Anna-Lina Köhler - Todes Tochter

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Ihr ganzes Leben lang glaubte Lia, sie sei ein ganz normales Mädchen – bis sie beinahe ermordert wird. Von diesem Tag an verändert sich ihr ganzes Leben. Denn sie erfährt, dass sie dazu auserwählt worden ist eine grausame Bestie aufzuhalten, die aus der Hölle entkommen ist, um die Welt in einen Krieg zu stürzen.

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Das junge Mädchen sprang über einen im Weg liegenden Ast und griff voller Hoffnung in die kleine Tasche, die in ihrem Kleid eingenäht worden war. Doch schnell wurde ihr klar, dass sie ihr Messer in ihrer Hütte hatte liegen lassen. Leise fluchend rannte sie weiter. Sie war wehrlos und nur ihrer Schnelligkeit und mäßigen Ausdauer hatte sie es zu verdanken, dass sie noch nicht eingeholt worden war.

In diesem Moment traf sie etwas in die Schulter. Erschrocken schnappte sie nach Luft. Das Mädchen fühlte den Schmerz, den stechenden Schmerz, der ihr die Tränen in die Augen trieb. Sie sah sich um, sah eine kleine, aber scharfe Klinge aus ihrer Schulter ragen. Schnell griff sie nach dem Messer und zog es mit schmerzerfülltem Gesicht in einer schnellen Bewegung aus ihrer Schulter. Das Mädchen presste ihre Hand auf die Wunde und versuchte so die Blutung zu stoppen.

Der Schmerz verschleierte ihr die Sicht. Rennend und keuchend hetzte sie blindlings durch den Wald und bemerkte dabei nicht, dass ihr Weg ein Ende gefunden hatte. Plötzlich sackte der Boden unter ihren Füßen weg. Sie stürzte einen Abhang herunter, schlug ein paar Mal hart auf und spürte, wie ihr das Blut über den Arm und das Knie lief. Verzweifelt versuchte sie ihre Fersen in die Erde zu rammen oder nach heraushängenden Wurzeln zu greifen, doch der Boden war von den letzten Regenfällen aufgequollen und bot keinen Halt mehr. Dornen und andere spitze Pflanzen bohrten sich überall in ihre Haut und hinterließen kleine Kratzer. Als sie endlich unten aufkam, blieb sie erst liegen, keuchte und schrie dann vor Schmerz auf. Der Schrei hallte von den Bäumen wider und wurde auch von den zwei Gestalten nicht überhört.

Leichtfüßig, ohne Probleme, sprangen auch sie den steilen Abhang herunter und zogen dabei weitere Messer aus ihren Gürteln. Das Mädchen stöhnte gequält auf, wollte aufstehen, doch ihre Kraftreserven waren aufgebraucht. Außerdem lag ihre Hand noch immer auf ihrer Schulter, dort, wo sie das Messer getroffen und verwundet hatte. Die Wunde schmerzte fürchterlich. Die Gestalten hatten sie fast erreicht. Schon sah sie die Messer in der Sonne aufblitzen. Panik erfasste sie und sie hob schützend die Hände vor ihren Kopf. Angsterfüllt machte sie sich bereit zu sterben. Ihr Herz raste, ihr Atem ging stockend.

Doch mit einem Mal wurde die Luft von einem hässlichen Geräusch erfüllt und kurze Zeit später vernahm sie die Laute des Todes. Schmatzend und reißend bohrte sich Stahl in Fleisch und der beißende Gestank frischen Blutes stieg ihr in die Nase. Dann war es still. Aber sie empfand keine Schmerzen. War sie schon tot oder gar noch am Leben? Noch voller Angst blieb sie eine Weile am Boden liegen. Sie war schweißnass und zitterte. Doch nichts geschah. Verwundert hob sie den Kopf und blinzelte dem grellen Sonnenlicht entgegen.

Die zwei Gestalten lagen leblos am Boden. Die Kapuzen waren von ihren Köpfen gerutscht und die Gesichter, die darunter zum Vorschein kamen, waren ein Ebenbild der Hölle. Die Haut an ihren Köpfen und Händen war pechschwarz, sodass sie aussahen, als ob sie sich ihre Gesichter mit Ruß beschmiert hatten. Über ihren restlichen Körper schien sich eine blutig rote Haut zu spannen, die an manchen Stellen unter ihrem zerrissenen Umhang hervorlugte. Große, weiße Flecken ersetzten ihre Augen. Der Mund war ein klaffendes Loch, das alles aufzusaugen schien und aus dem sich eine Spur Blut zog. Über ihnen stand eine weitere Gestalt mit einem langen Schwert. Die Klinge war rabenschwarz, der Griff jedoch glänzte in einem wunderschönen Silber. Ihr Träger war mittelgroß und hatte kurze, braune Haare. Wie er dastand, mit erhobenem Schwert, das soeben noch den Geschmack frischen Blutes auf seiner Klinge geschmeckt hatte, ließ ihn mörderisch erscheinen und das Mädchen wusste im ersten Moment nicht, vor wem sie sich nun mehr fürchten sollte.

Die Gestalten hatten sie verfolgt und angegriffen und doch waren sie innerhalb weniger Sekunden von einem einzelnen Mann in den Tod gestoßen worden. Sie legte ihre Hand über die Augen, um das Gesicht ihres Retters erfassen zu können und plötzlich erkannte sie den Schwertträger. Er war kein Fremder für sie, ganz im Gegenteil. Das Mädchen lebte schon ihr ganzes Leben lang mit ihm zusammen.

