Kendran Brooks - Moskau und zurück
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»Und warum machst du Chufu zum Gefreiten und ich bin bloß einfacher Soldat?«
Bevor Alabima antworten konnte, schallte es bereits von oben herunter: »Gefreiter muss man sich verdienen, Soldat Lederer, durch harten, zielstrebigen Einsatz und beispiellosem Kadavergehorsam. Wenn Sie sich weiterhin bemühen, wird aus ihnen in ein paar Jahren vielleicht doch noch ein nützliches Mitglied in unserem Verband. Strengen Sie sich also weiterhin an und geben Sie Ihr Bestes.«
Jules zerknirschte den Fluch auf seinen Lippen, während Alabima mit ihrer Tochter leise lachend wieder im Wohnzimmer verschwand.
Natürlich wurden sie mit Packen rechtzeitig fertig. Als dann aber der Mercedes Kleinbus des Taxiunternehmens auf den Vorplatz zu ihrer Villa einbog, schaute Jules seine Frau völlig entgeistert an.
»Größer ging wohl nicht, mein Schatz?«
»Na, drei Hartschalenkoffer, den blauen Stoffkoffer, drei Taschen und dazu der Kinderwagen. Hätte ich etwa einen Smart bestellen sollen, mein Schätzchen?«, meinte sie spöttisch, »die kluge Frau baut eben vor, wenn sie mit zwei männlichen Chaoten wie euch verreisen muss.«
*
Am Flughafen angekommen packten sie ihre Sachen auf zwei Rollwagen. Chufu übernahm den einen, Jules den anderen. Sein Stiefsohn und er verstanden sich wie die meiste Zeit über, ohne ein Wort zu wechseln. Wie auf Kommando rannten sie plötzlich los und in Richtung der Check-In Schalter der Swiss. Es war der ewige Wettkampf der beiden. Wer würde das Ziel als erster erreichen und über den anderen triumphieren? Chufu gewann diesmal knapp, weil Jules einer älteren Frau mit ihrem verdammten Kofferwagen ausweichen musste. Die Frau kam von links und nahm ihm eindeutig die Vorfahrt, was sein Sohn kaltschnäuzig ausnutzte, elegant dem Beinahe-Zusammenstoß auswich und zuerst den Schalter erreichte.
Natürlich plärrte Chufu seinen Sieg ungebührlich laut heraus und klopfte sich zufrieden auf die Schenkel. Und Jules erntete zum Gelächter seines Adoptivsohns auch noch den mitleidigen Blick der Frau hinter dem Check-In Schalter der ersten Klasse.
Vater und Sohn mussten dann aber noch eine geraume Zeit auf Alabima warten. Sie kam gemächlich, mit Alina auf dem Arm und den Tickets und Pässen in ihrer Handtasche näher. Zwanzig Sekunden waren verdammt lang, wenn man untätig vor einer Schalterperson herumstand und ihren Blicken ausgesetzt war.
Als das Gepäck endlich aufgegeben, die Zollkontrolle abgewickelt, die Shoppingmeile abgeklappert und ihr Flug aufgerufen war, atmete Jules das erste Mal an diesem Morgen auf. Ihr Urlaub konnte beginnen.
*
»Du hast mir bisher nur wenig über die Sokolows erzählt. Wie immer machst du wieder ein Riesengeheimnis um deine Vergangenheit. Du kennst die beiden von früher her, hast du gesagt?«
Alabima hatte sich über die breite Lehne ihres Sitzes in der ersten Klasse des Airbus 320 zu Jules und Alina hinübergebeugt und schob ihrer Tochter den eben verlorenen Schnuller routinemäßig wieder zwischen die schmatzenden Lippen. Chufu saß hinter den drei und vergnügte sich mit dem elektronischen Unterhaltungsprogramm an Bord des modernen Flugzeugs. Neben ihm saß eine attraktive Frau von Mitte zwanzig mit langen, blonden Haaren. Chufu musterte sie immer wieder verstohlen von der Seite her. Mit seinen siebzehn Jahren war er für weibliche Reize längst empfänglich, selbst wenn ihm die Frau doch eher als zu alt für sich erschien. Immerhin zeigten sich bei ihr schon die ersten, feinen Fältchen um die Mundwinkel herum. Doch ihr Parfum betörte ihn mit seinem dezenten Moschusduft, der von starken Zitrusfrüchten überlagert wurde. Er lenkte seine Augen immer wieder von seinem elektronischen Spiel ab und zu ihr hin.
Ihr leichtes Make-Up war makellos, wie er bewundernd feststellte. Die glutroten Lippen schienen wie mit dem Meißel herausgearbeitet, so scharfkantig waren die Ränder. Chufu seufzte unbewusst leicht auf, worauf die junge Frau ihm ihr spitzbübisches Gesicht kurz zudrehte und ihn spöttisch anlächelte.
