B. Born - die gekachelte Sonne

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"Dreckweiße Taxis preschten voran. Gelbes und rotes Licht zerteilte sich auf Peters Nickelbrille zu Sternen. Also nahm er sie ab und sah hoch, blinzelte, da die Regentropfen seine Augen trafen. Die Wolken spie­gelten das Licht der Straßen und glühten ihrerseits gelb-orange. In seiner Kurzsichtigkeit war die Stadt reines Licht. Das, was außerhalb lag, war das Nichts, unfassbar und nicht existent. Einige Prostituierte warteten quar­zend den Schauer in einem Hauseingang ab."
In einer sehr subjektiven und brutal ehrlichen Art wird der Alltag Peters und das Entstehen einer Künstlergruppe mit dem Namen 'die Zone' im West-Berlin der 1980er und 1990er Jahre skizziert. Der Roman handelt von Menschen, die sich von der Atmosphäre auf der Insel 'Westberlin' inspirieren lassen und genauso von solchen, die treiben oder nicht treiben, die ­straucheln, die außen vor stehen, die einen Neuanfang schaffen wollen, die aber nicht in der Lage sind, ihre mitgebrachten, klein­städtischen 'Alt-Lasten' abzuschütteln. Solchen, die viel zu viel oder viel zu wenig ris­kieren. Sie alle wollen 'trendy' und 'hip' sein, sind es aber meist nicht wirklich. Denn in Wahrheit verdorren sie im Alltag, in der Normalität, in Ängsten, Verlusten und im Schmerz.

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„Und wohin fährst du denn so?“

„Australien oder Asien.“

„Wow.“

„Pack‘ mal die rein“, sagte er und reichte Peter eine CD. Angewidert von CDs nahm Peter die Plastikscheibe mit zwei Fingern und platzierte sie in der Mini-Stereoanlage.

„Stark! Ein Traum“, kommentierte Padberg die Funkmusik, die erklang. „Ich sehe Südseeinseln und rieche den besten Kiff der Welt. Den gibt es übrigens in Thailand, wusstest du das?“ Peter schüttelte den Kopf und sah auf den Bildschirm des Fernsehers, der ohne Ton lief. Er versuchte an den Lippen einer Nachrichtensprecherin abzulesen, worum es ging, aber die Schlagzeile, die hinter ihr eingeblendet wurde, zeigte, dass er ganz falsch gelegen hatte.

„Ich muss jetzt los ins Kino. Kannst ja später auch kommen. Ich lass‘ dich so rein“, sagte Padberg lasch.

„Was läuft denn? Das ist doch nen Kommerzkino, oder?“

„Schon. Wir spielen gerade ‚die nackte Kanone‘. Ist ganz lustig.“

„Hm. Weiß nich‘, das ist bestimmt Schrott.“

„Ach komm‘, ich geb‘ dir auch nen Bier aus.“

„Mal sehen, was so anliegt.“

Zurück in seiner Wohnung schüttete Peter eine Büchse Rindfleisch in einen dampfenden Nudelhaufen, rührte alles mit Ketchup bei schwacher Hitze um, streute Parmesankäse darüber, nahm den Topf mit ins Zimmer, setzte sich auf die Kante seiner Matratze, stellte den Topf auf ein Brettchen neben sich, aß und sah eine Serie. Bald wechselte er zu den Nachrichten, indem er den Knopf mit dem Zeh drückte.

Hinterher kochte er Wasser im Kochendwassergerät in der Küche, goss damitTee auf, drückte Zitronensaft hinein, ließ den Rest des Wassers in das emaillierte Blechwaschbecken ein, mischte kaltes hinzu, spülte seinen Teller und den Topf, befreite die Spiegelkachel vom Kondenswasser und rasierte sich nass.

Wütend darüber, dass der Tag schon wieder vorbei war, legte er ‚Evol‘ von ‚Sonic Youth‘ auf, drehte die Lautstärke hoch, las Parmenides in deutscher Übersetzung und ärgerte sich noch mehr, weil er kein Altgriechisch gelernt hatte.

Er las, ohne das Gelesene in den Kopf zu bekommen, zündete ein Räucherstäbchen an, fing noch einmal an und erwischte sich dabei, wie seine Gedanken wieder abgeschweift waren.

Die Plattenseite war zu Ende und er öffnete ein Bier. Nun ging es etwas besser. Eine gute Stunde las er und machte Notizen, bis Schmerzen seine Halswirbelsäule hinaufwanderten und sich im Hinterkopf einnisteten. Um neun spähte er aus dem Fenster, ob bei Beate Licht brannte. Sie war tatsächlich zu Hause, aber er zwang sich nicht anzurufen, sondern weiterzumachen.

Bald gab er auf und ging zum ‚Passagenkino‘.

„Hi. Ich hab‘ jetzt grad‘ zu tun. Hier ist ne Karte für die Spätvorstellung“, sagte Padmann und stellte Peter auch ein Bier hin.

Der Film war so albern, dass Peter es fast nicht bis zum Ende ausgehalten hätte.

Hinterher gab ihm Padberg ein neues Bier und Peter wartete, bis er die Abrechnung für den Abend gemacht hatte.

„Du, ich muss jetzt los. Ich will noch zum Ku'damm ins Kasino“, sagte er.

„Hä? Spielst du Roulette oder was?“

„Getroffen.“

„Und? Gewinnst du etwa?“ fragte Peter ungläubig lachend.

