Walther von Hollander - Die Liebe, die uns rettet

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Auf die Frage seiner Braut Barbara antwortet Alfred: «Natürlich, Barbi, jeder Mensch hat ein bisschen Angst vor dem Heiraten. Vor allem jeder Mann. Deshalb heiratet man zehnmal nicht. Weil es nicht ganz notwendig ist, oder weil die Frau ein Tyrann ist oder ein Frauenzimmer oder eine Dame oder darum oder darum. Aber bei dir ist das alles eben nicht. Darum muss ich dich notwendigerweise heiraten und deshalb: Kopfsprung, los! Und ein bisschen Herzklopfen hat man vor jedem Kopfsprung, ob man ihn auch tadellos macht. Aber Angst … Nee, Angst, nicht.» Und so heiraten sie und so beginnen ihre Hochzeitsreise, die aber einige Überraschungen und einiges Auf und Ab mit sich bringt, bevor sie wieder in Berlin anlangen.-

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Alfred! Alfred! Barbara hat ihn springen sehen. Sie läuft ihm entgegen, und so treffen sie sich gerade in dem Augenblick, als die Lokomotive pustend bei den Postboten hält. Sie treffen sich, sie umarmen sich, als sei Barbara angekommen. Er ist noch zur rechten Zeit da. Es ist alles in Ordnung. Das Orakel lügt nicht. Die Ehe muss gut werden. Sie können der Tante Löpel von Löffelholz und der ganzen Hochzeit mit Fassung entgegensehen.

4

Tante Anna Schreiner geborene Löpel von Löffelholz sitzt mit ihrer Nichte in der Veranda. Sie trinken nach einem schlechten Vorfestessen einen guten Mokka. Frau Schreiner raucht kleine parfümierte Zigaretten, die sie einer Emailledose entnimmt. Eine Zigarette nach der andern. Tante Anna, der „Familienrichter“, hat ihr Urteil über Alfred Meimberg abgegeben. Jung, angenehm, nicht bedeutend genug für eine Schreiner und nicht reich genug, um das Manko an Bedeutung auszugleichen. Also eine ausgesprochene Liebesheirat. Weshalb hat Barbara unter tausend jungen Männern, die alle gleich hübsch, gleich tüchtig und gleich angenehm sind, gerade diesen einen Alfred Meimberg ausgesucht?

Jeden andern Menschen, der diese Frage stellte, würde Barbara auslachen. Aber Tante Anna ist mit ihrem gesunden Menschenverstand und ihrem harten Witz die Autorität ihrer Kindertage. Ihr versucht sie es zu erklären. Dass sie nach einem schweren Arbeitsleben unter lauter Kranken einen gesunden einfachen und hellen Menschen brauchte. Dass sie nach einer Liebesenttäuschung mit einem bedeutenden, aber unübersichtlichen Mann diesen zuverlässigen Menschen haben wollte. Sie glaubt ausserdem nicht, dass Alfred Meimberg in seiner Art unbedeutend ist. Aber es kommt ihr auch nicht darauf an. Er ist auf alle Fälle ein echter Mann mit allen guten und ganz wenigen schlechten Eigenschaften der Männer.

„Er ist reizend“, sagt Frau Schreiner, „gepflegt, hübsch und exakt. Aber du bist ein aussergewöhnliches Mädchen.“ Barbara schüttelt den Kopf. Sie will nicht aussergewöhnlich sein.

„Wer gewöhnlich sein will“, nickt die geborene Löpel, „der ist es nicht. Die alte Exzellenz, der Staatsminister Löpel, setzte sich zu den Bierkutschern. Behauptete, dass er sich nur in der Kutscherkneipe wohl fühlte. War eben ein ungewöhnlicher Mensch mit der Sehnsucht nach dem Gewöhnlichen, und das ist besser als der gewöhnliche Mensch mit der Sehnsucht nach dem Ungewöhnlichen. Und reich werdet ihr auch nicht sein? Aber das macht wohl nichts. Ihr jungen Leute versteht ja sowieso nichts mit Reichtum anzufangen. Aber wie ist es mit seinen Beziehungen zur Regierung? Normal? Also keine?“

„Du rätst mir also entschieden ab“, lächelt Barbara.

„Nein“, sagt Frau Schreiner, „ich will dir nur klarmachen, wie das Leben wirklich ist, ausserhalb der sanften Luft eurer Krankenzimmer und der rosa Atmosphäre einer Verlobungszeit. Ich will dir die Riesenenttäuschungen ersparen, die jede Frau im Anfang ihrer Ehe hat.“

Sie berichtet ausführlich, was sie in den ersten Jahren ihrer Ehe ausgestanden hat. Wenn sie damals gewusst hätte, was sie jetzt weiss ... Nun ja, sie hätte schliesslich ihren Otto, den dicken Schreiner, auch geheiratet, aber sie hätte nicht Dinge bei ihm gesucht, die unmöglich zu finden waren. Es ist also zum ersten entscheidend, mit welchen Erwartungen man eine Ehe anfängt. Zum zweiten muss man wissen, wer in der Ehe führen soll. Nach aussen natürlich führt der Mann. Immer. Wenigstens, wenn die Frau Takt und Würde hat. Aber in Wirklichkeit muss die Frau oft führen. Das darf der Mann allerdings nie merken. Er bestimmt. Aber was er bestimmt, das bestimmt die Frau. Klar? Nein? Barbara schüttelt den Kopf. Sie hat die letzten Aphorismen nicht mehr gehört. Sie denkt über etwas sehr Merkwürdiges nach.

