Patrick Kruß - Die lebenden Schatten

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Vor zwei Jahren verschwand Penelope Ahrendt spurlos. Nur ihr Bruder Gregor hat sie noch nicht aufgegeben. Während einer Gedenkfeier für Penelope überschlagen sich die Ereignisse und Gregor scheint tatsächlich auf ein erstes Lebenszeichen seiner Schwester zu stoßen. Dabei erinnert er sich an ein Spiel, das sie als Kinder spielten: Gelingt es ihm die hinterlassenen Hinweise richtig zu deuten, wird er Penelope finden. Schon bald gerät Gregor in einen Strudel düsterer und schockierender Geheimnisse. Wem kann er noch vertrauen? Ist Penelope wirklich am Leben oder droht er den Verstand zu verlieren?

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In der Tat. Mein Instinkt sagt mir, dass ich ihm gerade einen großen Schritt nähergekommen bin.

Nicoletta fehlt. Beim Abendessen ist ihr Platz mir gegenüber leer. Das beängstigende Gefühl, welches mich am Nachmittag während meiner Begegnung mit ihr beschlichen hat, manifestiert sich erneut in mir. Ich kämpfe gegen den Impuls an aufzuspringen, zu ihrem Zimmer zu rennen und nachzuschauen, warum Nicoletta nicht bei uns ist.

„Nico lässt sich entschuldigen. Sie fühlt sich nicht wohl und möchte lieber früh zu Bett gehen", schildert mir Jonah, der zu meiner linken sitzt und scheinbar den Grund meiner Unruhe erkannt hat.

„Es sieht ihr gar nicht ähnlich", gebe ich zu und versuche, eine Gabel voll Nudeln zu mir zu nehmen.

„Mach dir keine Sorgen, Maiah. Sie war vorhin, als wir den Tisch gedeckt haben, kurz hier."

Ich mustere Jonah; mit seinen achtzehn Jahren das jüngste Mitglied der Gemeinschaft . Er lebt seit sieben Monaten hier, nachdem er über zwei Jahre auf der Straße verbracht hatte. Seine Zeit in der Bahnhofs- und Obdachlosenszene war geprägt durch Erfahrungen mit Cannabis, Kokain und Crystal Meths und Jonah gibt zu, jedes Mittel war ihm recht, um den Zugang zu seinen Gefühlen zu verlieren. Den Gefühlen nichts wert und ungeliebt zu sein. Er, der Sohn eines erfolgeichen plastischen Chirurgen und einer renommierten Anwältin. Er, dessen Leben eine einzige Rebellion gegen das enge Korsett aus Regeln und vorherbestimmten Perspektiven war, in das seine Eltern ihn zu zwängen versuchten.

Constantin gab ihm nach einem harten Entzug, den Jonah in einer Klinik hier in der Nähe absolvierte, ein Versprechen. Schon bald werde er erkennen, welche Möglichkeiten ihm offenstehen und wie viel er für andere bedeuten könne. Und tatsächlich scheint der Junge, der hier sein Zimmer bezog - eine blasse, beinahe leblose Erscheinung - inzwischen einem optimistischem und nach Tatendrang strotzendem, jungen Mann gewichen zu sein. Jonah strebt seine Mittlere Reife an und arbeitet nach Schulende bis in den Abend in der Spielzeugmanufaktur.

Er ist einer derjenigen, der durch Constantins Tod zerbrechen wird. Ich zerstöre seine Zukunft. Bei diesen Gedanken möchte ich aufschreien und die Mitglieder der Gemeinschaft um Vergebung bitten. Würden sie mich verstehen, wenn sie meine Geschichte kennen? Wenn sie von dem Schmerz wüssten, den ich Constantin verdanke? Von all dem, was er mir genommen hat?

Meine Angst, Nicoletta ist etwas zugestoßen, versuche ich zu unterdrücken und halte das restliche Abendessen voller Ungeduld durch. Eiliger als sonst helfe ich, das Geschirr aufzuräumen und die Tische abzuwischen. An den Blicken der anderen erkenne ich, dass sie sich fragen, was mit mir los ist. Allerdings würde mich nur jemand darauf ansprechen, wenn mein gesamtes Selbst förmlich nach Hilfe verlangt.

Jeder von uns erlebt Tage, an denen er traurig ist, verschlossen, seltsam oder gar völlig entrückt wirkt. Die Vergangenheit holt einen in diesen Momenten ein und behauptet, es werde sich - ganz egal, wie sehr die eigene Anstrengung auch sein mag - niemals etwas ändern. Es tut gut, sich nicht erklären zu müssen, aber die Hilfe in der Gemeinschaft zu finden, falls sie erforderlich wird. Diese Augenblicke werden zusehends selten, je länger der eigene Aufenthalt hier dauert und irgendwann verschwinden sie gänzlich. Das Ziel der Gemeinschaft - Constantins Absicht - scheint sich also immer wieder zu erfüllen.

