Jakob - Die deutschen Auswanderer

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Das vorliegende Buch ist der ungewöhnlichen und wundersamen Geschichte der deutschen Kolonisten gewidmet, welche sich im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach einem erfüllten und besseren in verschiedene ferne Länder aufmachten. Die Darstellung ihrer wird vom Autor durch einzigartige Archivmaterialien und statistische Daten belegt.
Im Buch wird das grundsätzlich unterschiedliche Schicksal der deutschen Kolonisten in verschiedenen Staaten herausgearbeitet. Dieser Unterschied besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen sämtliche zum ehemaligen Ostblock gehörenden Länder Europas und Asiens verlassen hat, während sie in den Ländern Süd- und Nordamerikas blieben und sich dort praktisch vollständig assimilierten.
Worin liegt der Grund eines so unterschiedlichen Schicksals und Verhaltens der deutschen Kolonisten in diesen Staaten? Weshalb verliefen ihre Assimilierungsprozesse hier anders? Warum kehrten sie aus den einen Staaten massenweise nach Deutschland zurück, nachdem sich eine solche Möglichkeit ergeben hatte, während sie in den anderen Staaten dauerhaft sesshaft wurden und sich assimilierten?
Die Leser, die dem Autor bei der Beschreitung des Pfades der einzigartigen Geschichte der deutschen Kolonisten folgen, erhalten eine Antwort auf diese und viele weitere Fragen und lernen die ursprünglichen Hypothesen und Schlussfolgerungen kennen, welche das Buch hinsichtlich der unterschiedlichen Etappen im Schicksal der ethnisch deutschen Bevölkerung entwickelt.

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Insbesondere die in großer Zahl stattfindende Übersiedlung der Deutschen, die die Bezeichnung „Transsilvaner Sachsen“ erhielten, nahm mit dem Aufruf des ungarischen Königs Geisa II. (1141 — 1161) zu Beginn des 12. Jahrhunderts ihren Anfang. Dieser rief die Deutschen dazu auf, sich niederzulassen, die öden Landstriche zu erschließen und ihre Grenzen gegen äußere Feinde zu verteidigen. Dabei setzte er große Hoffnungen auf die Kenntnisse der Übersiedler und ihre führende und effiziente Vorgehensweise im Handwerk, der Bodenbearbeitung und im Ackerbau, was letzten Endes zu höheren Steuereinnahmen führen musste. So kommt es gegen Mitte des 12. Jahrhunderts im Zuge der Ansiedlung der Transsilvaner Sachsen und der Zipser Sachsen in Ungarn zur Entstehung zweier großer und geschlossener deutscher Siedlungsgebiete, die die Bezeichnungen „Transsilvanien“ und „Zips“ erhielten. Dabei ist zu betonen, dass die Bezeichnung „Sachsen“ nicht die Herkunft der Neuankömmlinge widerspiegelt. Die Transsilvaniendeutschen kamen vom linken fränkischen Rhein- und Moselufer, und ihr Dialekt ist dem Dialekt der Einwohner Triers, Luxemburgs und der daran angrenzenden Regionen ähnlich. Die Übersiedlung der Deutschen nach Ungarn dauerte auch im darauf-folgenden Jahrhundert an. Die deutschen Siedlungen in Transsilvanien breiteten sich insgesamt bis zum 14. Jahrhundert aus, und dieser Prozess dauerte etwa 150 Jahre. Die deutschen Kolonisten nannten Transsilvanien Siebenbürgen, was auf sieben Burgen zurückgeht, die von ihnen auf dem Gebiet Transsilvaniens erbaut wurden.

1211 lud König Andreas II. (1205-1235) den Deutschen Ritterorden zur Verteidigung seiner Grenzen ein und siedelte ihn im südöstlichen Teil Transsilvaniens an. Dieser errichtete innerhalb kurzer Zeit ein mächtiges System aus Burgen und Festungen. Daneben lockte der König weitere deutsche Siedler an und ließ neue Siedlungen deutscher Kolonisten auf dem Territorium des Ordens im Gebiet Burzenland (Barcaság) gründen. Allerdings musste der Deutsche Ritterorden infolge seines Versuchs, die Region von Ungarn abzuspalten und einen eigenständigen Ordensstaat unter dem Schutz der Kirche auszurufen, das Land verlassen.

1224 garantierte Andreas II. in seinem Andreanischen Freibrief den deutschen Übersiedlern Rechte und Freiheiten, die später im 14. und 15. Jahrhundert auch auf weitere deutsche Siedlungen in Transsilvanien und 1486 auf die gesamte Bevölkerung der Transsilvaner Sachsen ausgeweitet wurden. Diese schlossen ein Dreinationenbündnis mit den Magyaren und den Szeklern und erhielten einen autonomen Status im Königreich Ungarn, den sie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wahren konnten. Sie wurden als eigenständige Nation anerkannt, erhielten über mehrere Jahrhunderte ihren eigenen Gesetzeskanon, das Recht, eigene Richter und Priester auszuwählen, und verfügten über ein eigenes oberstes Verwaltungs- und Rechtsprechungsorgan, welches die Bezeichnung „Sächsische Nationsuniversität“ erhielt. Dabei handelte es sich nach allgemeinem Verständnis um eine besondere und beispiellose Form der Selbstverwaltung, und die Rechte und Garantien der Bewohner Transsilvaniens befanden sich auf einem Niveau, welches von keiner anderen Bevölkerungsgruppe Osteuropas erreicht wurde.

