Kendran Brooks - Moskau und zurück
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»Ja, ich denke, die Informationen auf dem Band sind das verlangte Geld wert. Er hat mich bisher noch nie geblufft oder übers Ohr zu hauen versucht.«
»Und um welchen Bankier handelt es sich?«
»Das hat mir Muller nicht verraten. Doch er versicherte mir, es sei einer der Top Shot in der Schweiz.«
Jules zögerte nur kurz.
»Also gut, Henry. Stell bitte den Kontakt zu diesem Muller her. Wir treffen uns mit ihm so bald als möglich.«
Henrys Gesicht verzog sich zu einem breiten Lächeln und seine Augen begannen zu funkeln. Jules und er würden wieder einmal gemeinsam auf Jagd gehen.
*
Jules war auch bei diesem Besuch in London im traditionsreichen The Montague abgestiegen, nicht aufgrund der Nähe zum Russel Square Gardens, sondern wegen den Kellerräumen des Hotels. Über sie konnte man in ein Nebengebäude gelangen. Dort führte eine Luke in das Abwassersystem der Stadt. In den Tagen der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg hatte man einige Häuser in der Gegend mit dieser bequemen Fluchtmöglichkeit ausgestattet. Jules benutzte das unterirdische Kanalsystem, um zwei Blocks weiter in ein Wohnhaus zu gelangen. Dort hatte er vor einem Jahr und unter falschem Namen eine Wohnung im Untergeschoss gemietet, die er seitdem für seine Zwecke benutzte.
Seitdem er in der Jenny-Affäre rund um den Verteidigungsminister Brown vor ein paar Jahren der Polizei die notwendigen Hinweise zur Aufklärung des Falles zugespielt hatte, ließ ihn Scotland Yard bei all seinen späteren Besuchen in der Hauptstadt rund um die Uhr beschatten. So wollte man wahrscheinlich erreichen, dass er nicht noch einmal in eine für die englische Krone politisch brisante Sache hinein stolpern konnte. Doch an diesem Morgen wollte Jules seinen Bewachern im Wagen vor dem Hotel für ein paar Stunden entwischen. Er hatte eine wichtige Verabredung.
Seine Souterrain-Wohnung enthielt ein paar unansehnliche Second-hand Möbel, wie Passanten von draußen trotz der recht blinden Fensterscheiben erkennen konnten. Doch im Badezimmer stand ein neuer, höchst professioneller Schminktisch mit hellen Strahlern und einer ganzen Reihe von kleinen Schubladen.
Aus einem der Fächer klaubte sich Jules eine falsche Nase, die er bei Charles Fox in Covent Garden passgenau für sein Gesicht hatte anfertigen lassen. Sie saß perfekt auf seiner eigenen und nachdem er die Ränder mit etwas Schminke kaschiert hatte, wirkte sie mit ihren kleinen, feinen, rot-bläulichen Äderchen überaus echt. Sie verlieh ihm eine gewisse Grobschlächtigkeit, trotz seines sonst schmalen und feingeschnittenen Gesichts. Jules klebte sich einen falschen, bauschigen Lippenbart mit ungleich lang geschnittenen, dunklen Haaren unter die Nase. Dieser machte ihn zu einer wenig gepflegten Erscheinung von Ende vierzig. In seine Haare schmierte er zudem etwas Gel, was sie fettig und klebrig erscheinen ließ. Seinen Jogginganzug und die Trainingsschuhe aus dem Hotel tauschte er in zu große, verwaschene und abgestoßene Jeans um, ausgetretene Sneakers um. Ein schlotteriger, schwarzer Wollpullover vervollständigte seine Kleidung. Zusammen mit dem fleckigen Chelsea-Schal verwandelte er sich in einen körperlich verbrauchten, miesepetrig dreinblickenden Fabrikarbeiter und Fußballfan aus dem Eastend von London. Die tausenden von Überwachungskameras der britischen Hauptstadt würden ihn auch diesmal zwar auf Schritt und Tritt begleiten, ihn jedoch kaum als Jules Lederer identifizieren.
Das mitgebrachte Geld packte der Schweizer in eine alte Plastiktüte von Tesco und machte sich dann auf den kurzen Weg zur Holborn U-Bahn-Station. Es hatte an diesem Morgen genieselt und die Straßen waren noch feucht. Nur langsam bevölkerten sich die Gehsteige mit Menschen und der Himmel über ihnen schien bloß darauf zu warten, bis sich genügend Opfer für einen neuerlichen Regenguss angesammelt hatten.
Er überholte zwei alte Frauen, die vorsichtig auf dem manchmal etwas glitschigen Gehsteig vor ihm hergegangen waren. Die eine sagte eben zur anderen »es ist doch eine Schande, wie unser Prinz Charles mit Camilla umgeht, findest du nicht auch?«, worauf die andere meinte »warum sollte er sie besser behandeln als Diana? Charles ist auf seine Art eben durch und durch ein Gentleman. Dem sind seine Hunde und die Pferde wichtiger als die Familie«.
