Patrick Kruß - Die lebenden Schatten

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Vor zwei Jahren verschwand Penelope Ahrendt spurlos. Nur ihr Bruder Gregor hat sie noch nicht aufgegeben. Während einer Gedenkfeier für Penelope überschlagen sich die Ereignisse und Gregor scheint tatsächlich auf ein erstes Lebenszeichen seiner Schwester zu stoßen. Dabei erinnert er sich an ein Spiel, das sie als Kinder spielten: Gelingt es ihm die hinterlassenen Hinweise richtig zu deuten, wird er Penelope finden. Schon bald gerät Gregor in einen Strudel düsterer und schockierender Geheimnisse. Wem kann er noch vertrauen? Ist Penelope wirklich am Leben oder droht er den Verstand zu verlieren?

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Ich reibe mir die müden Augenlider und entscheide mich dazu, morgen Abend weiter zu lesen. Als ich das Buch auf den Nachttisch lege und das Licht löschen möchte, höre ich ein quälendes Knarren. Es dringt für wenige Sekunden aus dem Flur leise durch die geschlossene Tür in mein Zimmer ein. Zunächst glaube ich, mein Verstand spielt mir ein Streich und ich lausche in die nächtliche Stille hinein.

Ich muss mich getäuscht haben, entscheide ich und taste erneut nach der Tischlampe.

Da ist es wieder.

Jemand schleicht über den Gang. Heimlich. Leise. Wie ein Schatten. Doch der Boden straft jeden unachtsamen Schritt.

Wer ist dort draußen? Nervosität durchfährt mich und ich spüre, wie mein Herz gegen die Brust zu hämmern beginnt. Obwohl mir mein Verstand rät, das Ächzen zu ignorieren und einfach in meinem Bett liegen zu bleiben, stehe ich auf und gehe vorsichtig auf die Zimmertür zu.

Ich muss herausfinden, wer sich auf dem Gang umhertreibt. Nur so werde ich meine aufkeimende Furcht ersticken.

„Es liegt an der Geschichte des Bibliothekars", flüstere ich mir selbst eine Erklärung für mein Unbehagen zu.

Meine zitternde Hand umspannt den Türgriff und als die Geräusche abermals zu hören sind, drücke ich ihn lautlos nach unten und schaue durch einen Spalt in den Gang.

Im Halbdunkel vor mir ist niemand auszumachen. Langsam öffne ich die Tür und trete hinaus.

Ich lasse meinen Blick in beide Richtungen des Gangs schweifen. Wer auch immer gerade noch hier war, ist bereits verschwunden. Es sollte mich beruhigen und ich rede mir selbst zu, diese Geisterjagd endlich zu beenden. Schon möchte ich zurück in mein Bett gehen, als ich sie bemerke. Ich knie nieder und fahre mit den Fingerspitzen darüber.

Eine Spur aus Fußabdrücken zieht sich im wankenden Muster über den Gang hinweg zur Treppe, die ins Erdgeschoss führt. Jeder einzelne Abdruck ist nass, so als sei jemand aus einer vollen Badewanne gestiegen. Am oberen Absatz der Treppe endet die Spur plötzlich. Wohin ist die Person verschwunden?

In meinem Körper beginnt sich eine eisige Kälte auszubreiten. Die Bilder meines Albtraumes füllen meinen Verstand aus und ich sehe, wie sich eine Frau aus dem verschlossenen Brunnenschacht befreit und sich mir mit ihren befremdlichen Bewegungen nähert.

Ich presse meine Hand vor den Mund und ersticke damit einen Aufschrei, der meiner Kehle entweichen möchte.

Was geht hier vor?

Während ich mich dagegen wehre, hallt das Echo einer Warnung in meiner Erinnerung wider.

Dieses Land ist verdorben.

Kapitel 9: Gregor

Mit einem letzten Sprung erreichte ich das Ende der Reihe aus Fässern. Und dort, auf dem matschigen Boden und versteckt hinter einer rostigen Schubkarre, war ein Fußabdruck zu erkennen.

Ein elektrisches Kribbeln pulsierte durch jede Zelle meines Körpers. Ich schaute zur Richtung, in welche der Abdruck wies und entdeckte in einer Gasse zwischen Holzpaletten und weiteren Fässern, wie sich die Spur fortsetzte. Ich balancierte durch den schmalen Weg und gelangte am Ende zu einem alten Fiat. Der Oldtimer war, so wie alles auf dem Schrottplatz der Brüder, lieblos zurückgelassen und wartete darauf, in Vergessenheit zu geraten. Vorsichtig ging ich die letzten Schritte dem Auto entgegen. Mein Herz schien mir bis zum Hals zu klopfen und ich hatte alle Mühe damit, das Zittern meiner Hände zu bändigen. War ich wirklich an meinem Ziel?

Ich kniff meine Augen zusammen und schaute durch das von Schmutz und Staub überzogene Fenster der Fahrertür ins Innere.