Die darauffolgenden Jahrhunderte (14. und 15. Jahrhundert) waren durch eine rasante ökonomische Entwicklung der Städte und ländlichen Siedlungen der Sachsen in Transsilvanien gekennzeichnet. In diesem Zeitraum kam es zur wechselseitigen Bereicherung und Blüte der deutschen und ungarischen Kultur und Sprache und zu einer aktiven Entwicklung der Handelsbeziehungen mit den süddeutschen Städten. Im 16. Jahrhundert nahm die überwältigende Mehrheit der Deutschen den evangelisch-lutherischen Glauben an. Von da an wird Transsilvanien zu einem Hort des evangelischen Glaubens in Südosteuropa, was ebenfalls zu seiner politischen Eigenständigkeit beitrug. Ab dem 14. Jahrhundert entstanden die ersten Grundschulen in Transsilvanien, und im 16. Jahrhundert gab es bereits in jeder Dorfgemeinschaft eine Schule. 1541 wurde das erste Gymnasium in Südosteuropa gegründet, und 1722 wurde die allgemeine Schulpflicht für alle Bevölkerungsschichten eingeführt. 1

Die noch vor dem Ende des 14. Jahrhunderts beginnenden Angriffe der Türken auf ungarische Städte gingen mit der Schlacht bei Mohatsch am 29. August 1526 zu Ende. Dabei erlitten die Truppen der

europäischen Koalition, in der sich Ungarn, Kroaten und Tschechen vereinigt hatten, eine vernichtende Niederlage gegen die Truppen des Osmanischen Reiches. Der daraufhin folgende Fall der Stadt Buda (Ofen) führte zum endgültigen Zerfall des Königreiches Ungarn. Es kam zur Gründung Türkisch-Ungarns, welches bis 1699 Bestand hatte. In dieser Zeit konnte Transsilvanien, obwohl es sich unter türkischer Schutzherrschaft befand und infolge der Kriege Zerstörungen, Epidemien und Hungersnöte erlitten hatte, über zwei Jahrhunderte hinweg seine Städte und Siedlungen erhalten und vor einer Besiedlung durch Menschen nicht-siebenbürgischer Abstammung bewahren.

Den mittelalterlichen deutschen Siedlungen in Zentralungarn wurde ein ganz anderes Schicksal zuteil. Sie verschwanden bereits im 16. Jahrhundert infolge ständiger Angriff e und Verwüstungen und auch aufgrund der zerstörerischen Agrarpolitik des Osmanischen Reiches von der Landkarte.

2.2. Donauschwaben

1683 erlitten die Türken eine vernichtende Niederlage gegen die vereinigten Truppen der Deutschen und Polen, die dem belagerten Wien zu Hilfe kamen. Nachdem sie den Großteil ihrer Streitkräfte, Artillerie und Nachschubkolonnen verloren hatten, zogen sich die Türken eilig zurück. Die im darauffolgenden Jahr auf Betreiben des Papstes gegründete „Heilige Liga“, zu der das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, Polen und Venedig gehörten, ergriff die militärische Initiative und fügte dem Osmanischen Reich in vielen weiteren Schlachten eine Niederlage nach der anderen zu und befreite das gesamte Gebiet der Zentraldonau von den Türken. Im September 1686 wurde Buda befreit, im September 1688 Belgrad und 1691 Transsilvanien. Der daraufhin am 26. Januar 1699 geschlossene Frieden von Karlowitz besiegelte den endgültigen türkischen Verlust Ungarns, Transsilvaniens und Slawoniens und stellte den Beginn einer neuen Etappe der massenweisen Übersiedlung deutscher Kolonisten in verwüstete, öde und entvölkerte Landstriche dar, die sich über 160 Jahre (1552-1716) unter der Herrschaft des Osmanischen Reiches befunden hatten.

Auf Einladung der österreichischen Monarchen siedelten im Laufe des 18. Jahrhunderts etwa 200.000 deutsche Kolonisten in diese Regionen über und ließen sich in folgenden Regionen nieder: Banat (85.000), Batschka (35.000), Satmar (7.000), Syrmien-Slawonien (15.000), Schwäbische Türkei (30.000) und Mittelgebirge (35.000). Eine solche massenweise Übersiedlung deutscher Kolonisten führte zu einem sprunghaften Anstieg der ungarischen Bevölkerung und einer grundlegenden Änderung seiner nationalen Struktur. So stieg die Bevölkerung des Königreiches Ungarn vom Ende des 17. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts von 3,5 auf 9,2 Millionen an, während der Anteil der deutschsprachigen Bevölkerung 1,3 Millionen erreichte. Darüber hinaus sprachen noch 200.000 Juden Deutsch, die aus Galizien und den Karpaten hierher umgezogen waren. 2

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts beschränkte sich das österreichische Königshaus der Habsburger im Wesentlichen auf die Umsiedlung deutscher Kolonisten auf das Privatgelände von Großgrundbesitzern. Erst später, ab dem Jahr 1718, wurden sie auch auf staatliche Ländereien umgesiedelt. Das hauptsächliche Siedlungsgebiet war das Banat, welches am Fuße der Karpaten zwischen den Flussläufen der Donau, der Theiß und der Maros liegt. Für die Banatdeutschen hat sich die Bezeichnung „Schwaben“ durchgesetzt – dies entspricht wie auch im Falle der Transsilvaner Sachsen nicht ihrem früheren Herkunftsgebiet, welches am linksseitigen Ufer der Pfalz, Hessens und Lothringens, aber auch in Schwaben, Bayern und Österreich liegt. So nahmen die in der Geschichte weit verbreiteten „Schwabenzüge“ ihren Anfang. Darunter versteht man drei große Übersiedlungsperioden deutscher Kolonisten, die jeweils nach dem zu dieser Zeit regierenden österreichischen König benannt wurden.

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