Gerhard Schumacher - Vermintes Gelände

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Die Beerdigung eines ihrer Mitstreiter führt fünf ehemalige '68er zusammen, die vierzig Jahre zuvor gemeinsam in einer Kommune lebten und die Welt revolutionär verändern wollten.
Ein jeder von ihnen hat danach eine bürgerliche Karriere gemacht und fragt sich jetzt, am absehbaren Ende des Lebens, wie es kommen konnte, dass nicht sie das System veränderten, sondern Teil desselben wurden.
Im Mittelpunkt der Diskussionen steht die Frage, ob der bewaffnete Kampf gegen die herrschenden Verhältnisse in unserer Gesellschaft ein adäquates Mittel des Widerstands sein kann.
Dokumente der Zeit und Aussagen führender Protagonisten ergänzen das szenische Geschehen des Roman.

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Die Sozialisation des Einzelnen entscheidet lediglich darüber, wie zivilisiert die Trennung über die Bühne geht, nicht über die Beziehung selbst. Und bei dieser Betrachtung stehen wir doch eigentlich recht gut da. Jedenfalls ist mir nichts von unsinnigen Kapriolen, Forderungen oder gar Gewalttaten bekannt. Na bitte, dann ist es gut so. Er trank sein Glas leer und meinte anschließend: sagt mal, werte sozialisierte Genossen, meint ihr nicht, es wäre langsam an der Zeit, der Dorfschänke einen Besuch abzustatten. Hier kommen wir doch nicht weiter, auch wenn wir die ganze Nacht darüber brüten.

Eine sehr vereinfachte Sicht der Dinge, die du da von dir gibst, sagte die Bergmann, aber gut, in einigen Punkten kann ich dich verstehen, wenn auch zum Ende hin immer dein Machoschleim durchkommt, aber geschenkt, das muss euch Kerlen immanent sein, ich kenne es ja aus unserer glorreichen Vergangenheit zur genüge.

Dennoch, so ganz unwidersprochen kann ich das auch nicht stehen lassen. Du siehst die Sache nur von einer Seite, ohne die Seite des Partners zu kennen. Jedenfalls nicht unserer Partner, ich weiß nicht, ob du verheiratet warst, wenn ja unterstelle ich mal, dass du deine Frau gekannt hast.

Das war jetzt ein blöder Satz, entschuldige. Aber wenn unsere Sozialisation für unsere gescheiterten Beziehungen herhalten soll, dann muss doch zumindest die Sozialisation des jeweiligen Partners genauso in Betracht gezogen werden. Dein Spruch, Schuld hätten immer beide oder die Gesellschaft oder was weiß ich wer, ist mir einfach zu wenig, zu oberflächlich, verstehst du?

Weißt du was, Monika, es ist mir, entschuldige bitte, scheißegal, ob dir mein Gequatsche zu oberflächliche ist oder zu wenig gehaltvoll. Ich hab es nur schlicht satt, eine sinnlose Diskussion zu führen, die vierzig Jahre zu spät kommt. Es bringt einfach nichts mehr. Was soll ich in meinem Alter noch mit der Erkenntnis anfangen, meine Sozialisation hätte mir die Befähigung zu einer normalen Partnerschaft, was immer das ist, vermasselt? Für einen Neuanfang ist es zu spät und Schuldgefühle werde ich auch nicht entwickeln, weder mir gegenüber noch gegenüber anderen.

Also Mumpitz, nichts als pseudointellektuelle Kacke, die uns kein Stück weiter bringt. Ihr geht mir auf den Geist mit euren klugen Sprüchen im Konjunktiv, könnte, würde, hätte. Hätte, hätte Fahrradkette. Ja, na und, warum habt ihr nicht? Nicht gewusst, sorry, Dummheit schützt vor Strafe nicht, nehmt diesen Grundsatz doch einfach mal an. Arrangiert euch mit eurer Realität und genießt die letzten Tage, Wochen, Jahre, die euch noch verbleiben. Ich jedenfalls habe Frieden geschlossen mit dem Leben, das ich gelebt habe. Was bleibt mir auch anderes übrig? Warum probiert ihr es nicht mal in dieser Richtung, anstatt ständig tiefschürfende Sprüche zu klopfen, die alle auf die Vergangenheit zurückgreifen und nicht in die Zukunft zielen. Auch wenn Letztere für uns eher drei Meter unter der Grasnarbe oder im Ofen des Krematoriums zu suchen sein dürfte.

