Jakob - Die deutschen Auswanderer

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Das vorliegende Buch ist der ungewöhnlichen und wundersamen Geschichte der deutschen Kolonisten gewidmet, welche sich im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach einem erfüllten und besseren in verschiedene ferne Länder aufmachten. Die Darstellung ihrer wird vom Autor durch einzigartige Archivmaterialien und statistische Daten belegt.
Im Buch wird das grundsätzlich unterschiedliche Schicksal der deutschen Kolonisten in verschiedenen Staaten herausgearbeitet. Dieser Unterschied besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen sämtliche zum ehemaligen Ostblock gehörenden Länder Europas und Asiens verlassen hat, während sie in den Ländern Süd- und Nordamerikas blieben und sich dort praktisch vollständig assimilierten.
Worin liegt der Grund eines so unterschiedlichen Schicksals und Verhaltens der deutschen Kolonisten in diesen Staaten? Weshalb verliefen ihre Assimilierungsprozesse hier anders? Warum kehrten sie aus den einen Staaten massenweise nach Deutschland zurück, nachdem sich eine solche Möglichkeit ergeben hatte, während sie in den anderen Staaten dauerhaft sesshaft wurden und sich assimilierten?
Die Leser, die dem Autor bei der Beschreitung des Pfades der einzigartigen Geschichte der deutschen Kolonisten folgen, erhalten eine Antwort auf diese und viele weitere Fragen und lernen die ursprünglichen Hypothesen und Schlussfolgerungen kennen, welche das Buch hinsichtlich der unterschiedlichen Etappen im Schicksal der ethnisch deutschen Bevölkerung entwickelt.

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Nach den Bevölkerungsverlusten, die die Kriege des 15. Jahrhunderts verursacht hatten, wurde die Übersiedlung dieser Völker bereits stimuliert, und man ließ selbst die Ansiedlung von Flüchtlingen zu, die nie zuvor an die sie verfolgenden Staaten ausgeliefert worden waren. So kam es im Laufe der Jahrhunderte zur Bildung eines neuen Volkes, das nicht der Abstammung nach deutsch war, sondern durch die freiwillige Annahme des Glaubens, der Sprache, der Erziehung und der anerkannten Herrschaft. Die Rechte und Freiheiten dieses Volkes im Deutschen Ordensstaat waren zu jener Zeit beispiellos und nirgendwo sonst anzutreffen. Nach der Auflösung des Deutschen Ordens wurde Ostpreußen 1525 zum Zentrum des entstandenen Königreichs Preußen, welches sich durch eine gemischte Bevölkerung, freie Glaubensausübung und Toleranz gegenüber seinen Bewohnern, zu denen Protestanten, Katholiken, Calvinisten, Hussiten und Hugenotten zählten, von anderen Staaten unterschied. Diese Toleranz wurde später auch auf die Juden ausgeweitet. Preußen war damals progressiver und toleranter als sämtliche anderen bekannten Staaten. Mit Beginn des 18. Jahrhunderts nimmt die bis dahin weitgehend spontane Kolonisation planmäßigen Charakter an und wird zur grundlegenden Bevölkerungspolitik des preußischen Staates. Der Anfang einer solch planmäßigen Stimulierung der Immigration ist eng mit dem Namen des Urgroßvaters Friedrichs II., dem großen preußischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620-1688) verknüpft. Als Antwort auf den Erlass des französischen Königs Ludwig XIV. vom 18. Oktober 1685, welcher die Reformationskirche verbot und das Edikt von Nantes abschaffte, nach welchem die Hugenotten (Calvinisten) das Recht auf freie Religionsausübung hatten, veröffentlicht Friedrich Wilhelm genau 11 Tage später (am 29. Oktober 1685) sein Edikt von Potsdam. Er nutzt den Moment, um seine Glaubensbrüder, die in Frankreich wegen ihres Glaubens verfolgt werden, zur Übersiedlung nach Brandenburg einzuladen und gewährt ihnen umfangreiche Privilegien wie freie Glaubensausübung, das Recht auf freie Standortwahl, die Befreiung von Steuern und Zöllen, die Zuteilung von Ländereien und Baumaterialien, Subventionen für Unternehmen, die Bezahlung der Pastoren durch das Fürstentum u. a.

