Patrick Kruß - Die lebenden Schatten

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Vor zwei Jahren verschwand Penelope Ahrendt spurlos. Nur ihr Bruder Gregor hat sie noch nicht aufgegeben. Während einer Gedenkfeier für Penelope überschlagen sich die Ereignisse und Gregor scheint tatsächlich auf ein erstes Lebenszeichen seiner Schwester zu stoßen. Dabei erinnert er sich an ein Spiel, das sie als Kinder spielten: Gelingt es ihm die hinterlassenen Hinweise richtig zu deuten, wird er Penelope finden. Schon bald gerät Gregor in einen Strudel düsterer und schockierender Geheimnisse. Wem kann er noch vertrauen? Ist Penelope wirklich am Leben oder droht er den Verstand zu verlieren?

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Das Knurren meines Magens schreckt mich aus meinen Gedanken. Ich ziehe mir eine Jogginghose und einen Hoodie an, nehme aus dem Gefrierfach eine Tiefkühlpizza heraus und schiebe sie in den Ofen.

Mit meinem Smartphone versuche ich erneut an einer Nachricht für Sophie zu feilen, gebe mich jedoch abermals geschlagen. Aus einem Impuls heraus öffne ich die Galerie und schaue mir das letzte Photo an, das Penelope mir vor ihrem Verschwinden zugesandt hatte.

Bilder ihres Zimmers blitzen in meinen Gedanken auf und treiben mir den Duft ihres Parfüms zurück in meine Nase. Noch immer möchte ich nicht glauben, mir den rätselhaften Einbrecher, die Spuren im Badezimmer und auch das Parfüm eingebildet zu haben. Doch genauso höre ich in mir die Warnung davor zu hoffen, ein Lebenszeichen von Penelope erhalten zu haben.

Durch das Fenster in der Küche sehe ich hinab auf den Innenhof des Mietshauses. Er wird nur durch den Schein der angrenzenden Straßenlaternen beleuchtet. In dem Halbdunkel vor der Eingangstür versuche ich eine Antwort zu suchen, wie ich das Rätsel um den Schatten lösen kann und ob es jemanden gibt, der mir helfen würde. Der Duft der Pizza breitet sich aus und ich schaue kurz hinüber zum Backofen. Als mein Blick abermals zum Innenhof wandert, durchfährt mich ein eisiger Schauer. Wie paralysiert beobachte ich die unwirkliche Szene.

„Das kann doch nicht sein…", entweichen meiner Kehle heißere Worte.

Vor der Eingangstür steht plötzlich eine Frau. Ihr Gesicht zur Hauswand gedreht, sehe ich nur ihre langen blonden Haare, die unter einer dunklen Mütze hervorschauen und über den ebenso schwarzen Mantel fallen, in dessen Taschen sie ihre Hände verborgen hält.

„Penelope?"

Aus der linken Tasche zieht die Frau einen Umschlag hervor und lässt ihn in einem der Briefkästen verschwinden. Ruckartig befreie ich mich aus meiner Starre und jage das Treppenhaus hinab. Ich muss herausfinden, ob die Frau im Innenhof meine Schwester ist. Völlig außer Atem komme ich unten an und reiße die Tür auf.

„Sie ist fort", spreche ich laut meine Enttäuschung aus.

Ich schaue mich im Innenhof um und renne vor zur Straße, doch ist die blonde Frau wie vom Erdboden verschluckt.

Der Briefkasten! Sie hat etwas in einen der Briefkästen geschoben. Ich eile zurück nach oben, nehme den passenden Schlüssel an mich und renne die Treppenstufen erneut nach unten. Schweiß strömt über meine Stirn und am Nacken hinab unter den Stoff meines Hoodies und ich atme angestrengt in kurzen Schüben ein und aus. Zitternd drehe ich den Schlüssel um und schaue in die in der Wand eingelassene metallene Box.

In meinem Briefkasten befindet sich ein Umschlag.

Ich spüre, wie mir schwindelig wird und obwohl ich regelrecht danach giere zu erfahren, was für eine Nachricht mir die blonde Frau - ja vielleicht meine Schwester - hinterlassen hat, bin ich unfähig, den Brief herauszunehmen.

„Reiß dich zusammen", fordere ich mich selbst auf und endlich nehme ich den Umschlag an mich. Ich ziehe das kleine Blatt Papier heraus und entfalte es. Meine Augen weiten sich, unfähig zu begreifen, was sie sehen.

Jedes einzelne Wort durchfährt meinen Körper wie ein Stromschlag.

Finde mich, Gregor.

P.

