Kendran Brooks - Il Principio

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Der Mord an einem ewigen Studenten in Lausanne wirft eigentlich keine hohen Wellen. Doch die Polizei findet Hinweise, die zu Alabima und zu Jules führen. Sind sie die Auftraggeber? Oder zumindest einer von ihnen? Ohne Wissen des anderen? Und während Jules sich vor einer Entscheidung drückt und mit Henry Huxley zusammen das Kloster Mor Gabriel im Süden der Türkei besucht, muss sich Alabima gegen einen Staatsanwalt wehren, der mit diesem Fall politische Karriere machen will. Der Mörder des Studenten ist längst wieder zurück in Hongkong und sucht dort nach Heimat, findet sie und versucht sie zu verteidigen. Doch kann sich ein ehemaliger Gangster gegen seine frühere Triade behaupten? Und wie steht die Nachbarin zu einem Verbrecher, der Blut an seinen Händen hat?
Während Henry Huxley auf Mor Gabriel verzweifelt versucht, die alawitischen Flüchtlinge vor dem Zorn der Schiiten und Sunniten zu schützen, muss sich Jules in der Schweiz gegen Behördenwillkür durchsetzen und in Hongkong eine Sexarbeiterin aufspüren. Am Ende stellt sich jedoch eine Frage: Hat Alabima ihre Heimat endgültig verloren oder neu gefunden?
Stolz und Ehre, aber auch Würde und Wissen/Können sind die vier Grundlagen unserer Persönlichkeit. Das «Lied über den Stolz und die Ehre» geht auf diese Charaktereigenschaften ein und interpretiert sie, stellt sie in einen Kontext zu unserem digitalisierten Leben.

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Der alte Jussuf schwieg, wiegte nur leicht seinen Kopf hin und her, strich dann der Vierzehnjährigen mit seiner schwieligen Hand tröstend über das Haar.

»Das ist nun mal so, hier auf dem Land. Das ist Tradition, verstehst du, Mädchen? Gegen die Tradition kannst du dich nicht auflehnen, Sheliza.«

Das Mädchen schüttelte stumm, jedoch ablehnend ihren Kopf.

»Sieh es doch als eine Prüfung an, als ein Zeichen von Allah, ihm wohlgefällig sein. Allah ist groß«

»Groß ist Allah und Mohammed sein Prophet«, ergänzte das Mädchen leise murmelnd und wie selbstverständlich, trat dann einen Schritt vom Großonkel zurück.

»Ich muss meinen Eltern mitteilen, dass mein Lehrer heute Nachmittag hierherkommt, um mit meinem Vater zu sprechen.«

Jussuf sah seine Nichte bitter an.

»War der Streit denn so schlimm?«

Sie zuckte mit ihren dünnen Schultern, seufzte erneut.

»Nimm es nicht allzu schwer, Sheliza. Jeder Sandsturm legt sich irgendwann einmal und die Sonne erobert sich den Himmel zurück. Allah ist groß…«

»…und Mohammed sein Prophet«, murmelte sie geistesabwesend.

Langsam ging die Vierzehnjährige hinüber zum Hauseingang, wo die Katze immer noch auf der Schwelle döste. Doch die schlurfenden Schritte des Mädchens ließen sie nun aufschrecken. Misstrauisch betrachtete das Tier die Hausbewohnerin, schien zum Sprung bereit, um sich jeder Annäherung zu entziehen. Jussuf starrte seiner Großnichte hinterher, nachdenklich und auch ein wenig traurig geworden. Er kannte die moderne Haltung seines Neffen in Glaubensfragen. Der hatte auch sein halbes Leben in Damaskus verbracht und sogar die weite Welt besucht. Selbst seine Ehefrau Irina war weit gereist, hatte China und Indien gesehen. Ja, das waren moderne, junge Menschen, nicht mehr im alten Geist gefangen, so wie er und die meisten seiner Nachbarn und Freunde in dem kleinen Provinznest nahe der Grenze zur Türkei. Die Zeit würde bestimmt auch hier für Veränderungen sorgen. Nur jetzt noch nicht.

Wenn man zur Dorfgemeinschaft dazugehören wollte, musste man sich der Tradition fügen und sie respektieren. Selbst der Kopftuchzwang war zwar in ganz Syrien offiziell längst aufgehoben, doch wen scherte das hier in al-Busayrah? Hier lebte man so, wie die Väter und Großväter und mit der stolzen islamischen Tradition. Jedes Mädchen im Dorf musste das einsehen und sich fügen, selbst Sheliza, sein kleiner Liebling. Alles andere störte bloß die dörfliche Ruhe und streute Unfrieden zwischen die Menschen. Auch wenn der alte Jussuf den Lehrer und Imam al-Barani nicht besonders gut mochte, letztendlich hatte dieser doch die guten Sitten und die Tradition auf seiner Seite stehen und seine Forderung nach Verhüllung der Gesichter geschlechtsreifer Mädchen war sinnvoll und friedensstiftend. Nur so war die Sünde aus den Köpfen der jungen Männer zu halten.

Jussuf ging wieder hinüber zum Karren mit der Ladung Mist. Sie schien schwerer geworden zu sein, als er sie anhob und seinen Oberkörper gleichzeitig nach vorne neigte, um dem Karren etwas Schwung zu verleihen. Doch die Arbeit war ihm stets etwas Wunderschönes gewesen, denn sie lähmte den Geist, brachte jedem Frieden. Allah ist groß.