Dadurch gelang es Friedrich Wilhelm, der im Unterschied zur mehrheitlich protestantischen Bevölkerung Brandenburgs Calvinist war, nicht weniger als 20.000 französische Hugenotten zur Übersiedlung nach Brandenburg zu bewegen. Von diesen siedelten sich etwa 6.000 in Berlin an. Die neuen Siedler trugen wesentlich zur Belebung der brandenburgisch-preußischen Wirtschaft bei, da viele von ihnen Wissenschaftler, Lehrer, Bankkaufleute, Händler oder Handwerker waren und die Elite der Gesellschaft bildeten. Es kam zur Öffnung von Handelshäusern, neuen Fabriken und Gewerben und zur Entwicklung zahlreicher Strömungen in Kunst und Bildung. Das Vorgehen Friedrich Wilhelms hatte positiven Einfluss auf das Bevölkerungswachstum und führte zu einer Stärkung der staatlichen Wirtschaft.

Nach seinem Tod wird sein Sohn Friedrich III. (11.7.1657 — 25.2.1713) Kurfürst von Brandenburg. Dieser krönte sich 1701 selbst zum preußischen König und setzte die Politik der Immigration ins Land fort, wobei vor allem Hugenotten aus Frankreich und Calvinisten aus der Schweiz ins Land einreisten, die zu großen Teilen hochqualifi- zierte Handwerker waren. Während seiner Herrschaft wütete von 1709 bis 1711 eine Choleraepidemie, der 200.000 Menschen oder fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung Preußens zum Opfer fielen. Die in diesem Zusammenhang gesunkenen Steuereinnahmen und die maßlosen Ausgaben für den Unterhalt des königlichen Hofes führten dazu, dass die Staatsschulden nach dem Tod Friedrichs III. 20 Millionen Taler betrugen, was einem Zehntel der Gesamteinkünfte entsprach. 4

Sein Sohn, der neue König Friedrich Wilhelm I. (14.8.1688 – 31.5.1740), in der Geschichte als „Soldatenkönig“ bekannt, begann seine Amtsgeschäfte mit Einsparungen und Kürzungen der Ausgaben für den Unterhalt des Hofes und einer starken Erhöhung der Aufwendungen für die Armee, welche nun ein Fünftel der gesamten Staatseinnahmen ausmachten.

In seiner Rolle als Asket zog er das Schlachtfeld und die Soldatenpritsche den königlichen Annehmlichkeiten vor und widmete all seine Gedanken und Taten der Stärkung der Armee, der Schaffung einer entsprechenden Finanzierungs- und Versorgungslogistik und ihrer zahlenmäßigen Vergrößerung. Dafür war er auf ein Wachstum der Bevölkerung, welche nach den Choleraepidemien zurückgegangen war, angewiesen. Er führt eine ganze Reihe wichtiger Reformen durch, welche auf eine aktive Peuplierungspolitik abzielen, sieht in den Menschen den größten Reichtum des Staates und siedelt in Ostpreußen zwischen 17.000 und 20.000 Protestanten aus Salzburg an, die aus religiösen Motiven zum Verlassen ihres Landes gezwungen waren. Nachdem Friedrich Wilhelm am 2. Februar 1732 die unter dem Namen „Preußisches Einladungspatent“ bekannte Einladung verkündet hatte, kamen die Protestanten vor dem Ende des Jahres 1733 auf dem Wasser- und dem Landweg in Königsberg an. Beachtung verdient auch die von ihm durchgeführte Austrocknung von Sumpfgebieten im Jahre 1732, auf denen er anschließend ein Zentrum zur Aufzucht und Vergrößerung einer Herde verschiedener Dragonerpferderassen schuf, und daneben die Einladung und Ansiedlung protestantischer Flüchtlinge aus Salzburg in der Nähe von Berlin.

