Ernst von Wolzogen - Die kühle Blonde. Erster Band

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Zum ersten Mal begleitet Lori von Drenk ihren Vater, den pommerschen Rittergutsbesitzer und Reichstagsabgeordneten von Drenk, nach Berlin. Das Theater begeistert sie, das gut gefüllte Restaurant, das sie im Anschluss an die Aufführung besuchen, verunsichert sie. Und es geschieht noch etwas Einzigartiges. Sie fühlt sogleich das Auge des stadtbekannten Kritikers Dr. Gisbert Renard auf sich gerichtet, für den sie eine reizvolle «kühle Blonde» ist. Schnell verliebt sie sich in seine elegante Erscheinung. Es vergeht nicht viel Zeit und die beiden sind verheiratet. Doch jetzt beginnt eine schwere Zeit für Lori. Die Provinzlerin erfüllt nicht die Erwartungen des Salonlöwen Renard, es kommt zu Auseinandersetzungen, unsaubere Geschäfte des Ehemannes drängen an die Oberfläche. Und zu guter Letzt wählt der mittlerweile auf seinem Gute ziemlich vereinsamte Vater eine junge, attraktive Polin zur Mamsell. Sorgen über Sorgen!-

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Das alte Fräulein fühlte sich durch diese Schilderung des Bruders durchaus nicht etwa gekränkt, sondern lächelte vielmehr ganz stolz über das Lob, das ihrem seltenen Verdienste widerfuhr.

„O Tante Albertine,“ rief Reinecke, indem er feierlich den Arm über ihr Haupt ausstreckte, „in der ganzen alten und neuen Welt gibt es Euresgleichen nicht. Könnt Ihr mir nicht auch die Adresse eines Mannes verraten, den der Ehrgeiz plagt, der Wohlthäter eines grossen Künstlers zu werden?“

„Ach, Herr Reinecke, das haben Sie doch nicht nötig,“ versetzte sie erstaunt.

Aber er legte wieder den Finger auf die Lippen und streifte mit einem warnenden Blicke die beiden ihm fremden Männer.

Diese fanden nun endlich auch das letzte Wort und liessen sich von Vater Döhmke die Treppe hinunterleuchten.

Als der Alte zurückkam, steckte er sich eine neue Pfeife in Brand, stellte sich vor Reinecke in drohender Haltung hin und sagte: „Nun möcht’ ich aber wirklich wissen, wo du herkommst, du Windhund, und was du hier zu suchen hast?“

Tante Albertine war mittlerweile mit ihrer Arbeit fertig geworden und richtete sich in ihrer ganzen Länge vom Boden auf.

„Soll ich vielleicht lieber hinausgehen?“ fragte sie vorsichtig.

„Nein, das ist nicht nötig,“ sagte Reinecke: „Sie werden mich schon nicht verraten, Tantchen! Meine Adresse sage ich Ihnen nicht, damit Sie nicht in Versuchung kommen.“

„Ja, wohnen Sie denn nicht bei Ihrem Bruder?“ erkundigte sich der Alte erstaunt.