Die beiden Frauen gackerten in einem misstönigen Kanon los.
Kurz vor dem Eingang zur Station passierte Jules zwei Bobbys, deren Blicke ihn kurz streiften, bevor sie sich an einen Obdachlosen hefteten, der auf einer trockenen Stelle am Boden unter einem Vordach saß und sich mit dem Rücken an die Hauswand gelehnt hatte. Er schien verwirrt zu sein oder betrunken oder beides zugleich.
Um halb zehn erreichte Jules die Liverpool Station und steuerte wie verabredet direkt auf den Meeting-Point zu.
»Hi, Jules«, sprach ihn Henrys Stimme von der Seite her an. Sein Freund hatte sich hinter einer aufgeklappten Zeitung aufgebaut und überwachte diskret die Bahnhofshalle, »irgendwelche Verfolger, die du noch abschütteln musst?«
»Hi, Henry. Nein, alles okay.«
»Dann geh bitte zu den Toiletten. Muller sitzt in der dritten Kabine von rechts. Zur Erkennung pfeifst du The Rain in Spain aus My Fair Lady .«
Jules setzte sich in die vierte Kabine von rechts, schloss die Tür und pfiff leise die ersten Takte von Es grünt so grün . Dann schob er die Plastiktüte mit den vierzigtausend Pfund unter der Wand hindurch in die Nebenkabine.
Er hörte, wie das Geld auf der anderen Seite aufgehoben und im Sack kurz gewühlt wurde. Dann schob eine grobschlächtige Hand mit breiten, behaarten Fingern und ungepflegten Nägeln einen Kopfhörer unter der Wand hindurch. Jules ergriff ihn und setzte ihn auf. Ein Knacken verriet ihm das Einschalten eines Kassettengeräts auf der anderen Seite.
»Guten Tag Herr Waffel, ich bin’s«, hörte Jules eine Stimme, die breites, amerikanisches Englisch sprach, wahrscheinlich ein Texaner, »hat Ihnen unsere kleine Demonstration mit Ihrer Tochter gefallen? Konnten wir Sie endlich davon überzeugt, dass Sie unser Anliegen mit ganzer Kraft unterstützen sollten?«
Auf der anderen Seite war erst schweres Atmen und dann ein mühsam unterdrücktes Fluchen zu hören. Dann polterte jedoch eine aufgebrachte Stimme los, deren nervöses, fast schon hysterisches Stakkato die Unsicherheit ihres Besitzers verriet.
»Sie verdammter Schweinehund. Was habe ich Ihnen bloß angetan, dass Sie meine Familie bedrohen?«
»Aber Herr Waffel. Es geht nicht darum, was Sie bis jetzt getan haben, sondern um das, was Sie in Zukunft für uns noch tun sollen. Mein erstes, durchaus freundlich gemeintes Angebot haben Sie ja leichtsinnigerweise abgelehnt, so dass wir uns gezwungen sahen, bei Ihnen etwas mehr Überzeugungsarbeit zu leisten. Und? Wie steht’s nun? Hat Ihnen die Entführung der Kleinen endlich klar gemacht, dass Sie keine Chance gegen uns haben? Diesmal durften Sie ihre Tochter bereits nach drei Stunden wieder gesund und wohlbehalten in die Arme schließen. Das nächste Mal wird ein Mitglied Ihrer Familie sterben, wenn Sie nicht endlich das tun, was wir von Ihnen verlangen. Ich hoffe, wir verstehen uns, Herr Waffel. Unseren Deal habe ich Ihnen vor einer Woche ausführlich erklärt. Beginnen Sie endlich mit der Umsetzung. Oder wollen Sie erst einen Ihrer Lieben tot sehen, bevor Sie vernünftig werden?«
Die Stimme des Amerikaners klang bei seinen letzten Worten fast gelangweilt, was seine Drohung noch schrecklicher machte. Ihm schien es im Grunde genommen egal zu sein, für was sich Waffel entschied.
Der Banker am anderen Ende der Leitung rang hörbar um Fassung. Dann war seine zerknirschte Stimme leise zu vernehmen: »Ja, Sie verdammtes Schwein, ja, ich mache, was Sie von mir verlangen. Doch das wird nicht so einfach sein. Die Anlagestrategie meiner Bank bestimme nicht ich allein. Da gibt es Ausschüsse und natürlich den Vorstand als oberste Instanz. Ohne die Einwilligung all dieser Organe kann ich Ihren Plan gar nicht umsetzen und ob ich meine Kollegen überzeugen kann, möchte ich doch stark bezweifeln.«
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