Während dessen hatte sich Sheliza im Flur die Schuhe von den Füssen gestreift und war in ihre Haussandalen geschlüpft, hatte danach das modern eingerichtete Badezimmer aufgesucht, ihre Blase entleert, die auf einmal überquellen wollte, sich danach Hände und Gesicht gründlich gewaschen. Das kühle Wasser hatte sie erfrischt und ihr neuen Mut verliehen. Noch vor dem Abtrocknen sah sie sich im Spiegel an, blickte in ein tropfnasses Gesicht mit feuchten, klebrigen Haarsträhnen an Stirn und Schläfen, erkannte den bitteren Zug um ihre Mundwinkel und auch die Sorgen in ihren Augen. Tief atmete sie ein, die Vierzehnjährige, schaute sich ihr Spiegelbild unverwandt an, schien es zu studieren. Was brachten wohl die nächsten Stunden für sie und ihr weiteres Leben? Wie würde ihre Mutter reagieren, wenn sie vom Streit mit dem Lehrer erfuhr? Was würde ihr Vater sagen?

Ein schlechtes Gewissen begann sich in ihrer Brust zu melden, vielleicht aus Sorge um ihre Zukunft, vielleicht aus Angst, ihre Eltern stünden nicht mehr hinter ihr. Aber hätte sie etwa nachgeben sollen? Al-Barani nicht widersprechen, auch wenn er falsch lag? Entgegen ihrer Erziehung durch den verehrten Vater und die geliebte Mutter?

Trotz stieg erneut in ihr hoch, derselbe wilde Zorn, der sie auch im Klassenzimmer ergriffen und zusätzlich angestachelt hatte. Oft schon war sie von ihrer Mutter seinetwegen gescholten worden. Sei nur nicht zu stolz, Sheliza , hatte sie mehr als einmal zu ihr mahnend gesagt, aber auch, Arroganz zahlt sich niemals aus, mein Mädchen . Doch besaß sie etwa kein Recht auf die eigene Meinung? Sheliza spürte den Zorn noch stärker hoch kochen, eine Wut auf die ganze Welt der Erwachsenen und wie sie zu funktionieren schien, wo Kinder und Jugendliche nur zu gehorchen hatten, sich der Traditionen unterordnen mussten, keine Stimme besaßen, keinen eigenen Willen. Sie schluchzte und schniefte, wischt sich mit dem Handrücken über die Nase, bekämpfte ihren Zorn, rang ihn schließlich nieder und verdrückte die Tränen, die sich in ihre Augen schleichen wollten.

Sie musste kühl bleiben, ihren Eltern den Sachverhalt ehrlich und offen erklären. Sie würden sie bestimmt verstehen und zu ihr halten. So hoffte die Vierzehnjährige wenigstens.

Ihre Augen wurden erneut feucht, denn sie durchfuhr ein riesengroßer Schrecken. Was war, wenn sie die Schule ab morgen gar nicht mehr besuchen durfte? Wenn sie der Lehrer einfach ausschloss? Würde sie dann so enden wie Martha, die Frau eines ihrer Knechte?

Martha war ungebildet, hatte als Kind keine Schule besuchen dürfen, konnte weder Schreiben noch Lesen, plapperte bloß all das meist völlig falsch nach, was sie in der Moschee von den Imamen vernommen hatte, spielte sich damit vor anderen auf, machte sich wichtig. Das war bestimmt nicht im Sinne Allahs. Martha legte auch stets den Tschador an, wenn sie den Hof verließ und ins Dorf ging, hatte ihr auch schon mehrmals dasselbe angeraten, sich endlich züchtig und sittlich zu kleiden, manchmal mit süßer, lockender Zunge, meistens jedoch mit drohender Stimme. Sie würde als Hure enden, hatte Martha gesagt, als dreckige, kleine Hure, wenn sie weiterhin unschicklich herumliefe. Sie schaute sie dabei mit einem lodernden und alles durchdringenden Blick an, so richtig fanatisch, dass ihr angst und bange wurde. Später, als sie es der Mutter erzählte, war Martha heftig ausgescholten worden, dass sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern sollte und ihre Kinder in Ruhe lassen.

Ja, Mama würde bestimmt zu ihr halten.

Oder doch nicht?

Auch sie trug seit ein paar Monaten stets ein Kopftuch, wenn sie das Haus verließ.

»Man muss sich den Leuten und der Gemeinde anpassen«, hatte sie leichthin ihre Frage beantwortet, »und so ein buntes Tuch kleidet mich doch ausgesprochen gut?«

Das war nicht ehrlich gemeint gewesen, hatte ihr der traurige Blick ihrer Mutter verraten.

Hoffentlich war Mama auf ihrer Seite.

Und hoffentlich flog sie nicht von der Schule.

Verunsichert ging Sheliza den Flur entlang und auf die Türe zur Küche zu. Dahinter war die Mutter wohl mit den letzten Vorbereitungen fürs Mittagessen beschäftigt. Das hörte sie deutlich am Scheppern der Pfannen und Töpfe. Nur zaghaft drückte Sheliza die Falle herunter, stieß das Türblatt langsam auf. Was würde sie dahinter erwarten? Verständnis oder Bestrafung?

Das Herz klopfte ihr hoch bis zum Hals.

Heimat

Es war einer der letzten schönen Herbsttage am Lac Léman. Die Sonne hatte den Morgennebel vertrieben, glitzernd breitete sich das dunkelblaue Wasser unter ihren Strahlen aus, verschmolz in der Ferne mit dem Ufer und den schattigen Höhen der Alpenkette.

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