Lars Gelting - Tod eines Agenten

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Ein spannender Thriller über Verrat, Enttäuschung und Rache. Über das geheime Netzwerk der Stasibruderschaft, dem niemand entrinnen kann.
1989 verschwindet Dr. Werner Stocher, einer der schlimmsten Stasispitzel, spurlos in den Westen. Sechsundzwanzig Jahre später findet Erik die Spur seines Vaters. Er kann nicht ahnen, wen er da aufgespürt hat und droht dem Stocher mit Entlarvung. Damit gerät er ins Räderwerk der mächtigen Stasibruderschaft. Er wird gejagt, gehetzt,einen sicheren Ort gibt es für ihn nicht mehr. Als seine Jäger die Schlinge zuziehen, ist er chancenlos. Aber da gibt es noch jemanden, der eine Rechnung mit dem Stocher offen hat und den die Bruderschaft fürchten sollte. Die Abrechnung hat erst begonnen.

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„Das habe ich mir gedacht. Das erklärt, warum du so ausgehungert, so aufgestaut warst.“

„Hm-hm, war ich das? Wundert mich, dass du das überhaupt gemerkt hast. Du bist abgegangen wie ein junges Fohlen. Für eine Frau deines Formats sehr ungewöhnlich.“ Erik schaute sie übertrieben fragend an.

Ulrike saß unverändert, sah ihn lange mit verengten Augen an, nachdenklich, überlegend.

Meines Formats . Ich hätte wohl reservierter sein sollen. Mich vornehm zieren, bis du mich dann hoffentlich auf den Rücken geworfen hättest. Das meinst du doch, wenn du von Format sprichst.“ Sie lehnte sich auf den Stuhl zurück, ihre rechte Hand spielte auf dem Tisch mit der Serviette.

„Dass ich dich heute Morgen geradezu genötigt habe, war diesem besonderen Ort, der Gelegenheit und meinem Hunger geschuldet. Ich wusste nicht, dass ich das tun würde. Ich habe es nicht geplant, aber ich habe es getan.“

„Bitte? Was ist jetzt los? Du bekommst doch jetzt keinen Gewissenskasper, oder doch?“

„Du verstehst das nicht, Erik. Ich habe mich dir wie eine reife Frucht angeboten. Du brauchtest mich nur zu nehmen und zu genießen. So etwas habe ich noch nie getan und nur ganz selten gedacht. Es gehört nicht zu mir, aber es war richtig.

Du hast heute etwas in mir wachgerufen, von dem ich gar nicht wusste, dass es noch in mir schlummerte. Ich lebe noch und habe mich gefühlt, als wäre ich gerade erst dreißig. Du hast mir das Gefühl gegeben, dass alles möglich ist, dass ich mich absolut gehen lassen kann, dass ich mich vergessen kann. Ein Gefühl für die Ewigkeit und das war sehr schön.“

Sie sah ihn direkt und gerade heraus an, „Ich bin das letzte Mal von meinem Partner beschlafen worden am Samstag, den zweiten Juli. Wir haben das fünfzehnte Jahr unserer offiziellen Beziehung gefeiert. Am zweiten Juli.“

Erik sah sie einen Atemzug lang sprachlos an, schüttelte leise den Kopf.

„Was ist denn das für eine Beziehung? Entschuldige, aber dein Partner erscheint mir wie ein Clochard mit einer gefundenen Rolex am Arm. Ist das dein Leben?“

„Willst du jetzt wissen, ob ich glücklich bin? Was ist schon normal , was ist Glück ? Ich hab´s vergessen und mich in meinem Leben eingerichtet.“

„Warst du vor deiner jetzigen Beziehung mal verheiratet? Wäre ja möglich.“

„Na hör mal, du stöberst in meinem Leben herum, Erik. Warum sollte ich dir sowas erzählen?“

„Ich weiß nicht. Tu es doch einfach. “

Sie beugte sich wieder weit über ihre Arme hinaus zu ihm vor, sah ihn mit lächelnd staunendem Gesicht an. „Was machst du junger Kerl mit mir?“

„Diese Unterscheidung passt überhaupt nicht, meine Liebe. Er schob ihr sein Gesicht ein wenig entgegen: Was kümmern mich die Jahre, wenn du mir deine Schönheit, deine Lust und Leidenschaft nur schenkst.

„Wow. Du bist ja ein Multitalent, vollendeter Liebhaber, Frauenversteher und dann auch noch Poet. Das war sehr schön.“

Sie lehnte sich zurück, sah einen langen Augenblick auf ihre Hände, die auf dem Tisch ruhten. Dann, als würde sie sich einen Ruck geben, sah sie ihn direkt an, kühl.

„Ich war nie verheiratet, nie fest gebunden. Das, was mich jetzt bindet, habe ich mir selbst angelegt. Ich hätte gewarnt sein können.“

„Weil es angeblich anderen Frauen auch so geht und die Männer alle Verbrecher sind?“

Sie lacht. „Du Verbrecher weißt bald mehr über mich, als ich mir selbst jemals klargemacht habe. Nein. Weil ich mich habe blenden lassen. Ich war jung und fühlte mich ungeheuer gut, als der Herr Chefarzt sich ausgerechnet für mich Assistenzärztin interessierte. Ich habe mich dann ein wenig in ihn verliebt und wir hatte damals eine wirklich gute Zeit: Verbotene Liebe hinterm Zaun . Wie in einem kitschigen Arztroman.“ Sie stieß die Luft durch die Nase aus, „Und jetzt beenden wir die Graberei in unseren Beziehungstiefen. Du weiß schon mehr über mich, als guttut.“ Sie stand auf und brachte ihren Teller hinüber zur Spülmaschine.

