B. Born - die gekachelte Sonne

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"Dreckweiße Taxis preschten voran. Gelbes und rotes Licht zerteilte sich auf Peters Nickelbrille zu Sternen. Also nahm er sie ab und sah hoch, blinzelte, da die Regentropfen seine Augen trafen. Die Wolken spie­gelten das Licht der Straßen und glühten ihrerseits gelb-orange. In seiner Kurzsichtigkeit war die Stadt reines Licht. Das, was außerhalb lag, war das Nichts, unfassbar und nicht existent. Einige Prostituierte warteten quar­zend den Schauer in einem Hauseingang ab."
In einer sehr subjektiven und brutal ehrlichen Art wird der Alltag Peters und das Entstehen einer Künstlergruppe mit dem Namen 'die Zone' im West-Berlin der 1980er und 1990er Jahre skizziert. Der Roman handelt von Menschen, die sich von der Atmosphäre auf der Insel 'Westberlin' inspirieren lassen und genauso von solchen, die treiben oder nicht treiben, die ­straucheln, die außen vor stehen, die einen Neuanfang schaffen wollen, die aber nicht in der Lage sind, ihre mitgebrachten, klein­städtischen 'Alt-Lasten' abzuschütteln. Solchen, die viel zu viel oder viel zu wenig ris­kieren. Sie alle wollen 'trendy' und 'hip' sein, sind es aber meist nicht wirklich. Denn in Wahrheit verdorren sie im Alltag, in der Normalität, in Ängsten, Verlusten und im Schmerz.

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„Klar, wenn’s kein Yogi-Tee ist“, erwiderte Peter zynisch. Aber Gogo fand die Bemerkung gar nicht komisch. Er verzog sauer sein Gesicht und schenkte einen Becher voll.

„So, das ist also eure neue Wohnung! Gigantisch!“ versuchte Peter ein Gespräch zu beginnen, der den Empfang reichlich unterkühlt fand - immerhin war er zum Wändestreichen gekommen.

„Irre ne? So was Großes wollte ich schon immer mal“, sagte Sabrina. Der Ärmel ihres gelben Strickpullovers hing in ihrer Tabaksdose.

Peter wollte sich auf dem Sofa niederlassen, aber Sabrina sagte ihm, dass er sich nicht darauf setzen dürfe. Also hockte er sich in die Nähe des Stövchens auf die Dielen, wo es eisig durch die Ritzen seine Beine hochzog.

„Wir haben die Wohnung nur gekriegt, weil wir für das Sofa und die Sessel 2000 Mark Abstand bezahlen sollen“, erklärte sie.

„2000! Ist es irgendwie antik?“ fragte Peter, Sabrina und Gogo abwechselnd ansehend. Selbst in der Dunkelheit und von weitem sah das Sofa abgeranzt und morsch aus.

„Nee, wohl kaum! Wir haben das Geld auch gar nicht“, warf Gogo ein. „deshalb haben wir uns auf einen Abstottervertrag eingelassen. 200 Mark im Monat. Wir haben das Sofa annonciert und wollen es verkaufen. Aber bisher waren nur zwei Leute da, der eine wollte 150 Mark geben und der andere ist gleich wieder abgezogen.“

„150 kommt mir nicht schlecht vor“, warf Peter ein, „schließlich stehen solche Dinger manchmal einfach auf der Straße rum. Und nun?“

„Na, na 150 ist doch wohl nen Witz! Schließlich ist es eine echte Ledergarnitur“, entrüstete sich Sabrina, „außerdem haben wir gar nicht die Absicht, die Raten zu bezahlen. Wir waren beim Mieterverein und sind gleich beigetreten. Es ist total illegal, das Vergeben von Wohnungen an Abstandzahlungen und Übernahmeverkäufe zu knüpfen.“

„Aha“, sagte Peter skeptisch und schlürfte etwas Tee. „Lindenblütentee?“

„Nein, Melisse. Mach‘ etwas Honig rein“, sagte Gogo.

Gogo kreuzte seine Beine. Er trug eine braune Pumphose.

„Hauptsache euch gefällt die Wohnung“, sagte Peter.

„Leider zieht auch der Ofen nicht gut,“ sagte Gogo, „obwohl wir ihn haben reinigen lassen. Der Ofensetzer hat gesagt, er ist zu alt und wir sollen beim Vermieter einen neuen beantragen. Im Moment schlafen wir deshalb im Zelt.“

„Lasst uns anfangen“, meinte Sabrina und erhob sich. Gogo und sie zogen sich Renovierklamotten an, Peter zog ein altes Hemd, das er mitgebracht hatte, über seinen Pullover.

Sie strichen ein kleineres Zimmer mit weißer Wandfarbe.

„Wäre besser gewesen, die Tapeten vorher abzulösen“, kritisierte Sabrina, da sich große Blasen gebildet hatten. Peter hatte nichts gesagt, da er sich nicht einmischen wollte.

„Ach, das wird schon werden“, winkte Gogo ab und riss die Fenster auf. Aber durch die Kälte lief die Farbe in Rinnsälen herunter und bildete auf dem mit Folie abgeklebten Boden Pfützen.

