D. Lawrence - Der Regenbogen

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"Der Regenbogen" erzählt die Geschichte dreier Generationen der Familie Brangwen, die in den englischen Midlands einen Bauernhof bewirtschaftet. Die Romanhandlung beginnt mit der Heirat des jungen Tom Brangwen mit Lydia Lensky, einer polnischen Witwe. Die Ehe erweist sich als überaus schwierig. Anna Lensky, Lydias Tochter aus erster Ehe, heiratet Will Brangwen. Anna und Will haben neun Kinder. Ursula Brangwen, das älteste Kind, probiert eine Beziehung mit ihrer Lehrerin Winifred Inger, einer Feministin. Eine weitere probiert sie mit dem jungen Offizier Anton Skrebensky. Alle drei Frauen – Lydia, Anna und Ursula – suchen intensive Nähe und Verbundenheit mit ihren Partnern, finden diese aber ausschließlich in sexuellen Begegnungen und auch dort nur flüchtig; in allen anderen Bereichen erscheint die Fremdheit unüberwindlich.

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Er schritt den Weg hinunter, als lebte er gar nicht in seiner eigenen Haut, sondern irgendwo anders.

»Wer war die Frau?« fragte Effie.

»Kanns dir nicht sagen«, antwortete er unbewußt.

»Sie ist jedenfalls sehr spaßig«, sagte Effie fast verächtlich, »das Kind ist ja wie verhext.«

»Verhext – wieso verhext?« wiederholte er.

»Das kannst du doch wohl selbst sehen. Die Mutter ist nichts Besonderes, ehrlich gesagt – aber das Kind ist ein Wechselbalg. Sie muß so ungefähr fünfunddreißig sein.«

Aber er achtete nicht auf sie. Seine Schwester redete weiter.

»Das wäre so 'ne Frau für dich«, fuhr sie fort. »Die solltest du man heiraten.« Aber er kehrte sich nicht daran. Die Dinge waren nun mal wie sie waren.

Einen der nächsten Tage, als er zur Teezeit allein am Tische saß, klopfte es an der Vordertür. Wie ein Vorzeichen durchfuhr es ihn. Niemand klopfte je an der Vordertür. Er stand auf und begann die Riegel zurückzuziehen und den dicken Schlüssel zu drehen. Als er die Tür aufmachte, stand die fremde Frau auf der Schwelle.

»Können Sie mir ein Pfund Butter geben?« fragte sie, in der merkwürdig abgehackten Art von Leuten, die eine ihnen fremde Sprache sprechen.

Er suchte ihre Frage zu verstehen. Sie sah ihn fragend an. Aber was lag denn unter ihrer Frage verborgen, was lag in ihrer unbeweglichen Haltung, wie sie so dastand, was ihn so packte?

Er trat zur Seite, und sie trat sofort ins Haus, als wäre die Tür nur geöffnet, um sie einzulassen. Das weckte ihn auf. Jeder andere hätte nach der Gepflogenheit auf der Schwelle gewartet, bis er aufgefordert wurde hereinzukommen. Er ging in die Küche und sie hinter ihm her.

Die Teesachen standen noch auf dem blank gescheuerten Holztisch herum, ein mächtiges Feuer brannte, ein Hund stand vom Herde auf und kam auf sie zu. Sie stand bewegungslos gerade auf der Schwelle.

»Lilly,« rief er laut, »hevvt wi Botter?«

Die Fremde stand wie ein Bild des Schweigens in ihrem schwarzen Umhang da.

»Wat?« kam eine schrille Antwort aus der Ferne.

Er rief ihr seine Frage noch mal zu.

»Wi hevvt wat dor upp'n Disch steiht«, antwortete Tillys schrille Stimme aus der Milchkammer.

Brangwen sah nach dem Tische. Da stand ein großer Klumpen Butter auf einem Teller, wohl fast ein Pfund. Er war rund und mit Ahorn- und Eichenblättern verziert.

»Kannst du nich kamen, wenn ick wat von di will?« rief er.

»Wat willt Se denn?« sträubte Lilly sich, als sie mit einem fragenden Blick durch die andere Tür sah.

Sie sah die fremde Frau, starrte sie schielend an, sagte aber nichts.

»Hevvt wi denn keen anner Botter?« fragte Brangwen wieder, ungeduldig, als könnte seine Frage welche herbeischaffen.

»Ick segg Se jo, wat dor upp 'n Disch steiht!« erwiderte Lilly voller Ungeduld, daß sie doch auf seine Forderung keine schaffen könne. »Wi hevvt anners nich 'n beeten.«

Einen Augenblick herrschte Stillschweigen.

Die Fremde sprach in ihrer merkwürdig klaren, abgehackten Weise, wie jemand, der sich erst überlegen muß, was er sagen will.

»O, dann danke ich Ihnen vielmals. Es tut mir leid, daß ich Ihnen so viel Mühe mache.«

Sie konnte seinen gänzlichen Mangel an Lebensart nicht verstehen und fühlte sich wie vor einem Rätsel. Jeder Anflug von Höflichkeit hätte die Lage zu einer ganz unpersönlichen gemacht. Aber hier waren offenbar alle Sinne in Verwirrung. Brangwen wurde bei ihren höflichen Worten rot. Aber er ließ sie noch nicht los.

»Hal di wat und wickel dat dor for ehr in«, sagte er zu Lilly mit einem Blick nach dem Tische.

