Anna-Lina Köhler - Todes Tochter

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Ihr ganzes Leben lang glaubte Lia, sie sei ein ganz normales Mädchen – bis sie beinahe ermordert wird. Von diesem Tag an verändert sich ihr ganzes Leben. Denn sie erfährt, dass sie dazu auserwählt worden ist eine grausame Bestie aufzuhalten, die aus der Hölle entkommen ist, um die Welt in einen Krieg zu stürzen.

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Unter den scharfen Worten des Schattens zuckte Enago erschrocken zusammen.

Wessen Hand hat es gewagt, seine Klinge durch das dunkle Herz meiner Züchtungen zu stoßen?“

„Ich, ich weiß es nicht, mein Herr.“

Enago starrte gebannt auf den schmutzigen Boden vor ihm. Auf keinen Fall wollte er dem tödlichen Blick, den eiskalten Augen begegnen. Der Schatten verschmähte schlechte Nachrichten und von dem Großteil ihrer Überbringer hatte er nur ein paar leblose Fetzen übrig gelassen.

Sie läuft also noch immer lebendig herum? Die Zeiten sind also noch fern, in denen sie um Gnade winselnd vor mir knien wird?“

Enago antwortete nicht. Der Schatten hatte ihm zwar eine Frage gestellt, war sich dessen Antwort jedoch bewusst. Außerdem konnte Enago nicht mehr sprechen. Der Kloß in seinem Hals wurde immer größer, er zitterte. Stille begann sich in der Höhle auszubreiten. Es war eine beunruhigende Stille, eine tödliche Stille. Vorsichtig wagte es Enago, leicht den Kopf zu heben. Doch er erblickte nur kalte Höhlenwände und richtete seine Augen zurück auf den Boden.

„Meister?“ Der Schattendiener rief verunsichert nach seinem Herrn.

Enago!“

„Ja, Meister?“

Enago lief ein Schauer über den Rücken.

Komm ein Stück näher!“

Langsam bewegte er sich, immer noch kriechend, in Richtung der grauenvollen Stimme. Dabei wanderte sein Blick immer wieder leicht nervös umher. An den Wänden der Grotte hingen Knochen und Schädel. Manche schon älter, aber andere noch so frisch, dass Enago das faule Fleisch, das an ihnen hing, sehen und riechen konnte. Zwischen den Knochen konnte man ebenfalls frische Gedärme bewundern. Ein Herz hing neben einer schon fast völlig zersetzten Leber und ein frisches Auge glotzte traurig auf Enago herab. Trophäen! Alles Trophäen, die aus den Körperteilen und Innereien der Feinde des Schattens bestanden. Die, die es gewagt hatten, die dunkle Kreatur herauszufordern, sie in Frage zu stellen – ihn zu enttäuschen.

Ihm wurde schlecht und er musste sich zusammenreißen, um sich nicht zu übergeben. Seine schwarzen Locken fielen ihm ins Gesicht und er konnte seinen Schweiß schmecken, der ihm aus lauter Furcht von der Stirn tropfte. Während er auf dem kalten Steinboden kroch, schnitt er sich schmerzhaft die Handflächen auf und sah sein Blut über den Boden rinnen. Doch das machte ihm wenig aus. Seine Angst vor dem, was vor ihm lag, war größer als jeder Schmerz.

Fast hatte er den steinernen Thron der Kreatur erreicht, als er plötzlich eine Hand an seiner Kehle spürte. Sie schloss sich fest um seinen Hals, drückte immer fester zu, so wie der würgende Griff einer Schlange. Er spürte, wie es ihm mit der Zeit die Kehle zuschnürte. Er schnappte nach Luft, konnte kaum noch atmen. Dann verlor er plötzlich den Boden unter den Füßen. Er wurde höher gehoben, bis er den fauligen Atem seines Meisters roch und in die weißen Augen blickte. Er versuchte nicht hineinzuschauen, doch das schien schier unmöglich! Es war ein Todesweiß, in dem er sich selbst wiederfand - unter Schmerzen sterbend.

„Bitte, Meister“, keuchte er, denn er bekam kaum noch Luft. „Lasst mich leben. Ich bekomme keine Luft mehr.“

Und warum denkst du, dass ich dich leben lassen soll? Du hast dir in letzter Zeit zu viele Fehler erlaubt, Enago!“

Der faule Atem seines Herrn gab ihm fast den Rest.

„Ich werde sie für euch finden“, krächzte er verzweifelt. „Das, was eure Züchtungen nicht zu tun vermochten, werde ich für euch erreichen! Ich werde sie finden, euch persönlich bringen und sollte ich versagen, ...“

Die Hand, die sich um seinen Hals geschlossen hatte, war mit einem Mal verschwunden und er stürzte unsanft auf den Boden. Hart schlug er mit dem Kinn auf dem kalten Stein auf. Es wurde warm in seinem Gesicht.

