Patrick Kruß - Die lebenden Schatten

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Vor zwei Jahren verschwand Penelope Ahrendt spurlos. Nur ihr Bruder Gregor hat sie noch nicht aufgegeben. Während einer Gedenkfeier für Penelope überschlagen sich die Ereignisse und Gregor scheint tatsächlich auf ein erstes Lebenszeichen seiner Schwester zu stoßen. Dabei erinnert er sich an ein Spiel, das sie als Kinder spielten: Gelingt es ihm die hinterlassenen Hinweise richtig zu deuten, wird er Penelope finden. Schon bald gerät Gregor in einen Strudel düsterer und schockierender Geheimnisse. Wem kann er noch vertrauen? Ist Penelope wirklich am Leben oder droht er den Verstand zu verlieren?

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In den zur Gemeinschaft gehörenden Manufakturen wird unter anderem auch Spielzeug hergestellt, Uhren und Schmuck repariert, Gemüse angebaut und zu verschiedenen Produkten wie Aufstrichen oder Babynahrung verarbeitet. Jeder findet seine Rolle, in der er schöpferisch tätig sein kann.

Die in der Konditorei gebackenen Kuchen werden an mehrere Cafés im Umkreis ausgeliefert und haben bisher zahlreiche positive Rückmeldungen eingebracht. Durch die Außenwirksamkeit der unterschiedlichen Erzeugnisse und Dienstleistungen genießt Constantins Einrichtung inzwischen in der Umgebung ein beträchtliches Ansehen. Wohl wissend um die Klientel, das seine Gemeinschaft aufnimmt, erachten es viele für besonders erstaunlich, welch hervorragende Arbeit hier geleistet wird.

Ich bin gerade damit fertig, meinen Arbeitsplatz zu säubern, als mir auf dem Flur Nicoletta begegnet. Sie strahlt bis über beide Ohren.

„Ist etwas passiert?", frage ich neugierig und Nicoletta nimmt meine Hände in die ihren.

„Ich bin einfach nur glücklich", gibt sie zu. „Durch meinen Aufenthalt und all die zahlreichen lieben Menschen, die ich hier kennen lernen durfte, hat sich in mir etwas verändert. Ich fühle mich stärker als je zuvor und das erste Mal dazu fähig, mein Leben selbst zu gestalten."

Ihre Euphorie entlockt auch mir ein Lächeln. „Das hast du verdient", versichere ich ihr, wenn ich auch noch nicht begreife, was sie zu solch einem Hoch beflügelt.

„Vorhin kam Constantin zu mir in die Kräutergärten. Er sagte, er sei stolz auf mich. Sein Geständnis hat mich sehr berührt."

Daher weht also der Wind, denke ich mir. Ich mustere die Ärmel meines grauen Longsleeves und kann dadurch verhindern, dass meine Gesichtszüge entgleisen. Niemand darf auch nur ahnen, welchen Hass ich gegen Constantin Saarfeld schüre. Was meine eigentliche Absicht ist. Wenn ich ihn töte, werde ich damit die Gemeinschaft zerstören und all jene ins Verderben stürzen, die sich hier ihrer Vergangenheit entledigen und ein neues Leben errichten wollen. So jemanden wie Nicoletta. Obwohl ich um das große Unheil weiß, dass ich anrichten werde, gibt es für mich kein Zurück. Keine Alternative.

„Glaub mir, ich bin auch stolz auf dich. Dein Mitgefühl für andere schenkt vielen Zuversicht", finde ich zu einer Antwort.

„Das ist sehr nett von dir", bedankt sich Nicoletta. „Wie schön, dass wir uns kennen lernen durften."

„Geht mir genauso", versichere ich ihr.

„Maiah", ruft jemand meinen Namen über den Flur. Wir wenden uns der Person entgegen. Es ist Gerard Fenrich; Constantins langjähriger Mitarbeiter. Er war selbst einst Mitglied der Gemeinschaft und nach den kursierenden Geschichten hat ihn Constantin als einen Obdachlosen auf der Straße aufgesammelt und ihm ein neues Zuhause - ein neues Leben - geboten. Gerard zeigt, so bin ich mir sicher, seinem Retter gegenüber blinde Loyalität. Wenn der Moment kommt, an dem ich Constantins Leben auslösche, werden wir - sollte Gerard ihn beschützen - zu erbitterten Feinden.

„Constantin bat mich, dich zu ihm zu rufen. Er wollte persönlich vorbeischauen, doch dauert ein Telefonat mit den Geschäftsführern der Firma länger als erwartet. Du kannst zu ihm ins helle Zimmer ."

„Danke Gerard", bestätige ich und verabschiede mich von Nicoletta. „Wir sehen uns nachher beim Abendessen."

Ich möchte gehen, da spüre ich Nicolettas Hand auf meinem Arm. Ich wende mich ihr noch einmal zu und plötzlich wirkt ihr Blick wehmütig. Hinter der Hülle aus Heiterkeit und überschwänglicher Freude verbirgt sie etwas. Aus einem mir nicht greifbaren Grund wandert plötzlich an meinen Armen eine Gänsehaut hinab und Angst beginnt mein Herz zu umspannen, so als würde mich die üble Vorahnung, irgend etwas Fürchterliches werde geschehen, beschleichen.

