Ulrich Magin - Der Tatzelwurm

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LEGENDE ODER WIRKLICHKEIT?
Heute kaum mehr als eine folkloristische Reminiszenz, war der Tatzelwurm früher eine echte Gefahr: Das Reptil stürzte sich auf Menschen und spie sie mit seinem giftigen Atem an.
Für dieses Buch hat der Autor über 430 Augenzeugenberichte gesammelt und analysiert. Das Ergebnis ist eine aufregende zoologische Schnitzeljagd und zugleich eine spannende Traditionsgeschichte des gesamten Alpenraums. Bei der Lektüre der Berichte wird klar, dass der Tatzelwurm ein wandelbares Geschöpf ist – mal hat er den Kopf einer Schlange, mal den einer Katze, mal zwei, dann mehr Füße, mal hat er Flügel, mal keine, mal ist die Haut glatt, dann wieder schuppig. Er kann scheu oder aggressiv und giftig sein; manche empfehlen sogar seinen Genuss. Kryptozoologen, die sich mit unentdeckten Tieren befassen, sehen in ihm einen sogenannten Kryptiden, ein wissenschaftlich noch nicht erfasstes und bestimmtes, aber reales Tier.
" Spannend, amüsant und lehrreich
" Deckt den gesamten Alpenraum ab
" Mit zahlreichen Abbildungen

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Scheuchzer hatte solche Zweifel nicht, was aber nicht bedeutet, dass er blindlings alles glaubte. Manchmal fasste er über Mittelmänner am Ort der Sichtung nach. Zu jedem Kanton führt er mindestens einen Augenzeugenbericht an, seine Liste umfasst dabei die Kantone Zürich, Bern, Luzern, Unterwalden, Glarus, Appenzell und Graubünden (Pündtner-Land) sowie die Grafschaft Sargans und die Landschaft Gaster. 52

Der wissenschaftliche Ansatz Scheuchzers zeigt sich in seinem Bestreben einer Kategorienbildung. Auch der Arzt und Naturforscher Johann Jacob Wagner (1641–1695) war 1680 verwirrt, weil kaum ein Drache aussah wie der andere, und machte deshalb einen ersten Versuch, die Vielfalt der gemeldeten Drachen irgendwie zu klassifizieren, und zwar nach solchen mit und ohne Flügel und nach solchen mit und ohne Füße. Diese Einordnung gilt tatsächlich für alle noch folgenden Meldungen. 53Scheuchzer stand – trotz der verglichen mit dem heutigen Material geringen Menge von rund 25 Beobachtungen – vor demselben Problem, dass sich aus den Berichten kein einheitliches Bild des Drachen herausschälte (sieht man von Katzenkopf und Flügeln ab) und dass selbst ein mit viel gutem Willen erstelltes Phantombild keinerlei zoologischen Regeln zu gehorchen schien:

„Es ist z. E. [z. B.] eine beständige Regel der Natur/ daß kein Thier ist/ welches aus Theilen von verschiednen Classen der Thieren zusammen gesezt ist. Z. E. ein Thier das den Kopf von den vierfüßigen Erd-Thieren/ Flügel oder Füsse von den Vögeln/ einen Schwanz von Fischen hat streitet wider das bemeldte Gesetz. Also muß niemand glauben/ daß ein solches Thier in der Welt ist/ wenn gleich ein Reisender uns überreden wollte/ ein solches gesehen zu haben. Diesemnach dürfen wir kecklich sagen, daß in den folgenden Erzehlungen die Umstände gewiß falsch sind/ wo von Flügeln der Drachen geredt wird/ […] Hat man aber nicht vierfüßige Thiere und Fische die Flügel haben? Ich antworte/ daß freylich bekannt und wahr ist, daß es einige vierfüßige Thiere und Fische gibt/ welche fliegen/ aber sie haben solche Glieder zum Fliegen, die mit den Flügeln der Vögel und der vermeynten Drachen keine Aehnlichkeit haben. Bey den Fleder-Mäusen z. E. sind die Flügel nichts anders/ als eine Haut/ welche von einem Fuß zu dem andern gehet; es sind Füsse, die etwas anders gestaltet sind/ als die Füsse andrer Mäusen. Bey den Fischen sind es Floßfedern/ welche/ wie die Floßfedern andrer Fischen/ aber grösser sind. Also beweist dieses nichts wider den angebrachten Satz. Was die ungeflügelten Schlangen mit vier Füssen betrifft, so sind es entweder eine Art von Crocodillen oder wie ich lieber glaube, ein Gedicht [etwas Erfundenes]. Denn daß eine Schlange würckliche Füsse haben soll/ streitet wider die Einrichtung der Gebeinen/ welche die Natur den Schlangen gegeben hat. […] Wer indessen die Art der abergläubischen und leichtglaubigen Menschen insonderheit in den vorigen Zeiten/ kennt/ der wird sich über einige von den folgenden Erzehlungen nicht wundern.“ 54

Einige dieser Berichte schilderten fliegende Drachen, die Scheuchzer schnell als „Luft-Zeichen“ oder Meteore deutete. Andere erschienen ihm eher wie Tiere. Scheuchzer zitiert einen Brief des Landvogts von Luzern Christoph Schorer an den Gelehrten Athanasius Kircher:

„Als ich in dem Jahr 1649. bey Nacht den hellen Himmel betrachtet, sahe ich einen glänzenden Drachen aus einem Loch einer sehr grossen Fels-Klippe an dem Pilatus-Berg, mit sehr schneller Bewegung der Schwingen vorüber fliegen. Er war sehr groß, mit einem langen Schwanz und Halß, der Kopf endigte sich in einen zackichten Schlund: Im Fliegen warff er Funcken von sich, wie das glüende Eisen, wenn es geschmiedet wird. Ich dachte anfangs, es wäre etwa eine feurige Luft-Erscheinung, allein nachdem ich alles fleißig beobachtet habe, erkannte ich, so wol aus der Bewegung, als aus der Beschaffenheit der Gliedmassen, daß es ein würklicher Drache wäre.“ 55

Die Vermutung, dass es sich eventuell um ein kosmisches oder meteorologisches Phänomen handeln könnte, stand damit immerhin schon mal im Raum. Letztlich erschien aber für Wagner ein Drache doch die plausiblere Erklärung zu sein. Auf der Suche nach Deutung verwandeln sich die fliegenden Drachen bald auch in Tiere, die dem Tatzelwurm ähneln. Schorer unterrichtete Athanasius Kircher brieflich von der Beobachtung eines Jägers:

„Der Jäger hieß Paul Schumperlin, welcher an einem Berg Flue genannt, welchen er des Jagens wegen besteigen wolte, an dem Eingang einer grossen Höle, in dem Jahr 1654. um den St. Jacobs-Tag [25. Juli] einen Drachen angetragen. Er hatte einen Schlangen-Kopf, der Halß und Schwanz waren gleich lang, er gieng auf vier Füssen, die einen Schuh und drüber hoch waren: an dem ganzen Leib war er schuppicht und mit vielen grauen weissen und braunen Flecken besprengt. Der Kopf war einem Pferde-Kopf nicht unähnlich. Sobald er den Jäger gesehen, erschütterte er seine Schuppen und begab sich in die Höle.“ 56

1658 traf Hans Egerter auf der Alp Cammor auf einen schrecklichen Drachen mit - фото 8

1658 traf Hans Egerter auf der Alp Cammor auf einen schrecklichen Drachen mit zwiegespaltener Zunge. Stich nach Johann Jakob Scheuchzer, 1723.

Ein weiterer Augenzeuge für Scheuchzers Sammlung ist Hans Egerter. Als dieser 1658

„in der Alp Cammor […] sich aufgehalten hatte, hat er […] einen erschrecklichen Drachen angetroffen, welcher sich unter einem Felsen aufhielt. Er hatte einen ungeheuren Kopf, eine in zwey getheilte Zunge, welche er weit vor den Mund hinaus streckte, er war schwarz mit gelben Strichen, der Rücken war von dem Kopfe bis an den Schwanz knotigt, der Bauch aber war goldgelb; an den Vordertheil des Leibes hatte er ein paar Füsse, ungefehr einen Schuh lang; den Hintertheil aber konnte der Mann nicht recht sehen, doch bemerckte er einen sehr langen Schwanz, welcher etliche mal umgewunden war. Als er den Mann gesehen, hat er sich aufgerichtet, und wie eine Gans durch die Nase geblasen, von welchem Hauch der Mann mit Hauptwehe und dem Schwindel überfallen worden, auch wurden ihm die Augen sehr geschwächt, und er glaubt gewiß, daß sich die Bestie an ihn gemachet haben würde, wenn er nicht davon geloffen wäre. Nachdem er aber hernach Arzneyen vor die Augen gebraucht, hat er die vorige Schärffe derselben wieder erlanget.“ 57

Der Tatzelwurm, der nur Vorderfüße hat, wird später noch oft geschildert, ebenso die Gefährlichkeit seines giftigen Atems.

Im Prinzip ähnlich und doch ganz anders war das Exemplar, auf das Andreas Roduner, Landschreiber der Landvogtei Sargans, 1660 beim Wangserberg traf. Als er den Hang

„mit noch einem andern bestieg, begegnete ihnen ein erstaunlich grosser Berg-Drache. Sobald er sie gesehen, richtete er sich auf die hinteren Füsse in Manns-Länge. Sein Leib war mit sehr rauhen Schuppen belegt; die Länge war ungefehr eines halben Wiesbaums, welchem er auch an Dicke gleich war. Er hatte vier Füsse; das Gesicht und die Ohren waren wie an einer Katze; der Schwanz war ungefehr drey Ellen lang; der Bauch war von den Vorder- gegen den Hinter-Füssen zu, mit braun-rothen Striemen, wie Blut-Adern, bezeichnet; der ganze Rücken bis an den Kopf war mit Burst [Borsten] besetzt, und der Kopf selbst hatte einen Haarbusch.“ 58

All diese Drachensichtungen versammelt Johann Jakob Scheuchzer in seinem Buch „Ouresiphoites Helveticus, sive itinera per Helvetiae alpinas regiones“ von 1723 und illustriert sie mit anschaulichen Kupferstichen. So auch das Erlebnis des Zeugen Hans Tinner aus dem Jahr 1668 mit einer Riesenschlange. Scheuchzer zitiert den Bericht Johann Jacob Wagners:

Der Landschreiber Andreas Roduner erblickt einen BergDrachen mit katzenartigem - фото 9

Der Landschreiber Andreas Roduner erblickt einen Berg-Drachen mit katzenartigem Kopf. Stich von Johann Jakob Scheuchzer, 1723.

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