D. Lawrence - Der Regenbogen

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"Der Regenbogen" erzählt die Geschichte dreier Generationen der Familie Brangwen, die in den englischen Midlands einen Bauernhof bewirtschaftet. Die Romanhandlung beginnt mit der Heirat des jungen Tom Brangwen mit Lydia Lensky, einer polnischen Witwe. Die Ehe erweist sich als überaus schwierig. Anna Lensky, Lydias Tochter aus erster Ehe, heiratet Will Brangwen. Anna und Will haben neun Kinder. Ursula Brangwen, das älteste Kind, probiert eine Beziehung mit ihrer Lehrerin Winifred Inger, einer Feministin. Eine weitere probiert sie mit dem jungen Offizier Anton Skrebensky. Alle drei Frauen – Lydia, Anna und Ursula – suchen intensive Nähe und Verbundenheit mit ihren Partnern, finden diese aber ausschließlich in sexuellen Begegnungen und auch dort nur flüchtig; in allen anderen Bereichen erscheint die Fremdheit unüberwindlich.

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Die Geschichte ging zu Ende, die Mutter stand endlich auf mit dem ihr am Halse hängenden Kinde. Sie mußte kräftig sein, um ein so großes Kind so leicht tragen zu können. Die kleine Anna hing am Halse ihrer Mutter. Das helle, seltsame Gesicht des Kindes sah der Mutter über die Schulter, in Schlaf bis auf die Augen; diese, weit geöffnet und dunkel, wehrten sich noch und kämpften weiter gegen das Unsichtbare.

Als sie gegangen waren, rührte Brangwen sich zum ersten Male von der Stelle, an der er gestanden hatte, und sah sich in der Nacht um. Er wünschte, sie möchte in Wirklichkeit so schön und vertraut sein, wie es ihm in diesen wenigen Minuten der Ruhe vorkam. Hinsichtlich des Kindes fühlte er sich einer merkwürdigen Besorgnis unterworfen, etwas Schmerzhaftem, Schicksalmäßigem.

Die Mutter kam wieder zurück und begann die Kleider des Kindes zusammenzulegen. Er klopfte. Sie öffnete voller Verwunderung, ein wenig behutsam, wie ein Ortsfremder, unruhig.

»Guten Abend,« sagte er, »ich darf wohl auf einen Augenblick reinkommen?«

Eine Änderung flog rasch über ihr Gesicht; sie war ganz unvorbereitet. Sie sah auf ihn herab, wie er in dem durch das Fenster fallenden Lichte dastand und seine Narzissen hielt, hinter sich die Finsternis. In seinem schwarzen Anzug erkannte sie ihn erst nicht wieder. Sie war beinahe ängstlich.

Aber er trat schon auf die Schwelle und zog die Tür hinter sich zu. Sie wandte sich in die Küche, durch diesen Einbruch aus der Finsternis aus ihrer Träumerei aufgeschreckt. Er nahm seinen Hut ab und trat auf sie zu. Dann stand er im Hellen da, in seinem schwarzen Anzuge, mit seiner schwarzen Halsbinde, den Hut in der einen und die Blumen in der andern Hand. Sie trat zurück, als fühlte sie sich in seiner Macht, emporgerissen aus ihrem Dasein. Sie erkannte ihn nicht, sie wußte nur, daß er ein Mann sei und ihrethalben komme. Sie vermochte nur einen dunkelgekleideten Mann da vor sich stehen zu sehen mit einer Hand voll Blumen. Das Gesicht und die lebendigen Augen konnte sie nicht erkennen.

Er beobachtete sie ohne sie zu erkennen, nur sein Unterbewußtsein nahm sie wahr.

»Ich bin gekommen, um ein paar Worte mit Ihnen zu reden«, sagte er und schritt auf den Tisch zu, um seinen Hut und die Blumen darauf zu legen, die auseinanderfielen und verstreut liegen blieben. Sie war bei seinem Vortreten zurückgewichen. Sie hatte keinen Willen, keine Wesenheit. Der Wind heulte im Schornstein, und er wartete. Er hatte seine Hände freigemacht. Nun schloß er sie zur Faust.

Er nahm wahr, wie sie ihm so unbekannt, furchtbar und doch innerlich verwandt gegenüberstand.

»Ich bin heraufgekommen,« sagte er und sprach sonderbar geschäftsmäßig und eintönig, »um Sie zu fragen, ob Sie mich wohl heiraten wollten. Sie sind ja doch frei, nicht wahr?«

Ein langes Stillschweigen folgte, währenddessen seine blauen Augen mit merkwürdiger Unpersönlichkeit in die ihren blickten, um nach einer Antwort zu forschen. Er sah nach der Wahrheit in ihr aus. Und sie mußte ihm, wie in Zauberschlaf versetzt, schließlich antworten.

»Jawohl, ich kann wieder heiraten.«

Der Ausdruck seiner Augen wurde ein anderer, weniger unpersönlich, als sähe er sie beinahe an, um die Wahrheit in ihr zu erforschen. Stetig und aufmerksam und ewig waren sie, wie unwandelbar. Sie schienen sie festzumachen, sie zu einem Entschlusse zu bringen. Sie zitterte, fühlte sich wie neuerschaffen, willenlos, in ihm versinkend, in einen gemeinsamen Willen mit ihm.

»Sie möchten mich nehmen?« sagte sie.

Sein Gesicht überzog Blässe.

»Ja«, sagte er.

Wieder eine Pause und Stillschweigen.