Kapitel 6: Maiah

Constantin hat uns zusammengerufen. Wir sitzen in einem Kreis im großen Saal des Erdgeschosses und die Mitglieder der Gemeinschaft sehen ihn mit unsicheren, fragenden Blicken an. Er trägt ein weißes, enganliegendes Hemd und dazu einen elfenbeinfarbenen Blazer mit passender Hose. Nur seine in einem Cognacton gehaltenen Lederschuhe bilden einen leichten Kontrast, der jedoch seine erzwungene Ausstrahlung an purer Reinheit unterstreicht. Mustere ich ihn genau, hebt sich unter dem Stoff des Hemdes das Medaillon ab, das er wie seinen Augapfel hütet. Ich überlege wieder, was er darin verbirgt, wenngleich auch der Grund für unser Zusammentreffen eigentlich keinen Raum für solche Gedanken lässt.

„Nicoletta hat uns aus freien Stücken verlassen", ergreift Constantin das Wort. Er scheint die Verunsicherung und Sorge aller Anwesenden zu spüren und verleit seiner Stimme deshalb einen Klang der völligen Ausgeglichenheit. „In ihrem Brief schildert sie, sich in einen Mann außerhalb unseres Verbundes verliebt zu haben. Mit ihm möchte sie sich eine Zukunft aufbauen. So hat er sie erst vor wenigen Tagen darum gebeten, zu ihm zu ziehen. Nicoletta wollte diese Chance nutzen, fürchtete jedoch unsere Reaktion. Ihre Absicht war es, niemanden zu enttäuschen oder im Stich zu lassen. Deshalb hat sie sich für einen leisen Abschied entschieden und sich in ihrem Brief bei allen bedankt. Ihre Worte sind mit Bedacht gewählt und überzeugen mich, zu was für einer mutigen Frau sie geworden ist. Auch mich stimmt ihre Entscheidung traurig - glaube ich, dass Nicoletta durch unsere Gemeinschaft trotz ihrer guten Entwicklung noch immer profitieren kann wie auch wir durch ihre Anwesenheit eine große Bereicherung erfahren. Nichts desto trotz hat sie ihre Entscheidung getroffen. Und uns obliegt es nun, diese zu akzeptieren."

Einige Mitglieder können die Tränen nicht länger zurückhalten und geben zu, wie sehr sie Nicoletta vermissen werden. Auch Jonah zeigt sich betroffen und gesteht, jedes Mal, wenn er den Kräutergarten aufsuche, holen ihn seine Erinnerungen ein und er wehre sich gegen die bittere Wahrheit, dass Nicoletta uns verlassen hat.

Während auch einige andere ihr Empfinden Preis geben, bemerke ich, wie mich Constantin beobachtet. Mein Gesicht ist eine starre Maske. Vermutlich fragt er sich, warum ich nicht um meine hier gewonnene Freundin weine. Schuldet er es meiner Geschichte, von der Constantin glaubt, sie sei wahr?

Ich presse die Hände immer wieder zu zwei Fäusten zusammen, um damit die in mir tobende Wut zu kontrollieren. Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass hinter Nicolettas plötzlichem Verschwinden ein anderer Grund steckt. Sie hatte nie einen Mann erwähnt und ich bilde mir ein, dass sie zumindest eine Andeutung über einen Partner gemacht hätte. Selbst ihr seltsames Verhalten bei unserer letzten Begegnung ließ nicht erkennen, dass sie dabei war, sich eine Zukunft mit einem anderen aufzubauen.

Stattdessen bestätigt mir eine ihrer Äußerungen, dass Constantin mehr über Nicolettas Verschwinden weiß, als er zugibt.

Vorhin kam Constantin zu mir in die Kräutergärten. Er sagte, er sei stolz auf mich. Sein Geständnis hat mich sehr berührt.

Ich werde herausfinden, was er ihr angetan hat. Und dann werde ich ihn töten, so wie es mein Ziel ist, schon bevor ich Teil der Gemeinschaft wurde.

Constantin bietet allen die Möglichkeit, ihre Emotionen in einer der nächsten Therapiegespräche aufzuarbeiten, rät uns jedoch dazu, unseren Alltag nicht aufzugeben. Die meisten Mitglieder erweisen sich dankbar für seinen Vorschlag, andere schweigen einfach und schauen betrübt zu Boden. Ich dagegen verharre hinter meiner ausdruckslosen Maske.

Als sich unsere Versammlung auflöst, wendet sich Constantin an mich. Er sieht mich nachdenklich an.

„Maiah, Nicoletta und du standen euch besonders nahe. Dass sie dir nichts von ihren Plänen verraten hat, bedeutet nicht, dass sie dir nicht vertraut." Vorsichtig berührt er meine Schulter. Seine Geste soll mich trösten und mein aufgebrachtes Inneres beruhigen, doch stattdessen kämpfe ich gegen den Wunsch an, ihm ein Messer in seine Eingeweide zu rammen.

„Ich möchte dich noch einmal ermutigen", setzt er fort und eine aufkommende Nervosität vertreibt den Zorn unter meiner Haut „dich hypnotisieren zu lassen. Ohne zu weit zu gehen, vermute ich, dass Nicolettas Entscheidung bei dir mehr auslöst, als bei den anderen. Und deshalb sollten wir gemeinsam herausfinden, wo diese Emotionen ihren Ursprung haben."

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