Martin Renold - Moses

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Martin Renold stellt wie in seinem Roman «Abraham» auch hier die biblische Geschichte in das historische Umfeld.
Nachdem er von der Tochter von Ramses I. im Schilf gefunden wurde, wird Moses am Königshof in Memphis auferzogen. Wie ein Prinz lernt er im Tempel die ägyptischen Götter kennen und wird durch deren Priester in die Geheimnisse und Riten eingeweiht.
Nach dem Tod von Ramses I. wird Seti König. Dessen Gemahlin weist dem unschuldigen Moses die Schuld am Tod eines ihrer Söhne zu. Nachdem Moses wegen des Todschlags an einem ägyptischen Aufseher fliehen musste, wächst in ihm der Wunsch, sein Volk aus der Knechtschaft zu befreien.
Als er vom Sinai zurückkehrt, regiert bereits Ramses der Grosse in Pi Ramesse im Nildelta. Nach all den Plagen, die über Ägypten hereinbrechen und Ramses' ältester Sohn stirbt, vertreibt er die Hebräer, will sie aber nach einem Sinneswandel aus wirtschaftlichen Gründen zurückholen, was mit dem Untergang des Heeres im Schilfmeer misslingt.
Die handelnden Figuren werden zu neuem Leben erweckt und die Ereignisse in einer nachvollziehbaren Weise dargestellt. Die Wunder bestehen nicht darin, dass sie unwahrscheinlich sind, sondern dass sie zur rechten Zeit am richtigen Ort eintreffen. Das Buch ist deshalb weniger ein religiöses Buch als eine spannend erzählte Geschichte auf historischem Hintergrund.

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Auf einmal kam doch etwas Hoffnung in ihr auf. Auch ein wenig Schadenfreude, nur einen kleinen Augenblick lang, als sie daran dachte, dass der Pharao auf diese Weise eigentlich für seinen Unterhalt aufkommen müsste.

„Aber das Körbchen wird sich mit Wasser voll saugen und untergehen, und das Kind wird ertrinken“, befürchtete Jochebed.

Dann aber, nachdem sie eine Weile überlegt hatte, sagte sie: „Nein, ich weiß, wie wir es machen.“

Amrams Hütte war die letzte der Siedlung gegen das Grasland hin. Wenn man die Weide überquerte, gelangte man, wenn man tüchtig ausschritt, nach ungefähr zwei Stunden zum Sumpf und zu einer kleinen Bucht, die ein Nilarm gebildet hatte. Hinter der Bucht war der riesige Park des Pharaos, und mitten darin stand der Königspalast.

Jochebed schickte ihre Tochter zum Sumpf, Schilfrohre zu holen. Es war beinahe Vollmond in dieser Nacht. Der Mond stand noch nicht sehr hoch am Himmel, aber er gab genug Licht, dass Mirjam über die Schafweide zum Sumpf gelangen konnte. Sie kannte sich gut aus, denn sie hatte oft beim Hüten der Schafe geholfen.

Sie war noch keine Stunde gegangen, da kam sie zu einem schmalen Wassergraben, über den ein kleiner Steg aus zwei Holzlatten gelegt war. Sie kannte den Steg. Man musste aufpassen, dass man nicht ins Wasser fiel. Vielleicht hatte sie früher immer ihr Augenmerk so sehr auf diesen Steg gerichtet, dass sie gar nicht gesehen hatte, wie etwa hundert Schritte weiter nördlich am flachen Ufer sich etwas wie ein Gestrüpp erhob. Es schimmerte im Mondschein. Und als sie näher hin sah, erkannte sie, dass es Schilf war. Sie ging dem Graben entlang bis zu der Stelle, wo in einem Stück sumpfigem Boden, das nicht größer war als das Gärtchen ihrer Mutter neben der Lehmhütte, etwas Schilf wuchs. Rasch schnitt sie sich so viele Rohre ab, als sie dachte, es würde für ein Körbchen genügen, und eilte damit zurück.

Die Mutter staunte, dass Mirjam so schnell zurückgekommen war. Während Mutter und Tochter zusammen ein Körbchen flochten, erzählte Mirjam, wie sie das Schilf gefunden hatte. Jochebed bestrich die Zwischenräume mit lehmiger Erde, die sie neben der Hütte zusammengescharrt hatte, und mit Pech, das der Vater immer für etwelche Arbeiten im Haus bereit hatte. Gegen den Morgen war der Lehm trocken. Das Körbchen war nicht gerade eine Zierde. Es sah aus wie ein Kästchen. Hätten sie noch Zeit gehabt, es zu verschönern, hätten sie es sicher mit Farbe bemalt und geschmückt.

