Jakob - Die deutschen Auswanderer

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Das vorliegende Buch ist der ungewöhnlichen und wundersamen Geschichte der deutschen Kolonisten gewidmet, welche sich im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach einem erfüllten und besseren in verschiedene ferne Länder aufmachten. Die Darstellung ihrer wird vom Autor durch einzigartige Archivmaterialien und statistische Daten belegt.
Im Buch wird das grundsätzlich unterschiedliche Schicksal der deutschen Kolonisten in verschiedenen Staaten herausgearbeitet. Dieser Unterschied besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen sämtliche zum ehemaligen Ostblock gehörenden Länder Europas und Asiens verlassen hat, während sie in den Ländern Süd- und Nordamerikas blieben und sich dort praktisch vollständig assimilierten.
Worin liegt der Grund eines so unterschiedlichen Schicksals und Verhaltens der deutschen Kolonisten in diesen Staaten? Weshalb verliefen ihre Assimilierungsprozesse hier anders? Warum kehrten sie aus den einen Staaten massenweise nach Deutschland zurück, nachdem sich eine solche Möglichkeit ergeben hatte, während sie in den anderen Staaten dauerhaft sesshaft wurden und sich assimilierten?
Die Leser, die dem Autor bei der Beschreitung des Pfades der einzigartigen Geschichte der deutschen Kolonisten folgen, erhalten eine Antwort auf diese und viele weitere Fragen und lernen die ursprünglichen Hypothesen und Schlussfolgerungen kennen, welche das Buch hinsichtlich der unterschiedlichen Etappen im Schicksal der ethnisch deutschen Bevölkerung entwickelt.

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Das in diesem Rahmen größte Projekt war die Austrocknung von Sumpfgebieten im Oderbruch. Die Arbeiten daran stellten die zu jener Zeit größten und technisch erfolgreichsten Meliorationsmaßnahmen in Europa dar. Mit der Austrocknung der Sümpfe hatte bereits sein Vater Friedrich Wilhelm I. begonnen. Diesem war es gelungen, einen Teil der Ländereien auszutrocknen und sie für die Versorgung seiner Kavallerie mit Nahrungsmitteln nutzbar zu machen. Allerdings wurden diese Ländereien im Frühjahr ständig überschwemmt, und die schwierigen und kostspieligen Arbeitsmaßnahmen erlaubten es ihm nicht, diese zum Abschluss zu bringen. Friedrich II. war sich dessen bewusst und beauftragte 1740 den anerkannten Spezialisten Simon Leonard von Haerlem damit, eine neue Expertise durchzuführen und ein Konzept zur Trockenlegung der Sumpfgebiete an der Oder auszuarbeiten. 1747 wurde mit den von ihm geplanten Arbeitsmaßnahmen begonnen. Sie sahen die Absperrung zahlreicher Arme der Oder, die Errichtung von Dämmen und den Bau eines neuen Kanals vor, welcher das Flussbett verkürzen und die Fließgeschwindigkeit des Flusses erhöhen sollte. Dies ermöglichte die Austrocknung der entlang der Oder überschwemmten Ländereien. Trotz zahlreicher Verzögerungen, die u. a. auf den Widerstand der ansässigen Bevölkerung zurückzuführen waren, wurden die Projektarbeiten 1753 abgeschlossen. Die Umsetzung dieses Projektes ermöglichte die Trockenlegung von etwa 69.000 Hektar Sumpfgebiet, auf dem sich ungefähr 7.000 Kolonisten in 50 neu entstandenen Siedlungen niederließen.