„O nein, das ist ja eben der Witz,“ versetzte der junge Mann geheimnisvoll und strich sich dabei durch das üppige dunkle Lockenhaar. „Ich habe überhaupt keinen Bruder — ich heisse auch gar nicht Henri Renard, sondern Heinrich Reinecke — das kommt ja auch ganz auf dasselbe hinaus! Eine Namensfälschung kann darin doch niemand sehen, der wie ich gegen den Fremdwörterunfug ist. Also hören Sie, die Sache ist nämlich die: Sie wissen, dass mein cher frère in seiner grossen Weisheit meine Leidenschaft für die Musik immer mit meinen sonstigen Dummheiten in einen Topf geworfen hat. Ein bisschen teuer bin ich ihm ja hier geworden und dass er mich damals hinüberspedierte, damit ich drüben was Besseres lernen sollte, als griechische unregelmässige Verba und solchen Schnickschnack, das nehme ich ihm weiter nicht übel. Ich habe auch in den vier Jahren drüben recht fleissig gelernt. Ich bin alles mögliche gewesen; aber aus allen geschäftlichen Thätigkeiten schnell genug — entfernt worden. Und schliesslich war ich für meinen Lebensunterhalt doch auf mein bisschen Klavierspiel angewiesen. Ich wurde Musiklehrer und verdiente mir ein ganz schönes Geld damit; aber diese niederträchtige Beschäftigung, das fortwährende Anhören und Ausüben des scheusslichsten, geistlosesten Geklimpers schlug mir auf die Nerven und machte mich wild und elend zugleich. Eine ungeheure Sehnsucht überfiel mich nach deutscher Musik, denn davon war in San Francisco nichts zu haben. Ich wollte ganz ernstlich ein Künstler werden; aber ich hatte zu wenig gelernt, und drüben konnte ich nicht haben, was ich brauchte. Mein Bruder wollte nichts von meiner Heimkehr wissen — er glaubt nun einmal nicht an meinen Ernst! Aber er hatte mir ja im Grunde nichts zu befehlen. Sparsam war ich freilich nie gewesen — das Geld zur Ueberfahrt brachte ich aber doch bald zusammen. Da muss ich Unglücksmensch — es ist wirklich unglaublich, was der Zufall für tolle Dinge ausheckt! — denken Sie, da muss ich in der letzten Woche vor meiner Abreise meines Bruders durchgebrannte Frau kennen lernen! Ein schönes Weib war sie immer noch, trotzdem sie inzwischen manches durchgemacht hatte. Es ging ihr gerade schlecht — sie weinte mir etwas vor. Reuethränen in so schönen schwarzen Augen — und ich war der Bruder! Freilich vertraute sie mir auch allerlei Geschichten von Gisbert an, die nicht gerade schmeichelhaft für ihn waren. Na, kurz und gut: sie war die leidende Unschuld, die aus gerechter moralischer Entrüstung geflohen war; ich der edle Mann, der sich berufen fühlen musste, Oel in die Wunden zu giessen, die sein Bruder geschlagen hatte. Das Oel war teuer — und als mein Schiff abgehen sollte, war ich bis auf den letzten Tropfen ausgequetscht. Aber jetzt wieder von vorne anfangen zu sparen? Nein, das ging nicht, wenigstens nicht so lange ich meiner trostbedürftigen Schwägerin erreichbar war. Ich war auch einmal Koch gewesen und hatte das Glück, in dieser Eigenschaft auf einem Bremer Dampfer unterzukommen. In Bremen sass ich natürlich bald tief in der Kreide; doch war mein guter Gisbert so liebenswürdig, auf meinen Hilferuf sofort in eigener Person herüberzukommen, mich auszulösen und mir dann eine namhafte Summe anzubieten für den Fall, dass ich wieder nach Amerika oder sonst einen entfernten Weltteil verduften wollte. Dass ich mit seiner Frau in so regem Gedankenaustausch mich befunden hatte, das schien ihm meine unbedeutende Person ganz besonders wert und meine Abwesenheit von Europa sehr erwünscht zu machen. Ich kannte mein Brüderchen noch nicht von dieser Seite und darum, — es ist einem armen Teufel am Ende nicht zu verübeln, wenn er eine günstige Gelegenheit beim Schopfe nimmt! Ich liess mir also meine Einwilligung teuer bezahlen und dann mich lammfromm von ihm auf dem nächsten Amerikaner in Sicherheit bringen. Glücklicherweise lief aber der Dampfer Southampton an — und ich verschwand! Mit nächster Gelegenheit kehrte ich wieder ins Vaterland, ins teure zurück. Und da bin ich nun zunächst mal inkognito in Berlin. Was weiter aus mir wird, weiss ich noch nicht; jedenfalls mache ich mit der Musik jetzt Ernst. Mein erster Gang galt Ihnen, Vater Döhmke; wenn ich da drüben an mein liebes Berlin dachte, so dachte ich auch immer zuerst an Sie und die vergnügten Stunden, die wir miteinander verlebt haben. Ich strich gegen Abend wie ein Verliebter um das Haus und schaute nach Ihrem Fenster hinauf, bis es dahinter hell wurde; ich wollte auch nicht gern jemand von Zwillichs treffen — darum schlich ich mich so wie ein Dieb ins Haus. Jetzt werdet Ihr mich freilich über Nacht dabehalten müssen, denn meine Kniee haben doch einen tüchtigen Puff abgekriegt; ich komme damit nicht bis zum Schlesischen Thor.“

Er richtete sich auf und wagte einen Gehversuch, der aber schlecht genug ausfiel. Tante Albertine machte ihm auf dem alten Sofa ein leidliches Nachtlager zurecht und dann zog sie sich zurück mit vielen guten Wünschen und Entschuldigungen für die mangelhafte Bettung.

Vater Döhmke aber blieb heute länger als gewöhnlich wach und liess sich von seinem jungen Gaste ein Langes und Breites über seine Abenteuer in San Francisco erzählen.

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