Und indem er ein reines Messer nahm, schnitt er die bereits angebrochene Seite der Butter ab.

Sein Ausdruck »for ehr« ging der Fremden nur langsam ein und brachte Tilly in Wut.

»De Paster kriggt sine Botter bi rechtens von Browns«, rief die nicht zu unterdrückende Magd. »Wi botter glieks morgen froh gans toerst.«

»Ja –,« das langgezogene, fremde »ja – ja –« sagte die Polin, »ich bin schon bei Frau Brown gewesen. Sie hatte keine mehr.«

Tilly warf den Kopf zurück und hätte ihr brennend gern gesagt, Leute, die Butter kaufen wollten, brauchten doch auch nicht zu einem zu kommen als wäre das man so gar nichts, und an die Vordertür klopfen und nach einem Pfund Butter zu fragen, um damit ein Loch zu stopfen, bloß weil die rechten Butterleute keine mehr hätten. Wenn Sie zu Brown gehen, dann gehen Sie eben zu Brown, und meine Butter ist auch nicht dazu da, bloß um auszuhelfen, wenn Browns keine mehr haben.

Brangwen verstand diese unausgesprochene Rede Tillys ganz genau. Die polnische Dame nicht. Und da sie Butter für den Vikar haben wollte und Tilly doch erst morgen früh butterte, wartete sie.

»Nu mok man de Klappe to«, sagte Brangwen laut, nachdem dies Schweigen lange genug gedauert hatte; und Tilly verschwand durch die innere Tür.

»Ich fürchte, ich hätte nicht kommen sollen, so«, sagte die Fremde, indem sie ihn fragend ansah, als wollte sie von ihm erfahren, was denn der Brauch sei.

Er fühlte sich verwirrt.

»Wieso denn nicht?« sagte er und versuchte heiter zu sein, es kam aber nur gönnerhaft heraus.

»Haben Sie –?« begann sie entschlossen. Aber sie fühlte sich auch nicht auf sicherem Boden und die Unterhaltung brach wieder ab. Ihre Augen blickten ihn die ganze Zeit über an, weil sie die Sprache nicht beherrschte.

So standen sie einander Aug in Auge gegenüber. Der Hund ging von ihr zu ihm. Er beugte sich zu ihm nieder.

»Und wie gehts Ihrem kleinen Mädchen?« fragte er.

»Ja, danke, der gehts recht gut«, war die Antwort, lediglich ein Ausdruck von Höflichkeit in fremder Landessprache.

»Setzen Sie sich doch«, sagte er.

Und sie setzte sich auf einen Stuhl, während ihre dünnen Arme, die aus den Schlitzen ihres Umhanges hervortraten, auf ihrem Schoße ruhten.

»Sie kennen das Land hier noch nicht recht«, sagte er, immer noch auf der Herdmatte stehend, mit dem Rücken dem Feuer zugekehrt, ohne Rock, den Blick merkwürdig gradeaus auf die Frau gerichtet. Ihre Selbstbeherrschung gefiel ihm und regte ihn an, gab ihm ein sonderbares Gefühl von Freiheit. Es schien ihm fast roh, wie sehr er sich Herr seiner selbst und der ganzen Lage fühlte.

Ihre Augen ruhten einen Augenblick auf ihm wie fragend, während sie über die Bedeutung seiner Frage nachdachte.

»Nein«, sagte sie, als sie ihn verstand. »Nein, es ist mir ganz fremd.«

»Sie finden es hier wohl ziemlich ruppig?« fragte er wieder.

Ihre Augen hefteten sich wartend auf ihn, damit er das noch einmal sagen sollte.

»Unsere Art kommt Ihnen wohl ziemlich ruppig vor?« wiederholte er.

»Ja – ja, ich verstehe. Ja, es ist ganz anders, ganz fremd. Aber ich war in Yorkshire –«

»Och, denn,« sagte er, »schlimmer als die da oben sind wir hier auch nicht.«

Das verstand sie wieder nicht ganz. Seine gönnerhafte Art, seine Selbstsicherheit, seine Vertrautheit waren ihr rätselhaft. Was meinte er denn? Wenn er ihr ebenbürtig war, warum benahm er sich dann so formlos?

»Nein –«, sagte sie obenhin, wobei ihre Augen auf ihm hafteten.

Sie sah ihn frisch und unbefangen, grobschlächtig, fast ohne jede Beziehung zu ihr vor sich dastehen. Und doch sah er so hübsch aus mit seinem hellen Haar und seinen blauen Augen, die so voller Tätigkeitsdrang waren, und seinem gesunden Körper, der mit dem ihren anscheinend auf gleicher Stufe stand. Sie betrachtete ihn aufmerksam. Er war schwer für sie verständlich: warmherzig, ungeschlacht und selbstvertrauend wie er war, sicher auf den Beinen, als wüßte er gar nicht, was Unsicherheit bedeute. Was verlieh ihm nur diese sonderbare Sicherheit?

Das begriff sie nicht. Sie begann nachzudenken. Sie sah sich in dem Raum um, in dem er lebte. Er war so traulich, so wohnlich, daß er sie bezauberte und beinahe ängstigte. Die Einrichtung war alt und anheimelnd wie alte Leute, der ganze Ort kam ihr so mit ihm verwandt vor, als wäre er ein Teil von ihm, so daß sie ganz unruhig wurde.

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