Lars Gelting - Tod eines Agenten

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Ein spannender Thriller über Verrat, Enttäuschung und Rache. Über das geheime Netzwerk der Stasibruderschaft, dem niemand entrinnen kann.
1989 verschwindet Dr. Werner Stocher, einer der schlimmsten Stasispitzel, spurlos in den Westen. Sechsundzwanzig Jahre später findet Erik die Spur seines Vaters. Er kann nicht ahnen, wen er da aufgespürt hat und droht dem Stocher mit Entlarvung. Damit gerät er ins Räderwerk der mächtigen Stasibruderschaft. Er wird gejagt, gehetzt,einen sicheren Ort gibt es für ihn nicht mehr. Als seine Jäger die Schlinge zuziehen, ist er chancenlos. Aber da gibt es noch jemanden, der eine Rechnung mit dem Stocher offen hat und den die Bruderschaft fürchten sollte. Die Abrechnung hat erst begonnen.

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Er zoomte das Foto auf die Originalgröße zurück und fand sofort, was ihm zuvor, mit Focus auf den Stocher, entgangen war. Am linken Bildrand, neben dem aufgestellten Team, befand sich die Infotafel mit dem Namenszug der Klinik:

Privatklinik Dr. med. Robert Snelting.

Klinik für Psychiatrie / Psychotherapie

Im Hintergrund war der Eingang der Klinik und ein Teil des Klinikgebäudes zu sehen, alles modern in Glas und Stahl gehalten.

Wenn du dich dahinter verbirgst... Deine Angriffsfläche wird immer größer, deine Absturzhöhe immer höher. Das alles hätten wir auch gemeinsam machen können. Du hast uns als Ballast abgeworfen. Du verdammter Egoist.

Erik schloss das Foto und ging zurück zum BMW.

Um dreizehn Uhr fünfzig erreichte er Greifswald.

Er hatte sein Kommen nicht angekündigt und Rudi war nicht zu Hause.

„Er ist geflüchtet und sitzt wahrscheinlich mit seinem Freund Horst unten an der alten Hütte. Unten am Bodden. Das macht er immer, wenn ihm hier die Decke auf den Kopf fällt. Komm Erik, setz dich, trink einen Kaffee mit mir und erzähl mir ein bisschen was.“ Helga zog einen Stuhl unter dem großen, massiven Küchentisch hervor, an dem sie früher als Familie gemeinsam gegessen und an dem er während seiner Schulzeit täglich seine Hausaufgaben gemacht hatte.

Helga war seine Oma und gerade in der Zeit, als alles um ihn herum zerfiel, war sie sein seelisches Wärmekissen. Oma Helga hatte immer Zeit, wusste immer Rat und hatte das feine Händchen, ihn auch in seinen schwierigen Zeiten immer sanft in der Richtung zu halten. Helga war eine kluge, ziemlich listige Frau, die ihre Gutherzigkeit und Sanftmut auch schon mal ganz bewusst als Waffe einsetzte, um ein angestrebtes Ziel zu erreichen. Wenn es sein musste, konnte Helga bretthart sein. Das war etwas, was er erst sehr spät erkannt hatte.

Und auch jetzt spürte sie schon wieder, dass etwas in der Luft lag. Er sah das an ihren Augen, die dann immer betont sanft und gleichmütig dreinschauten, dahinter aber hellwach blitzten. Er kannte das.

Helga schüttete Kaffee aus einer Thermoskanne in eine Tasse und stellte diese vor ihm auf den Tisch. „Ich habe ihn gerade erst gemacht. Du kannst ihn also ruhig trinken.“ Sie lächelte verschmitzt. Helga war leidenschaftliche, um nicht zu sagen süchtige Kaffeetrinkerin. Immer hatte sie eine Thermoskanne mit Kaffee auf dem Tisch stehen. Und es konnte schon einmal passieren, dass die dunkle, nicht mehr heiße Rest-Flüssigkeit, die sie einem in die Tasse goss, nicht mehr als Genussmittel durchging.

„Wie geht es Kathrin, geht’s ihr gut?“ Er wollte ihrer Frage zuvorkommen. Sie würde alles aus ihm herauskitzeln, wenn sie nur Zeit genug hatte. Aber er wollte zuerst mit Rudi sprechen.

„Ja, Kathrin geht es gut, es geht ihr sehr gut. Du hast schon länger nicht mehr mit ihr gesprochen?“ Helga strich sich eine weiße Haarsträhne aus dem Gesicht und stützte sich mit den Unterarmen auf dem Tisch ab.

„Ich denke, es sind jetzt drei Wochen. Aber ich konnte nicht eher, ich saß in Schweden fest.“

„In Schweden?“

„Ich erzähle dir gleich alles, aber was ist mit Kathrin? Irgendwas hat sich getan, du hast das gerade so euphorisch gesagt.“

„Ja. Kathrin hat eine Beschäftigung hier bei der Tafel bekommen. Du weißt, was das ist?“ Sie sah ihn fragend an. „Gut. Also sie hilft dort mit, räumt Waren ein, gibt Waren heraus. So kommt sie unter Menschen. Du wirst sehen, das tut deiner Mutter richtig gut. Weißt du, sie lernt dort Menschen kennen, denen das Leben nach der Wende genau so übel und manchmal noch viel übler mitgespielt hat als ihr. Wir haben das Gefühl, das alles hilft ihr.“

Draußen tat sich etwas. Die Tür zum Garten schlug an, man hörte rasche Schritte und jemand klappte einen Fahrradständer aus.