Aber egal. Wir hatten unsere Chance und je nach Ansicht haben wir sie genutzt oder nicht. Jeder, liebe Monika, ist für den Erfolg, den er in seinem Leben gehabt hat, selbst verantwortlich. Aber auch für den Mist, den er gebaut hat. Kapiert das doch endlich mal.

Strecker war aufgestanden. So ich gehe jetzt diese blöde Dorfkneipe suchen, kommt mit oder lasst es bleiben, wie ihr euch auch entscheidet, es ändert nichts an der Situation. Gar nichts. Da könnt ihr soviel quatschen wie ihr wollt.

Kolb klatschte Beifall und stand dann ebenfalls auf.

Die Bergmann zuckte mit den Schultern. Wie ihr meint, von mir aus. Vielleicht bringt diese Diskussion um Vergangenes wirklich nichts mehr. Mischen wir uns also unter die Knechte und Mägde. Weiß eigentlich jemand von euch, wo diese blöde Kneipe ist?

Die kann ja wohl nicht allzu schwer zu finden sein. Wenn ich das richtig einschätze, wird es in dem Kaff hier nicht viel mehr als eine Straße geben. Kolb hatte die Haustür schon geöffnet. Hat jemand einen Schlüssel? Nein? Dann schlagen wir die Tür einfach zu. Hornung wird schon wissen, wie wir wieder reinkommen.

Sie gingen die Dorfstraße hinunter bis sie auf der linken Seite ein doppelstöckiges Haus mit der inzwischen üblichen postsozialistischen Einheitsfassade sahen, das sich durch das Schild "Zur Linde" als Gasthof zu erkennen gab.

Kolbe lobte den Namen, dessen Originalität sich dadurch auszeichnete, dass im Umkreis von mehreren hundert Metern weder eine Linde noch sonst eines Baumes Stamm das Pflaster durchbrach. Strecker vermutete in früheren Jahren genau hier die Existenz eines Baums der Gattung Linde und fand die Erinnerung an die verblichene Natur mittels eines Wirtshausschilds immerhin bemerkenswert.

Durch einen kleinen Vorraum betraten sie die Gaststube und waren angenehm überrascht von der Unterschiedlichkeit zwischen dem äußeren und dem inneren Erscheinungsbild des Dorfkrugs. Sie blickten auf warme Holztöne, ein altes, mit Schnitzereien verziertes Büffet hinter einem ebensolchen Schanktresen und den großen Ofen mit grünen Kacheln und weißen Fugen. Im Gegensatz zur Fassade strahlte das Interieur eine Gemütlichkeit aus, die zum Verweilen lud.

Das Wirtshaus war gut gefüllt, ein kneipenüblicher Geräuschpegel aus Gesprächsfetzen, Lachen und Gläserklirren waberte durch den Raum, die Bedienung grüßte freundlich und wies mit dem Daumen hinter sich.

An einem großen Tisch saßen Hornung, die Lenz und zwei unbekannte Männer. Die Lenz rauchte und es schien sich keiner dran zu stören, sogar ein Aschenbecher stand auf dem Tisch. Hornung winkte ihnen zu und machte sie miteinander bekannt. Es handelte sich um Gräbert, den Dorfvorsteher, den Hornung kannte und um Leuchtner, den Tierarzt, den er gerade kennengelernt hatte.

Müller schien nichts von der Profession des Mannes zu ahnen, er lag unbefangen und entspannt auf dem Boden und beobachtete die Bedienung, die zwischen Tresen und Tischen hin und herlief.

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