Penelope!" stieß ich hervor und sah in das Gesicht meiner Schwester. Sie lag zusammengekauert auf der Rückbank und lächelte zufrieden.

Du hast mich gefunden, Gregor. Ich wusste, du kannst es!"

Es war, wie sie es mir versprochen hatte. Wenn ich die Hinweise richtig deute, führen sie mich zu ihr.

Penelopes Botschaft - hinterlassen auf einem Zettel und versteckt in einer, so bin ich überzeugt, für mich platzierten Spieluhr - schenkt mir eine Zuversicht, wie ich sie in den letzten beiden Jahren zu keiner Zeit empfunden habe. Es fühlt sich an, als hätten Penelopes Worte mich aus einem tiefen Schlaf gerissen und mich aus der Verzweiflung befreit, welche den Nährboden meiner nicht enden wollenden emotionalen Erschöpfung bildete.

Meine Schwester ist hier. Sie versucht, Kontakt mit mir aufzunehmen. Die Geheimnisse werden sich lüften und ich werde erfahren, was mit ihr geschehen ist.

„Sie wirken gelöst", gibt Frau Dr. Brunner eine Einschätzung von sich, während ich ihr bei meinem nächsten Therapietermin erzähle, wie ich nach dem Abend der Erinnerungsfeier das Gespräch zu meinen Eltern gesucht habe. Dr. Brunner kann nicht erahnen, worin die Quelle meiner erwachten Hoffnung gründet. Dafür lasse ich zu viele Details aus. Ich bin mir bewusst, dass ich sie im Grunde anlüge. Und mir damit wohlmöglich selbst schade. Ich erwähne den Streit mit Sebastian, wie sich meine Mutter auf seine Seite gestellt und mich der Feier verwiesen hatte.

„Das hat etwas in mir bewegt. Ich war weit davon entfernt, meine Eltern zu verstehen. Warum sie die Suche nach Penelope aufgegeben haben und sich auf ihre Zukunft konzentrieren. Nach der Feier habe ich mir zum ersten Mal darüber Gedanken gemacht, warum es mir nicht gelingt, ihren Weg zu akzeptieren. Und dass ich es ihnen und mir Schuld, es zu versuchen." Jedes Wort ist gelogen. Ich atme tief durch und hoffe, dass Dr. Brunner mir Glauben schenkt.

„Warum konnten Sie die Weise, wie Ihre Eltern Penelopes Verschwinden bewältigen, bisher nicht nachvollziehen?"

Ich kratze mir verlegen die Stirn und versuche mir dabei schnelle eine Ausrede einfallen zu lassen.

„Ich hielt sie für selbstsüchtig und dachte, sie sehen nur ihr eigenes Wohl. Welchen Eltern kann es schließlich gelingen, ihr Kind einfach aufzugeben?" Wie überraschend. In meiner Frage steckt mehr Ehrlichkeit, als ich selbst erwartet habe.

„Was denken Sie jetzt?", möchte Dr. Brunner wissen. Stellt sie mich und meine Äußerungen auf den Prüfstand? Sie beugt sich leicht zu mir vor und signalisiert mir damit ihr großes Interesse.

„Dass sie am Ende ihrer Kräfte angelangt sind. Sie mussten aufhören, sonst hätte die Suche sie zerstört."

Mit einem seltsamen Gefühl verabschiede ich mich von Dr. Brunner. Ich empfinde große Reue darüber, dass ich sie belogen habe. Doch welche andere Wahl wäre mir geblieben? Sie über Penelopes Nachricht einzuweihen, hätte mich an den Pranger ihrer Fragen gestellt. Fragen, auf die ich sicherlich keine Antworten mehr gefunden hätte. Möglicherweise würde Dr. Brunner mich sogar einweisen, weil sie befürchtet, ich beginne - aufgewühlt durch die Ereignisse der Erinnerungsfeier - meinen Verstand zu verlieren.

Er ist der verzweifelte Bruder, der das Schicksal seiner Schwester niemals akzeptieren wird. Seine Trauer ist wie ein Wahn, der die Realität verzerrt.

Hinter den Mauern einer Nervenheilanstalt wäre es mir unmöglich, Penelopes Spur zu folgen. Dabei ist es das Einzige, was für mich im Augenblick zählt: Die Botschaft zu entschlüsseln, die Nelo in der Spieluhr versteckt hat.

Gebe ich die Zeilen des Reims in die Suchmaske eines Internet Explorers ein, verläuft meine Recherche im Sand. Sie zitiert niemanden, schlussfolgere ich, sondern hat die Zeilen selbst verfasst.

Ich orientiere mich an den einzelnen Worten. Vielleicht verhelfen sie mir zu einer Spur. Vor meinem Laptop sitzend, tippe ich die Worte Zeit, Verlorenen, Piraten und Helden in das Suchfeld ein. Hastig überspringen meine Augen die Ergebnisse. Die erscheinenden Einträge leiten mich tatsächlich in eine Richtung.

„Peter Pan und die verlorenen Jungs", spreche ich meine Entdeckung laut aus.

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