„Etwas sehr Merkwürdiges?“ fragt die Tante, ärgerlich, dass sie ihre gescheiten Aphorismen so unnütz wie Zigarettenrauch in die Sommerluft geblasen hat. „Etwas Merkwürdiges? Da bin ich ja gespannt.“

„Ich habe heute meine erste Liebe getroffen“, sagt Barbara und nimmt sich eine der parfümierten Zigaretten. Die Tante wartet, aber Barbara spricht nicht weiter. „Du erzähltest vor Jahren davon“, nickt die Löpel. „Natürlich in Schreinerscher Manier. Ein Kaufmann aus China war’s oder so. Hattest sogar ein Bild von ihm. Hager, verkniffen, gescheit und reich ... Das war er doch ...?“

„Ich war heute mit ihm in einem Café“, fährt Barbara fort.

„Verabredet?“ fragt die Tante streng. „Am Tage vor der Hochzeit verabredet?“

Barbara schüttelt den Kopf. „Nein, zufällig getroffen!“ Die Tante schlägt die Hände erregt zusammen. „Getroffen ... zufällig getroffen! Allah ist gross, und Berlin ist klein. Kaum zu glauben.“

„Hätte ich ihn nicht heute getroffen“, sagt Barbara, „so hätte er morgen angerufen. Gekommen wäre er doch.“

„Nun und ...?“ drängt Tante Anna.

„... und“, sagt Barbara, „nichts und. Aus. Schluss. Ich habe ihm gesagt, ich reise fort. Ich reise nicht allein fort. Da ist die Sache doch erledigt. Nicht wahr?“

„Möglich“, antwortet Anna Schreiner, „wenn er ein ehrlicher, gewissenhafter, ordentlicher Mensch ist, dann ist es erledigt. Wenn er aber der Mann von damals ist, der sich mit Chinesen und Japanern, mit Mongolen und Russen herumgeschlagen hat, dann ist das nicht so klar.“

„Es ist trotzdem einfach“, meint Barbara, „morgen abend sind wir weg. Schluss. Und wenn bis dahin irgend etwas passiert ... Du hast ganz recht, unmöglich ist es nicht ... Denn wenn etwas unmöglich ist, dann fängt es an ihn zu reizen ... Also dann muss eben Alfred mit ihm sprechen. Ganz einfach. Nicht wahr?“

„Alfred mit ihm sprechen?“ fragt Tante Anna leise. „Weiss er es denn schon? Nein? Na, Gott sei Dank! Ist es deine Sache oder seine? Wie? Willst du ihn gleich mit deinen nicht fertiggemachten Geschichten plagen? Das rührt den Mann anfangs, sage ich dir, aber später erbittert es ihn. Bist du ein Mädchen aus Grossmutters Zeiten oder eine selbständige junge Frau von heute? Um Himmels willen, lass Alfred aus dem Spiel. Du kommst in eine ganz fatale Lage. Du siehst wie schuldig aus. Zufällig Herrn Rauthammer getroffen? Schön. So etwas kommt vor. Aber hast du auch zufällig mit ihm in einem Café gesessen? Wie? Und hast du früher mit deinem Alfred über Rauthammer gesprochen? Nein! Natürlich nicht. Die Schreiners sprechen nicht über Herzensangelegenheiten. Also in allem Ernst: Du kannst hinterdrein in einem guten Augenblick die Geschichte ausführlich erzählen, aber jetzt in der Hetze unmöglich.“ Barbara ist aufgestanden. Sie hat sich über die Brüstung der Veranda gelehnt. Sie sieht in den Frieden des sommerlichen Gartens, in die Sonne, die rosenrot durch den Blutahorn auf den Rasen scheint. Sie sieht dem Geschwätz und Gezänk eines Spatzenpaares zu, dem Wind, der sanft durch die Pappeln des Nachbargartens geht. Es ist alles ganz einfach. Warum soll dieses eigentlich nicht einfach sein? „Ich wollte es Alfred schon auf dem Bahnhof sagen“, sagt sie leise, „aber der Zug kam eine Minute zu früh, und er kam zwei Minuten zu spät. Da ging es nicht.“

„Das war Schicksal“, unterbricht Frau Schreiner. „Ihr Schreiners glaubt doch alle an das Schicksal. Na also.“

Es kommt nicht zu einer Entscheidung. Denn die Brettwitz fährt dazwischen und hat viel zu fragen und zu berichten. Pakete, Päckchen, Telegramme sind gekommen, Blumen mit Briefen dran, Klivia und Azalee, Rosenstöcke und ein Fliederbäumchen. Die Wohnung wird allmählich in einen Blumenladen verwandelt.

Es ist drei Uhr. Barbara packt schnell ihren ersten Koffer. Sie legt die medizinischen Zeitschriften unten hinein. Dann kommt das Bild der Mutter, das zarte Pastellbild einer schmalen Frau, von der Barbara die breiten Backenknochen hat, den sehr grossen Mund mit den federdünnen Lippen (aber die hellen, ins Grünliche schimmernden Augen hat sie vom Vater), sie nimmt von ihren Büchern zwei medizinische Fachbücher mit und zwei Liebesromane, weil sie sich denkt, es muss ganz komisch sein, die wirkliche und die beschriebene Liebe nebeneinander zu erleben. Und dann kommen Schuhe und Kleider und Wäsche.

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