Patrick Kruß - Die lebenden Schatten

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Die lebenden Schatten: краткое содержание, описание и аннотация

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Vor zwei Jahren verschwand Penelope Ahrendt spurlos. Nur ihr Bruder Gregor hat sie noch nicht aufgegeben. Während einer Gedenkfeier für Penelope überschlagen sich die Ereignisse und Gregor scheint tatsächlich auf ein erstes Lebenszeichen seiner Schwester zu stoßen. Dabei erinnert er sich an ein Spiel, das sie als Kinder spielten: Gelingt es ihm die hinterlassenen Hinweise richtig zu deuten, wird er Penelope finden. Schon bald gerät Gregor in einen Strudel düsterer und schockierender Geheimnisse. Wem kann er noch vertrauen? Ist Penelope wirklich am Leben oder droht er den Verstand zu verlieren?

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„Das würde sie sicherlich sehr freuen", bestätige ich ihm. Es klingt so, als sei sie verstorben, doch Jonah lächelt mir zu. „Vielleicht sehen wir sie eines Tages wieder. Dann kann ich ihr berichten, dass es ihrem Garten gut geht. Glaubst du, Nico denkt an uns? Auch wenn für sie nun ein neues Leben begonnen hat?"

„Da bin ich mir sogar ziemlich sicher." Eine weitere Lüge, zu der ich mich entscheide.

Ich verabschiede mich von Jonah und laufe zur Konditorei hinüber. Als ich den Raum betrete, lehnt Constantin mit verschränkten Armen an meiner Arbeitsfläche. Er scheint auf mich gewartet zu haben. Wir beide sind völlig alleine. Obwohl ein Adrenalinstoß durch meinen Körper jagt und ich mich sofort frage, was er plant, gelingt es mir, meine Gesichtszüge ruhig zu halten. Anstelle mit Panik durchzogener Irritation reagiere ich mit einem neugierigen Lächeln.

„Habe ich einen Termin vergessen?", frage ich.

„Keineswegs", winkt Constantin ab. „Ich dachte mir, ich besuche dich hier einmal."

Ich muss etwas unternehmen. Ein einziger Gedanke, der mich zum Handeln zwingt. Es wird höchste Zeit, dass ich ihm etwas gebe - eine Seite, die er an mir nicht kennt. Nur dadurch kann ich das Misstrauen bezwingen, mit dem er jeder meiner Bewegungen folgt.

„Jonah kümmert sich um Nicolettas Pflanzen", sage ich beiläufig und komme Constantins nächster Äußerung zuvor. „Ich habe mich gerade mit ihm eine Weile in der Gärtnerei unterhalten." Meine Hände tasten demonstrativ nach der Arbeitsfläche und suchen an ihrem Rand Halt.

„Es war sein Wunsch, ihre Arbeit fortzuführen. Er fühlt sich mit Nicoletta verbunden und kann durch diese Aufgabe lernen, mit ihrem plötzlichen Abschied aus unserer Gemeinschaft umzugehen", führt Constantin aus.

Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie er meine Hände beobachtet. Er registriert das leichte Zittern. Meine Körperspannung. Das Beben meiner Unterlippe.

„Was…", beginne ich und scheine dabei mit mir selbst zu ringen.

„Nur zu, Maiah", ermutigt mich Constantin. Er ist neugierig zu hören, was ich ihm mitzuteilen habe.

„Was, wenn dieser Mann…", versagt mir die Stimme erneut. Die Worte scheinen einfach nicht über meine Lippen zu kommen. Da sehe ich zu Constantin auf, die Augen weit aufgerissen, während sich in ihnen Tränen sammeln.

„Was, wenn dieser Mann ihr etwas antut?", spreche ich meine Furcht aus. „Nico hat ihn nie erwähnt. Vielleicht täuscht er sie und ist so brutal wie ihr Vater es war…"

„Oder der Mann, der dich verletzt hat", ergänzt Constantin, was unausgesprochen zwischen uns den Raum ausgefüllt hat.

Egal, was der Grund für seinen Besuch war, er lässt sich völlig auf meinen Gefühlsausbruch ein. Und tatsächlich: Das Misstrauen ist aus seine Augen gewichen. Stattdessen erkenne ich die Faszination über meine plötzliche Offenheit.

Ich halte die Tränen nicht länger zurück und fange bitterlich zu weinen an. Jede Emotion, die ich in mir finde, nutze ich, um Constantin von meiner Fragilität zu überzeugen. Ich senke den Kopf und schaue erneut zur Arbeitsfläche, so als würde ich dort nach einer Antwort suchen.

„Hier war sie in Sicherheit. Aber dort draußen… bei ihm... wer wird sie da beschützen? Wie gut kann sie ihn schon kennen? Hat er ihr Vertrauen verdient?"

Constantin kommt näher, aber ich sehe nicht zu ihm auf, sondern starre vor mich hin. Da spüre ich seine Hand auf der meinen. Er würde mich nicht in den Arm nehmen und trösten. Nicht auf diese Weise. Constantin hält die Grenzen ein, die jeder professionelle Therapeut beachtet.

