Lars Gelting - Tod eines Agenten

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Ein spannender Thriller über Verrat, Enttäuschung und Rache. Über das geheime Netzwerk der Stasibruderschaft, dem niemand entrinnen kann.
1989 verschwindet Dr. Werner Stocher, einer der schlimmsten Stasispitzel, spurlos in den Westen. Sechsundzwanzig Jahre später findet Erik die Spur seines Vaters. Er kann nicht ahnen, wen er da aufgespürt hat und droht dem Stocher mit Entlarvung. Damit gerät er ins Räderwerk der mächtigen Stasibruderschaft. Er wird gejagt, gehetzt,einen sicheren Ort gibt es für ihn nicht mehr. Als seine Jäger die Schlinge zuziehen, ist er chancenlos. Aber da gibt es noch jemanden, der eine Rechnung mit dem Stocher offen hat und den die Bruderschaft fürchten sollte. Die Abrechnung hat erst begonnen.

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„Ja, geh nur. Vielleicht findest du ihn. Sag ihm dann, dass wir hier auch noch da sind. Und wenn ihr wieder zurück seid, dann habe ich mit dir auch noch etwas zu besprechen, du Geheimniskrämer. Geh nur.“

„Geheimniskrämer? Was für ein Geheimnis?“ Kathrin sah verunsichert von ihm zu Helga und wieder zurück.

„Ach, Helga wittert irgendeinen Verrat.“ Er zuckte mit den Schultern, versuchte gleichgültig zu wirken. „Es gibt kein Geheimnis, Kathrin. Wirklich nicht. Ich hatte einfach nur Lust, über das Wochenende bei euch zu sein.“

Am Bodden-Ufer, etwas zurück versetzt, in einem Einschlag zwischen Büschen und Bäumen, gab es eine alte, aber liebevoll restaurierte Holzhütte. Rückzugsgebiet für alte Käuze hatte Rudi das genannt, als Erik ihn und seinen alten Freund Konrad mal durch Zufall vor der Hütte entdeckt hatte. Zwei alte Eisenbahner, denen die große Werkhalle fehlte, die geregelten Arbeitsabläufe und die Gerüche von Fett, Öl und Schweißdunst. Denen zu Hause die Decke auf den Kopf fiel, weshalb sie sich hier wie auf einer abgelegenen „Insel“ trafen, das Gras bis hinunter zum Bodden kurzhielten und von Zeit zu Zeit der Hütte mit Pinsel und Farbe auf das Holz rückten. Hier waren sie ungestört, nur selten kam mal jemand auf dem schmalen Pfad am Boddenufer entlang.

Rudi war alleine am Haus, saß auf der alten Bank neben der geöffneten Eingangstür und sah hinaus auf den Bodden, auf dem ein Fischkutter von einem Schwarm Möwen umkreist wurde.

„Ich hätte dir einen Kaffee mitbringen können. Zu Hause stand die Kanne auf dem Tisch.“

„Da gehört sie auch hin.“ Rudi sah ihm gut gelaunt entgegen, die verbeulte Thälmann-Mütze auf dem Kopf, die Hand mit der Pfeife vor der Brust.

„Hol dir ein Bier, wenn du willst.“ Rudi wies mit der Pfeife zur geöffneten Tür.

„Nein, du trinkst ja auch keins.“ Er setzte sich neben Rudi auf die Bank. „Ich muss jetzt kein Bier trinken, aber ich muss mit dir reden.“

„Nur, wenn es nicht um Geld geht.“ Rudi sah aus den Augenwinkeln zu ihm herüber, humorvoll unter den buschigen Augenbrauen hinweg.

„Es geht doch immer um Geld. Oder?“

„Mir nicht. Geld brauche ich zum Leben, ansonsten interessiert es mich nicht.“

„Würde es dich denn interessieren, wenn ich dir sage, dass ich ziemlich sicher weiß, wo sich der Doktor versteckt hat?“

Rudi sog an seiner Pfeife, sah ruhig auf den Bodden hinaus, blies den Rauch sachte wieder aus.

„Und jetzt?“

„Was Und jetzt ?“

„Weiß er schon, dass du ihn entdeckt hast?“

„Nein. Noch weiß er das nicht.“

„Dann ist es ja gut. Lass´ das auch man so.“ Er wandte sich ihm kurz zu, sah dann wieder nach draußen und sog ruhig an seiner Pfeife.

„Was ist denn das jetzt, Rudi? Weißt du, wie der Kerl heute lebt?“

„Nicht wie er lebt ist von Bedeutung. Warum er so leben kann , das ist die Frage, die du dir stellen musst. Vergiss ihn einfach.“ Rudi hatte sich Erik jetzt ganz zugewandt. Sein Gesicht war schmal geworden, die Tränensäcke unter den nachdenklich schauenden Augen schienen ausgeprägter und die plötzliche Anspannung verstärkte diesen Eindruck. „Vergiss den Kerl. Der ist es nicht wert, dass du deinen Hals riskierst. Und das wirst du, wenn du dem zu nahe kommst.“ Er steckte seine Pfeife in die Jackentasche und lehnte sich wieder zurück. „Für mich ist der Kerl tot. Ein für alle Mal, und damit muss ich leben.“

„Du kannst doch nicht annehmen, dass ich das genauso sehe?“

„Und was willst du tun?“ Rudi erhob sich etwas schwerfällig von der Bank, blieb davor stehen und drückte den Rücken durch. Wenn er auch bald achtzig wurde, immer noch wirkte er kraftvoll und Respekt einflößend.

