Lars Gelting - Tod eines Agenten

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Ein spannender Thriller über Verrat, Enttäuschung und Rache. Über das geheime Netzwerk der Stasibruderschaft, dem niemand entrinnen kann.
1989 verschwindet Dr. Werner Stocher, einer der schlimmsten Stasispitzel, spurlos in den Westen. Sechsundzwanzig Jahre später findet Erik die Spur seines Vaters. Er kann nicht ahnen, wen er da aufgespürt hat und droht dem Stocher mit Entlarvung. Damit gerät er ins Räderwerk der mächtigen Stasibruderschaft. Er wird gejagt, gehetzt,einen sicheren Ort gibt es für ihn nicht mehr. Als seine Jäger die Schlinge zuziehen, ist er chancenlos. Aber da gibt es noch jemanden, der eine Rechnung mit dem Stocher offen hat und den die Bruderschaft fürchten sollte. Die Abrechnung hat erst begonnen.

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Stille. Dunkelheit und Stille füllten den Raum wie eine schwere Masse. Er blieb auf dem Boden liegen, alle Sinne auf seine Umgebung ausgerichtet. Sein Atem war das einzige Geräusch, ging tief und stoßweise.

Schwerfällig richtete er sich auf, wollte zum ersten Lichtschalter und musste sich hastig am Sessel festhalten; die Hose, immer noch auf den Knöcheln, brachte ihn beinahe zu Fall. Er zog sie hoch, hielt sie nur am Bund fest und schaltete das Licht ein.

Im Raum war nur er selbst. Er brachte seine Kleidung in Ordnung, rasch, sah sich dabei im Raum um; nichts hatte sich verändert. Auf der Anrichte neben der Tür lagen sein Smartphone, seine Geldbörse und sein Autoschlüssel an ihrem gewohnten Platz. Ulrike mochte es nicht, dass er diese Dinge dort ablegte, sobald er das Haus betrat. Aber es war sein Platz. Er hatte sich das so angewöhnt, musste diese Dinge in Sichtweite haben.

Wenige Minuten später brannte Licht im gesamten Haus.

Er war zuerst direkt in seinen Schlafraum geeilt, hatte dort die Schublade seines Nachtschranks aufgerissen: Die „Glock“ lag unberührt an ihrem Platz.

Diese handliche Pistole hatte er sich sofort gekauft, nachdem er den Waffenschein gemacht hatte. Er musste das tun. Unterschwellig war es immer da, dieses Gefühl einer möglichen Bedrohung. Auch wenn er sein Leben bereinigt hatte und jeden Gedanken an die Vergangenheit sofort unterdrückte, Vergangenheit war in der Tiefe schwelende Glut, er wusste das. Und er war entschlossen, niemandem zu erlauben, diese Glut zu entfachen.

Er nahm die Waffe aus der Schublade, hielt sie in der Hand, fühlte ihr Gewicht, das kalte Metall; die Ruhe kam zurück. Entschlossen lud er die Waffe durch, legte die Sicherung um und machte sich auf die Suche. Es würde Notwehr sein .

Er ging von Raum zu Raum, schaltete überall das Licht ein, sah in jede Ecke, in die Schränke. Im Haus war niemand mehr. Im Abstellraum hinter der Garage entdeckte er ein offenes Fenster. Eines der drei hoch gelegenen, schmalen Fenster war zwar zugezogen, aber es war nicht verschlossen. Darunter stand ein Tisch. Jemand hatte den Tisch, der im Sommer auf der Terrasse und jetzt in diesem Raum stand, direkt unter das Fenster geschoben. Er sicherte die „Glock“.

In dieser Nacht schlief er nur wenig. Schlummerte immer wieder ein, trieb dann nahe unter der Oberfläche, war bald wieder wach und grübelte.

Er musste Helmut anrufen. Die Firma würde die Sache übernehmen und dann wäre der Spuk bald vorbei. Aber, wer immer sich hinter diesem „Wir“ verbarg, sie meinten es ernst, und das würde nicht nur ihm Schaden zufügen. Sie mussten diese Typen irgendwie unschädlich machen.

Helmut würde die Firma aktivieren. Er war immer noch „Führungsoffizier“ und konnte Aktivitäten in vielen Bereichen in Gang setzen. Es gab in diesem Land keine wichtige Institution, kein wichtiges Amt, in dem nicht ein Mitglied der Firma seine Aufgaben wahrnahm. Jeder Alarm, jede Suche erschien schon nach wenigen Stunden auf über hundert Smartphones und Computern. Man konnte sich auf die Firma verlassen. Das hatte die Vergangenheit gezeigt.

Er versuchte, sich mit diesen Gedanken zu beruhigen. Wälzte sich dabei im Bett von einer Seite auf die andere. Das Gefühl der Demütigung klebte in seinem Kopf wie eine schwere, dunkle Masse. Ließ ihn nicht zur Ruhe kommen.

Sein Kopf tat ihm weh. Der Schlaf wollte nicht kommen. Er stand auf, ging hinüber ins Bad und nahm ein Aspirin.

Gleich am Morgen würde er Helmut anrufen.

In den frühen Morgenstunden schlief er endlich ein, tief und fest.

Als er erwachte, war es bereits acht Uhr.

