Patrick Kruß - Die lebenden Schatten

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Vor zwei Jahren verschwand Penelope Ahrendt spurlos. Nur ihr Bruder Gregor hat sie noch nicht aufgegeben. Während einer Gedenkfeier für Penelope überschlagen sich die Ereignisse und Gregor scheint tatsächlich auf ein erstes Lebenszeichen seiner Schwester zu stoßen. Dabei erinnert er sich an ein Spiel, das sie als Kinder spielten: Gelingt es ihm die hinterlassenen Hinweise richtig zu deuten, wird er Penelope finden. Schon bald gerät Gregor in einen Strudel düsterer und schockierender Geheimnisse. Wem kann er noch vertrauen? Ist Penelope wirklich am Leben oder droht er den Verstand zu verlieren?

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Der Bibliothekar hält inne und sieht mit zusammen gekniffenen Augen auf die hölzerne Theke vor sich. Versucht er sich an das Ende der Geschichte zu erinnern oder hält es ihn davon ab, sie weiter zu erzählen, so als würde er dadurch ein weiteres Unglück heraufbeschwören?

„Was ist passiert?", frage ich leise.

„Elf Monate nach seiner Geburt", fährt der Alte fort „stürzte das Kind - ein Knabe, der Hannes wie aus dem Gesicht geschnitten war - die Treppe des Herrenhauses hinab. Niemand konnte sich zunächst erklären, wie es zu diesem tödlichen Unfall kam, aber Hannes gab einzig Elouise die Schuld daran. Elouise verzweifelte, nicht nur an dem tragischen Tod ihres Erstgeborenen, sondern auch an den ihr entgegen gebrachten Vorwürfen: Während sie mit ihrem Sohn spielte, musste sie plötzlich für einen kurzen Moment eingeschlafen sein. Dieser reichte aus, um das Schicksal ihres Kindes auf tragische Weise zu besiegeln. Nach und nach manifestierte sich in Elouise die Gewissheit, den Tod ihres Kindes zu verantworten und so folgte sie Hannes' Willen, ihn und das Haus seiner Familie ein für alle Mal zu verlassen. Es muss an dem Tag ihres Auszugs gewesen sein, als Elouise an einer Bemerkung ihrer unheilvollen Schwiegermutter erkannt hatte, dass Agatha hinter der Tragödie steckte. Von unsagbarer Wut erfasst, verlangte sie von Agatha ein Geständnis. Doch anstelle der Wahrheit, beschuldigte Agatha Elouise des Wahnsinns. Elouise traf die bittere Erkenntnis, dass ihr niemand glauben würde und so fasste sie den Entschluss, die Mörderin ihres Kindes selbst zu richten. Bevor sie Agatha erwürgen konnte, ging Hannes dazwischen und rettete seine Mutter. Er war zutiefst aufgebracht: Nicht nur, dass sie den Tod seines Kindes zu verantworten hatte, nun wollte Elouise auch das Leben seiner Mutter nehmen. Jegliches Mitgefühl für seine einstige Liebe war damit erloschen. Stattdessen wollte Hannes Elouise leiden sehen. Er warf sie in einen Brunnenschacht am Rande des Anwesens und verschloss diesen mit einer Steinplatte. Es ist nicht bekannt, an was Elouise starb. Ob sie den Sturz nicht überlebte, qualvoll ihren Verletzungen erlag oder über Wochen dahinvegetierte. Die Überreste ihres Leichnams wurden nie gefunden. Elf Monate später verloren Agatha und Hannes in einer einzigen Nacht ihr Leben. Sie lagen mit gebrochenem Genick am Fuß jener Treppe, von der Elouises Kind gestürzt war."

Der Bibliothekar sieht zu mir auf und scheint prüfen zu wollen, ob ich die Geschichte, die in meinen Ohren wie ein Ammenmärchen klingt, für wahr erachte.

„Nach den Überlieferungen zu Folge wird Elouise Aulitz auch die Rote Magd genannt. Ihr Zorn - so die Legende - soll alle, die auf dem Anwesen leben und dort glücklich werden möchten, treffen. Sie hegte nicht nur Hass gegen Agatha und Hannes, sondern auch gegen die übrigen Bediensteten. Niemand wollte ihr Glauben schenken oder ihr zu Hilfe eilen."

„Was halten sie von dieser Geschichte?", frage ich nach einer Weile und gebe mir Mühe, meine Zweifel nicht anmerken zu lassen.

„Ich denke, das spielt keine Rolle", erwidert der Alte mir und klingt dabei schon fast entschuldigend. „Wenn ich berücksichtige, welche Tragödie sich Jahrzehnte später ereignet hat, keimt in mir zumindest die Überlegung, ob dies alles ein Zufall war oder ob nicht wirklich ein Fluch das Anwesen verdorben hat."

Ich mustere das Buch in meinen Händen, das ich wie einen Schutzschild vor mich halte, und bedanke mich bei dem Bibliothekar.

