Anna-Lina Köhler - Todes Tochter
Здесь есть возможность читать онлайн «Anna-Lina Köhler - Todes Tochter» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Todes Tochter
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Todes Tochter: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Todes Tochter»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Todes Tochter — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Todes Tochter», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Surah war keine menschliche Gestalt, wie man annehmen konnte. Ihr Erscheinungsbild glich eher dem einer Seele oder eines Geistes. Sie war die Todesgöttin, jedoch schenkte sie auch gleichzeitig das Leben. Wurde ein Kind geboren, egal, ob in armer oder reicher Familie, dann pries man die Göttin und dankte ihr für das Geschenk des Lebens. Starb jedoch ein Mensch, trauerten seine Angehörigen am Grabe und sangen ein besonderes Lied, das die Güte und den Hass Surahs schilderte. Sie sangen zum Abschied des Menschen und wollte sich mit dem Lied selbst vor dem Zorn der Göttin und der Macht des schwarzen Steins schützen. Der schwarze Stein war das Objekt, mit dem es die Göttin vermochte, über Leben und Tod zu entscheiden. Selten nutzte Surah diese Kraft. Ihr war es lieber, die Dinge der Natur zu überlassen und sich nur so wenig es eben ging in ihren Lauf einzumischen.
Das unscheinbare Artefakt beinhaltete dunkle Magie, die das Leben nahm, sowie helle Magie, die es gab und dieser gefährliche Zauber wurde für sie alle zur Gefahr. Denn es gab Menschen, die diese Kraft für sich nutzen wollten. Und nicht nur Menschen verfielen diesem Wahn. Kreaturen, die aus dem Feuer der Hölle entsprungen waren, versuchten den schwarzen Stein zu erlangen. Die Macht, über Leben und Tod zu entscheiden, würde sie unsterblich machen! Sie würden die Welt beherrschen und alle ihre Feinde mit einem kleinen Stein in den Tod schicken können. Unbegrenzte Macht und die Aussicht auf ein ewiges Leben trieben so manchen von ihnen in den Wahnsinn. In Scharen begannen die Menschen damit, sich das Leben zu nehmen, um so der Göttin selbst zu begegnen und ihr das Objekt ihrer Begierde zu entreißen.
So wandte die Göttin eine List an. Sie würde den schwarzen Stein verstecken, jemand anderem die schwerwiegende Aufgabe zuteilen. Sie würde ihn genau dort verstecken, wo ihn niemand entdecken würde – direkt vor ihrer Nase, auf der Erde. So kam der Zauberer Lunus zu dem Stein.
Er war ein mächtiger, weiser Mann und doch lebte er allein, abgeschieden vom Trubel der Städte und der Dörfer, auf einem kleinen Berg. Niemals wandte er seine Kräfte dazu an, anderen zu schaden und sollte er je einem Lebewesen ein Unrecht zugefügt haben, wusste er dies zu rechtfertigen. Er missbrauchte seine Macht nicht. So gab Surah den schwarzen Stein in seine Hände und ernannte ihn zu seinem Wächter. Lunus fröstelte. Der aufkommende Wind war beißend. Er grub sich unter seine Haut und setzte sich tief in seinem Inneren ab. Langsam stieg der alte Mann aus dem Wasser und setzte sich unter den Apfelbaum. Er war müde, unsagbar müde und dennoch konnte er sich nicht schlafen legen. Etwas plagte ihn, ließ ihn nicht mehr los. Etwas bereitete ihm unsagbare Angst.
Als er sich in der vergangenen Nacht schlafen gelegt hatte, war er von einem Albtraum heimgesucht worden. Er war umgeben von hellen Flammen, unsagbare Hitze hatte sich um ihn herum ausgebreitet und nagte an jedem Zweig, jedem Blatt, jedem lebenden Geschöpf, auch an ihm. Das Feuer war echt und doch verbrannte es nichts, das von seinen grellen Flammen verschluckt wurde. Es bereitete nur unsagbar große Schmerzen. Der alte Mann wusste, was es mit diesem magischen Feuer auf sich hatte. Sein Ursprung befand sich nicht dieser Welt, denn es war Höllenfeuer.
Lunus spürte, wie es ihm bei dem Gedanken die Kehle zuschnürte. Eine Kreatur, vielmehr ein Schatten, war aus der Hölle entkommen. Er hatte es tatsächlich geschafft, die unzähligen Barrieren zwischen den Welten zu überwinden, ohne dabei in Stücke zerrissen zu werden. Dem Zauberer war durchaus bewusst, aus welchem Grund die Kreatur in seine Welt gedrungen war. Doch wie hatte er davon erfahren können? Wie war es ihm gelungen, aus der Hölle zu entkommen? Es war dem Zauberer ein Rätsel und trotz seines schnellen Erwachens wusste er, dass er diesen Traum nicht umsonst gehabt haben musste. Es war kein bloßer Albtraum gewesen, vielmehr eine Warnung.