„Ist alles…", setzte ich an.

„Pass auf dich auf", bittet sie mich. Es klingt wie ein Lebewohl. Bevor ich reagieren kann, verschwindet sie in Richtung der Kräutergärten.

Ein langer Moment vergeht, bis ich dazu fähig bin, Nicolettas letzte Worte beiseite zu schieben. Ich nehme mir vor, unser Gespräch nach dem Abendessen unter vier Augen fortzuführen.

Vorerst muss ich mich für mein Treffen mit Constantin wappnen. Über den Flur erreiche ich die Haupthalle des riesigen Anwesens, in dem die Gemeinschaft untergebracht ist. Ich folge der breiten Treppe hinauf ins zweite Obergeschoss und nehme den in den Westflügel abzweigenden Gang. Am Ende liegt - hinter einer breiten, bis fast unter die Decke reichenden, weißen Tür - das helle Zimmer ; Constantins Raum, in dem er sich mit den Mitgliedern der Gemeinschaft ungestört über deren Vergangenheit unterhält. Constantin Saarfeld hat, bevor er zum Leiter des Familienimperiums wurde, einen Abschluss in klinischer Psychologie und Psychotherapie erreicht. Seiner ursprünglichen Profession scheint er also nicht völlig zu entsagen. Wohl wissend hierum hoffe ich inständig, dass er mich dennoch nicht durchschaut. Mit jedem Gespräch, zu dem er mich einlädt, erwacht in mir die Panik, Constantin wird mich des Lügens bezichtigen und von mir verlangen, die Wahrheit über meine Vergangenheit zu erfahren. Mich vor ihm zu verschließen, wird ihn genauso misstrauisch machen, wie eine erfundene Geschichte zu präsentieren. Also wähle ich einen Mittelweg und lasse ihn an der dunklen Seite meines Lebens - an all den Ereignissen und Personen, die mich zu ihm in das helle Zimmer führen - Teil haben. Ich brauche jedoch keinen von Constantins Ratschlägen, denn ich habe die Antwort, wie ich Frieden erhalten kann, in mir bereits gefunden. Constantin Saarfeld wird durch meine Hand sterben.

Behutsam klopfe ich an und höre durch das massive Holz der Tür hindurch, wie mich Constantin darum bittet, einzutreten. Mit einem behutsamen Ruck verschaffe ich mir Zugang und finde ihn an seinem Schreibtisch. Durch die Glasfront hinter Constantins Arbeitsplatz dringt das goldene Licht des Spätnachmittages in das quadratisch geschnittene Zimmer. Sowohl der abgeschliffene, edle Holzboden wie auch die Wände und die antik wirkenden Möbel sind allesamt in weiß gehalten. Etwa in der Mitte des Raumes steht ein aus Kristall, Marmor und Sandstein geschaffener Brunnen, der mich an eine einsame Insel im Ozean erinnert. Der leise, konstante Klang fließenden Wassers erfüllt das helle Zimmer , einen Ort der tiefen Reinheit und des inneren Friedens.

Constantin sieht zu mir auf, klappt seinen Terminkalender, in dem er gerade handschriftlich etwas vermerkt hat, zu und lächelt mich einladend an.

„Maiah", sagt er erfreut. „Komm, lass uns Platz nehmen." Er deutet auf die beiden Sessel, die gleich hinter dem Brunnen stehen und durch einen flachen Glastisch voneinander getrennt werden. Auf dem Tisch steht eine Karaffe mit Wasser und zwei Gläsern.

„Möchtest du etwas trinken? Wenn mich nicht alles täuscht, kommst du gerade aus der Konditorei zu mir und hast sicherlich Durst?"

Ich nicke, bedanke mich für sein Angebot und fülle mir eines der Gläser bis zur Hälfte mit Wasser. Nach einem kleinen Schluck versuche ich in dem Sessel eine möglichst entspannte Haltung einzunehmen. Constantin hat es sich mir gegenüber bequem gemacht. Er trägt einen weißen, dünnen Rollkragenpullover und eine ebenso helle Stoffhose. Seine Erscheinung wirkt wie immer elegant und einladend, sich im anzuvertrauen. Es reichen wenige seiner Gesten und Worte, um die Bereitschaft zu wecken, ihn an den eigenen Geheimnissen Teil haben zu lassen; fast als wären sie Ballast und er die Schulter, die einem diese Last abnehmen kann. Mit seinen Fragen und seinem Interesse ermutigt einen regelrecht dazu, ihn in all die dunklen Episoden des eigenen Lebens einzuweihen. Ich kann mich seiner Wirkung nur durch den lodernden Hass in meinem Herzen entziehen. Wieder kreist eine Überlegung durch meine Gedanken: Ahnt er, was ich plane? Sieht er die Finsternis in mir?

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