„Ragon!“ Sie riss erschrocken die Augen auf. „Was machst du hier? Wie hast du mich gefunden?“

Doch ihr großer Bruder antwortete nicht. Er packte sie nur am Handgelenk und zog sie mit sich. Das völlig verunsicherte Mädchen spürte den Schmerz der Verfolgung am ganzen Körper, als Ragon sie mit sich zog.

„Hey, lass mich los!“

Sie versuchte ihr Handgelenk aus Ragons Griff zu befreien, doch der hielt sie fest gepackt. Den ganzen Weg lang sprachen sie kein Wort. Dem Mädchen schien es, als ob ihr Bruder immer wieder verunsichert in alle Richtungen blickte, so, als ob er weitere Verfolger erwarten würde, doch es blieb ruhig. Bis sie vor der alten Hütte standen, die sie beide als ihr zu Hause bezeichneten, hielt der junge Mann sein Schwert fest in der Hand. Die Tür trat er mit einem festen Tritt einfach auf, sodass sie aus den Angeln zu fallen drohte und das Mädchen das Verlangen verspürte, sie festzuhalten. Sobald sie hindurchgetreten war, zog Ragon die Tür hastig zu und schloss sie ab. Das hatte er noch nie getan.

„Lia!“ Endlich er sprach mit ihr!

„Ragon was geht hier vor? Was hast du mit diesen Männern, mit diesen Dingern gemacht?“

„Wir haben keine Zeit mehr“, murmelte er. „Sie sind schon viel näher an uns dran, als ich gedacht hatte. Ich hätte es wissen müssen! Er ist stärker geworden – viel stärker!“

Er sah sie nicht an, während er sprach. In diesem Moment wollte Ragon sie nicht beachten, um auf ihre Fragen einzugehen, das spürte sie. Unruhig ging er im Raum auf und ab, in ein andauerndes Selbstgespräch versunken. Nach einer Weile hielt er schließlich inne und sah Lia verwundert an, so, als ob er gerade erst gemerkt hätte, dass er nicht alleine war.

„Was ist eben passiert?“, verlangte sie noch einmal zu wissen.

Doch er gab ihr keine Antwort.

„Ragon, was ist da soeben geschehen!“ Dieses Mal war es keine Frage, die das Mädchen ihrem Bruder gestellt hatte, sondern eine Aufforderung.

„Es geht um dich!“, flüsterte er. „Es ist zu kompliziert. Wir haben keine Zeit mehr! Ich hätte es dir doch schon viel früher erzählen müssen!“

„Was hättest du mir erzählen müssen?“

„Vergib mir!“ Ragon begann sein panisch wirkendes Auf- und Abgehen wieder aufzunehmen.

„Was hättest du mir erzählen müssen, Ragon? Was ist da soeben passiert und wer waren diese Kreaturen?“

Ragon lachte bitter auf.

„Zu viele Fragen, um sie alle beantworten zu können. Wir brauchen mehr Zeit. Aber, wir haben keine Zeit mehr!“

Lia begann wütend zu erröten.

„Fang doch damit an, mir zu erklären, was dein merkwürdiges Verhalten zu bedeuten hat!“

Plötzlich griff ihr Bruder nach ihrer Hand. Lia wollte sie erschrocken zurückziehen, überlegte es sich dann jedoch anders. Irgendetwas beunruhigte Ragon, aus seinen Gesichtszügen sprach die Furcht. Eine Zeit lang schien er nach den richtigen Worten suchen zu müssen. Er öffnete immer wieder den Mund, nur um ihn danach wieder zu schließen.

„Erinnerst du dich an die Geschichten, die ich dir früher immer erzählt habe?“ Endlich schien er den richtigen Anfang gefunden zu haben.

Lia nickte. Sie erinnerte sich. Es war eine uralte Geschichte. Eine Geschichte, die vom Tod und Leid einer ganzen Welt erzählte, erzählte, wie das Grauen in diese Welt kam, mit der Absicht, ihr Herrscher zu werden.

Sie handelte vom Leben und vom Tod.

Es war die Geschichte der Todes Tochter.

„Es war ein schwarzer Tag. Der Himmel hatte sich schon zur Mittagszeit verdunkelt und es waren weder die Sonne noch der Mond zu sehen. Ein alter Mann in einem langen braunen Umhang stand im Bett eines kleinen Baches und sah in den Himmel. Er hatte seine Arme erhoben und seine Handflächen zeigten geradeaus in den nahe gelegenen Wald. Der Bach entsprang an einem Apfelbaum, der am Rand des Berges stand und lief an seiner Oberfläche entlang, bis er plötzlich am Ende des Berges abknickte und hinunterlief. Das Wasser war kristallklar und eigentlich war es dem Mann angenehm, mit nackten Füßen im Wasser zu waten. Doch heute lag auf seinem Gesicht kein entspannter oder glücklicher Ausdruck, sondern eine Mischung aus Furcht und Besorgnis. Am rabenschwarzen Himmel stand kein Mond und es war dem Zauberer nur möglich zu sehen, indem er Fackeln entzündete. Fackeln mit blauem Feuer. Blaues Feuer, das ihm einst zusammen mit dem schwarzen Stein von der Göttin Surah überreicht worden war.

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