„Wir schließen gleich", informiert er mich und scheint es plötzlich eilig zu haben, mich los zu werden. Aber auch ich selbst empfinde Erleichterung, die Bibliothek verlassen zu können. Auf der anderen Straßenseite angelangt, drehe ich mich noch einmal kurz um und ertappe hinter dem Glas der Eingangstür den Alten dabei, wie er mich beobachtet. Angst beschleicht mich, sei es vor dem Bibliothekar, seiner unheimlichen Geschichte oder der Möglichkeit, dass wirklich ein Fluch auf dem Anwesen lastet.

Zwischen all dem nistet die kleine Überlegung, dass Nicolettas Verschwinden tatsächlich in irgendeiner Form damit in Verbindung steht. Und dass Constantin dabei eine entscheidende Rolle spielt.

Kapitel 7: Gregor

Jeden meiner Schritte setzte ich mit Bedacht, so als wollte ich mich an Penelopes Versteck unbemerkt heranschleichen. Konnte sie mich beobachten? Sah sie, wie ich mich ihr näherte oder gänzlich eine falsche Richtung einschlug? Wenn es mir gelang, ihre Hinweise zu deuten, würde ich meine Schwester finden können. Sie hatte es mir versprochen.

All meine Sinne waren angespannt. Ein leises Geräusch konnte bereits verraten, wo sich Penelope befand. Hastig ließ ich meine Augen über das Dickicht aus Paletten und Schrott wandern; darauf aus, jede noch so kleine Bewegung zu registrieren.

Es fühlte sich nicht an, als spiele ich ein Spiel.

Es war, als befinde ich mich auf einer Jagd.

Ich blickte zurück und stellte fest, dass unser Garten hinter Holzstapeln und wahllos aufeinander geworfenen Metallteilen nicht mehr zu sehen war. Der Boden unter meinen Füßen war matschig und ich überprüfte vergeblich, ob ich irgendwo eine Spur aus Schuhabdrücken entdecken konnte. Wie war das möglich? Hatte ich mich getäuscht und Penelope war gar nicht hier? Ich hielt an und überlegte, ob ich nicht zurückkehren sollte. Der Gedanke an die beiden zwielichtigen Brüder drängte mich dazu, ihre Müllhalde zu verlassen. Ich mochte mir nicht ausmalen, wie sie reagieren würden, sollten sie Penelope und mich hier entdecken.

Plötzlich schepperte es. Der Knall ging mir durch Mark und Bein und ich zuckte heftig zusammen. Was war das? Hatte sich meine Schwester verraten? Unsere Regeln sahen vor, dass sie - sobald sie es gewählt hatte - ihr Versteck nicht wechseln durfte.

Ich versuchte mich zu beruhigen und lief dem Knall eilig entgegen. Auf einem Holzstapel balancierte die grau getigerte Katze unserer Nachbarn und schien noch immer damit beschäftigt, ihre Beute zu jagen. Offensichtlich hatte sie durch einen Sprung auf das Konstrukt aus Latten dieses teilweise zum Einstürzen gebracht.

Enttäuscht stellte ich fest, dass von Penelope jede Spur fehlte. Sollte ich nach ihr rufen und mich geschlagen zeigen? Ich entschied, mir noch eine Chance zu geben und machte mich auf den Weg zurück zu dem Fußabdruck im Gras; dem letzen Hinweis, den ich gefunden hatte.

Wie durch eine Eingebung gelenkt, hielt ich an der Grenze zwischen Garten und Schrottplatz inne und sah nach links. Das Fehlen einer Spur im matschigen Boden und das Balancieren der Katze ließen mich schlagartig einen anderen Weg, sich auf dem Grundstück fortzubewegen, erkennen. Mit einem kurzen Sprung war ein breites, steinernes Rohr zu erreichen, an dessen hinteren Ende ein Konstrukt aus Paletten anschloss. Diese mündeten wiederum in einer Linie aus rostigen Fässern.

Das Bild vor mir veränderte sich. Ich sah nicht mehr das Meer aus Holz und Schrott, sondern einen Hindernisparcours. Über diesen hatte sich Penelope fortbewegt, daran bestand für mich kein Zweifel. Ich hatte noch immer die Chance, sie zu finden. Meine Jagd ging weiter.

Ich habe die Nacht keine Sekunde geschlafen. Habe überlegt, an wen ich mich wenden kann, wo ich es doch selbst für unfassbar halte, eine Nachricht von Nelo erhalten zu haben.

Ihr Brief - oder vielmehr die kurze Notiz - liegt auf meinem Esstisch und beansprucht, wahr zu sein.

Finde mich, Gregor. P. Es ist die Handschrift meiner Schwester. Ich bin mir ganz sicher; auch wenn ich das Gesicht der Frau, die den Brief hinterlassen hat, nicht gesehen habe.

Aber wie ist das alles möglich? Der Brief ist ein weiterer Beweis dafür, dass Penelope am Abend der Erinnerungsfeier tatsächlich im Haus meiner Eltern war. Wollte sie unbemerkt bleiben und ich habe sie dabei ertappt, wie sie… ja, was war der Grund für ihre Rückkehr? Ganz egal, vertreibt ein anderer Gedanke die Überlegungen.

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