Dann ist dein Schicksal besiegelt!“

Hektisch richtete sich Enago auf und stürzte panisch davon, die zischende Lache seines Meisters im Genick. Er rannte, rannte einfach geradeaus und selbst als er die Höhle schon lange verlassen hatte, hielt er nicht an. Er wagte es nicht, auch nur einen kurzen Blick zurückzuwerfen.

Der Schatten sah seinen Diener in Todesangst die Grotte verlassen und mehr eine Fratze als ein Grinsen breitete sich auf seinem scheußlichen Gesicht aus. Es bereitete ihm große Freude, Lebewesen leiden zu sehen. Schmerz und Leid zu verbreiten, das waren seine besten Freunde. Plötzlich hefteten sich seine weißen Augen auf ein purpurrotes Kissen, das neben seinem felsigen Thron stand, auf dem er saß. Auf diesem Kissen lag der schwarze Stein, den der Schatten in jener Nacht dem Zauberer Lunus abgenommen hatte. Der alte Mann hatte damals kaum Widerstand geleistet. Noch nicht einmal einen einfachen Zauber hatte der einst so mächtige Magier bewirken können. Das Einzige, was er getan hatte, nachdem seine Kehle mit Blut befleckt worden war, war, wissend zu lächeln.

„Gerechtigkeit wird siegen. Der Tod wird auch dich zurück in dein dunkles Grab zerren!“

Dann hatte die grausame Kreatur den schwarzen Stein aus Lunus lebloser Hand genommen und durch seine weißen, toten Augen die letzten Atemzüge des Zauberers genussvoll angesehen. Nun schien er nicht mehr aufzuhalten zu sein. Doch seine Flucht aus der Hölle hatte ihn fast seine ganze Lebensenergie gekostet, sodass er sich in diese Höhle zurückgezogen und erholt hatte.

Nun war er bereit. Bereit, diese Welt mit der Kraft des schwarzen Steines zu vernichten. Wüsste er doch nur, wie man ihn benutzt!

Blindes Vertrauen

Lia, bitte warte doch!“

Mit schnellen Schritten stürzte Ragon ihr nach.

„Ich komme wieder, wenn du damit aufhörst, dich so seltsam zu benehmen!“ Der Zorn, der in Lias Stimme mitschwang, war deutlich zu hören.

„Für wen hältst du mich, dass ich dir deine kleine Geschichte abkaufen soll? Ich bin keine Figur in einer Geschichte! Das hier ist die Wirklichkeit!“

Sie drehte sich nicht um, wagte es nicht, in Ragons Gesicht zu blicken, sondern trat die Flucht nach vorne an. Mit einem trotzigen Gesichtsausdruck marschierte sie in Richtung Wald. Der Wald, ein Zufluchtsort im Schutz der Bäume und der Dunkelheit. Ihr Herz schlug hart gegen ihre Rippen und Schweißperlen standen ihr auf der Stirn. Obwohl sie nicht rannte, fühlte sie sich ausgelaugt und müde. Die Wunde an ihrer Schulter hatte erneut angefangen höllisch zu brennen und schien sich mit jeder Sekunde tiefer in ihre Haut zu fressen. Noch immer konnte Lia Ragons Schritte hören, die sie entschlossen weiter verfolgten.

„Lass mich in Ruhe!“, keifte sie.

„Lia, bitte, ich kann es beweisen. Ich kann dir beweisen, dass die Geschichte wahr ist!“

Sie drehte sich mit gespieltem Erstaunen um.

„Ach ja! Wie willst du beweisen, dass sie wahr ist? Denn wie du eben richtig sagtest, es ist eine Geschichte. Es ist bloß eine Geschichte, Ragon!“

Ragon sah sie mit einer Mischung aus Wut und Verzweiflung an und Lia glaubte schon, dass er auf dem Absatz kehrtmachen und sich damit die ganze Sache erledigen würde. Doch er hatte nicht vor, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Mit einem schnellen Ruck zog er an dem Band, das seinen Umhang hielt. Nachdem er sich dessen entledigt hatte, begann er damit, sein Hemd auszuziehen.

„Was ...?“, fragte Lia verwirrt, als er sich das Hemd über den Kopf gezogen hatte.

Ragons Oberkörper war fast komplett mit schwarzen Zeichen bemalt. Sie begannen an der Brust und verliefen in geschwungenen Linien über die Rippen bis hin zum Bauchnabel. Ein Zeichen kam jedoch besonders oft vor. Ein geschwungenes T verzierte den Großteil seines Körpers.

Lia wusste nicht, was es bedeutete, aber einen kurzen Moment lang begann sie, daran zu zweifeln, dass seine Geschichte eine Lüge sein sollte.

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