Jakob - Die deutschen Auswanderer

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Das vorliegende Buch ist der ungewöhnlichen und wundersamen Geschichte der deutschen Kolonisten gewidmet, welche sich im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach einem erfüllten und besseren in verschiedene ferne Länder aufmachten. Die Darstellung ihrer wird vom Autor durch einzigartige Archivmaterialien und statistische Daten belegt.
Im Buch wird das grundsätzlich unterschiedliche Schicksal der deutschen Kolonisten in verschiedenen Staaten herausgearbeitet. Dieser Unterschied besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen sämtliche zum ehemaligen Ostblock gehörenden Länder Europas und Asiens verlassen hat, während sie in den Ländern Süd- und Nordamerikas blieben und sich dort praktisch vollständig assimilierten.
Worin liegt der Grund eines so unterschiedlichen Schicksals und Verhaltens der deutschen Kolonisten in diesen Staaten? Weshalb verliefen ihre Assimilierungsprozesse hier anders? Warum kehrten sie aus den einen Staaten massenweise nach Deutschland zurück, nachdem sich eine solche Möglichkeit ergeben hatte, während sie in den anderen Staaten dauerhaft sesshaft wurden und sich assimilierten?
Die Leser, die dem Autor bei der Beschreitung des Pfades der einzigartigen Geschichte der deutschen Kolonisten folgen, erhalten eine Antwort auf diese und viele weitere Fragen und lernen die ursprünglichen Hypothesen und Schlussfolgerungen kennen, welche das Buch hinsichtlich der unterschiedlichen Etappen im Schicksal der ethnisch deutschen Bevölkerung entwickelt.

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und das durch Angriffe, Mord, Plünderungen und Verschleppung erlittene Leid, das ihnen ansässige feindselige Banden zufügten. Im Wolgagebiet wurden die deutschen Kolonisten von kirgisischen und baschkirischen Nomaden beraubt, erschlagen, versklavt und auf den Sklavenmärkten von Buchara verkauft. Die Siedlungen schwäbischer Kolonisten in Ungarn waren zahlreichen Angriff en und Plünderungen serbischer Banden und der ständig wiederkehrenden türkischen Truppen ausgesetzt. Für die Angriff e, Plünderungen und den Mord an deutschen Kolonisten im Kaukasus waren kurdische, persische, türkische und tatarische Reiterbanden verantwortlich.

Letztendlich trugen die deutschen Kolonisten nach sämtlichen bitteren Erfahrungen und Prüfungen der Anfangszeit durch ihren selbstlosen Einsatz in wesentlichem Maße zur wirtschaftlichen und allseitigen gesellschaftlichen Entwicklung in ihren neuen Ländern bei. Mit Nachdruck stellten sie ihre Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und das Fehlen jeglicher Wünsche oder Absichten, ihre neue Heimat irgendwann einmal verlassen zu wollen, unter Beweis. Ihre schöpferische Tätigkeit wandte das Leben der Übersiedler selbst und die ökonomische Situation in den Ländern ihres Aufenthalts Schritt für Schritt zum Besseren. Gemeinsam mit anderen Völkern trugen sie entscheidend zur

Entwicklung der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion und zur Verbesserung der Infrastruktur und des äußeren Erscheinungsbildes städtischer und ländlicher Siedlungen bei.

Mit Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und einhundert Jahre nach Ankunft der ersten Kolonisten in den Ländern Ost- und Südosteuropas zogen allerdings erstmals schwarze Gewitterwolken am Himmel der deutschen Bevölkerung auf. Die schnell wachsende Bevölkerung führte zu einem akuten Mangel an Grund und Boden in Russland, Ungarn und anderen Ländern. Deren Machthaber wollten nichts mehr davon wissen, dass sie die deutschen Kolonisten, die

ihnen Hunderte von Jahren treue und ergebene Untertanen gewesen waren, einst eingeladen hatten. Nun, nachdem die deutschen Kolonisten die ihnen anvertrauten Aufgaben erfüllt und die einstmals öden Landstriche in blühende Ländereien verwandelt hatten, begannen die Machthaber und ein Teil der politischen Elite damit, in ihren Gesellschaften antideutsche Ressentiments zu schüren. Gegenüber den deutschen Kolonisten, deren wachsender Wohlstand und Erfolge in der

landwirtschaftlichen und industriellen Produktion Neid und wahllose Anschuldigungen im deutschen Einflussgebiet hervorriefen, setzte sich zunehmend eine ablehnende Haltung durch.

Ein besonders schweres Schicksal erwartete die Kolonisten in Russland, wo sie eine wesentliche Verschlechterung ihrer gesellschaftlichen, materiellen und sozialen Lage über sich ergehen lassen mussten. Im Zuge der Reformen Alexanders II. wurde ihnen 1871 ihr privilegierter Sonderstatus als Kolonisten genommen, und ab 1874 wurde auch der verpflichtende Kriegsdienst für sie eingeführt. So wurden die wichtigsten Privilegien aus der Zeit Katharinas II. aufgehoben, welche diese ihren Vorfahren auf ewig zum Geschenk gemacht hatte. Zudem hatten die auf sie folgenden Zaren Pavel I., Alexander I. und Nikolaj I. diese Privilegien durch mehrfachen Zarenerlass fortwährend bestätigt.

Es bedarf keiner Beweise, dass es eben jene Vergünstigungen und Privilegien der herrschenden Monarchen waren, die seinerzeit den Ausschlag zugunsten einer Übersiedlung der deutschen Bauern nach Russland gegeben hatten. Nicht alle Kolonisten wollten nun den Weck fall ihrer Privilegien in ihrem Leben hinnehmen, und viele von ihnen kehrten Russland den Rücken und ließen die zivilisierten heimatlichen Gegenden und Ländereien genauso zurück wie die Gräber ihrer Vorfahren, die ein Jahrhundert zuvor auf der Suche nach einem besseren Schicksal und einer neuen Heimat nach Russland gekommen waren.

