Ernst von Wolzogen - Die kühle Blonde. Erster Band

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Die kühle Blonde. Erster Band: краткое содержание, описание и аннотация

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Zum ersten Mal begleitet Lori von Drenk ihren Vater, den pommerschen Rittergutsbesitzer und Reichstagsabgeordneten von Drenk, nach Berlin. Das Theater begeistert sie, das gut gefüllte Restaurant, das sie im Anschluss an die Aufführung besuchen, verunsichert sie. Und es geschieht noch etwas Einzigartiges. Sie fühlt sogleich das Auge des stadtbekannten Kritikers Dr. Gisbert Renard auf sich gerichtet, für den sie eine reizvolle «kühle Blonde» ist. Schnell verliebt sie sich in seine elegante Erscheinung. Es vergeht nicht viel Zeit und die beiden sind verheiratet. Doch jetzt beginnt eine schwere Zeit für Lori. Die Provinzlerin erfüllt nicht die Erwartungen des Salonlöwen Renard, es kommt zu Auseinandersetzungen, unsaubere Geschäfte des Ehemannes drängen an die Oberfläche. Und zu guter Letzt wählt der mittlerweile auf seinem Gute ziemlich vereinsamte Vater eine junge, attraktive Polin zur Mamsell. Sorgen über Sorgen!-

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„Nanu, wer wird denn gleich so harte Worte wählen!“ fuhr jener gutmütig dazwischen. „Na, prost! Die Kunst soll leben!“

Er pustete den Schaum von der Oberfläche des sandgelben Getränkes und nahm einen tüchtigen Schluck. Dann rief er, mit zärtlichen Blicken in die Ferne schauend: „Is des nich einfach jrossartig, det Wasser, det Jrün, der Rooch und die Luft!“ Er streckte pathetisch die Hand aus, indem er mit malenden Bewegungen nach Westen wies, wo am fernen, dunstigen Horizonte hinter der qualmenden Riesenstadt, gerade über dem breiten, mattschimmernden Wasserspiegel, von freilich grünen, sonst aber so flachen und reizlosen Ufern eingesäumt, die Sonne in die Versenkung zu steigen im Begriffe war.

Der jüngere Mann blickte ungläubig zu seinem Kunstgenossen auf und versetzte: „Das sagen Sie, Herr Flörke, der Sie erst vor vier Wochen aus der Schweiz zurückgekommen sind!?“

„Eben drum!“ rief Flörke laut. „Mir können de Alpen und der janze Klimbim von meinswejen jestohlen wer’n! Denn erstens mal is et verflucht schweisstreibende Arbeit, da rufzukrabbeln, un wenn man oben is, denn sieht man merschtendehls nischt. Und is et ’mal ausnahmsweise klar, denn flimmert d’ Sonne och gleich so doll uf ’n Schnee, dass eenen die Oogen überjehen. Und bei die Kälte wer’n einem ooch de Fingern so klamm, dass man doch nich bei malen kann! Und nu erst jar die faulen abjejrasten Thäler: wat sieht man denn da? Is ja allens ringsrum zu! Da fühlt sich der freie Jeist beklommen wie Aujust im Krönungswagen! Luft — Luft — und nochmal Luft — des is de Hauptsache bei de Landschafterei! Oder meinen Sie etwa nich, Meister Vollborth?“

Der zog die Stirn in Falten und höhnte: „Ja wohl, lauter Luft, — oder sagen wir lieber Wind, ist’s freilich mit dieser Kunst — und eitel Dunst obendrein!“

Flörke klopfte ihm begütigend auf die Schulter: „Na, na, sei’n Sie man jemietlich, oller Freund! Darum keene Feindschaft nich! In der Kunst kommt es ja doch bloss auf das Wie an. Dass Sie was können, das hab’ ich ja heute an Ihren Studien jesehen. Folgen Sie man vertrauensvoll meinem Rate. Nu aber an Bord! Es is die höchste Zeit — Vater Döhmke kriecht höllisch früh in de Klappe.“

Sie zahlten, bestiegen ihr Boot und segelten in wenigen Minuten nach Treptow hinüber.

In einer kleinen Bucht, die zum Bootshafen hergerichtet war und dem ziemlich grossen Garten einer stattlichen Villa zugehörte, legten sie an. Auch dieser Garten hatte nichts Berauschendes an sich, war aber doch im Vergleich zur „Liebesinsel“ schier ein Paradies zu nennen. Am Ufer zog sich eine Reihe von Weiden hin, über welche zwei stattliche Rüstern hervorragten. Unter der mittelsten Rüster befand sich eine Gartenbank mit Tisch und Stühlen; zwischen zwei Weiden war eine Hängematte befestigt. Zwischen der Baumreihe und dem Hause lag ein wohlgehaltener Rasenplatz und dicht am Hause befanden sich noch ein paar mager bestellte Blumenbeete. Das war die ganze Herrlichkeit — und doch in Anbetracht der Nähe der Riesenstadt eine wahre Herrlichkeit, ein beneidenswerter Besitz.

Der Mann, der sich eines solchen angenehmen Ueberflusses rühmen durfte, nannte sich Karl Friedrich Ferdinand Zwillich und war seines Zeichens Bauklempner. Freilich brauchte er schon lange nicht mehr mit dem Lötkolben auf schwindelhohen Dachfirsten zu hantieren, er betrieb seit einer ganzen Reihe von Jahren das Geschäft „ang Jroh“ und war nur noch als geschäftlicher Leiter „von’s Janze“ thätig. Um fünf Uhr etwa kam er aus der Stadt nach der Villa hinaus und dann widmete er sich seiner lieben Familie, welche aus seiner Gattin Eugenie und drei Töchtern mit Namen Else, Erna und Erika im Alter von zwölf bis achtzehn Jahren bestand.

