Jakob - Die deutschen Auswanderer

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Das vorliegende Buch ist der ungewöhnlichen und wundersamen Geschichte der deutschen Kolonisten gewidmet, welche sich im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach einem erfüllten und besseren in verschiedene ferne Länder aufmachten. Die Darstellung ihrer wird vom Autor durch einzigartige Archivmaterialien und statistische Daten belegt.
Im Buch wird das grundsätzlich unterschiedliche Schicksal der deutschen Kolonisten in verschiedenen Staaten herausgearbeitet. Dieser Unterschied besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen sämtliche zum ehemaligen Ostblock gehörenden Länder Europas und Asiens verlassen hat, während sie in den Ländern Süd- und Nordamerikas blieben und sich dort praktisch vollständig assimilierten.
Worin liegt der Grund eines so unterschiedlichen Schicksals und Verhaltens der deutschen Kolonisten in diesen Staaten? Weshalb verliefen ihre Assimilierungsprozesse hier anders? Warum kehrten sie aus den einen Staaten massenweise nach Deutschland zurück, nachdem sich eine solche Möglichkeit ergeben hatte, während sie in den anderen Staaten dauerhaft sesshaft wurden und sich assimilierten?
Die Leser, die dem Autor bei der Beschreitung des Pfades der einzigartigen Geschichte der deutschen Kolonisten folgen, erhalten eine Antwort auf diese und viele weitere Fragen und lernen die ursprünglichen Hypothesen und Schlussfolgerungen kennen, welche das Buch hinsichtlich der unterschiedlichen Etappen im Schicksal der ethnisch deutschen Bevölkerung entwickelt.

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Der erste große Schwabenzug (der karolinische Schwabenzug) ist mit dem Namen des Königs Karl VI. (1685-1740) verknüpft. Er dauerte von 1722 bis 1726 und fand unter der Leitung von Claudius Florismund Graf von Mercy (1685-1740) statt. In seiner Funktion als erster Gouverneur der Stadt Temeschburg gründete er 50 Siedlungen deutscher Kolonisten im Banat, wobei zu jener Zeit nur katholischen Übersiedlern eine solche Möglichkeit eingeräumt wurde. Unter seiner unablässigen Führung und Aufsicht wurden die Planung und Umsetzung umfangreicher Meliorationsmaßnahmen zur Trockenlegung wilder Sumpfgebiete durchgeführt. So stellt der Bau des die Sumpfgebiete durchquerenden Entwässerungskanals der Bega eine der größten Errungenschaften der damaligen Zeit dar und ermöglichte die Entstehung neuer, fruchtbarer und für die Besiedlung geeigneter Ländereien auf den vormaligen Sümpfen. Graf von Mercy betrachtete die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Trockenlegung der Sümpfe nicht nur vom ökonomischen Standpunkt der strategisch-wirtschaftlichen Entwicklung des Banates aus, sondern auch als notwendige Maßnahmen zur sanitären Gesundung der Kolonisten, die auf über Jahrtausende mit Sümpfen übersäten, über Jahrhunderte unbestellten und mit dichtem Gestrüpp überwuchertem Gelände angesiedelt wurden, welches gerade erst trockengelegt worden war.

Allerdings hielt das friedliche Leben der deutschen Kolonisten nicht lange an, denn schon zwei Jahrzehnte später brach der nächste Krieg (1736-1739) zwischen dem Osmanischen Reich und Russland aus, dessen Bündnispartner der österreichisch-habsburgische König des Heiligen Römischen Reiches war. Anfang 1738 waren die Truppen des österreichischen Königs nicht in der Lage, den Süden des Banat zu verteidigen, und gaben die Festungen Alt-Orsowa und Mehadia auf. Die Kolonisten waren den vorrückenden türkischen und serbischen Truppen, die sich auf die Seite der Türken geschlagen hatten und einen Großteil der deutschen Siedlungen entlang der Donau anzündeten und zerstörten, schutzlos ausgeliefert.

Nach Beendigung dieses Krieges wurden neue Versuche unternommen, deutsche Übersiedler zum Wiederaufbau der zerstörten Siedlungen und Befestigungsanlagen und zum Bau neuer Städte ins Land zu locken, was sich dieses Mal schwieriger als im Jahr 1722 gestaltete. Zu Beginn der 40er Jahre des 18. Jahrhunderts ließen sich in diesen Gebieten Rumänen und Serben aus Nordserbien nieder, die sich die erhaltenen deutschen Siedlungen zunutze machten. Nichtsdestotrotz kamen weiterhin deutsche Übersiedler im Banat an (wenngleich in überschaubarer Zahl) und ließen sich auf den vom Krieg verschonten Landstrichen nieder. Die Übersiedler erholten sich rasch vom Schock des Türkenkrieges und ihre Einwohnerzahl stieg u. a. aufgrund des natürlichen Bevölkerungswachstums schnell an und betrug um das Jahr 1754 ungefähr 25.000 Menschen. 3