Sie kannte ihre Wirkung auf jüngere und ältere männliche Semester sehr genau. Chufu lief auch prompt rot an und vertiefte sich wieder in die Schachpartie, die er gegen den Computer längst verloren hatte. Hoffentlich erkannte das die Blondine neben ihm nicht. Rasch beendete er das Spiel und startete ein neues.
»Ja. Ich habe vor neun Jahren für Wladimir Sokolow einen Auftrag erledigt«, meinte Jules leise zu Alabima gewandt. Sie sah in seinen Augen den tiefen Ernst und die Bilder, die ihm die Erinnerung an den Fall zurückbrachten.
»Um was ging es denn?«
»Du weißt, dass ich nicht gern über meine Arbeit von früher rede und dich nicht damit belasten will. Doch ich denke, du hast in diesem Fall ein Recht darauf mehr zu erfahren. Wladimir Sokolow hatte damals Probleme mit einer lokalen Verbrecherorganisation. Diese versuchten, Schutzgeld von einigen seiner Unternehmen zu erpressen. Er hatte mich beauftragt, das zu beenden.«
»Eine Verbrecherorganisation? Etwa die russische Mafia?«
Alabimas Stimme klang besorgt.
»Nicht die Mafia, bloß ein paar unbesonnene, aber äußerst brutal vorgehende Jungs, die sich überschätzten und glaubten, sich in Moskau selbständig machen zu können.«
»Und du hast dieses Problem für Sokolow gelöst?«
»Ja, das habe ich. Genau genommen hat die Armee die Arbeit für uns erledigt. Ich kenne aus meiner ersten Zeit in Russland noch ein paar der Generäle, du weißt, als sich damals Jelzin nach Beendigung des Augustputsches an die Macht schwingen konnte und Gorbatschow ablöste. Ich sprach mit einem dieser Generäle über die Banditen und er ordnete wenig später eine Anti-Terrorübung im Gebäude an, in dem das Hauptquartier der Gangster lag. In deren Verlauf stießen die Soldaten auf das umfangreiche Waffenarsenal und im anschließenden heftigen Feuergefecht wurden alle Mitglieder der Bande erschossen. Auch drei Soldaten kamen dabei ums Leben.«
Alabima sah ihren Ehemann entsetzt an.
»Das ist ja schrecklich.«
Jules schaute sie schuldbewusst an.
»Glaub mir, ich bin wirklich nicht stolz auf diese Lösung, ganz bestimmt nicht. Doch es war eine üble Bande, die mit aller Härte ein Stück des Erpresser-Kuchens abzubeißen versuchte. Mit zwei Bombenanschlägen gegen Einrichtungen von Sokolow wollten sie ihn gefügig machen. Dabei starben mehr als ein halbes Dutzend Unschuldiger. Jemand musste diesen Irrsinn einfach beenden.«
»Und die Polizei konnte gegen diese Gangster nicht vorgehen?«
»So einfach war das im damaligen Russland leider nicht und ist es wohl auch heute noch nicht. Da gibt es unterschiedliche Interessengruppen, die sich von der Politik, über die Wirtschaft, über den Geheimdienst, die Armee und die Polizei bis hin zur Mafia und anderen Verbrechersyndikaten ausstrecken. Nach der Perestroika war in ganz Russland auf allen Ebenen der Gesellschaft ein Verteilungskampf um die Wirtschaftsgüter entbrannt, ein Kampf, der sich seit dem Explodieren der Energiepreise vor zwei Jahren sogar noch verstärkt hat. Denk an die Verhaftung des früheren russischen Milliardärs Michail Chodorkowski. Er wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt, zwangsenteignet und verbüßt nun eine achtjährige Haftstrafe, bloß weil er pro-westliche Parteien in Russland unterstützt hat und es wagte, gegen Putin zu opponieren und die grassierende Korruption anzuklagen.«
»Und in ein solch gefährliches Land nimmst du uns mit?«
Aus Alabimas Stimme schwang ernste Besorgnis mit.
»Ach, wir sind doch bloß vier Touristen aus dem Westen, so wie viele Millionen andere, die sich jedes Jahr in Moskau tummeln. Mein Einsatz für Sokolow liegt auch fast zehn Jahre zurück. Niemand erinnert sich dort noch an mich.«
»Zumindest die Sokolows tun es noch, wie ihre Einladung an uns beweist«, meinte seine Frau skeptisch, »und vielleicht tun es auch noch andere? Was ist dieser Wladimir Sokolow eigentlich für ein Mensch?«
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