„Du lässt deine Angst zum ersten Mal gegenüber einem anderen zu. Das ist ein beachtlicher Schritt, Maiah. Zu wissen, wovor du dich fürchtest, wird dir helfen, dich deinen inneren Dämonen zu stellen."

Ich ziehe meine Hand langsam zurück und streiche mir die Tränen aus dem Gesicht.

„Ich habe noch niemandem erzählt, was er… was er mir angetan hat. Wie es anfing. Und wie es endete. Wenn es möglich wäre, würde ich gerne die Therapie dazu nutzen…"

„Natürlich. Ich unterstütze dich", unterbricht Constantin mich, damit zeigend, dass er meiner Bitte folgen wird.

„Wenn du möchtest, kannst du heute früher aufhören", bietet er mir an.

„Danke, aber ich glaube, die Arbeit wird mir helfen. Ich bin gerne hier."

Er nickt mir zu und berührt zum Abschied kurz meine Schulter.

„Du befindest dich auf dem richtigen Weg, Maiah. Vertrau dir selbst, ja?"

„Ich versuche es", stimme ich ihm zu.

Als ich alleine bin, bleibe ich wie angewurzelt stehen. Es dauert eine kleine Ewigkeit, bis ich die Rolle, in die ich geschlüpft bin, abstreifen kann. Dann beginnt mein Körper heftig zu zittern und ich habe alle Mühe damit, meine Muskeln zu beruhigen. Ich konzentriere mich auf meinen Atem, schließe die Augen und merke, wie ich Sekunde um Sekunde entspanne.

Mein Plan - so vermute ich - hat funktioniert. Ich konnte Constantin davon überzeugen, dass ich nicht durch Hypnose, sondern durch Gespräche meine Vergangenheit bewältigen möchte. Und das verschafft mir Zeit, auch wenn ich mich nun in einen noch tieferen Strudel aus Lügen verlieren werde.

Was auch geschehen wird, ich darf auf keinen Fall vergessen, weshalb ich hier bin. Wer ich bin.

„Mein Name ist Maiah Winter."

Im Haus herrscht gespenstische Stille. Vermutlich schlafen bereits alle und ich bin die einzige, die kurz nach Mitternacht noch mit angeknipster Nachttischlampe in ihrem Bett sitzt. Auf meinem Schoß liegt die Geschichte der Familie Belfort. Der unbekannte Autor hat sein Werk mit etlichen Fragen begonnen, die um das tragische Ende von Luis und Fleur Belfort und ihren vier Kindern kreisen. Welcher Schrecken mag die Familie in ihrer letzten Nacht heimgesucht haben? Hatte sich Luis etwa Feinde gemacht, die ihm seinen beruflichen Erfolg missgönnten und dafür sogar sein Blut forderten? War alles ein tragischer Zufall oder vielmehr ein grässlicher Plan? Wer brachte es fertig, nicht nur die Eltern, sondern auch gleich vier Kinder zu töten? Weshalb konnte das Verbrechen bis heute nicht aufgeklärt werden?

Gleich nach dem Inhaltsverzeichnis findet sich ein Portrait der Familie. Es zeigt Luis und Fleur hinter ihren auf Stühlen sitzenden Kindern. Ihr ältester Sohn Philippe. Ihre Tochter Amelie und die beiden Zwillinge Artur und Casper. Sie alle lächeln in die Kamera, sie alle wirken glücklich. Ob der Autor in Erfahrung bringen konnte, was sich hinter geschlossenen Türen abspielte? Hat er die Antworten auf all seine Fragen gefunden?

Die ersten Kapitel liefern einen Abriss darüber, wie sich Luis und Fleur kennen lernten. Sie beide waren achtzehn Jahre alt und Luis besuchte seine Tante anlässlich ihres vierzigsten Geburtstages in Lyon. Fleur lebte mit ihrer Familie in der Nachbarschaft und während der großen Feier begegneten sie sich das erste Mal. Beide fühlten sich sofort zueinander hingezogen, denn nur wenige Tage später entschied sich Luis dazu, bei der Firma seines Onkels ein Praktikum zu absolvieren - sicherlich, um in Fleurs Nähe sein zu können. Auf einem weiteren Photo sind die beiden als junges Paar zu sehn. Sie sitzen an einem Tisch irgendwo im Freien. Vor ihnen stehen Weingläser und im Hintergrund sind Lampions auszumachen. Luis trägt ein weißes Hemd, die Ärmel legere nach oben gekrempelt und den obersten Knopf gelöst. Er hat seinen Arm um Fleur gelegt, die in ihrem hellen Etuikleid wie das passende Gegenstück zu ihm wirkt. Mit geschlossenen Augen lehnt sie an seiner Schulter und lächelt; glücklich über die Geborgenheit, welche ihr Luis' Berührung schenkt. Der Photograph muss die Aufnahme heimlich gemacht haben, denn sie ist ein perfekter Schnappschuss. Auf faszinierende Weise hält sie den Zauber dieses Moments fest. Die große Zuneigung zwischen den beiden Verliebten ist unabweislich zu erkennen. Sie sind glücklich einander gefunden zu haben und träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Keiner von ihnen ahnt, welch schreckliches Ende ihre Geschichte nehmen wird.

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