In der Küche tranken sie Dosenbier und rauchten. Peter setzte sich erschöpft auf den Boden und regte an, den Backofen als Heizung anzuwerfen. Aber Sabrina sagte, dass sie sparen müssten. Gogo machte umständliche Handbewegungen und verteilte Farbe an seinem Nasenflügel entlang. Seine schmalen Lippen konnte man in dem schwachen Licht zwischen den Bartstoppeln nicht mehr erkennen. Aus seinen geschichteten T-Shirts quoll eine dichte Brustbehaarung den Hals hoch. Seine Locken waren mit einer feinen Schicht weißer Farbsprenkel überzogen. Peter erkundigte sich nach Gogos komischen Pumphosen.

„Hab‘ ich selbst genäht – in meiner Schule – eine Walddorfschule“, sagte er.

„War das gut?“

„Nee. Überhaupt nicht. Aber ich hatte keine Wahl. Meine Eltern sind beide Lehrer da. Also musste ich auch hin. Elektrische Geräte sind verpönt. Wenn Kollegen zu Besuch kamen, und das passierte am laufenden Band, musste unser Fernseher, der sowieso in einem Schrank versteckt war, auf den Dachboden getragen werden.“

In dem renovierten Zimmer hatten sich unterdessen Teile der Tapeten abgelöst und waren herabgefallen. Sie hatten keinen andere Wahl, als alles herunterzureißen. Es waren vier Schichten Tapeten. In einer Schlacht aus Farbe und Tapetenmassen strichen sie die Wände neu.

Hinterher wuschen sie sich mit dem eisigen Wasser aus dem Hahn die Hände und Gesichter, zogen die Malsachen aus und gingen in eine Kneipe.

„Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?“ fragte Peter und rieb seine durchgefrorenen Arme.

„Ganz banal - auf der Pädagogischen Hochschule in Hannover“, erzählte Sabrina, „Gogo und ich hatten das selbe Seminar belegt.“ Sie lachte und kniff in seine stoppelige Wange. Feist legte sie ein Strumpfhosenbein auf seine Pumphosenschenkel und schwang dann ihren dicken Hintern auf ihn. Sie küssten sich lüstern.

Peter schlug vor, Pool Billard zu spielen.

Sabrina war begeistert, griff einen Queue und wirbelte ihn herum, jagte lachend Gogos Genitalen.

In einem fanatischen Billardfieber spielten sie etliche Stunden, bis sie so betrunken waren, dass es keinen Sinn mehr machte, da sie die Kugeln kaum noch trafen. Zurück am Tisch, fragte Peter Sabrina und Gogo, ob sie ein Instrument spielten. Sabrina schüttelte den Kopf.

„Ich spiel' Geige“, sagte Gogo. „War Pflicht in der Schule. Was hab‘ ich es gehasst!“

„Ich hab‘ die Idee, eine Band aufzumachen“, sagte Peter.

„Kannst du denn ein Instrument spielen?“ fragte Gogo.

„Eigentlich nicht richtig. Ich hab‘ mal Gitarrenunterricht gehabt. Aber Gitarre langweilt mich. Ich will mir einen Synthesizer kaufen und experimentelle Punkmusik machen.“

„Ramona hat mal erwähnt, dass sie gerne Schlagzeug spielen würde“, sagte Gogo. Peter musterte Sabrina, aber es schien sie nicht im Geringsten zu irritieren, dass Gogo seine Exfreundin als Bandmitglied einplante.

„Beate kann etwas singen, jedenfalls, wenn sie gut drauf ist, was leider selten passiert. Aber auch wenn sie besoffen ist, singt sie ganz ordentlich“, sagte Peter.

„Man bräuchte einen Übungsraum“, sagte Gogo.

Sabrina stellte gelangweilt ihre Arme auf den Tisch, legte ihren Kopf auf ihre Hände und stülpte ihre Lippen zum Kuss vor. Gogo lächelte bierselig und verfehlte die Lippen, als er den Kuss erwidern wollte.

Peter betrachtete hinter den beiden, weiter oben eine Reihe mit Plastikefeu, die er versuchte nicht positiv sondern negativ zu sehen, also nicht den Efeu, sondern das Drumherum, die mit Rauch gesättigte Luft, die die negative Form des Efeus bildete. Die Strahler oben über den Fenstern streuten das Licht zu einer matten Lichtwand. Er dehnte seinen steifen Kopf und wankte zur Toilette.

Dort urinierte er mehr neben, als in die Schüssel und selbst dafür musste er sich an der Wand abstützen. Am Wasserhahn faltete er seine Hände zusammen. Er kontrollierte diese Handlung ganz genau und schüttete sich Wasser ins Gesicht. Sein Denken war eigentlich ganz klar, aber sein Körper wollte nicht mehr mitspielen. Das kannte er schon. Es passierte immer dann, wenn er nicht genug gegessen hatte. Mit nassen, von der Wandfarbe milchig triefenden Haaren torkelte er zurück zum Tisch, wo Sabrina hemmungslos, geile Laute ausstoßend, Gogo bearbeitete.

„Tschau. Ich muss ins Bett“, sagte Peter, seine Jacke greifend und hob eine Hand.

„Vielen Dank fürs Helfen“, lachte Sabrina, kurz aufschauend.

Draußen prasselten ihm waagerecht fliegende Schneeflocken ins Gesicht. Sein Körper gehorchte ihm kaum noch und er benötigte den ganzen breiten Fußweg, um vorwärts zu kommen. Am Mehringdamm wartete er auf den Nachtbus. Als er einstieg, rammte ihm eine Frau mit einer Fellmütze auf einem Dauerwellenkopf ihre Handtasche in den Rücken, so dass er gegen die Scheibe in der Tür bretterte. Mehr Erinnerungen hatte er nicht.

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