„Du hast mir noch nicht gesagt, warum du hättest gewarnt sein können.“

„Das werde ich dir auch nicht sagen.“ Sie stand mit dem Rücken zu ihm, hatte das ganz spontan gesagt und wandte sich nun um.

„Erik, an dieser Stelle ist unbedingt Schluss. Wir haben nur noch einen gemeinsamen Tag. Ich möchte mich nur auf mich und auf dich konzentrieren, nur auf das, was zwischen uns passiert. Es ist kostbar. Lass die Schatten draußen.“

„Okay. Ich werde mal kurz hinüber gehen zum See, und wenn ich wieder zurück bin, könnten wir doch ins Theater oder ins Kino gehen. Was meinst du?“

„Sehr gute Idee. Hier draußen im Reservat gibt es das ultimative Angebot.“ Ulrike blickte an ihm herunter, tat irritiert. „Du solltest dir nur vorher noch etwas anziehen.“

Der BMW sah wieder aus wie neu. Er stand auf dem Hof der Werkstatt und blinzelte ihm frisch gewaschen entgegen, so als wäre nie etwas gewesen. Damit war das erlebte Abenteuer endgültig beendet – dachte Erik.

In den folgenden Tagen arbeitete er seine Termine ab, führte Gespräche mit Journalisten, mit Vertretern der wichtigsten Parteien und der Antifa-Bewegung. Am Freitagabend nahm er die Fähre von Göteborg nach Kiel.

Was ihm die ganze Zeit nicht aus dem Kopf ging, war die „ Verbotene Liebe hinterm Zaun “. Waldheim!

Kapitel 7

Freitag, 23.09. 10.00 Uhr. Kiel empfing ihn mit grau verhangenem Himmel, und als Erik aus dem Bauch der Fähre nach draußen rollte, klatschte der Regen gegen seine Windschutzscheibe. Es war, als begrüße ihn ein alter Feind. Kurz entschlossen änderte er Plan und Ziel.

Er suchte nicht danach, wo Ulrike mit diesem „Clochard“ wohnte, er verließ Kiel und fuhr in dichtem Regen Richtung Greifswald. Er musste mit Rudi sprechen.

Rudi war sein Großvater, aber nachdem sein Vater die Familie verlassen hatte, wurde Rudi so etwas wie sein Ersatzvater. Rudi erkannte damals, dass seine Tochter mit ihren Kindern nach Stochers Verschwinden unterzugehen drohte und holte sie in sein Haus nach Greifswald. Und ab diesem Zeitpunkt war sein Vater nur noch „der Stocher“. Bezeichnungen wie „mein Mann“ oder „mein Vater“ verschwanden bald vollkommen aus ihrem täglich benutzten Vokabular. In Großvaters Haus wurde „der Stocher“ zur Hassfigur schlechthin.

Rudis Haus war sein Zuhause und er hatte eine ganz besondere Beziehung zu diesem alten Haus. So nah am Fluss, mit seinem dicken, weit überstehenden Reetdach, seinen niedrigen Räumen und seinen blanken Holzfußböden.

Wenn früher im Herbst und Winter oft die Nebelschwaden vom Fluss hochzogen, war das für sie als Kinder etwas sehr Spannendes. Sie beobachteten dann, wie die Nebelgeister flach über den Boden ans Haus herankrochen. Wie sie um das Haus herumwaberten, bis sie es ganz eingeschlossen hatten. Sie waren dann von Geistern umgeben, aber in ihrem warmen Haus waren sie geschützt und für niemanden sichtbar.

Im Sommer knarrten die Dielen an manchen Stellen, wodurch er immer früh genug wusste, wann Helga, seine Großmutter aus dem Garten ins Haus kam oder sich seinem Zimmer näherte.

Damals war Rudi noch Meister im Bahn-Ausbesserungswerk Greifswald. Ein stattlicher Mann, dessen Wort etwas galt. Mit großer Geduld und Weitsicht übernahm Rudi ganz selbstverständlich die Vaterrolle. Und obwohl Rudi ziemlich unwirsch und aufbrausend sein konnte, er war ihm ein guter, verlässlicher Vater. Und es gab wohl niemanden, der mehr Hass für den Stocher empfand, als Rudi. Der zusehen musste, wie Kathrin, seine Tochter, nach dem brutalen Verschwinden ihres Mannes in einer schweren Depression versank, ohne dass er ihr helfen konnte. Und Rudi konnte auch seiner Enkelin Mona nicht helfen, als diese am Verlust ihres Vaters zerbrach. Gerade vierzehn Jahre alt geworden, sprang sie in Süderholz von der Autobahnbrücke vor einen LKW. Rudi musste auch das schlucken. Er setzte, wie gewohnt, einen Fuß vor den anderen, hielt sich an seine Prinzipien, und ging seinen Weg, immer einen Fuß vor den anderen. Aber alle diese Ereignisse hatten ihm zugesetzt, hatten ihn verändert. Rudi wurde bald achtzig und wirkte heute oft abwesend, in sich gekehrt, gleichzeitig aber auch unbeherrschter als früher.

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