Jochebed gab dem Knaben zum letzten Mal an der Brust zu trinken. Dann wickelte sie ihn in Tücher und legte ihn in das Kästchen. Obendrauf legten sie den Deckel, den sie ebenfalls aus Schilfrohr gemacht hatten. So hatte das Kind genügend Luft zum Atmen.

Aaron schlief noch, als Mutter und Tochter die Hütte verließen. Wenn sie zurückkämen, wollten sie Aaron sagen, das Kind sei gestorben und sie hätten es draußen vergraben.

Sie gingen über die Schafweide. Das Knäblein in dem Körbchen verhielt sich ruhig. Jochebeds regelmäßiger Gang auf dem weichen Trampelweg hatte den Kleinen in den Schlaf gewiegt. Sie trug ihn vorsichtig, stets darauf bedacht, in der Dunkelheit nicht zu stolpern, um ihn nicht aufzuwecken. Als sie zum Sumpf kamen, gingen sie an ihm entlang. Schon dämmerte der Morgen.

Vor sich sahen sie bereits den königlichen Park. Sie gingen noch bis zu einer kleinen Bucht, wo der Schilfgürtel aufhörte. Weiter konnten sie nicht gehen, ohne gesehen zu werden.

„Hier sind wir nahe beim Königspalast“, sagte Mirjam. „Wenn das Kind aufwacht, wird es schreien; dann wird es bestimmt jemand hören.“

In ihren Worten war jedoch mehr Hoffnung als Gewissheit. Sie hatte leise flüsternd gesprochen, obwohl sie keinen Menschen sahen.

Auch Jochebed bemühte sich, leise zu sein. Sie ging beinahe auf Zehenspitzen, damit man ihre Schritte nicht hören konnte. Sie zögerte. Sie sah sich verstohlen um. Sie waren wenige Schritte zuvor an einem Strauch vorbeigekommen.

„Vielleicht sollten wir ihn doch besser in jenem Strauch verbergen“, meinte sie. „Wer weiß, ob ihn zwischen dem Schilf jemand findet. Oder ob er nicht doch im Wasser versinkt.“

„Aber dort im Strauch könnte ihn ein wildes Tier aufspüren“, sagte die kluge Mirjam.

Jochebed musste ihr zustimmen. Sie setzte das Kästchen behutsam aufs Wasser und stieß es ein wenig von sich weg, damit es zwischen das Schilf schwamm, ohne ganz verdeckt zu werden.

„Siehst du“, sagte Mirjam aufmunternd zu ihrer Mutter, „so wird er bestimmt gefunden werden. Wenn die Leute im Palast aufgewacht sind, wird ihn sicher jemand hören und nachsehen, woher das Schreien kommt.“

Jochebed hatte Tränen in den Augen, als sie sich endlich abwandte, nachdem das kleine Schiffchen zwischen dem Schilf zum Stehen gekommen war.

„Komm, jetzt müssen wir gehen!“, mahnte sie. „Man darf uns hier nicht sehen.“

„Ich möchte noch bleiben“, bat Mirjam, „und warten, bis es gefunden wird.“

Ja, es wäre beruhigend zu wissen, dass das Kind tatsächlich gefunden würde, dachte Jochebed. Sie willigte in Mirjams Vorschlag ein, denn die Gewissheit, dass das Kind weiterleben würde siegte über die Angst, dass Mirjam entdeckt und damit auch der ganze Plan zerstört werden könnte. Sie sagte:

„Aber wenn du siehst, dass jemand kommt, um das Kind zu holen, musst du sofort weglaufen.“

„Ich möchte sehen, wer das Kind findet“, erwiderte Mirjam.

„Das möchte ich doch auch, aber wir müssen vorsichtig sein. Es wird sicher in gute Hände kommen. Warte nicht so lange, bis man dich sieht.“

Daraufhin machte sich Jochebed auf den Weg zu ihrer Hütte. Mirjam aber blieb. Sie ging ein Stück zurück bis zu dem Strauch und verbarg sich hinter ihm.