Die Worte Friedrichs II., die er nach Abschluss dieses Projektes von sich gab, sind weit bekannt und wurden vielfach zitiert: „Hier habe ich im Frieden eine Provinz erobert“. Auf sämtlichen Ländereien, die im Zuge der Umsetzung zahlreicher Meliorationsmaßnahmen für die Landwirtschaft nutzbar gemacht worden waren, wurden angeworbene Übersiedler aus Polen, Sachsen, Mecklenburg, Thüringen, der Pfalz, aus Anhalt, Österreich und anderen Ländern angesiedelt. Während der Regierungszeit Friedrichs des Großen von 1740 bis 1786 wurden etwa 100.000 Hektar Sumpfgebiete und ungenutzte Ländereien erschlossen. 7In dieser Zeit kamen ungefähr 284.000 Übersiedler in Preußen an, von denen sich 208.600 in Dörfern und 75.000 in Städten niederließen. Sie machten 7,5 % der Gesamtbevölkerung Preußens aus, welche 1740 2,24 Millionen, und 1786 6 Millionen betrug. 8Insgesamt siedelten von 1640 bis zum Ende der Regierungszeit Friedrichs II. mehr als 500.000 Kolonisten nach Preußen über und machten damals ein Zehntel der Bevölkerung aus. 9

Die Peuplierungspolitik Friedrichs II. beschränkte sich nicht auf Maßnahmen, die dem Bevölkerungswachstum dienten, sondern schloss auch ein System von Gesetzgebungsakten und entsprechenden Reformen im Bereich der Medizin, Bildung, Hygiene, Wirtschaft und Sozialpolitik ein, die zu jener Zeit überaus progressiv waren. Auf Friedrich den Großen folgte sein Neff e Friedrich Wilhelm II. (1744 –1797) als preußischer König. Dieser war für eine passive Peuplierungspolitik verantwortlich, die sich auf die Sicherung der zuvor von seinen Vorgängern erreichten Ergebnisse beschränkte. Allerdings wurden bereits während der Regierungszeit des darauffolgenden Königs Friedrich Wilhelm III. (1770 – 1840) erneute Anstrengungen zur Verlängerung der Kolonisationspolitik in Preußen unternommen, insbesondere in seinen südlichen Provinzen. Somit dauerte die aktive Peuplierungspolitik Preußens, die schon 1685 mit der Verkündung des Potsdamer Edikts durch den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm begonnen hatte, ungefähr 150 Jahre lang, erstreckte sich über das 17., 18. und 19. Jahrhundert und endete mit der auf den deutschen Staatsgebieten einsetzenden Industrialisierung.

Dem Beispiel Preußens folgten im 18. Jahrhundert andere Länder Ost- und Südosteuropas, die ebenfalls mit der Durchführung einer aktiven demografischen Peuplierungspolitik begannen und damit ihre Bevölkerung durch fremde Staatsbürger zu vergrößern versuchten.

1.3. Wesentliche Strömungen der

Migration ins Ausland

An dieser Stelle beginnen wir mit der Untersuchung der wesentlichen Strömungen der Massenemigration deutscher Kolonisten und der ausschlaggebenden Motive, die eine derart schicksalsträchtige und riskante Entscheidung hunderttausender Menschen zur Folge hatten. Eine Entscheidung, die nicht nur für die ersten Übersiedler, sondern auch für deren Nachkommen in folgenden Generationen alles von Grund auf änderte. Die Bewohner der deutschen Ländereien begannen bereits im 17. Jahrhundert, ihre Heimat auf der Suche nach einem besseren Leben zu verlassen, ihre massenweise Emigration nimmt jedoch im 18. Jahrhundert ihren Anfang. In diesem stellen Südost- und Osteuropa bis zum Beginn des darauffolgenden Jahrhunderts die hauptsächlichen Auswanderungsziele dar, die nordamerikanische Strömung steht an zweiter Stelle. Zu jener Zeit waren hauptsächlich Ungarn und Russland Ziel der deutschen Kolonisten. Historiker gehen davon aus, dass sich zwischen 400.000 und 500.000 Menschen in dieser Richtung auf den Weg machten, während 100.000 deutsche Übersiedler die nordamerikanischen Länder als Emigrationsziel wählten. 10

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts ändert sich das Bild abrupt, denn von nun an dominiert die Emigration in jenseits des Ozeans gelegene Länder und insbesondere in die USA, welche in dieser Hinsicht weit vor Kanada lagen. Das Ausmaß der europäischen Emigration in Länder jenseits des Ozeans ruft Erstaunen hervor. Experteneinschätzungen zufolge kehrten in hundert Jahren massenweiser Emigration von 1824 bis 1924 etwa 52 Millionen Menschen Europa den Rücken. Von diesen ließen sich 37 Millionen in Nordamerika, elf Millionen in Südamerika und 3,5 Millionen in Australien und Neuseeland nieder. 11