Auf der Bettkante sitzend rief er in der Klinik an und gab die Anweisung, alle Termine zu streichen, die für diesen Tag geplant waren, Patienten nötigenfalls telefonisch davon zu benachrichtigen. Er würde an diesem Tag nicht kommen.

Es war noch nie vorgekommen, dass er seine Termine nicht wahrnahm oder nicht wie gewohnt in der Klinik erschien. Seine Sekretärin würde annehmen, dass er aus wichtigem Grund verhindert war. Was ja auch den Tatsachen entsprach.

Während er ins Bad eilte und seine Morgentoilette begann, plante er sein Vorgehen. Helmut war um diese Zeit längst in seiner Praxis, wie es sich für einen ordentlichen Internisten gehörte. Er musste ihn anrufen, vor dem Frühstück noch. Danach würde er wohl oder übel nach Hamburg fahren, um sich mit Helmut zu treffen. Sie mussten diese Sache sofort angehen.

Er wischte einen Zahnpasta-Klecks, der ihm aus dem Mund gefallen war, vom Wasserkran, sah wieder auf – und erstarrte. Einen Augenblick lang stand er ganz still, hielt die Zahnbürste im Mund, blickte in den Spiegel vor sich, senkte dann die Hand mit der Zahnbürste auf den Waschtisch.

Wir sind dir ganz nah. Immer!“

Die Worte waren mit einem dicken, blauen Edding auf den Spiegel geschrieben worden. Das war schlimm genug: Der Kerl war in seinen Lebensbereich eingedrungen, war durch seine Wohnung gelaufen, während er schlief. Was ihn aber entsetzte und jäh seine Panik entfachte, war die Tatsache, dass diese Worte in der Nacht noch nicht dort gestanden hatten.

Irgendwann in der Nacht hatte er eine Brause-Aspirin genommen und hatte in den Spiegel geschaut, während er das Glas austrank. Im Spiegel hatte er nur sein Gesicht mit den dunklen Schatten unter den Augen gesehen. Nichts anderes!

Der war noch immer im Haus! Es war noch nicht vorbei!

Er ließ die Zahnbürste im Waschbecken liegen, spuckte den Zahnpasta-Schaum aus, hastete zurück ins Schlafzimmer und nahm die „Glock“ aus der Schublade.

Es war die pure Verzweiflung, die ihn jetzt antrieb, die ihm die Luft zum Atmen nahm, Verzweiflung und eine unbändige Wut. Nur mit seiner Pyjamahose bekleidet, den Zahnpasta-Schaum noch im Gesicht und die entsicherte Pistole in der Hand hetzte er von Raum zu Raum.

Wie am Abend zuvor durchsuchte er jeden Winkel des Hauses, stand endlich schwer atmend im Abstellraum und blickte durch ein geöffnetes Fenster in den blauen Himmel.

Sie spielten ihr Spiel mit ihm!

Er hatte das Fenster am Abend geschlossen, den Tisch an seinen eigentlichen Platz zurück geschoben. Alles hatte wieder seine gewohnte Ordnung gehabt.

Jetzt stand der Tisch unter einem anderen, dem mittleren der drei Fenster, das Fenster selbst stand weit auf.

Für einen langen Augenblick starrte er auf die Fensteröffnung. Sein Körper bebte unter dem Gefühl der Machtlosigkeit, der Furcht, aber auch des Zornes. Er wünschte sich, jetzt, in diesem Moment, würde ein Kopf in der Fensteröffnung auftauchen.

Um dreizehn Uhr traf er sich mit Helmut im Restaurant „Zum Mühlbach“.

Das Lokal lag gut erreichbar wenige Kilometer vor Hamburg, in der Nähe gab es einen Golfplatz. Eine ausgezeichnete Küche und die Möglichkeit, das bestellte Gericht in einem separaten Raum einzunehmen, machten dieses Lokal zu einem idealen Treffpunkt.

Helmut erwartete ihn auf dem Parkplatz. Einem kreisrunden Platz, der von Bäumen und dichtem Buschwerk umgeben war, als befände er sich in einem Wald. Er hatte seinen Wagen in einer Nische hinter Büschen geparkt. Von der Straße aus war dieser Bereich nicht einsehbar.

In seinem tiefsten Inneren mochte er Helmut nicht. Helmut war gut einen Kopf größer als er selbst, wirkte immer ziemlich grobschlächtig auf ihn, und er war noch fülliger geworden. Wie schon bei ihrem letzten Treffen trug Helmut einen Anzug in dunklem Anthrazit, dazu ein blaues Hemd mit rostbrauner Krawatte. Das Jackett trug er offen.

Er mochte dieses Grobschlächtige, Proletenhafte nicht, diese Art, wie Helmut jetzt mit großen, gewichtigen Schritten auf ihn zukam und ihm seine fleischige Hand entgegenstreckte. Aber Helmut war und blieb „ Helmut“, und es wäre sehr unklug, ihm nicht mit dem erwarteten Respekt zu begegnen. Sein grobes Äußeres und sein derbes Auftreten täuschten schon immer darüber hinweg, dass Helmut ziemlich scharfsinnig und skrupellos gerissen war. Übergewichtig war er erst in den letzten Jahren geworden.

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