Schweißperlen begannen sich auf der Stirn des Zauberers zu bilden. Es war kalter Angstschweiß. Hastig sprang er auf und lief einmal um den Baum herum. Er bückte sich und zog an einer alten Wurzel, die mit einem ächzenden Geräusch nachgab und nach oben knickte. Der alte Mann atmete erleichtert auf. Dort unten, von mehreren Schutzzaubern umgeben, lag er. Vorsichtig löste er die schützenden Barrieren und streckte seine Hand nach dem mächtigen Artefakt aus. Er spürte die kalte, glatte Oberfläche, die makellose Hülle des schwarzen Steins. Vorsichtig ließ er ihn in seine Manteltasche wandern, dann klappte er die Wurzel wieder nach unten und richtete sich auf. Neben dem Fluss, noch immer unter den schützenden Zweigen des Baumes standen ein kleiner schwarzer Kessel und eine Holzschale. Lunus griff nach der Schale und begann damit das kristallklare Wasser in den Kessel zu füllen, bis er halb voll war. Dann zog er ein langes Messer unter seinem Umhang hervor. Während die Klinge tief in seine Handfläche schnitt, hielt er den Kopf abgewandt. Dann ließ er seinen kostbaren Lebenssaft ebenfalls in den Kessel tropfen und wischte sich die blutverschmierte Hand am Umhang ab. Als sich sein Blut mit dem Wasser aus dem Bach vermischte, färbte sich die Brühe mit einem Mal rabenschwarz. Zuletzt nahm er eine der aufgestellten Fackel und entzündete seine Tinktur mit dem blauen Feuer. Mit einigen Metern Abstand begann der Zauberer seine Hände nach beiden Seiten auszustrecken und mehrere Sprüche in einer fremden Sprache zu murmeln. Er begann am ganzen Körper zu zittern und kurz sah es so aus, als ob er zusammenbrechen würde.
Plötzlich erhoben sich plötzlich dunkle Nebelschwaden aus dem Kessel und begannen sich langsam zu einer Gestalt zu formen. Als der Nebel erloschen war, stand an seinem Platz ein Mann mit kurzen braunblonden Haaren und grünen Augen. Er trug einen schwarzen Umhang, auf dem rote Schriftzeichen eingenäht worden waren. Der Zauberer musterte ihn kurz und wiederholte dann den gleichen Vorgang ein zweites Mal. Wieder erhob sich erst der Nebel aus dem Kessel und als er sich legte, stand ein zweiter junger Mann vor Lunus. Er hatte kurze braune Haare, braune Augen und einen ebenfalls schwarzen Umhang mit den gleichen Schriftzeichen. Bevor der alte Mann den Vorgang jedoch ein drittes Mal wiederholte, griff er in seine Manteltasche und zog den schwarzen Stein hervor. Mit einem leisen Geräusch verschwand das Objekt in der dunklen Tinktur. Wieder begann der Zauberer verschiedene Worte zu murmeln, doch dieses Mal erschien nicht nur schwarzer Nebel. Rote Nebelschwaden umtanzten die schwarzen und trafen immer wieder mit ihnen aufeinander. Mit Ende des Zaubers erloschen die Nebelschwaden mit einem grellen Lichtblitz, dann wurde es dunkel. Für einen kurzen Moment erloschen selbst die Fackeln.
Lunus stützte sich schwer atmend am Stamm des großen Baumes ab. Auch ihn drohte ewige Finsternis einzuholen, doch mit letzter Kraft schüttelte der alte Mann die Hände des Todes von seinen Schultern. Vorsichtig beugte er sich über den Rand des Kessels. Die schwarze Tinktur war verschwunden. Anstelle dieser lag nun ein kleines Geschöpf in dem großen Kessel. Es war ein Baby, ein kleines Mädchen, das den schwarzen Stein mit ihren winzigen Händen fest umklammert hielt. Es schrie nicht, sondern hatte ihre Augen fest geschlossen und atmete ruhig und gleichmäßig. Ein warmes Lächeln breitete sich auf den Zügen des Zauberers aus. Er hatte es geschafft. Es war ihm tatsächlich gelungen!
Lunus nahm dem kleinen Kind den Stein vorsichtig aus den Händen und steckte ihn zurück in seinen Mantel, dann hob er es heraus und ging zu den Männern hinüber. Lunus legte es dem braunäugigen Mann in den Arm und wandte sich dem anderen zu. Er berührte mit seinen beiden Zeigefingern die Schläfen des jungen Mannes und begann zu flüstern.
„Erster Todesritter. Ich gebe dir hiermit mein Wissen und meine Kraft. Mögest du die Todes Tochter beschützen und ihr bei ihrer Aufgabe helfen, das Böse auf dieser Welt zu verhindern!“
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Todes Tochter»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Todes Tochter» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Todes Tochter» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.