Eine derart aktive Peuplierungspolitik ermöglichte es Friedrich Wilhelm I., seinem Sohn Friedrich II. ein blühendes Ostpreußen zu hinterlassen, welches erneut eine Bevölkerung von etwa 600.000 Menschen zahlreicher Nationalitäten hatte, die zu einem Viertel aus Emigranten bestand. 4Auch der Staatshaushalt war wieder gefüllt und die vom Vater hinterlassenen Schulden beglichen. Die Armee wurde hinter dem Russland, Österreichs und Frankreichs zur viertgrößten in Europa, wobei Preußen hinsichtlich seiner Fläche den 10. und hinsichtlich seiner Einwohnerzahl lediglich den 13. Platz belegte. 5

Ihren höchsten Entwicklungsstand erreichte die Peuplierungspolitik in Preußen allerdings zur Regierungszeit Friedrichs II. (des Großen), der die Amtshandlungen seiner Vorgänger nicht nur fortsetzte, sondern auch auf andere Bereiche ausweitete und ihre grundlegenden Annahmen und ihre Anwendungspraxis weiterentwickelte. Seine Erfolge auf diesem Gebiet versuchten viele andere europäische Länder zu kopieren. Im Bemühen, möglichst viele ausländische Staatsbürger in seinen Staat zu locken, hielt er nicht nur an den von seinen Vorgängern gewährten Privilegien und Vergünstigungen für Kolonisten fest, sondern weitete sie auch auf andere Bereiche aus. Der Staat befreite die Kolonisten über drei Generationen hinweg vom Kriegsdienst und übernahm die Kosten für die Umsiedlung, die Bodenmelioration, den Hausbau, die Holzzuteilung usw. Er senkte die Steuern und weitere für die Übersiedler anfallende Zahlungen deutlich. Diese hatten nur ein Zehntel der gewöhnlichen Summe zu erbringen, die von der ansässigen Bevölkerung bezahlt werden musste. Allein zur Regierungszeit Friedrichs II. wurden etwa 25 Millionen Taler für die Kolonisation ausgegeben, was durchschnittlich zwischen 400 und 600 Talern pro Familie entsprach. 6

Einen äußerst wichtigen Faktor für die Attraktivität seiner Peuplierungspolitik stellte die von ihm verkündete und für jene Zeit einzigartige Glaubenstoleranz dar, die von ihm verteidigt und materiell unterstützt wurde. Dies hatte mit der religiösen Intoleranz in vielen Ländern zu tun, welche deren Staatsbürger zur Emigration veranlasste, aber auch mit der Notwendigkeit, diese Staatsbürger im Rahmen der Integration in den durch ihn eroberten neuen Gebieten Schlesiens und Polens zu verteidigen, deren Bevölkerung größtenteils katholischen Glaubens war. Friedrich II. kontrollierte häufig persönlich, ob die wesentlichen Vorschriften und Projekte der preußischen Politik des Bevölkerungswachstums bestimmungsgemäß umgesetzt wurden. Er bemühte sich um die Entwicklung neuer oder schwach entwickelter Industriezweige im Land und forderte von seinen Beamten nicht einfach eine wachsende Anzahl von Immigranten, sondern Kolonisten, die über Wissen und Erfahrung in bestimmten Tätigkeitsbereichen verfügten und zur Entwicklung progressiver landwirtschaftlicher Anbaumethoden und der Industrie beitragen konnten. Zur Entwicklung der Milchwirtschaft wurden Kolonisten aus Holland eingeladen, Kolonisten aus der Pfalz für den Gartenbau und den Obstanbau, Kolonisten aus Württemberg für den Getreideanbau, Spinner und Weber wurden in Sachsen und Thüringen angeworben. Die ankommenden Übersiedler mussten auf freie Ländereien verteilt werden, wobei nicht nur öde und wenig besiedelte Landstriche zum Einsatz kamen, sondern auch Gebiete, die bereits durch Meliorationsmaßnahmen für die landwirtschaftliche Nutzung erschlossen worden waren. Eine wichtige Besonderheit der Peuplierungspolitik Friedrichs II. stellten zahlreiche Agrarprojekte dar, die die landwirtschaftliche Erschließung zuvor ungeeigneter Ländereien ermöglichten.

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