Die Auswanderer aus Deutschland waren Teil dieser europäischen Massenemigration. Bis 1820 waren etwa 150.000 Deutsche in Amerika gelandet, danach stieg ihre Anzahl sprunghaft an und von 1850 bis 1890 stellten die deutschen Emigranten bereits die größte nationale Gruppe der gesamten europäischen Emigration nach Amerika dar. Insgesamt machten sich im Zeitraum von 1820 bis 1928 5,9 Millionen deutsche Bürger auf den Weg ans jenseitige Ozeanufer. Von diesen ließen sich 89,8 % oder 5,3 Millionen in den USA, 200.000 in Brasilien, 145.000 in Kanada und 120.000 in Argentinien nieder. 12

Die Historiker, die die deutsche Migration in Länder jenseits des Ozeans untersuchen, unterteilen diese in mehrere zeitlichen Phasen. Der Meinung der einen zufolge gab es zwei solcher Phasen, wobei die erste vom Anfang bis zum letzten Viertel des 18. Jahrhunderts dauerte und die zweite das gesamte 19. Jahrhundert und den Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs umfasst. Andere vertreten die Ansicht, die erste Phase habe zu Beginn des 17. Jahrhunderts begonnen, und fügen noch eine dritte Phase hinzu, die vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges bis in die Gegenwart dauert.

Wie dem auch sei, die deutsche Emigration in jenseits des Ozeans gelegene Länder dauerte etwa zwei Jahrhunderte und vollzog sich in Wellen. In bestimmten Zeiträumen kam sie zum Erliegen, danach nahm sie wieder an Fahrt auf und spiegelte die mannigfaltigen sozialen, ökonomischen, politischen, natürlichen und sonstigen Probleme des deutschen Staates und seiner Gesellschaft wider.

In den folgenden Kapiteln des vorliegenden Buches werden die wesentlichen Strömungen der Emigration deutscher Kolonisten ins Ausland detaillierter behandelt.

Kapitel 2.

Massenemigration nach Südosteuropa

2.1. Transsilvaniendeutsche

Die ersten deutschen Siedlungen in Ungarn und dem Karpatenbecken entstanden bereits im 9. Jahrhundert zur Zeit Karls des Großen. Diese Zeit wird allgemein als erste Epoche der deutschen Ostsiedlung bezeichnet. Die zweite Epoche erstreckt sich vom 11. bis ins 14. Jahrhundert. Die dritte Epoche der deutschen Übersiedlung nach Südosten vollzog sich im 17. und 18. Jahrhundert und ist unter der Bezeichnung „Große Schwabenzüge“ bekannt. Dabei sollte man nicht vergessen, dass hier vom historischen Ungarn die Rede ist, von welchem viele Regionen mit deutscher Besiedlung später an Österreich, Rumänien, Tschechien, die Slowakei und die Länder des früheren Jugoslawiens fielen. Vorab soll an dieser Stelle betont werden, dass die kompakten Wohngebiete der deutschen Übersiedler in historischer Hinsicht mehrfach von einem Staat an einen anderen fielen. Die im 9. Jahrhundert in Ungarn entstandenen ersten deutschen Siedlungen wurden zu Beginn des 10. Jahrhunderts durch Angriffe der Maritser und der Ungarn zerstört. Nachdem Fürst Stephan im Jahr 1000 den katholischen Glauben angenommen und den magyarischen Stammesbund in den ungarischen Staat verwandelt hatte, änderte sich die Einstellung gegenüber der Übersiedlung deutscher Staatsbürger, und man nahm diese mit offenen Armen auf. Erneut siedelten sich Ritter, Geistliche, Mönche und Bauern in großer Zahl als Gäste im Karpatenbecken an und spielten eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Christentums in Ungarn und für die Entstehung und Entwicklung des militärischen, politischen, kirchlichen und ökonomischen Umfelds des Landes.

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