatzelwurmforscher Karl Meusburger 1931 etwas skeptisch. 74Anscheinend stand damals das Marterl noch, bis in die heutige Zeit hat es nicht überdauert, es existieren bloß zwei Abbildungen. Keine davon zeigt das Original, sondern beide wurden nur vorgeblich nach dem Original gezeichnet. Schon deshalb lässt sich heute nicht mehr feststellen, wie die Tatzelwürmer auf diesem Marterl wirklich aussahen. Die älteste erhaltene Darstellung ist eine „getreue Copie“, die der Revierförster Nero 1859 für das Buch „Wildanger“ des Münchner Mineralogen und Schriftstellers Ritter Franz von Kobell (1803–1882) anfertigte. „Also dürften wir in dieser Zeichnung die dem Originale am ehesten entsprechende Abbildung haben“, meint dazu der Tatzelwurmforscher Hans Flucher. 75Diese Abbildung wiederum wurde 1872 für eine Reproduktion in dem „Buch der Welt“ des Verlags Carl Hoffmann kopiert. Für dieses in wöchentlichen Lieferungen als illustriertes Unterhaltungsblatt erscheinende Buch hat der Kopist allerdings die Hintergrundlandschaft, das Aussehen der Ungeheuer und des dargestellten Mannes extrem stark verändert. 76Er trägt nun neueste Tiroler Tracht, liegt auf dem Rücken und nicht mehr mit Gesicht nach unten, und was die Würmer angeht, so stellt der Zoologe Otto Steinböck (1893–1969) ganz richtig fest:

„Auf beiden Tafeln sind je zwei Tatzelwürmer in ungefähr gleicher Stellung abgebildet; der eine in Seitenansicht, der andere in der Aufsicht. Der erstere ist in der alten Fassung am ehesten noch mit einem Hund zu vergleichen; jedenfalls ist der mit Ohren versehene Kopf (abgesehen von der dreispitzigen Zunge), die Stellung der Beine und der Schwanz säugerähnlich dargestellt. Ganz anders in der neuen Fassung; da ist der Kopf, allerdings ohne Ohren, schweineähnlich, die Stellung der Beine aber und der Schwanz lurchartig dargestellt. Der seitlich zusammengedrückte Schwanz würde auf einen Molch als Vorbild hinweisen.“ 77

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