„Oft. Aber nicht wie in Australien, wo ich mal an einem Abend 30 000 Dollar gewonnen habe. Aber ich brauche unbedingt Geld. Spätestens nächsten Herbst muss ich hier raus, sonst raste ich echt aus.“

„Lassen die dich denn so ins Kasino?“ fragte Peter auf seine Jeansjacke deutend.

„Nee, du brauchst ne Krawatte. Ich zieh‘ mich im Taxi um. Ich hab‘ alles dabei.“ Er hob einen Rucksack hoch. „Komm doch mit!“

Peter wollte nicht.

An seinem Erledigungstag presste er in einem Supermarkt auf der Sonnenallee einen Einkaufswagen durch enge mit Oma-Bremsklötzen gesäumte Gänge. Hektisch sammelte er zusammen, was er die nächsten zwei Wochen brauchen würde, Blumenkohl, Zitronen, fünf Packungen Fischstäbchen der hauseigenen Billigmarke, Orangensaft auch die Ohne-Namen-Variante, fünf Dosen Spagetti gleich mit Tomatensoße darin, nur noch aufzuwärmen, vier Flaschen Cava – Sekt, Chips, Erdnusslocken, drei Dosen Rindfleisch aus Bundeswehrbeständen. Nur eine Kasse hatte offen. Es wurde über das Wetter geplaudert, über einen geplanten Skiurlaub im Schwarzwald und über das Alles-wird-teurer-Thema.

Peter tagträumte einen Schwatz mit der Kassiererin: „Hach, einkaufen ist doch eine echt miese Tätigkeit, schlimmer als putzen. Finden Sie nicht? Und Kleidung kaufen ist am Abscheulichsten von allem. Nicht auf dem Flohmarkt, das mein ich nicht, da ist es ja ein Teil eines Spaziergangs, aber Klamottenabteilungen in Kaufhäusern oder Boutiquen, die verursachen mir einen echten Brechreiz. Da lungern Verkäuferzombies rum, die einem unbedingt etwas andrehen wollen und hinter getönten Scheiben lauern Aufpasser. Wohltuende Gerüche werden versprüht und das Kunstlicht retuschiert alles....“

Als er an der Reihe war, knöpfte die Kassiererin den obersten Knopf an ihrem Kittel zu, befingerte einen ihrer Ohrringe: eine orange Feder an einem Silberring, und starrte eine Weile ins Leere, bis sie endlich anfing, die Waren über den Laserstrahl des Piepsgeräts zu schieben.

„Jeeht das och schneller! Mach doch mal die anderen Kassen uff“ schrie ein Mann von hinten.

„Hälst es keene fünf Minuten ohne deenen Stoff aus wat?“ fauchte die Kassiererin zurück und „Macht 70.65“ zu Peter.

Er gab widerwillig einen Hundertmarkschein hin und verstaute alles in seine mitgebrachten Tragetaschen.

Vor dem Laden hängte er sie an den Lenker seines Fahrrads. Da an jeder Seite vier Taschen hingen, wurde selbst das Schieben zu einem Balanceakt. Das Gewimmel von einkaufswütigen Menschen machte es nicht leichter. Hunde, hinterher oder vor sich her bewegte Einkaufsroller und Kinderwägen. Die Neuköllnerinnen griesgrämig schnalzend, voller Abszesse, die türkischen Frauen fett, mit Kopftüchern und pausenlos plappernd. Männer öffneten Kofferräume oder Motorhauben, parkten ein oder gurkten scheinbar ziellos herum.

Im Treppenhaus lehnte er das Fahrrad an die Wand, schleppte die Hälfte der Taschen hoch und hetzte besorgt wieder hinunter, denn letzten Monat war ihm der zweite Teil seines Einkaufs gestohlen worden. Dabei hatte er vorher die Haustür zugedrückt, weshalb er annahm, dass es jemand aus dem Haus gewesen sein musste.

Als alles eingeräumt war, nahm er Stiefel, die er beim Schuhmacher neu besohlen lassen wollte und eilte wieder los.

Eine Fußgängerampel hatte rot, aber er ging trotzdem hinüber. Auf der anderen Seite stand ein Polizist mit einer Ledertasche, der ihn anranzte:

„Sie wissen, dass das verboten ist!“

„Ja, tschuldigung“, beeilte sich Peter zu sagen.

„Macht also 50 Mark“, sagte der Polizist trocken, „geben Sie mal Ihren Ausweis her.“

„Was! Ist doch gar nichts passiert! Ich mach‘s auch nie wieder!“ erwiderte Peter.

„Das ist mir wurscht, werden Se nich‘ patzig, sonst wird‘s teurer. Den Ausweis, also.“

„Den hab‘ ich jetzt grad‘ nicht dabei“, sagte Peter und im nächsten Augenblick rannte er los über die Kreuzung, Autos hupten, in die nächste Seitenstraße, am Gardinengeschäft vorbei und nach rechts in die Vorhalle des Rathaus Neuköllns. Der Polizist hatte keinerlei Anstalten gemacht, ihm zu folgen.

An einer Steinsäule schnappte er nach Luft. „Mist!“ fluchte er. Jeder Schritt hallte und er drehte sich zittrig eine Zigarette. Eine Hochzeitsgesellschaft kam durch die Drehtür herein. Die Braut in Rosa kicherte hysterisch und Peter bahnte sich einen Weg ins Freie.

Auf der Straße prallte er fast mit Beate zusammen.

„Hi“, sagte sie und machte einen Augenaufschlag aus der Rubrik ‚geheimnisvoll‘.

‚Damit beißt du auf Granit‘, dachte Peter und sagte: „Na, wie steht‘s! Poh, mir ist da grad‘ was passiert...“ und er erzählte die Geschichte mit dem Polizisten.

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