Als die beiden Maler durch den Garten nach dem Hause hinaufschritten, fanden sie die drei Zwillichmädchen und noch ein paar ihrer Freundinnen mit Reifenwerfen beschäftigt, während auf der Veranda des Hauses, welche mit Blumenampeln, Epheuwänden, Palmenvasen und Oleanderkübeln sehr hübsch ausgeschmückt war, Frau Eugenie und noch zwei andere Herrschaften dem Spiele zusahen. Flörke schien hier sehr bekannt zu sein; er rief im Vorbeigehen den erhitzten, kichernden Mädchen einige Neckereien zu und schleppte dann seinen Kollegen mit auf die Veranda, um ihn den Herrschaften vorzustellen.

„Herr Malermeister Vollborth — Frau Zwillich.“ Und dann, auf eine sehr grosse und sehr hagere Dame mit einer runden Brille auf der Nase deutend: „Fräulein Döhmke, berühmt als Tante Albertine — Herr Rentier Pickel.“

Tante Albertine schnellte kerzengerade in die Höhe, warf einen scheuen Blick über die Brille, knickste und setzte sich ebenso plötzlich wieder nieder, um an ihrem Strumpfe weiterzustricken, während der zuletzt vorgestellte Herr, ein kleiner Mann mit einem dichten, dunklen Vollbart und in der Mitte gescheiteltem Haar, sich mit der Hand auf dem Herzen mehrere Male auffallend tief nach der linken Seite zu verbeugte, während doch der vorgestellte junge Mann auf der rechten stand. Vollborth starrte den sonderbaren kleinen Herrn erstaunt an und bemerkte da freilich gleich, was ihm die anderen alle gleichzeitig durch eifrige Gebärden klar zu machen suchten, nämlich: dass Herr Pickel blind war.

Frau Zwillich wandte sich mit einem liebenswürdigen Lächeln dem bleichen jungen Künstler zu. Sie musste einmal recht hübsch gewesen sein — schade, dass einige Zahnlücken den sonst so freundlichen Eindruck ein wenig störten; aber in ihrem Blick lag immer noch etwas jugendlich Schmachtendes und ihrem hohen Organ bestrebte sie sich im Verkehr mit Leuten von Bildung stets einen gewissen weichen, schmeichelnden Ton zu verleihen. Und mit diesem Schmachtblick und diesem Schmeichelton richtete sie nun auch die teilnahmsvolle Frage an Herrn Vollborth: „Also auch ein Künstler? Jott die Kunst! Ich schwärme für die Kunst! — Malen Sie auch Jejend?“

„Nein, bedaure sehr, ich male vorzugsweise Akte,“ versetzte Vollborth lächelnd.

Frau Eugenie blickte zu Herrn Flörke auf und sagte etwas unsicher: „Wie — Akten malen Sie?“

Flörke lachte ungeniert laut auf, während Vollborth mühsam seine Heiterkeit unterdrückte. Frau Eugenie aber stimmte etwas geziert in das Lachen ein und drohte dem Jejendmaler schelmisch mit dem Finger: „Ach, jehen Sie doch, Sie loser Spötter! Nein, was Sie auch ejal für Possen im Kopf haben!“ Und dann wandte sie sich kichernd und erklärend an Herrn Rentier Pickel: „Der Herr ist natürlich Jurist!“

Mit dem Ausruf: „Sehr angenehm, Herr Referendar!“ verbeugte sich der Blinde wieder mit der Hand auf dem Herzen gegen Vollborth, und zwar diesmal nicht wieder in der falschen Richtung, da er ihn inzwischen reden gehört hatte.

Nun konnte auch der bescheidene Vollborth nicht umhin, in das laute Gelächter des Kunstgenossen einzustimmen, der dann der betretenen kleinen Gesellschaft erklärte, man habe sich vor das dürre Wort Akt ein „N“ zu denken, es bedeute also so viel wie barfuss.

„Nein, diese Künstleer!“ schmollte Frau Eugenie. „Sie halten mir jetzt jewiss für sehr unjebüldet, Herr Vollborth; aber ich kann Ihnen man sagen, ich verstehe auch was von’s Essthätiche — wo sollten’s denn auch sonst meine Töchter her haben!? Denken Sie bloss, meine Aelteste spielt den Flüjel beinah wie Albert — (sie meinte vermutlich d’Albert); meine Zweite malt wirklich zu talentvoll, vorläufig natürlich bloss mit Wasser; aber wenn sie so fortfährt, hat Fräulein gemeint, dürf’ se übers Jahr mit Oel — das heisst: denn kommt se natürlich bei’n Professor — wir haben’s ja, Jott sei Dank, dazu! Und was die Jüngste ist, die dichtet wirklich jrossartig! Das Nestküken, man sollte es nicht für möchlich halten, wenn nich der Vater — mein Mann hat nämlich früher auch seine poetische Ader jehabt,“ wendete sie sich mit stolzem Lächeln an Herrn Flörke, „aber freilich, wie Jöthe sagt: Mit den Jürtel, mit den Schleier ... na, Sie kennen ja Jöthen, meine Herren! Die Nachtijall singt ja auch bloss ...“ Sie suchte nach einem Ausdruck und entschloss sich endlich, errötend, zu dem Worte „vorher“.

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