Der zweite große Schwabenzug begann nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges. Er vollzog sich während der Regierungszeit der österreichischen Königin Maria Theresia (1717-1780), dauerte von 1763 bis 1772 und erhielt die Bezeichnung „Theresianischer Schwabenzug“. Im Zuge der zweiten großen Umsiedlungswelle ins Banat wurden die bereits bestehenden Siedlungen ausgebaut und neue gegründet. Wie beim ersten Schwabenzug erhielten auch diesmal katholische Übersiedler den Vorzug. Um sie anzulocken, wurden wie zuvor Werber engagiert und in die deutschen Fürstentümer entsandt. Die Werber nahmen ihre Arbeit zunächst in den süddeutschen Regionen an der Grenze zu Österreich auf. Daher waren die ersten Übersiedler zu jener Zeit tatsächlich Schwaben. Im Laufe des zweiten Schwabenzuges wurden etwa 30 neue Siedlungen im Banat gegründet und 27 bestehende Siedlungen ausgebaut, in die ungefähr 50.000 deutsche Kolonisten übersiedelten. 4Deren überwiegende Mehrheit ließ sich auf trockengelegten ehemaligen Sumpfgebieten nieder, in deren Umgebung, wie bereits erwähnt, das Sumpffieber grassierte. Dieser Umstand zwang die Machthaber dazu, die Arbeiten zur Trockenlegung von Sumpfgebieten durch Rekonstruktion und Erweiterung des bereits zuvor von 1728 bis 1733 erbauten Begakanals wieder aufzunehmen. Zur selben Zeit siedelten sich im Banat unter der Leitung des österreichischen Königreiches aktiv Rumänen und Serben an, deren Anzahl die der deutschen Übersiedler um das Fünffache überstieg. Insgesamt hatte sich die Einwohnerzahl des Banats gegen Ende der Regierungszeit Maria Theresias verfünffacht und betrug ungefähr 450.000 Menschen.

Der dritte und letzte große Schwabenzug trägt die Bezeichnung „Josephinischer Schwabenzug“ und vollzog sich von 1781 bis 1787 während der Regierungszeit des Königs Joseph II. Er bestieg 1765 den Thron des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und regierte Ungarn zu Beginn gemeinsam mit seiner Mutter Maria Theresia und nach ihrem Tod im Jahr 1780 allein. Er war Zeitgenosse des preußischen Königs Friedrich II. und der russischen Zarin Katharina II. und wie diese ein Verfechter des aufgeklärten Absolutismus. Daher fand der dritte große Schwabenzug im Unterschied zu den beiden vorhergehenden Zügen ohne konfessionelle Einschränkungen statt. Neben den Katholiken waren zahlreiche Protestanten unter den Übersiedlern, die sich hauptsächlich auf den königlichen Ländereien in den Gebieten Batschka, Slawonien und im Banat niederließen. Insgesamt kamen in dieser Periode ungefähr 45.000 deutsche Kolonisten an und ließen sich in 14 neuen, zum Großteil jedoch in bereits bestehenden Siedlungen nieder.

Der nächste türkische Krieg in den Jahren 1788 und 1789 stellte eine neue Bedrohung für die sich rasant entwickelnde und blühende Region dar und brachte den ins Rollen gekommenen dritten großen Schwabenzug zum Stillstand. Die türkischen Truppen gelangten bis vor die Tore Temeschburgs und plünderten erneut 130 Siedlungen. Die deutschen Kolonisten stellten ihren Mut bei der Verteidigung ihrer Siedlungen heldenhaft unter Beweis. Bekannt ist der Fall des Schmieds

Jakob Johann Hennemann, der die türkischen Angriff e gemeinsam mit 75 treuen Mitstreitern abwehren und seine Stadt Werschetz und deren Bevölkerung so vor der Plünderung und dem Untergang bewahren konnte. Für den heldenhaften Mut, den er bewiesen hatte, wurde er von König Joseph II. zum Adligen ernannt. 5

Innerhalb kurzer Zeit wurden die Städte und Siedlungen der Übersiedler, die durch den Ansturm der Türken zerstört und geplündert worden waren, erneut wiederaufgebaut und gelangten durch den eifrigen Einsatz der Kolonisten ein weiteres Mal zu Wohlstand und Reichtum. Die Übersiedlung deutscher Kolonisten nach Ungarn setzte sich auch in späteren Perioden fort, so etwa zur Regierungszeit der Könige Leopold II. und Franz I., welcher bis 1806 der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation war und nach Ablegen dieses Titels bis zu seinem Tod der erste Kaiser Österreichs blieb. Die Zeiten der massenweisen Übersiedlung, der sogenannten großen Schwabenzüge, waren allerdings vorüber und gehörten der Vergangenheit an.

Die gesamte Besiedlungsperiode des Banats dauerte ungefähr 100 Jahre. In dieser Zeit kamen etwa 150.000 Kolonisten an, von denen sich 115.000 auf staatlichen Ländereien und 35.000 auf privatem Grundbesitz niederließen. Aufgrund des schnellen natürlichen Bevölkerungsanstiegs betrug die Gesamtbevölkerung des Banat 1840 bereits 1.082.550 Menschen. Davon waren 207.720 Deutsche, 566.230 Rumänen, 202.216 Serben, 59.342 Magyaren, daneben auch 10.112 Schokatzen (eine römisch-katholische ethnische Gruppe aus Nachkommen der ivakischen Kroaten und serbischen Flüchtlinge aus den Gebieten Bosnien-Herzegowinas), 12.000 Bulgaren, 6.150 Franzosen, 4.316 Juden, 2.830 Slowenen, 1.400 Kroaten und 800 Griechen. Zudem lebten noch 250.485 Menschen (davon 26.155 Deutsche) in den militarisierten Grenzgebieten Ungarns. 6

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