Die Deutschen, die weiterhin in Russland blieben und nun den russischen Bauern gleichgestellt waren, setzten ihre ehrliche Arbeit fort, sorgten für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Ackerbaus und der Viehzucht, der industriellen Produktion, der Bildung, der Kultur und glaubten weiterhin an eine bessere Zukunft. Allerdings rief eine solch dynamische und erfolgreiche Entwicklung der deutschen Kolonien als gemeinsamer Teil der gesamten russischen Wirtschaft bei einem bestimmten Teil der Gesellschaft eine zutiefst ablehnende Haltung gegenüber den deutschen Kolonisten hervor. Eine nicht unwesentliche Rolle spielte dabei die Tatsache, dass das vereinigte Deutschland 1871 auf der Weltbühne auftauchte, denn nun sah Russland in Deutschland seinen wichtigsten politischen und ökonomischen Gegner in Europa. Die Anstrengungen der nationalistischen und chauvinistischen Presse sorgten dafür, dass die sichtbaren Erfolge der deutschen ethnischen Minderheit Neid weckten und Gründe genannt wurden, weshalb ihre riesigen Landgüter und sonstigen Besitztümer beschlagnahmt werden sollten. Die ständige Verschärfung der antideutschen Ressentiments verwandelte sich zu Beginn und während des Ersten Weltkrieges in eine antideutsche Hysterie, in Pogrome und den Kampf der zaristischen Machthaber gegen den „deutschen Einfluss“. Genau zu dieser Zeit nimmt auch die Massenemigration der Russlanddeutschen aus dem Land ihren Anfang. Deren wesentliche Phasen und ihre zahlenmäßige Bewertung anhand vorhandener statistischer Materialien werden im vorliegenden Buch detailliert dargestellt.

Die Beziehungen zwischen diesen beiden Ländern stellten damit zum ersten, jedoch bei Weitem nicht zum letzten Mal die Hauptursache für die wesentliche Verschlechterung der Situation der Kolonisten und der übrigen Deutschen in Russland dar. Nach der Revolution im Jahre 1917 und dem Untergang der zaristischen Autokratie verhielt sich die neue Sowjetmacht, die auf revolutionäre Veränderungen in Deutschland und auf der ganzen Welt hoffte, zunächst loyal gegenüber den deutschen Kolonisten und schuf 1918 das autonome Gebiet der Wolgadeutschen. Aus diesem wurde 1923 die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen. Dieser Umstand bewahrte die Kolonisten im Wolgagebiet und in anderen Regionen Russlands allerdings nicht vor Erschütterungen, die ihre gewohnte Lebensweise endgültig zerstörten. Bereits in den dreißiger Jahren wurden alle Kolonisten genauso wie die russischen Bauern gewaltsam in Kolchosen getrieben, und anschließend zog über sie wie über das gesamte Land eine Welle der Repressionen hinweg.

Der Beginn des Zweiten Weltkriegs hielt neues Leid in bisher unbekanntem Ausmaß und mit einer beispiellosen Dimension der Ungerechtigkeit für die deutsche Ethnie bereit. Der Faschismus in Deutschland brachte vielen Völkern in Europa und in Russland unbeschreibliche Armut, Trauer und Tod. Besonders die wahllosen Schuldzuweisungen an die ethnische deutsche Minderheit für die Verbrechen Nazideutschlands hatten tragische Folgen. Dadurch, dass sich die Nachkommen der deutschen Kolonisten und die übrigen Gruppen der deutschen Bevölkerung Hunderte von Jahren weit von Deutschland entfernt aufgehalten hatten, konnten sie unmöglich an der Machtergreifung und den Verbrechen des Naziregimes beteiligt gewesen sein. Der Flächenbrand, den der Zweite Weltkrieg ausgelöst hatte, verwandelte das Leben von Millionen Nachkommen der deutschen Kolonisten, welche gemeinsam mit anderen Völkern in diesen Ländern gelebt hatten, zu Asche, indem er sie zu Geächteten machte, die die Schuld für nicht von ihnen begangene Verbrechen zu tragen hatten. Massenweise Gewaltanwendung, Diskriminierungen und Völkermord an der eigenen deutschen Bevölkerung wurden zu schwarzen Kapiteln in der Geschichtsschreibung zahlreicher Länder und blieben im genetischen Gedächtnis der ethnischen deutschen Minderheiten zurück.

Mit einer besonderen Situation hatten es die Russlanddeutschen zu tun, die sich mit dem Höhepunkt ungerechten und unmenschlichen Verhaltens ihnen gegenüber konfrontiert sahen. Als schuldlos Schuldige mussten sie wahllose Anschuldigungen als Verräter, die Abschaffung ihrer Autonomie, den Verlust ihrer erwirtschafteten Besitztümer, die Deportation nach Sibirien und Kasachstan und Hunger und Tod in den Arbeitslagern über sich ergehen lassen. Dabei handelte es sich um mehrjährigen staatlichen Völkermord an einem seiner fleißigen und gesetzestreuen Völker, das nicht im Geringsten an der Machtergreifung der Nazis im fernen Deutschland beteiligt war. Für die Russlanddeutschen hatte das Leid auch nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs kein Ende, ihnen wurde auf ewig das Recht aberkannt, an ihre vormaligen Aufenthaltsorte zurückkehren zu dürfen, zudem befanden sie sich an den Orten ihrer Verbannung weitere zehn lange Jahre unter Aufsicht der Kommandantur.

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