Während ich darüber nachdenke, wird mir bewusst, wie tief ich mich inzwischen selbst hier verwurzelt fühle. Wenn es Teil von Constantins offerierter seelischer Rekonvaleszenz ist, den Mitgliedern irgendwann ihre bisherige Identität zu nehmen und eine neue zu schenken, so hält mich nur mein Hass ihm gegenüber davon ab, zu vergessen, wer und warum ich hier bin.

Mein Name ist Maiah Winter.

Möglicherweise gebe ich mich einem Hirngespinst hin und Nicoletta schläft - so wie Jonah schon sagte - bereits. Und doch eile ich regelrecht hinauf zu ihrem Zimmer, in der Hoffnung, sie in ihrem Bett zu finden.

Mit zitternder Hand klopfe ich an ihre Zimmertür an und lausche angespannt, ob sie mich hereinbittet. Ich habe alle Mühe damit, unter dem Dröhnen meines Herzschlages in den Ohren etwas Anderes zu hören und so drücke ich die Türklinke reflexartig nach unten. Zu meiner Überraschung ist die Tür nicht abgeschlossen und schwingt in einem langsamen, unheimlichen Knirschen zur Seite.

„Nicoletta?", frage ich in die Dunkelheit des Zimmers hinein. Ich erhalte keine Antwort.

Meine Finger tasten nach dem Lichtschalter zu meiner Linken und als wenige Sekunden später der gelbliche Schein der Deckenbeleuchtung den Raum erhellt, scheint mir das Blut in Adern zu gefrieren.

Das Zimmer ist völlig verlassen, so als hätte nie jemand hier gewohnt. Nicolettas wenige persönliche Sachen sind verschwunden und nur die sterile Einrichtung bleibt zurück.

Ich hatte Recht, schießt es mir durch den Kopf. Meine Intuition hat mich nicht getäuscht. Und doch wünsche ich mir, es wäre nicht so.

Mir wird schwindelig und bevor ich das Gleichgewicht verliere, kann ich mich an der Lehne eines Stuhls abstützen.

Was ist nur mit Nicoletta geschehen?

Ich atme mehrmals tief ein und aus und versuche, durch den kontinuierlichen Luftstrom in meine Lungen zur Ruhe zurück zu finden. Doch die Panik will einfach nicht aus meinem Körper weichen, so als sei sie Terpentin, das an jeder einzelnen Faser klebt.

Ich muss die anderen alarmieren, zwingt mich ein Gedanke zum Handeln. Als ich das Zimmer wieder verlassen möchte, entdecke ich einen weißen Umschlag auf dem Schreibtisch vor mir. Meine Hände zittern immer noch und mit Mühe ziehe ich das Blatt Papier hervor. Binnen weniger Sekunden wird mir bewusst, was ich hier in den Händen halte.

Ein von Nicoletta verfasster Brief. Und noch bevor ich die von ihr niedergeschriebenen Zeilen lese, weiß ich, dass sie nicht die wahre Erklärung für ihr Verschwinden darstellen werden und etwas Anderes hierfür ursächlich ist.

Etwas Düsteres.

Kapitel 5: Gregor

Irritiert blieb ich vor unserer Haustür stehen. Ich sah zur Straße und mein Blick folgte ihrem Lauf, - erst in die eine, dann in die andere Richtung - bis der Asphalt aus meiner Sicht verschwand. Ich ging wenige Schritte in den Vorgarten und überlegte dabei angestrengt, was der nächste Hinweis sein mochte, den mir Penelope hinterlassen hatte.

Genauso gut, wie ich einen Anhaltspunkt entdecken konnte, war es ein Leichtes, ihn zu übersehen oder einer falschen Spur zu folgen und dabei gänzlich vom Weg abzukommen.

Ich schaute auf den Boden und musterte meine Gummistiefel.

Penelope muss sie aus einem bestimmten Grund angezogen haben, schoss es mir durch den Kopf. Während ich darüber nachdachte, sah ich den Kater unserer Nachbarn vorbeihuschen. Grau getigert und wohlgenährt schien er eine Beute zu verfolgen und verschwand hinter einer Reihe von Hecken auf dem Weg zu unserem Garten.

Der Garten! Auf einmal beschlich mich eine erste Vermutung. Penelope ist irgendwo hin, wo der Boden für alle anderen Schuhe zu dreckig ist.

An unseren Garten grenzte ein großes, unbebautes Grundstück an, auf dem die Eigentümer - zwei Brüder, die ein äußerst niedriges Ansehen in der Gegend genossen - jede Menge Schrott abgeladen hatten. Es war verwildert und nach dem starken Regen der letzten Wochen vermutlich eine einzige Schlammpfütze. Ich umrundete unser Haus, öffnete das kleine Gatter zum Garten und sah hinüber zu dem Grundstück. Langsam ging ich auf den Zaun zu, der die Grenze zwischen meinem derzeitigen Zuhause und der Wildnis aus Paletten, Metallteilen, Fässern und Holzstapeln trennte.

Im feuchten Gras entdeckte ich den frischen Abdruck eines Schuhs - der nächste Hinweis, den Penelope mir absichtlich hinterlassen hatte!

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