Die wundersame Errettung

An diesem Morgen war Henut-taui, die Tochter des Pharaos, früh wach. Die Pavianweibchen, die ihr Vater im Park hielt, hatten sie durch ihr Schreien, mit dem sie das Heraufkommen des Sonnengottes begrüßten, aufgeweckt. Sie lag mit offenen Augen auf ihrem Bett und schaute zur Fensteröffnung in der Höhe unter der Decke, durch die die frische Morgenluft hereindrang. Sie sah den von der aufgehenden Sonne gelblichrot gefärbten Himmel. Die Helligkeit in ihrem Zimmer war so groß, dass sie die in bunten Farben gemalten Bilder an den Wänden deutlich sehen konnte. Sie liebte es, nach dem Aufwachen ihren Blick in diesen Bildern schweifen zu lassen. Neben der Tür stand ein liebliches Mädchen mit einem Krüglein in der Hand. Ihr schlanker Körper schimmerte durch das feine Leinenkleid, das ihr nur bis zu den Knien reichte. Es hätte ihr Abbild sein können. Auf der andern Seite der Tür stand ein Knabe mit einem Becher. Wie schon oft, glitt auch an diesem Morgen beim Betrachten der beiden ein Lächeln über ihr Gesicht. Sie musste daran denken, dass das Mädchen seinem Bruder nie den Becher mit süßem Saft füllen könnte, weil ja die Öffnung der Tür trennend zwischen ihnen stand.

An der Wand gegenüber sah sie Weinranken, von denen junge Männer mit entblößtem Oberkörper die Trauben pflückten und in eine Schale legten. Auf einem anderen Bild sah sie Tiere, Pferde, Rinder, Katzen, Löwen. Und an der Wand über ihrem Lager war ein Papyrusdickicht abgebildet. Zwischen den Papyrusstängeln schwammen Enten im blauen Wasser oder flatterten in die Höhe, und am blauen Himmel tummelten sich bunte Vögel. Es war ein glückliches Erwachen jeden Morgen, als würde sie draußen inmitten eines Papyrussumpfs ihre Augen aufschlagen. Und die Stimmen der Vögel, die durch die Fensteröffnung unter der Decke drangen und die das Geschrei der Paviane abgelöst hatten, verstärkten diese schöne Illusion.

Seit ihr Vater nach dem Tod Haremhabs Pharao geworden war, bewohnte die Prinzessin dieses Zimmer. Das war noch nicht so lange her. Doch sie hatte sich rasch daran gewöhnt und schon viele schöne Stunden in diesem Raum erlebt. Hier plauderte sie mit ihren Gespielinnen, hier tauschten sie ihre kleinen Geheimnisse aus oder eiferten im Senet-Spiel um den Sieg. Manches kam ihr schon vor, als wäre es eine Ewigkeit her. Sie musste lachen, als sie daran dachte, wie sie, als sie im Palast eingezogen waren, noch ihre Jugendlocke getragen hatte. Jetzt war sie doch schon beinahe erwachsen. Vielleicht würde sie bald einmal einen Gemahl bekommen und Kinder kriegen. Sie liebte kleine Kinder. Schade, dass sie keine kleine Schwester hatte. Ihr einziger Bruder, Seti, war zehn Jahre älter als sie. Er würde einmal Pharao werden. Doch das konnte noch dauern. Jetzt war erst vor nicht allzu langer Zeit ihr Vater Pharao geworden, und der war noch nicht so alt, dass er nicht noch viele Jahre leben könnte. Seti war für sie nie ein Spielkamerad gewesen. Er war groß und stark und interessierte sich nur für kriegerische Spiele mit Streitwagen. Die Amalekiter hatten vor vielen Generationen Pferde und Streitwagen nach Ägypten gebracht. Sie, die von den Ägyptern Heka Chasut – fremde Herrscher – genannt wurden, waren, als das Reich zerfallen und von Dutzenden kleinen Pharaonen regiert worden war, in Ägypten eingedrungen und hielten es hundertfünfzig Jahre lang besetzt. Seither kämpften auch die Ägypter mit diesen zweirädrigen, von Pferden gezogenen Wagen, und die jungen Königssöhne übten sich schon früh im Wagenkampf. Seti besaß eigene Pferde und einen eigenen Wagen, den er vor allem zum Zeitvertreib, um im Land herumzufahren, und für die Jagd benutzte. Am liebsten hätte er Löwen gejagt, doch die liefen nur oben in Nubien frei herum.

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