„Sobald ich ganz sicher bin, werde ich dem Kerl aufs Fell rücken, Rudi. Ich werde ihm die Rechnung für seine Schweinereien präsentieren und ihn dafür bluten lassen.“

Rudi nickte verstehend, strich sich mit Zeigefinger und Daumen über seinen buschigen Schnauzbart, als wolle er die Borsten seitwärts in Form bringen. Das tat er immer, wenn ihn etwas besonders beschäftigte oder wenn ihn etwas aufbrachte, erzürnte. Etwas steif ging er ins Haus und kam einen Moment später mit zwei Flaschen Bier wieder heraus. Im Vorbeigehen hielt er Erik eine hin, setzte sich dann wieder und hielt die Flasche mit dem Boden voran herüber, um anzustoßen.

„Es gab wohl keinen Tag in den vergangenen zwanzig Jahren, an dem ich mir nicht gewünscht habe, diesen Hund zur Strecke zu bringen. Das ist ein ständiger, bohrender Schmerz.“ Er nahm einen Schluck aus der Bierflasche, sah mit zusammengepressten Lippen raus aufs Wasser, wo der Fischkutter jetzt Fahrt aufgenommen hatte, die Horde kreischender Möwen im Schlepptau.

„Man gewöhnt sich nicht daran, aber irgendwann hält man das aus. Notgedrungen. Dem Kerl ist nicht mehr beizukommen, diesem Verbrecher.“

„Du weißt, dass das nicht so ist. Du leidest, deine Umwelt leidet und der Kerl lebt derweil ein geradezu feudales Leben. Ich denke, wir wissen jetzt, wo er sich versteckt, und jetzt holen wir ihn uns.“

„Nein! Werden wir nicht!“ Mit einem entschlossenen Ruck hatte Rudi sich ihm zugewandt, „ Wir schon gar nicht und du auch nicht.“ Rudis Augen waren immer etwas feucht, jetzt aber blickten sie ihn an, dunkel und klar, als habe Rudi gerade eine Anweisung gegeben, von der er erwarten konnte, dass sie eingehalten wurde. Danach nahm er seine gewohnte Haltung wieder ein, strich sich mehrmals über seinen Schnauzbart. „Zu wissen, dass dieser Ganove mit einer falschen Identität in der vornehmsten Ecke von Kiel lebt, als wäre er dort geboren, das setzt einem zu. Das macht einen wütend, aber das hilft uns gar nichts.“

Erik sah ihn einen Augenblick verstört an, schüttelte leicht den Kopf.

„Du weißt, wo der Kerl sich aufhält? Seit wann weißt du das?“

„Das spielt keine Rolle. Ich weiß es jedenfalls.“ Rudi sah ihn an, aufgebracht jetzt. „Und ich weiß noch einige anderen Dinge, die du nicht weißt. Und deshalb sage ich dir, an den kommst du nicht heran, ohne Kopf und Kragen zu riskieren. Denkst du, ich hätte sonst all die Jahre stillgehalten?“

„Verdammt noch mal! Verstehe ich das Spiel hier falsch, Rudi? Der Kerl lebt dort mit einer gestohlenen Identität. Der hat sich durch seine Schweinereien strafbar gemacht. Damit kann ich ihm doch kommen. Und ich werde mir seine Akte ansehen, das kann ich, und der war Stasioberst. Ich werde etwas finden, um ihm einen Strick zu drehen. Was soll daran falsch oder sogar bedrohlich sein?“

„Dass du keine Ahnung hast.“ Rudi saß jetzt ganz aufrecht auf der Bank, schob ihm sein Gesicht entgegen, zornig jetzt. „Du springst im Dunkeln in einen Teich, von dem du nicht weißt, wie tief er ist und wer alles darin herumschwimmt. Was weißt du schon! Du siehst nur diesen Doktor. Aber ich sage dir: Kommst du dem zu nahe, dann wirst du sehr schnell das Gefühl haben, mitten auf einem brennenden Feld zu stehen. Und diese blöde Akte, die kannste getrost vergessen.“ Rudi lehnte sich wieder zurück und strich energisch über seinen Schnauzbart.

„Akte! Die ist so sauber wie Mutters Küchentisch. Da findste nichts mehr.“

Einen Augenblick sagte er nichts, verschränkte die Arme vor der Brust und biss die Zähne aufeinander, dass die Wangenmuskeln hervortraten.

„Wir haben Verantwortung, Erik. Vergiss das nicht. Helga und Kathrin brauchen uns und das geht vor. Unbedingt. So weh es auch tut: Wir werden diesem Ganoven nicht mehr auf die Füße treten. Wir werden das nicht tun.“ Den letzten Satz hatte Rudi wie eine unmissverständliche Anweisung ausgesprochen. Eine Anweisung, bei der die Drohung für den Fall der Nichtbefolgung schon mitklang.

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