„Oh, das ist Kathrin. Schon?“

„Du kleiner Satan. Glaub ja nicht, dass du mir davonkommst. Du bist nicht gekommen, um zu fragen, wie es deiner Mutter geht. Ich kenne dich. Ich spüre das.“

Helga hatte sich mit schelmisch verengten Augen über den Tisch vorgebeugt und ihm diese Sätze zugezischt. Gleich darauf öffnete sich die Tür zum Garten und Kathrin kam herein. Sie war dünn geworden, um nicht zu sagen mager.

Früher, in Waldheim noch, war Kathrin eine attraktive, sportliche Frau mit fein-krausen blonden Haaren gewesen. Danach hatte der Kummer mehr und mehr auch an ihrem Äußeren genagt. Jetzt, sie war gerade sechzig geworden, sah sie zum Erbarmen aus. Ihr Gesicht wirkte knochig und eingefallen, die schönen blauen Augen lagen tief in ihren Höhlen und ihr Haar war stahlgrau geworden. Aber sie strahlte, ließ ihren Stadt-Rucksack an der Tür fallen, war mit zwei schnellen Schritten bei ihm. Erik hatte gerade noch genug Zeit, um sich vom Stuhl zu erheben, da schlang sie ihm schon ihre dünnen Arme um den Hals und blieb einen Augenblick so stehen, ihn fest an sich gedrückt.

„Erik. Ich habe so lange nichts von dir gehört. Ich freue mich, dass du da bist.“ Sie ließ ihn aus den Armen, trat einen Schritt zurück und sah ihn etwas bekümmert an.

„Ich kann das nicht gut haben, wenn ich so lange nichts von dir höre. Ich male mir dann alles Mögliche aus und sorge mich.“

„Ich bin schon groß. Hast du das noch gar nicht gemerkt? Und ich bin Unkraut, ich überlebe alles und komme immer wieder hoch. Mache dir um mich keine Sorgen.“ Er setzte sich wieder und zog den nächsten Stuhl heraus. „Komm, setz dich zu uns.“

„Wie kommt es, dass du schon zurück bist?“ Helga war aufgestanden und nahm eine hohe Tasse aus dem Schrank, einem alten Küchenschrank, dessen Türen im Schrankaufsatz noch Glasscheiben mit Gardinen hatten. Eine moderne Einbauküche wollte Helga nicht in diesem Haus haben.

„Frau Bredow.“ Kathrin hob ihren Rucksack vom Boden und kam die zwei Schritte wieder zurück. „Das ist die Frau zwei Häuser weiter auf der anderen Straßenseite. Du erinnerst dich vielleicht. Frau Bredow hat Erik kommen sehen. Sie hat es mir gesagt. Ich brauche auch heute nicht mehr hin. Du bleibst doch, oder?“ Sie hatte sich neben ihm auf den Stuhl gesetzt, sah ihn mit bang fragenden Augen an.

„Ich bin ja gerade erst gekommen. Ich bleibe schon noch.“ Er wandte sich an Helga. „Wie geht es Rudi? Klär mich auf, bevor ich gleich mit ihm reden kann.“

Sie sah auf die alte Wanduhr neben dem Schrank. Strich sich wieder die Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Ah, das kann schon noch was dauern. Wie soll es ihm gehen? Er ist still geworden. Manchmal reden wir den ganzen Tag über kaum miteinander. Kannst du dir das vorstellen, Rudi und schweigsam?“ Sie blickte von ihrer Tasse auf, Sorge im Gesicht. „Und wenn ich ihm dann mal wegen irgendeiner Nichtigkeit auf die Füße steige, dann explodiert er. Hat er früher nie gemacht.“ Sie sah wieder in ihre Tasse, „Vielleicht ist es das Alter. Manchmal geht er morgens und bleibt den ganzen Tag weg. Ich weiß dann nicht, wo er ist. Niemand scheint das zu wissen. Er ist dann einfach weg. So allmählich wird er mir fremd. Ich bin froh, dass Kathrin bei uns ist.“

„Trinkt er vielleicht?“

„Nein! Er trinkt nicht. Und alles andere fällt schon sowieso weg.“

„Wie alt ist er jetzt?“ Er sah Helga überlegend an. „Achtzig ist er geworden. Und, er hat in den letzten Jahren so einiges wegstecken müssen. Das wird ihm zu schaffen machen.“

„Erik, wir haben alle ziemlich viel wegstecken müssen. Das bleibt uns allen nicht in der Büx hängen. Aber deswegen kann man sich doch nicht einfach ausklinken. Wir haben in allen Zeiten immer zusammengehalten. Er kann das jetzt doch nicht einfach aufkündigen.“

„Ich gehe mal runter zum Bodden. Mal sehen, wie es dem alten Eisenbahner so geht.“ Er erhob sich, sah, wie Helga ihre Augen etwas zusammenkniff.

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