»Nein«, sagte sie, aber nicht aus sich selbst. »Nein, ich weiß doch nicht.«

Er fühlte, wie sich die Spannung in seinem Inneren löste, seine Hände öffneten sich, er war nicht imstande, sich zu rühren. So stand er da und sah sie an, hilflos in seinem Zusammenbruch. Für den Augenblick war sie ihm ganz unwirklich geworden. Dann sah er sie auf sich zukommen, merkwürdig gradeaus und wie ohne sich zu bewegen, wie fließend. Sie legte ihre Hand auf seinen Rock.

»Ja, ich möchte auch«, sagte sie, ganz unpersönlich, ihn mit ihren großen, ehrlichen, neugeöffneten Augen ansehend, in denen nun äußerste Wahrheit erstrahlte. Er wurde sehr blaß, wie er so dastand und rührte sich nicht, nur seine Augen hingen an den ihren, und er litt. Sie schien ihn mit ihren neugeöffneten, weiten, fast kindlichen Augen anzusehen, und mit einer seltsamen Bewegung, die ihm Todesqual bereitete, reichte sie ihm langsam ihr dunkles Gesicht und ihre Brust entgegen; die langsame Forderung nach einem Kusse lag darin und ließ irgend etwas in seinem Gehirn zerbrechen, und für ein paar Augenblicke war Dunkelheit um ihn her.

Er hielt sie in seinen Armen und küßte sie ganz weltvergessen. Und doch war es reinste, unvermeidliche Todesqual für ihn, sich selbst so aufzugeben. Da lag sie so leicht und winzig und liebebedürftig in seinen Armen, wie ein Kind, und doch hauchte sie ihm die Sehnsucht nach einer Umarmung ein, nach unendlichem Umarmen, daß er es nicht ertragen konnte und sich setzen mußte.

Er wandte sich und sah sich nach einem Stuhl um, und während er sie noch weiter in seinen Armen festhielt, setzte er sich mit ihr, eng an seine Brust geschmiegt, nieder. Dann fiel er ein paar Sekunden lang gänzlich in Schlaf, in tiefen Schlaf und äußerste, höchste Vergessenheit.

Aus der kam er nur langsam wieder zu sich, sie immer noch warm und eng an sich drückend, und sie war gänzlich verstummt ebenso wie er, in die gleiche Vergessenheit, in fruchtbares Dunkel versunken.

Allmählich kam er wieder zu sich, aber neugeboren, wie nach einer Schwangerschaft, einer Wiedergeburt aus dem Schoße der Dunkelheit. Luftig und leicht erschien ihm alles, neu wie der Morgen, frisch emporsteigend.

Wie die Morgendämmerung strömte das Neue, der Segen auf sie hernieder. Und sie saß mit ihm ganz still, als fühle sie gleich wie er selbst.

Dann sah sie zu ihm empor, die jungen, weiten Augen voller strahlendem Licht. Und er beugte sich nieder und küßte sie auf die Lippen. Und die Morgendämmerung strahlte in sie hernieder, ihr neues Leben begann, über alle Begriffe schön, es war so schön, daß es fast wie ein Hinsterben, wie ein Verscheiden war. Er zog sie plötzlich dichter an sich heran.

Denn bald begann das Licht in ihr zu ersterben, ganz allmählich, und während sie ihm noch im Arme lag, sank ihr Haupt an seine Brust, und so lag sie still, mit herabgesunkenem Haupte, ein wenig ermüdet, stumpf vor Müdigkeit. Und in ihrer Müdigkeit lag etwas wie eine Ablehnung seines Wesens.

»Da ist das Kind«, sagte sie aus langem Schweigen heraus. Er verstand sie nicht. Es war so lange her, daß er keine Stimme mehr gehört hatte. Nun hörte er auch den Wind heulen, als hätte er grade erst wieder angefangen.

»Ja«, sagte er ohne jedes Verständnis. Ein leichter Schmerz zog ihm das Herz zusammen, er fühlte ein kaum merkbares Zusammenziehen der Brauen. Etwas, was er erfassen wollte und nicht konnte.

»Du wirst es liebhaben?« sagte sie.

Das rasche Zusammenzucken, wie ein Schmerz, überlief ihn abermals.

»Ich habe es jetzt schon lieb«, erwiderte er.

Still lag sie an seiner Brust und sog, ohne daran zu denken, seine Körperwärme in sich ein. Für ihn war es eine große Bekräftigung, sie so zu fühlen, wie sie seine Wärme in sich aufnahm und ihm ihr Gewicht und ihr seltsames Vertrauen dafür gab. Aber wo war sie denn, daß sie so geistesabwesend schien? Sein Geist stand weit offen vor Verwunderung. Er verstand sie nicht.

»Aber ich bin so viel älter als du«, sagte sie.

»Wie alt?« fragte er.

»Ich bin vierunddreißig«, erwiderte sie.

»Ich bin achtundzwanzig«, sagte er.

»Sechs Jahre.«

Sie war davon merkwürdig berührt, ja es schien ihr sogar Freude zu machen. Er saß und hörte ihr zu und wunderte sich. Es war so wundervoll, so ganz von ihr übersehen zu werden, während sie so an ihn gelehnt dalag und er sie mit jedem Atemzuge hob und ihr Gewicht auf sich ruhen fühlte; das verlieh ihm Vollkommenheit und eine unverletzliche Machtfülle. Er nahm nicht an ihr teil. Er kannte sie nicht einmal. Es war so merkwürdig, wie sie mit ihrem Körpergewicht so hingegeben dalag. Er schwieg vor Entzücken. Er fühlte seine Körperkraft, wie er sie mit seinem Atem hob. Die seltsame, unverletzliche Vollkommenheit ihrer beiden Wesen ließ ihn sich stark und sicher wie Gott vorkommen. Voller Vergnügen dachte er daran, was der Vikar wohl sagen würde, wenn er dies wüßte.

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